DE64615C - Verfahren und Ofen zur Gewinnung von Blei - Google Patents

Verfahren und Ofen zur Gewinnung von Blei

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DE64615C
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DE
Germany
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lead
furnace
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preheated
sulfur material
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Application number
DENDAT64615D
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M. FOERSTER in Berlin, Kurfürstendamm 128
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/34Weft stop motions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B13/00Obtaining lead
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces
    • F27B3/04Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces of multiple-hearth type; of multiple-chamber type; Combinations of hearth-type furnaces

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 40: Hüttenwesen.
Vorliegende Erfindung betrifft die Gewinnung von Blei mit Hülfe oxydischer Bleiverbindungen.
Bisher benutzte man zur Bleigewinnung mit Hülfe oxydischer Bleiverbindungen, welche entweder in demselben Verfahren durch Röstung aus dem zu Gebote stehenden Erz erzeugt sind und aus Sulfat bezw. Oxyd bestehen oder auch anderen Ursprung haben (wie etwa Glätte vom Abtreiben, Hüttenrauch, Gekrätz), vielfach Schwefelblei. In der hierbei stattfindenden Reaction wird der Sauerstoff der oxydischen ßleiverbindung von dem Schwefel des Schwefelbleies unter Bildung von entweichender schwefliger Säure gebunden, während sowohl das Blei des oxydischen Bleimaterials als auch des Schwefelbleies in Freiheit gesetzt und als metallisches Blei gewonnen wird. Enthielt das oxydische Bleimaterial Bleisulfat, so nahm auch der Schwefel des letzteren an der Bildung der schwefligen Säure Theil. Diese bei der Reaction stattfindenden Vorgänge lassen sich durch folgende Gleichungen veranschaulichen:
2 Pb O + Pb S = 3 Pb + S O2
Pb S O4 + PbS = 2 Pb + 2 S O2.
Bei diesem bisher üblichen Verfahren der Bleigewinnung durch Erhitzen eines Gemenges aus Bleioxydmaterial und Schwefelblei bezw. entsprechendem Bleierz trat nun der Nachtheil zu Tage, dafs dabei viel Zeit, Arbeitskraft und Brennstoff nöthig und infolge , der langen Arbeitsdauer Gelegenheit zu reichlicher Bleiverflüchtigung gegeben war.
Aufserdem konnte die entweichende schweflige Säure, welche mit Rauchgasen stark verunreinigt und verdünnt war, eben aus diesem Grunde schwer in wirkungsvoller und ökonomisch zufriedenstellender Weise beseitigt werden.
Diesen Uebelständen abzuhelfen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, welcher auf Grund dieser Beobachtungen dadurch erreicht werden soll, dafs man die Bleimaterialien in der Weise auf einander einwirken läfst, dafs die Reaction möglichst schnell beendigt ist, und die entwickelte schweflige Säure möglichst frei von Rauchgasen bleibt.
Demgemäß soll das oxydische Bleimaterial in einem solchen Znstand mit dem Schwefelbleimaterial zusammengebracht werden, dafs die Reaction sehr schnell und ohne weitere künstliche Erhitzung verläuft, indem die infolge der unter diesen Umständen so schnell eintretenden Reaction entwickelte Wärme vollauf hinreicht, auch den Verlauf der Reaction selbst aufrecht zu halten. Zu diesem Zweck wird nach vorliegender Erfindung das oxydische Bleimaterial vortheilhaft in einem Flammofen in bereits feurig flüssigem Zustande mit dem zweckmäfsig vorgewärmten Schwefelbleimaterial zusammengebracht, indem man entweder das erstere auf das letztere auffliefsen läfst, oder das letztere in das feurig .flüssige oxydische Bleimaterial einträgt. Hierbei erfolgt entsprechend dem oben beschriebenen Reactionsverlauf eine plötzliche und stürmische Umsetzung, welche durch die dabei entwickelte Reactionswärme in Thätigkeit erhalten wird. Es bedarf also in diesem Fall einer besonderen Erhitzung während des Verlaufes der Reaction nicht, so dafs die entwickelte schweflige Säure frei von Rauchgasen, somit möglichst concentrirt und infolge dessen auch leicht nutzbringend zu verwerthen bezw. zu beseitigen ist.
Das vorstehende Verfahren kann nun zweckmä'fsig in einem durch Fig. ι bis 4 der beiliegenden Zeichnung (unter Fortlassung der Armatur) in zwei verticalen Längsschnitten, im Horizontalschnitt und Querschnitt veranschaulichten Flammofen ausgeführt werden. Derselbe besteht aus zwei durch Scheidewand W von einander getrennten Längskammern H und K und kann um einen Zapfen Z, der in bekannter Weise hydraulisch (zu welchem Zweck derselbe in dem hydraulischen Cylinder O angeordnet ist) oder in anderer Weise, etwa durch Schrauben etwas angehoben werden kann, in horizontaler Ebene um i8o° gedreht werden. Dieses Drehen kann in jeder bekannten Weise erfolgen; so kann man auf der Unterseite des Ofens einen Radkranz L anordnen, in welchen ein mittelst Kurbel zu bewegendes Getriebe M eingreift.
