DE641298C - Unter dem Einfluss von Strahlen aufleuchtender Schirm (Leuchtschirm) - Google Patents

Unter dem Einfluss von Strahlen aufleuchtender Schirm (Leuchtschirm)

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DE641298C
DE641298C DES110077D DES0110077D DE641298C DE 641298 C DE641298 C DE 641298C DE S110077 D DES110077 D DE S110077D DE S0110077 D DES0110077 D DE S0110077D DE 641298 C DE641298 C DE 641298C
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DE
Germany
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light
screen
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filter
fluorescent
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Expired
Application number
DES110077D
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English (en)
Inventor
Dr Josef Heinrich Hartmann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Reiniger Werke AG
Original Assignee
Siemens Reiniger Werke AG
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G21NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
    • G21KHANDLING OF PARTICLES OR IONISING RADIATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; IRRADIATION DEVICES; GAMMA RAY OR X-RAY MICROSCOPES
    • G21K4/00Conversion screens for the conversion of the spatial distribution of X-rays or particle radiation into visible images, e.g. fluoroscopic screens

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Luminescent Compositions (AREA)

Description

Es sind zahlreiche Stoffe bekannt, die unter dem Einfluß unsichtbarer Strahlen (Röntgenstrahlen, Kathodenstrahlen, ultraviolette Strahlen o. dgl.) aufleuchten. Eine Reihe dieser bekannten Stoffe war bisher, obwohl sie eine hohe Leuchtkraft zeigen, für die* Herstellung von Leuchtschirmen nicht brauchbar, weil sie unter dem Einfluß von Lichtstrahlen (Tageslicht o. dgl.) störende Erscheinungen zeigen. So gibt es beispielsweise Leuchtstoffe, die unter dem Einfluß von Röntgenstrahlen fluoreszieren, ohne ein merkliches Nachleuchten zu zeigen, die aber, dem sichtbaren Licht ausgesetzt, starke Phosphoreszenz zeigen. Verschiedene Leuchtstoffe werden durch den Einfluß' von Lichtstrahlen auch chemisch verändert, oder sie zeigen eine mit der Lichtintensität bzw. Bestrahlungsdauer zunehmende Verfärbung, die eine Verminderung der Leuchtkraft zur Folge hat.
Eingehende Untersuchungen haben gezeigt, daß diese Erscheinungen nicht durch beliebiges Licht, sondern durch Licht eines -für den betreffenden Leuchtstoff charakteristischen Spektralbereichs verursacht werden, der nicht identisch ist mit dem Spektralbereich, dem das von dem Leuchtstoff emittierte Licht angehört.
Es sind bereits Vorrichtungen zur Röntgendurchleuchtung in Räumen bekanntgeworden, die durch künstliches, von Tageslicht wesentlich abweichendes Licht erhellt werden. Der Durchleuchtungsschirm wird bei diesen bekannten Vorrichtungen mit einem Farbfilter bedeckt, das das unter Einwirkung der Röntgenstrahlen entstehende Eigenlicht des Leuchtschirmes ungehindert hindurchläßt, wogegen alle anderen Strahlen von demselben absorbiert werden, so daß, wenn der übrige Raum mit der komplementären Farbe beleuchtet wird, die Röntgenschatten schwarz und die Röntgenlichter in der ungehindert durch das Farbfilter hindurchtretenden Eigenfarbe des aufleuchtenden Schirmes erscheinen. .
Es ist auch ein Verfahren zur Beleuchtung von Räumen für Röntgendurchleuchtungen bei erhelltem Räume bekanntgeworden, bei dem nur eine oder mehrere Farben Verwendung finden, die nicht in dem Spektrum des Fluoreszenzlichtes des Leuchtschirmes vorhanden sind, und bei dem ein Lichtfilter vor dem Leuchtschirm angebracht ist, das nur das Licht der Beleuchtungsquelle absorbiert. Auch bei diesem letzteren Verfahren handelt es sich darum, daß die Beleuchtungsquelle Licht aussendet, das von Tageslicht wesentlich abweicht.
Gemäß der Erfindung wird bei einem bei Tageslicht oder hinsichtlich der spektralen Verteilung diesem ähnlichen künstlichen Licht zu benutzenden, d. h. t>ei einem solchem Licht auszusetzenden, unter dem Einfluß von Strahlen aufleuchtenden Schirm ein den Leuchtschirm gegen das Tageslicht abdeckendes Filter angeordnet, das für das von dem Schirm ausgehende Licht gut durchlässig und mindestens für den auf den Leuchtstoff
*) Von dem Patentsucher ist als'der Erfinder angegeben worden:
Dr. Josef Heinrich Hartmann in Rudolstadt, Thür.
schädlich einwirkenden Teil des z, B. Tageslichts möglichst undurchlässiges^ Der lichtempfindliche Leuchtstoff und;!d*as^Lichtfilfer· sind also bei dem neuen Lef cl^Sgehirm !ent-; sprechend aufeinander abgestimnit? ■%
Zur Erläuterung werden die folgenden Bei-, spiele angeführt:
