DE643223C - Ein- oder zweiseitige gewichtsabhaengige Gleisbremse - Google Patents

Ein- oder zweiseitige gewichtsabhaengige Gleisbremse

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Publication number
DE643223C
DE643223C DEV31086D DEV0031086D DE643223C DE 643223 C DE643223 C DE 643223C DE V31086 D DEV31086 D DE V31086D DE V0031086 D DEV0031086 D DE V0031086D DE 643223 C DE643223 C DE 643223C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
brake
carrier
action
parallel
wheel
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Expired
Application number
DEV31086D
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Pollmann
Karl Wenzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH
Original Assignee
Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH
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Publication date
Application filed by Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH filed Critical Vereinigte Eisenbahn Signalwerke GmbH
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Application granted granted Critical
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61KAUXILIARY EQUIPMENT SPECIALLY ADAPTED FOR RAILWAYS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B61K7/00Railway stops fixed to permanent way; Track brakes or retarding apparatus fixed to permanent way; Sand tracks or the like
    • B61K7/02Track brakes or retarding apparatus
    • B61K7/04Track brakes or retarding apparatus with clamping action

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Ein- oder zweiseitige gewichtsabhängige Gleisbremse Für jede Bauart von Balkenbremsen liegt die Aufgabe vor, Radtoleranzen zu berücksichtigen, d. h. mehrere Räder unterschiedlicher Breite gleichzeitig zu bremsen. Die Aufgabe ist um so schwieriger, je größer diese Breitenunterschiede sind. Jedes Rad schneidet seiner Breite entsprechend die Bremsrille auf. Bei starren durchgehenden Trägern stellt das breiteste in der Bremse befindliche Rad die Bremsrille auf der ganzen Länge seiner Breite entsprechend ein, d. h. aber, daß nur,das breite Rad gebremst wird; denn an allen dünneren Rädern liegen die Bremsträger nicht an. Die Bremswirkung für den Wagen oder die Wagengruppe verringert sich dadurch auf :ein betrieblich untragbares Maß. Diesen Mangel. hat man bisher dadurch zu beheben versucht, daß man :die Bremsträger gelenkig unterteilte. Die Längen der einzelnen durch Gelenke miteinander verbundenen Teillängen wurden so gewählt, daß sich immer nur ein Rad in einer Teillänge befinden konnte. Die Teillängen wurden also kleiner als der kleinste Radstand gewählt. Durch diese gelenkartige Unterteilung ist es möglich, an allen in der Bremse befindlichen Rädern die Träger zum Anliegen zu bringen und damit die beabsichtigte Bremswirkung zu erzielen. Ein großer Nachteil dieser Ausführung sind aber die die einzelnen Trägerlängen verbindenden Gelenke. Sie sind großen Beanspruchungen ausgesetzt und deshalb in der Herstellung und Unterhaltung- sehr teuer.
  • Der Erfindung liegt nun der Gedanke zugrunde, anstatt des Gelenkträgers einen elastischen Träger zu verwenden. Dabei wird in neuer Weise die zur Verarbeitung von Radtoleranzen infolge gleichzeitiger Abbremsung mehrerer Achsen von unterschiedlicher Radstärke erforderliche Verwindung bei Drehpunktlagerung und Verbiegung bei Parallelführung des auf der Radaußenseite liegenden Aktionsbremsträgers dadurch ermöglicht, daß das Trägheitsmoment, bezogen auf die X-X-Achse des Trägers, in der Verwindungs- bzw. Verbiegungsrichtung auf ein Minimum beschränkt oder ihm angenähert ist. Während bei dem waagerecht gelagerten Reaktionsbremsträger ebenso wie bei den Trägern der Zweskraftbalkenbremse die elastische Verformung entgegen dem größten Trägheitsmoment erfolgen muß, kann beim Aktionsbremsträger durch zweckmäßige Wahl seines Querschnittes sowie durch seine zweckdienliche Anordnung und besondere Lagerung zu seiner Bewegungsrichtung die erforderliche Verbiegung oder Verwindung des Trägers gegen seift kleinstes Trä gheitsnionient ermöglicht und damit das Bremsen aller in der Bremse befitid# liehen unterschiedlich breiten Räder wesentlich erleichtert werden.