Die Stofsflächen P und P' kann man zweckmäfsig in bekannter Weise derart konisch gestalten, dafs dieselben eine Drehung des Ofens um den Zapfen Z gestatten und einen dichten Verschlufs ermöglichen, sobald nach erfolgter Drehung der Zapfen Z in dem hydraulischen Cylinder O und damit zugleich auch der Ofen gesenkt wurde.
Von den Kammern K und H ist die eine stets mit der Feuerung F und durch Fuchs E mit der Esse in Verbindung, während die andere Kammer mit dem durch einen Deckel verschliefsbaren Glättloch G für das geschmolzene oxydische Bleimaterial und mittelst des Fuchses S mit der Ableitung für die entwickelte schweflige Säure in Verbindung steht.
Mit einem solchen Apparat kann man das soeben beschriebene Verfahren in folgender Weise ausführen.
Eine Kammer, etwa K, wird durch die Schüröffnungen T mit dem zu verwendenden und möglichst fein zerkleinerten Schwefelbleimaterial, wie Bleiglanz oder' aus Bleisulfat durch. Reduction gewonnenes Schwefelblei beschickt und sodann in dieser Kammer, welche mit der Feuerung F und mit dem nach der Esse führenden Fuchs E in Verbindung steht, das Schwefelbleimaterial vermittelst der genannten Feuerung so stark erhitzt, bis der Bleiglanz soeben anfangen will abzurosten. Hierauf dreht man den Ofen um i8o°, so dafs die nunmehr durch die Schüröffnungen T mit Schwefelbleimaterial zu beschickende Kammer H mit der Feuerung in Verbindung tritt. Gleichzeitig wird auf das heifse Schwefelbleimaterial in der Kammer K durch das Glättloch G geschmolzenes oxydisches Bleimaterial der oben gekennzeichneten Art, vorzugsweise geschmolzene Bleiglätte, gegossen. Sofort tritt unter lebhafter Wärmeentwickelung die oben gekennzeichnete Umsetzung ein; geschmolzenes Blei sammelt sich an der tiefsten Stelle des Herdes, wo das Stichloch α angeordnet ist, während schweflige Säure durch den Fuchs S in die Schwefligsäureableitung entweicht; diese führt das Gas seinem Verwerthungsort zu, wo dasselbe nach Wunsch als schweflige Säure aufgefangen oder auch zu Schwefelsäure umgewandelt wird. Bei etwa schwächer werdender Umsetzung kann man dieselbe durch Umrühren befördern. Das abgeschiedene Blei wird durch das Stichloch α abgestochen. Die nach Beendigung der Arbeit zurückbleibenden Rückstände werden durch die Fuchsöffhung herausgezogen, nachdem der Ofen die nun folgende halbe Drehung, welche nöthig wird, um die inzwischen in der Kammer H vorgewärmte Schwefelbleimaterialbeschickung in der soeben für die Kammer K beschriebenen Weise zur Reaction zu bringen, ausgeführt hat. Die durch diesen kleinen Aufenthalt bedingte Abkühlung des vorgewärmten Schwefelbleimaterials ist ohne Nachtheil, da die Umsetzung eine mehr als hinreichende Wärmemenge erzeugt.
Die Arbeiten wechseln in der geschilderten Weise stets ab. Während in der "einen Kammer das Schwefelbleimaterial vorgewärmt wird, findet in der anderen die Umsetzung statt. Sollte der Blei- bezw. Silbergehalt der Rückstände es lohnend erscheinen lassen, so können dieselben in bekannter Weise im Schachtofen behufs Gewinnung dieser Metalle verschmolzen werden.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von Blei mit Hülfe von Bleioxydmaterial, darin bestehend , dafs man dasselbe in feurigflüssigem Zustand mit dem zweckmäfsig vorgewärmten Schwefelbleimaterial zusammenbringt, wonach die Bleiabscheidung ohne weitere besondere Erhitzung erfolgt.
2. Ein zur Ausführung des unter τ. gekennzeichneten Verfahrens geeigneter Ofen, bestehend aus einem um eine verticale Achse (Z) drehbaren Flammofen, welcher durch eine Längsscheidewand (W) in zwei völlig von einander getrennte Kammern (HK) getheilt ist, von welchen abwechselnd eine zur Vorwärmung des Schwefelbleimaterials bezw. dessen Ersatzes dient und in diesem Fall mit der Feuerung (F) in Verbindung gesetzt ist, während in der anderen sich die Umsetzung von inzwischen eingelassenem, feurig flüssigem Bleioxydmaterial mittelst des vorgewärmten Schwefelbleimaterials bezw. dessen Ersatz vollzieht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT64615D Verfahren und Ofen zur Gewinnung von Blei Expired - Lifetime DE64615C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE932521C (de) * 1942-06-11 1955-09-01 Bolidens Gruvaktiebolag Verfahren zur Herstellung von Blei

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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