DE64576C - Contrabafs-Clarinette - Google Patents
Contrabafs-ClarinetteInfo
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- DE64576C DE64576C DENDAT64576D DE64576DA DE64576C DE 64576 C DE64576 C DE 64576C DE NDAT64576 D DENDAT64576 D DE NDAT64576D DE 64576D A DE64576D A DE 64576DA DE 64576 C DE64576 C DE 64576C
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D7/00—General design of wind musical instruments
- G10D7/06—Beating-reed wind instruments, e.g. single or double reed wind instruments
- G10D7/066—Clarinets
Landscapes
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Stringed Musical Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bisher bildeten die Klasse der Clarinetten folgende Instrumente:
i. die kleine C 8-Clarinette, 2. die mittlere
.B8-Clarinette, 3. die Alto-Clarinette C8 und
4. die einfache Bafs-Clarinette bs.
Es ist ersichtlich, dafs der Umfang in Bezug auf den Ton, der durch diese vier Instrumente
hervorgebracht wird, ein aufserordentlich begrenzter ist.
Durch vorliegende Erfindung wird ein fünftes derartiges Instrument hinzugefügt, das in einer
Reihe Clarinetten von verschiedener Stimmung hergestellt wird und hauptsächlich den Zweck
hat, den bisher bestehenden Mangel einer Contrabafs-Clarinette auszufüllen.
Dieses Instrument hat die Stimmung B8, und zwar eine Octave tiefer als die gewöhnliche
J38-Clarinette, und erstreckt sich bis zum Pedal
Aty oder geht, wenn wünschenswerth, selbst
bis zu As, durch die Hinzufügung einer Extraklappe,
herunter, d. h. dafs die Anzahl der Klappen auf 27 anstatt 26 vermehrt wird, wie
aus beiliegender Zeichnung ersichtlich.
Die bisherigen Clarinetten gehen nicht weiter herunter, als bis Efy (D für das Ohr), und es
ist ersichtlich, dafs diese neue Clarinette, die bis zum Pedal As heruntergeht, infolge dessen
eine Octave und drei Töne mehr in den unteren Registern hat, als irgend welche bisher
bestehende Clarinette, und deshalb ihr Tonumfang ein viel ausgedehnterer und von ungleich
gröfserer Tiefe und Kraft ist und dadurch ein von den Componisten längst gefühltes
Bedürfnifs befriedigen soll. .
Dies ist dadurch ermöglicht, bis zu den untersten Registern, die bisher mit der Clarinette
nicht zu erreichen waren, herabzusteigen; das neue Instrument soll deshalb Contrabafs-Clarinette
oder Pedalclarinette genannt werden.
Die unteren Pedalnoten und den aufserordentlich vollen, reichen und tiefen Ton der
Contrabafs-Clarinette will der Erfinder durch eine vollständig neue Form des Instrumentes
sowie durch die besondere Anordnung der Klappen und Röhren sowie der verbesserten
Einrichtung der Ventilmechanik erreichen.
Die neue Clarinette ist ungefähr 2,92 m lang, verändert sich aber selbstverständlich in ihrer
Ausdehnung von dem Mundstück zu der Stürze im Verhältnifs zu dem gewünschten Ton und
besteht im wesentlichen aus drei parallel oder beinahe parallel liegenden Körpern oder Röhren,
Fig. 3, die neben einander liegen, um bequem in der Hand zu stehen, im Gegensatz zu den
bisherigen Clarinetten, die blos aus einem Hauptkörper bestehen. Ferner ist das neue
Instrument mit Platten anstatt Ringen versehen, um luftdichten Schlufs zu ermöglichen.
Damit den Clarinettenbläsern keine Schwierigkeiten in der Handhabung des neuen Instrumentes
entstehen, ist die Stellung der ersten 13 Klappen dieselbe wie bei der gegenwärtigen
Clarinette geblieben, aber die weiteren Noten Eh D^ Dh C B'^ Bh oder (Dh C B% Bh Ä% Ah
für das Ohr) werden durch Hülfsklappen oder Platten mit verbessertem Mechanismus hervorgebracht,
die ganz unabhängig sind von den 13 Klappen des alten Systems. Durch diese
Hülfsklappen wird es den Bläsern ermöglicht, die oben erwähnten Pedalnoten zu erreichen.
