DE642192C - Kraftfahrzeug mit vier unabhaengig abgefederten Raedern - Google Patents

Kraftfahrzeug mit vier unabhaengig abgefederten Raedern

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DE642192C
DE642192C DED63370D DED0063370D DE642192C DE 642192 C DE642192 C DE 642192C DE D63370 D DED63370 D DE D63370D DE D0063370 D DED0063370 D DE D0063370D DE 642192 C DE642192 C DE 642192C
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DE
Germany
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wheels
axis
frame
motor vehicle
transverse
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Expired
Application number
DED63370D
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English (en)
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Daimler Benz AG
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Daimler Benz AG
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60GVEHICLE SUSPENSION ARRANGEMENTS
    • B60G21/00Interconnection systems for two or more resiliently-suspended wheels, e.g. for stabilising a vehicle body with respect to acceleration, deceleration or centrifugal forces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vehicle Body Suspensions (AREA)

Description

  • Kraftfahrzeug mit vier unabhängig abgefederten Rädern Die Erfindiuig besteht darin, daß bei @einein Kraftfahrzeug mit einem unterhalb der Radmitten angeordneten Rahmen, hinteren abgefederten Pendelhalbachsen und hinten liegendem Motor- und Getriebeblock die Vorderräder durch übereinander angeordnete, am Rahmen eingespannte Querfedern parallel geführt `werden.
  • Es sind schon Kraftfahrzeuge mit tiefliegendem Rahmen und hinten angeordnetem Motor bekannt, bei welchen sowohl die Vorder wie auch die Hinterräder unabhängig voneinander an Pendelhalbachsen gelagert sind. Bei diesen Fahrzeugen verläuft jedoch die Schwingungsachse für die Querschwingungen parallel zum Fahrboden etwa in Höhe der Radmitten. Bei dieser parallelen Lage der Schwingungsachse für die Querschwingungen ist es aber gleichgültig, ob der Motor vorn oder hinten angeordnet ist, da der Motor hierbei stets gleich weit von der Schwingungsachse entfernt ist. Derartige Fahrzeuge haben den Nachteil, daß die Lenkräder Kreiselrückwirkungen ,ausgesetzt sind, durch welche das bekannte und gefährliche Flattern der Vorderräder hervorgerufen wird.
  • Um derartige Kreiselrückwirkungen auszuschalten und gleichzeitig ein gegen Querschwingungen möglichst festes Fahrzeug zu erzielen, hat man ferner schon vorgeschlagen, bei Kraftfahrzeugen mit vier voneinander unabhängig abgefederten Rädern, bei denen die gelenkten Vorderräder zur Vermeidung gyroskopischer, das Flattern der Räder erzeugender Kräfte parallel zu sich selbst geführt werden, die Hinterräder derart abzufedern, daß sie im wesentlichen um eine mittlere Längsachse schwingen. Hierdurch wird, gegenüber vorn und hinten parallel geführten Rädern, der Vorteil erzielt, daß die Achse der Querschwingungen schräg aufwärts von vorn nach hinten verläuft, so daß der die Querschwingungen des abgefederten Wagenaufbaus hervorrufende Hebelarm, d. h. der Abstand des Schwerpunktes von der Schwingungsachse, verringert wird. Auch wurde schon vorgeschlagen, hierbei den Schwerpunkt des Fahrzeugs möglichst weit nach hinten zu verlegen.
  • Die Erfahrung hat nun gezeigt, daß diese Maßnahmen allein häufig nicht ausreichen, um ein von allen Querschwingungen freies Fahren zu erzielen. Denn auch bei Fahrzeugen, bei denen der Gesamtschwerpunkt in der Nähe der Schwingungsachse für die Querschwingtuigen liegt, welche also in Hinsicht ,auf diese Querschwingungen im wesentlichen statisch ausgeglichen sind, kann es vorkommen, daß nach stoßartig.auf den Wagenkästen wirkenden einseitigen Kräfteaa, welche ein Schiefstellen des Wagenkastens erzeugen, ein Pendeln des Wagenkastens um die Schwingungsachse eintritt, und zwar um so mehr, je -weiter sich die Hauptmassen -des Fahrzeugs von der Schwingungsachse der Qnerschwingungen entfernen. Die Massen wirken in diesem Falle -wie ein Schwungrad mit verhältnismäßig großem Träglieitsradius Lmd setzen zur Beseitigung ihrer Schwungwirkung eine entsprechend große Dämpfungswirkung voraus.
  • Die Erfindung beseitigt auch diese Nacli-. teile, indem sie nicht nur einen statischen Ausgleich durch Annäherung der Schwingungsachse an den Gesamtschwerpunkt bewirkt, sondern zugleich auch die einzelnen Hauptmassen des Fahrzeugs derart verteilt, daß sie sich im wesentlichen um die nach hinten schräg aufsteigende Schwingungsachse zusammenfinden. Hierdurch wird nicht nur der Hebelarm für die im Gesamtschwerpunkt angreifenden Massenkräfte, insbesondere die Fliehkräfte, sondern auch der Trägheitsradius und das Trägheitsmoment der an der Querschwingung teilnehmenden Massen, bezogen auf die Schwingungsachse, so klein wie möglich.