i. Zink-Cadmium-Sulfid bestimmter Zusammensetzung emittiert gelbes Licht. Dem ίο Tageslicht ausgesetzt, verfärbt sich dieser Leuchtstoff und verliert dabei an Leuchtkraft. Diese Verfärbung wird vorwiegend durch grünes Licht hervorgerufen. Wird der Leuchtstoff durch ein Filter geschützt, das für das gelbe, von dem Leuchtstoff emittierte Licht durchlässig, dagegen für grünes Licht undurchlässig ist, so kann er mit diesem Filter, ohne eine nennenswerte Veränderung zu erfahren, dem Tageslicht ausgesetzt werden.
2. Ein besonderes präpariertes Zinksulfid, das unter dem Einfluß von Röntgenstrahlen hell leuchtet, nach Beendigung der Bestrahlung mit Röntgenstrahlen aber nicht nachleuchtet, wird durch Tageslicht zu lebhafter Phosphoreszenz angeregt. Ein für blaues Licht undurchlässiges Filter beseitigt diese unerwünschte Phosphoreszenz, ohne das von dem Leuchtstoff emittierte Fluoreszenzlicht merklich zu schwächen.
Es ist nicht immer erforderlich, daß das zum Schütze der Leuchtschicht gemäß der Erfindung angebrachte Lichtfilter im gesamten Spektralbereich des von dem Leuchtstoff emittierten Lichtes in gleicher Weise durchlässig ist; vielmehr läßt sich die Erfindung mit Vorteil auch derart bei Leuchtschirmen anwenden, daß ein Lichtfilter Verwendung findet, das die spektrale Zusammensetzung des von dem Leuchtschirm ausgehenden Lichtes, etwa um die Farbe des Leuchtschirmes der Farbempfindlichkeit des Auges des Beobachters anzupassen, ändert.
Das Lichtfilter kann als Schicht auf dem Leuchtschirm aufgebracht sein; aber auch dem Bindemittel der Leuchtschicht (z. B. Celluloseester oder Celluloseether) kann ein geeigneter Farbstoff zugefügt werden.. Im erstgenannten Fäll· kann die bei Leü^täebjrmen vielfach'·, auf-der" eigentlichen 'Jjeiäiiht-■;: schicht angebrachte dünne Schutijfog.'ul den Farbstoff enthalten. Es kann-^uch; vorteilhaft sein, das Filter-nicht mit,.der- Leuchtschicht fest zu vereinigen, sondern "als Filter eine angefärbte Folie;oder Platte zu verwenden, die erforderlichenfalls ausgewechselt werden kann.
Bei Leuchtschirmen, die für Untersuchungen mittels Röntgenstrahlen dienen und die in der Regel mit einer Bleiglasplatte bedeckt go sind, kann auch die bekanntermaßen ultraviolett absorbierende Bleiglasplatte noch •weiter als Filter gemäß der vorliegenden Er-Jtindung ausgebildet werden. Ist der zu v-is;ohützende Leuchtschirm in einem Behälter, g5 ■jbgispielsweise in einer Braunschen Röhre angeordnet, so kann die Wandung des Behälters, soweit sie überhaupt lichtdurchlässig ist, so gefärbt oder mit einem Farbüberzug, z. B. mit einem niedrig schmelzenden Glasfluß, überzogen sein, daß das auf den Leuchtstoff schädlich einwirkende Licht absorbiert wird. Fällt die fluoreszenzerregende Strahlung, wie es z. B. bei Leuchtschirmen für ultraviolettes Licht oder Kathodenstrahlen vielfach der Fall ist, von derselben Seite auf den Schirm, von der aus der Schirm betrachtet wird, so muß das Filter außer für das von dem Leuchtschirm ausgehende (sichtbare) Licht auch noch für die fluoreszenzerregenden Strahlen durchlässig sein.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Bei einem dem Tageslicht oder hinsichtlich der spektralen Verteilung diesem ähnlichen künstlichen Licht auszusetzenden, unter dem Einfluß von Strahlen aufleuchtenden Schirm mit lichtempfindlichem Leuchtstoff, die an sich bekannte Anordnung eines den Leuchtschirm abdeckenden Farbfilters, das für das von dem Schirm ausgehende Licht gut durchlässig ist, jedoch darüber hinaus so beschaffen ist,· daß es mindestens für den 'auf den Leuchtstoff schädlich, insbeson-" dere verfärbend oder phosphoreszenzerregend einwirkenden Teil des Tageslichtes oder ihm ähnlichen künstlichen Lichtes möglichst undurchlässig ist.
  2. 2. Schirm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Lichtfilter auch für das von der Leuchtschicht ausgehende Fluoreszenzlicht teilweise undurchlässig ist.
  3. 3. Schirm nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel der Leuchtschicht als Lichtfilter dient.
  4. 4. Schirm nach Anspruch 1 oder 2 mit
    . einer; vor ihm angebrachten Bleiglasplatte no für die Anwendung bei Röntgen- oder Kathodenstrahlen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bleiglasplatte als Filter ausgebildet ist.
  5. 5. Schirm'nach Anspruch 1, 2 oder 3, der in einem Behälter angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Behälterwandung als Lichtfilter ausgebildet ist.
DES110077D 1933-07-07 1933-07-07 Unter dem Einfluss von Strahlen aufleuchtender Schirm (Leuchtschirm) Expired DE641298C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE902936C (de) * 1937-12-05 1954-01-28 Siemens Reiniger Werke Ag Leuchtschirm

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DE902936C (de) * 1937-12-05 1954-01-28 Siemens Reiniger Werke Ag Leuchtschirm

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