  • Bei den bisher gebauten gewichtsabhängigen Gleisbremsen wurde der Schwingträger auf der Radinnenseite und der Festträger auf der Radaußenseite angeordnet. Diese Anordnung wurde gewählt, um für die Bereitschaftsfahrt der Bremse mit möglichst geringem Hub auszukommen. Das Lichtraumprofil des Fahrgleises gestattet nämlich zwischen den Fahrschienen eine Bauhöhe von 5o mm über S.0., während außerhalb der Fahrschiene die Begrenzung bis auf S.O. Heruntergeht. Da der Festträger in Bereitschaft immer nur um die zulässige Angriffshöhe zum Rad über S.O., der Schwingträger dagegen um Arbeitsspielhub höher eingebaut werden muß, legte man, um den kleinsten Bereitschaftshub zu bekommen, den Festträger auf die Radaußenseite. Bei abgesenkter Bremse liegt dann der Schwingträger auf der Radinnenseite noch um Arbeitsspielhub über S.O., während der Festträger auf der Radaußenseite bis in S.O. heruntergebracht wird.
  • Nach den fiberlegungen, die dem Erfindungsgedanken zugrunde liegen, ist für die Anordnung der Bremstriiger der Anfall der Radtoleranzen maßgebend, d. h. der Schwingträger wird auf der Radseite angeordnet, auf der die Radtoleranzen vorhanden sind. Es hat sich gezeigt, daß die Toleranzen fast ausschließlich auf der Radaußenseite anfallen, demzufolge also der Aktionsbremsträger entgegen der bisherigen Bauweise auf der Radaußenseite anzuordnen ist. Diese Anordnung erfolgt aus der Erkenntnis heraus, daß der Schwingträger besser .als der Festträger geeignet ist, sich unterschiedlichen Radbreiten anzupassen bzw. die erforderliche Verbiegung oder Verwindung aufzunehmen. Beim Festträger muß die zur Aufnahme unterschiedlich breiter Räder erforderliche Verbiegunggegen den grüßten Trägheitsmoment des Trägers erfolgen, während beim Schwingträger dank der Gewichtsabhängigkeit dieVerbiegung gegen einen viel kleineren Trägerwiderstand erfolgt. Diese Verbiegung kann beim Schwingträger noch erleichtert, d. h. der Trägerwiderstand noch verkleinert werden durch entsprechende Lagerung des Trägerquerschnittes zu seiner durch seine Führung zwangsläufig festgelegten Bewegungsrichtung und durch die Form des Querschnittes selbst.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. i einen Schwingträger mit Drehpunktlagerung, Fig.2 einen Schwingträger mit Parallelführung, Fig.3 den Ersatz der unteren ParalleIfüh-;rungsschwinge nach Fig.2 durch eine Rolle, Fig. q. den Ersatz der beiden ParalleIführungsschwingen nach Fig.2 durch schiefe Ebene.
  • Die Verhältnisse in der Bremsrille beim Durchlauf unterschiedlich breiter Bandagen sind folgende: Der Schwingträger mit Drehpunktlagerung (Fig. i) oder mit Parallelführung (Fig. 2) ist auf der Radaußenseite angeordnet. Bei Eintritt eines dünnen Rades (ausgezogen gezeichnet) in die Bremsrille nimmt der Schwingträger die in der Figur ausgezogen gezeichnete Lage ein. Bei Einlauf eines zweiten, auf der Außenseite dickeren Rades (gestrichelt gezeichnet) muß die Rille durch den Schwingträger erweitert werden. Wenn das zuerst eingelaufene dünnere Rad aber noch in der Bremsrille ist und gebremst werden soll, d. h. die Träger an diesem Rad anliegen sollen, dann muß der Sch«-ingträger von einem Rad zum anderen um das Maß zwischen ausgezogener und gestrichelter Darstellung verwunden '(Fig. i) oder verbogen (Fig. 2) werden. Diese durch die Rillenverbreiterung bedingte Verbiegung müßte, wenn der Festträger außen läge, waagerecht gegen sein größtes Trägheitsnionient erfolgen, was praktisch nicht möglich ist, da der Träger so bemessen ist, daß er waagerecht möglichst ohne Ausbiegen die Bremskraft aufnehmen kann. Beim Schwingträger dagegen erfolgt, wie aus den Figuren ersichtlich, die Verbiegung nicht in Richtung der waagerechten Kraft gegen das größte Trägheitsmoment des Trägers, sondern gegeben aus der zwangsläufigen Bewegungsrichtung des Trägers gegen einen bedeutend kleineren Trägerwiderstand. Aus diesen Gedankengängen heraus ist der Schwingträger auf der Radseite anzuordnen, auf der die Radtoleranzen anfallen. y-v ist die Achse, in Bezug auf welche der Träger den größten Trägheitsmoment hat.