Um das Ansprechen des Tones zu erleichtern, ist das Mundstück der Contrabafs-Clarinette
mit einem Rohr von konischer Form von ungefähr 40 cm Länge und 0,028 m Durchmesser
am Mundstückende verbunden, während das andere Ende der konischen Röhre einen Durchmesser
von 0,050 m hat, welcher Durchmesser beibehalten wird, bis an den Schalltrichter.
Selbstverständlich ändern sich die Verhältnisse je nach dem Ton oder der gewünschten Stimmung.
Es soll hier bemerkt werden, dafs die oben erwähnte konische Röhre unbedingt nothwendig
ist wegen des ausnahmsweise grofsen Durchmessers des Instrumentes. Bei kleinen Clarinetten von geringem Durchmesser ist der
Konus überflüssig.
Es hat sich durch die Erfahrung herausgestellt, dafs bei einem Cylinder von 0,026 m
Durchmesser ein vollständig reiner und leicht ansprechender Ton erzielt wird, und es ist
selbstverständlich, dafs die Pedal- und Contrabafs-Clarinette mit einer konischen Röhre versehen
sein kann, deren Durchmesser je nach Bedürfnifs verändert werden kann, sowie auch
mit Weglassung des Konus blos in cylindrischer Form von beliebigem Durchmesser hergestellt
werden kann.
Das Instrument kann sowohl von Holz als Metall, Hartgummi, Guttapercha oder irgend
einem geeigneten Material angefertigt werden und mitMechanismen von verschiedenen Systemen
mit 14 oder 15 Klappen (Bö hm-System),
26 bis 27 Klappen oder mit mehr oder weniger Klappen versehen sein.
Das in Fig. 1 dargestellte Instrument besteht aus drei neben einander liegenden und durch
Metallrohre A und B mit einander verbundenen Körpern.
Bei dieser Clarinette sind 26 Klappen angewendet mit Einschlufs der Hülfsklappen, um
die chromatische Scala bis zum Pedal it ^ in
den unteren Registern hinabsteigen zu können, oder 27 Klappen bis zum Pedal as.
In den meisten Fällen bedürfen die Componisten keines tieferen Pedals als ajjj, weshalb
auch das Instrument in der Zeichnung mit 26 Klappen dargestellt ist.
Wegen der aufserordentlichen Gröfse des Instrumentes sind die bei den gewöhnlichen
Clarinettensjrstemen benutzten Ringe weggelassen und an deren Stelle Platten angewendet, wodurch
vollkommene Luftdichtigkeit bedingt wird, wenn die Klappen, geschlossen sind.
Fig. ι zeigt im besonderen die Klaviatur für die linke Hand des Bläsers; dieselbe kann in
zwei Theile getheilt werden, erstens in die Plattenklappen und zweitens in die Spatelklappen.
Die Plattenklaviatur, die in der Fig. 1 bei i, 2, 3 schraffirt dargestellt ist, giebt die
Noten DjJ]ZTiIFiJ, während die Platte 4, für
den Daumen der linken Hand bestimmt, das G desselben Registers ergiebt. Unmittelbar
oberhalb der Platten 1,2,3 smc^ zwei Spateln 5
und 6 angebracht zur Bethätigung der Klappen 7 und 8 und zur Hervorbringung der Noten G^
und A^. Die Klappe 7 ist in der Richtung
des Verbindungsstückes A angeordnet und die Klappe 8 auf dem Verbindungsstück selbst.
Um das Auseinandernehmen zu erleichtern, ist die Klappe 8 mit einem Verbindungsstück
von gewöhnlicher Form versehen, die schraffirt in Fig. ι gezeichnet ist. An der entgegengesetzten
Seite und etwas unterhalb der oben erwähnten Platten 1 und 2 befinden sich zwei
Spateln 10 und 11, die die Klappen 10 und 11
bethätigen, behufs Hervorbringung der Töne D^
bezw. CQ. Die Klappe 11, welche auf dem
Verbindungsstück B angebracht ist, ist mit einer Verlängerung 12 ausgestattet.
Unterhalb der Platten 1, 2, 3 sind vier Spateln 13, 14, 15 und 16 paarweise angeordnet angebracht.
Die Spateln 13 und 14 bethätigen die Hülfsklappen 13 und 14 zur Hervorbringung
der Noten C^ C^ in den unteren Registern,
und die Spateln 15 und 16, die die Klappen 15
und 16 bethätigen, dienen zur Hervorbringung der Noten Fgj und Fg) in den unteren Registern.