  • Die Erfindung sieht zu diesem Zweck in Anwendung auf derartige Fahrzeuge mit schräg nach hinten ansteigender Querschwingungsachse insbesondere die Anordnung des gesamten Antriebsaggregates an den Hinterrädern " sowie einen besonders tiefliegenden Rahmen vor, so daß sowohl der Schwerpunkt des Antriebsblockes wie auch der Schwerpunkt des Rahmens in die Nähe der Schwingungsachse au liegen kommt. Die Ausbildung des Rahmens als Längsmittelrohr ermöglicht zugleich auch in besonders zweckmäßiger Weise einen tiefliegenden Fahrzeugboden und tiefliegende Sitze, während der von der Querschivingungsachse verhältnismäßig weit entfernte vordere Teil des Fahrzeugrahmens nach Möglichkeit von größeren Massen entlastet ist.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in einem Beispiel erläutert. Hierbei zeigt: Abb. z einen schematischen Längsschnitt durch einen Wagen gemäß der Erfindung, Abb.2 eine Ansicht des Wagens von vorn mit der Vorderradaufhängung, Abb. 3 eine Ansicht der schwingbar gelagerten Halbachsen, wobei in Abb.2 und 3 der Wagenkasten in geneigter Lage während einer Querschwingung dargestellt ist.
  • Es ist a der Rohrrahmen, an welchem vorn die die Lenkräder tragenden Querfedern b, b. befestigt sind, während an das hintere Ende der Motorgetrieheblack, umfassend das Wechsel- und Ausgleichgetriebe c, das Schwungrad- d und den Motore, angeflanscht ist.
  • Die Hinterräder sind mit den Halbachsenel und f2 starr verbunden, welche seitlich an das Ausgleichgetriebegehäuse bei g1 und g2 angelenkt sind und durch die Schraubenfedern und k2 gegen den am Getriebeblock befestigten Querträger i abgefedert werden.
  • Die Abfederung der Räder ist somit derart, daß die Vorderräder beim Durchfedern relativ zum Fahrgestell parallel zu sich selbst geführt werden und damit frei von gyroskopischen Rückwirkungen auf die Lenkung sind, während die Hinterräder zusammen mit den Halbachsen um die Gelenke g, und g2, also ungefähr um eine mittlere Längsachse schwingen. Bei auftretenden Querschwingungen wird daher der abgefederte Wagenoberbau vorn um den Punkt A am Fahrboden und hinten um den Punkt B etwa in Höhe der Anlenkungspunkte der Halbachsen schwingen. Als Achse für die Querschwingungen ergibt sich somit in bekannter Weise die schräg aufwärts nach hinten verlaufende Gerade A-B.
  • Wie aus der Zeichnung ersichtlich, sind das Rahmenrohr und der Antriebsblock derart angeordnet, daß der Schwerpunkt des Rahmens sowie der Schwerpunkt des Antriebsblockes in der Nähe der Schwingungsachse A-B liegen. Zu diesem Zweck ist der Rahmen in der Hauptsache tiefer als die Radmitten angeordnet, so daß das Rohr a von der Schwingungsachse A-B der Querschwingungen geschnitten wird. Es wird somit einerseits der Gesamtschwerpunkt S des Fahrzeugs bis nahe an diese Achse herangebracht und andererseits gleichzeitig das Gesamtträgheitsmoment bzw. der Trägheitsradius der Fahrzeugmassen, bezogen auf diese Achse, wesentlich verkleinert und somit die Querschwingungen praktisch ganz ausgeschaltet.
  • Die Sitze für die Fahrgäste werden zweckmäßig möglichst tief gelegt. Natürlich ist die Erfindung nicht auf die dargestellte Bauart beschränkt. Zum Beispiel könnte die Abfederung der Räder auch in entsprechend anderer Weise ausgebildet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Kraftfahrzeug, bei welchem die Vorderräder durch übereinander angeordnete, am Rahmen eingespannte Querfedern parallel geführt werden und die Hinterräder auf abgefederten Pendelhalbachsen gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor- und Getriebeblock derart am hinteren Ende des Fahrzeuges und der Rahmen unterhalb der Radmitten angeordnet sind, daß die Schwerpunkte des Motor- und Getriebeblocks sowie des Rahmens möglichst nahe an der von vorn nach hinten aufsteigenden Querschwingungsachse liegen.
DED63370D 1932-04-21 1932-04-22 Kraftfahrzeug mit vier unabhaengig abgefederten Raedern Expired DE642192C (de)

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DED63370D DE642192C (de) 1932-04-21 1932-04-22 Kraftfahrzeug mit vier unabhaengig abgefederten Raedern

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DE398128X 1932-04-21
DED63370D DE642192C (de) 1932-04-21 1932-04-22 Kraftfahrzeug mit vier unabhaengig abgefederten Raedern

Publications (1)

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DE642192C true DE642192C (de) 1937-02-25

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ID=25888761

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DED63370D Expired DE642192C (de) 1932-04-21 1932-04-22 Kraftfahrzeug mit vier unabhaengig abgefederten Raedern

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DE (1) DE642192C (de)

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2580481A (en) * 1948-04-05 1952-01-01 Allis Chalmers Mfg Co Farm tractor
AT404700B (de) * 1997-04-09 1999-01-25 Krizek Franz Chr Dipl Ing Teleskopquerlenker-radaufhängung für kraftfahrzeuge
EP0893288A1 (de) 1997-07-21 1999-01-27 Franz Chr. Dipl.-Ing. Krizek Querlenker Radaufhängung für Automobile

Cited By (4)

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AT405153B (de) * 1997-07-21 1999-06-25 Krizek Franz Chr Dipl Ing Radaufhängung für kfz

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