  • Die zur Verwindung oder Verbiegung erforderliche Kraft geht als aktive Radlast verloren; denn die Anlage des Trägers an die dünne Bandage wird durch das Radgewicht des dünnen Rades bewirkt. Je kleiner also der der Verbiegung entgegenwirkende Trägerwiderstand ist, um so größer ist der Wirkungsgrad der Bremse. Wenn der Trägerwiderstand in Bezug auf die X-X-Achse auf ein Minimum beschränkt wird, dann wird dadurch die Verwindungs- bzw. Verbiegungsmöglichkeit erleichtert und damit der Wirkungsgrad der Bremse wesentlich verbe.;sert. Nach der Erfindung wird der Trägerwiderstand dadurch verringert, daß man das Trägheitsmoment zur X-X-Achse möglichst klein hält und den Träger zu seiner Führung so lagert, d,aß die zwangsläufige Verbiegungs-oder Verwindungsrichtung senkrecht zurX-X-Achse liegt. Um dies zu erreichen, muß bei Drehpunktlagerung die X-X-Achse :des kleinsten Trägheitsmoments durch den Drehpunkt gehen und bei Parallelführung senkrecht zur geradlinigen oder senkrecht zur Tangente der kreisbogenförmigen Bewegung während des Arbeitsspielhubes liegen.
  • Um den Einlauf nachfolgender dickerer Räder in eine Bremse mit parallel geführtem Schwingträger noch weiterhin zu erleichtern, wird bei der Führung des Trägers am Einlauf die untere Lagerung .des am Träger befestigten Schildes fortgelassen, indem die untere Pendelstütze nach Fig. 2 oder die Rolle 2 nach Fig. 3 oder die schiefe Ebene 6 nach Fig. 4 nicht -eingebaut wird. Dadurch wird am Einlauf die zwangsläufige Führung des Trägers aufgehoben und die freie Ausschwingmöglichkeit des Trägerendes am Einlauf und damit sein elastisches Anpassen an das in die Bremse einlaufende Rad erreicht.
  • Die bei Durchlauf unterschiedlich breiter Räder durch die Bremse infolge vorgenannter Elastizität und Lagerung des Trägers erreichte Verbiegung und Verwindung ist ebenfalls, der Durchlaufgeschwindigkeit der Räder entsprechend, fortlaufend. Sie bewegt sich wie eine Welle über die ganze Trägerlänge, -wodurch bei Parallelführung des Trägers ein Ausschwingen des unteren Endes des mit dem Träger fest verbundenen Schildes in Richtung der Gleisachse hervorgerufen wird. Durchdie bekannte Ausführung (Fig.2) wird dieses Ausschwingen durch die in der Ausschwingrichtung starre Lagerung des Schildes zum Bügel durch Pendelstützen behindert. Die in Fig.3 dargestellte untere Lagerung des Schildes behebt diesen Mangel. Danach trägt das Schild i am unteren Ende statt der Schwinge nach Fig. 2 eine Rolle 2, die sich gegen :eine im Büge13 befestigte Lauffläche legt. Die Lauffläche ,4 ist so ausgebildet, daß die Parallelführung des Schwingträgers gewährleistet ist. Bei Verwendung von Rolle und Lauffläche zur unteren Abstützung des Schildes kann das untere Ende ausschwingen, indem die Rolle in Richtung ihrer Längsachse an der Lauffläche vorbeigleitet oder sich die Rolle auf ihrem Bolzen längs verschiebt.