Schliefslich befinden sich neben der Platte 4 für den Daumen der linken Hand zwei Spateln 17 und 18 zur Bethätigung der
beiden Octavklappen 17 und 18, von denen die eine, d. h. 18 die Noten von jB{j bis G
und die andere 17 die Noten C bis G anspricht.
Es ist zu bemerken, dafs die vollständige Klaviatur für die linke Hand auf dem zweiten
Körper der Clarinette angeordnet ist, während der erste Körper in der hier bezeichneten Anordnung
blos die beiden Octavklappen und das Mundstück trägt.
In Fig. 2 ist die Klaviatur für die rechte Hand dargestellt. Die Platten und Spateln sind
in den Figuren ebenfalls durch schraffirte Linien angedeutet. Die Platten 1, 2 und 3 ergeben
die Noten A§ B% C%.
Die Spatelklaviatur enthält die Spateln 4, 5, 6, 7, 8, von denen die beiden unteren
Spateln 7 und 8 zur Bethätigung der Hülfsklappen 7 und 8 dienen, zur Hervorbringung
der Noten D^1 D$ in dem unteren Register,
und die drei oberen 4, 5 und 6 dienen zur Bethätigung der Klappen 4, 5 und 6 zur Erzeugung
der Noten Gg] F^ G^ im unteren
Register.
Zur leichten Auseinandernehmung des Instrumentes ist die Klappe 7, die die Note D^j
im unteren Register anspricht, mit einem Verbindungsstück versehen, das in der Zeichnung
schraffirt angegeben ist.
Die Klappe 14 ergiebt die Note ^
unteren Registers, Fig. 1.
Gegenüber der Platte 3 ist die Spatel 10
der Klappe 10 angeordnet zur Erzeugung der
Note Ba im unteren Register. Oberhalb dieses
Spatels ίο sind drei weitere Spateln ii, 12, 13
einer übei den anderen wie bei gewöhnlichen Medium-C arinetten angeordnet. Der Spatel 1 1
gehört zur Hervorbringung der Cadenz von FQ und 12 der Cadenz eines halben Tones
sowie 13 der Cadenz eines ganzen Tones.
Um dem Instrument und der Mechanik derselben eine gröfsere Stabilität und Festigkeit
zu geben, ist dasselbe, wie aus der Zeichnung ersichtlich, mit Längsstäben versehen, indessen
kann diese gröfsere Dauerhaftigkeit und Stabilität auch auf andere Weise gegeben werden.
Die Wirkungsweise der Platten und der Spatel ist eine unmittelbare mit höchst einfacher
Mechanik, und es genügt, eine Platte oder einen Spatel niederzudrücken, um die entsprechende
Klappe zu schliefsen.
Es ist ersichtlich, dafs die Pedal-Contrabafs-Clarinette
verschiedentlich abgeändert werden kann, ohne dafs deshalb das Princip der Anordnung
verändert wird.
Es kann auch eine Mechanik mit doppelter Wirkung auf die verschiedenen Klappen entweder
mit Federn oder Verbindungsstücken oder in der sogen. Correspondenzmanier angeordnet
sein.
Claims (3)
- Pate nt-Ansprüche:ι . Eine Contrabafs-Clarinette, bei welcher die Stimmung B% um eine Octave tiefer liegt als bei gewöhnlichen Clarinetten, aus einer langen, konischen oder cylindrischen Röhre bestehend, so angeordnet, dafs dieselbe drei parallel oder beinahe parallel zu einander liegende Röhren bildet.
- 2. Bei der unter 1. beanspruchten Contrabafs-Clarinette die Anordnung besonderer Hülfsklappen, unabhängig von den 13 Klappen des alten Systems, für die Töne ΕΆ Di £>e Bi Be, welche mit Platten anstatt Ringen versehen sind, behufs vollständig luftdichten Schlusses der geschlossenen Klappen.
- 3. Bei der unter 1. beanspruchten Contrabafs-Clarinette die Anordnung eines konischen Rohres zwischen dem Mundstück und dem Schalltrichter behufs leichteren Ansprechens des Tones.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64576C true DE64576C (de) |
Family
ID=338436
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64576D Expired - Lifetime DE64576C (de) | Contrabafs-Clarinette |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE64576C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2731547A1 (fr) * | 1995-03-07 | 1996-09-13 | Gourdon De | Nouveau hautbois a plateaux |
-
0
- DE DENDAT64576D patent/DE64576C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2731547A1 (fr) * | 1995-03-07 | 1996-09-13 | Gourdon De | Nouveau hautbois a plateaux |
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