  • Eine zweite Ausführungsmöglichkeit, die ebenfalls das Ausschwingen des Schildes erleichtert, ist in Fig.4 dargestellt. Hier ist statt der Rollenlagerung eine Abstützung auf schiefen Ebenen 5 und 6 vorgesehen, und zwar ist, um eine noch bessere Ausschwingmöglichkeit zu erreichen, auch die in Fig. 2 und 3 dargestellte obere Pendelstütze durch ein; schiefe Ebene ersetzt.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Ein- oder zweiseitige bei#,,-ichtsabhängige Gleisbremse mit durchgehendem Aktions- und festliegendem Reaktionsbremsträger oder mit zwei Aktionsbremsträgern je Radseite, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verarbeitung von Radtoleranzen infolge gleichzeitiger Abbremsung mehrerer Achsen von unterschiedlicher Radstärkeerforderliche Verwindung bei Drehpunktlagerung und Verbiegung bei ParalleIführung des sauf der Radaußenseite liegenden Aktionsbremsträgers dadurch ermöglicht ist, daß das Trägheitsmoment (X-X-Achs-e) des Trägers in .der Verwindungsrichtung bzw. Verbiegungsrichtung .auf ein Minimum beschränkt oder ihm angenähert ist.
  2. 2. Gleisbremse nach Anspruch i mit Drehpunktlagerung des Aktionsbremsträgers,dadurch gekennzeichnet, daß der Aktionsbremsträgerquerschnitt mit der Achse (X-X) seines kleinsten Trägheitsmoments radial zum Drehpunkt angeordnet ist.
  3. 3. Gleisbremse nach Anspruch i mit parallel geführtem Aktionsbremsträger zur Erzielung gleicher Iiraftschlußverhältnisse beim Radeinlauf und voll.flädiger Anlage der Bremsfläche zur Radseite, dadurch gekennzeichnet, daß der Aktionsbremsträgerquerschnitt mit der Achse (X-X) seines kleinsten Trägheitsmom@ents Je nach Art der Parallelführung möglichst entweder senkrecht zur geradlinigen Bewegungsrichtung oder senkrecht zur Tangente der für den Arbeitsspielhub erforderlichen kreisförmigen Parallelbewegung angeordnet ist. Gleisbremse nach Anspruch i und 3 mit parallel geführtem Aktionsbremsträger, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erleichterung des Einlaufes nachfolgender dickerer Räder die Parallelführung am Einlaufaggregat aufgehoben ist, um durch Fortlassen entweder der unteren Schwinge (Fig.2) oder der Rolle (2 nach Fig.3) oder der Gegenfläche (6 nach Fig.
  4. 4) zusätzlich eine Trägerverwindung zu ermöglichen.
  5. 5. Gleisbremse nach Anspruch i und 3 mit parallel geführtem Aktionsbremsträger, .dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle der unteren Schwinge des bekannten Parallelogramms im Schild eine Rolle (2,) angeordnet ist, die sich auf einer im Bügel befindlichen Lauffläche abwälzt, die entweder bogenförmig oder bei Verzicht auf genaue Parallelführung geradlinig als Tangente oder in Rücksicht ,auf die durch die kreisbogenförmige Schtvingbewegung bedingte Voreilung des Trägers eine zusätzliche Neigung erhält.
  6. 6. Gleisbremse nach Anspruch i und 3, dadurch gekennzeichnet, daB der Aktionsbremsträger mittels schiefer Ebenen (5, 6) zu sich selbst parallel geführt ist (Fig.4).
DEV31086D 1934-08-31 1934-09-01 Ein- oder zweiseitige gewichtsabhaengige Gleisbremse Expired DE643223C (de)

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