DE640296C - Ausrueckvorrichtung fuer mechanische Webstuehle - Google Patents

Ausrueckvorrichtung fuer mechanische Webstuehle

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DE640296C
DE640296C DEP65544D DEP0065544D DE640296C DE 640296 C DE640296 C DE 640296C DE P65544 D DEP65544 D DE P65544D DE P0065544 D DEP0065544 D DE P0065544D DE 640296 C DE640296 C DE 640296C
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    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/06Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions using particular methods of stopping
    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
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    • D03D51/00Driving, starting, or stopping arrangements; Automatic stop motions
    • D03D51/18Automatic stop motions
    • D03D51/40Shuttle stop motions

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft eine Ausrückvorrichtung für mechanische Webstühle, bei welchen der Antrieb über eine Reibungskupplung erfolgt, deren S festes Kuppel beim Ausrücken abgebremst wird und wobei die Bremse mit dem die Ausrückung einleitenden Frosch durch ein Gestänge verbunden ist. Bei rasch laufenden Stühlen erfolgen die Ladenbewegungen so schnell auf-
<o einander, daß das Aussetzen des Stuhles möglichst rasch, erfolgen muß. Um dieses zu erreichen, müssen die abzubremsenden Teile möglichst schnell vom Antrieb gelöst werden. Dies wurde bisher dadurch erreicht, daß Kupplung und Bremse gemeinsam'miteinander bedient wurden. Dadurch wurden aber die zur Betätigung notwendig werdenden Einzelteile sehr groß, und das eintretende Spiel in den Einzelteilen rief eine Verzögerung her-
ao vor, die eine verhältnismäßig lange Zeit vergehen ließ, ehe der Stuhl wirklich zum Stillstand kam.
Erfindungsgemäß sind Bremse und Kupplung vollständig voneinander unabhängig ausgebildet, und es wird der erforderliche Zwangsläuf beider Teile dadurch erreicht, daß das Brems- und das Ausrückgestänge voneinander unabhängige Elemente sind, die jedoch beide von einem gemeinsamen Schlitten gesteuert
werden. Diese Steuerung geschieht dadurch, daß der vom Stecherfinger verschobene Frosch zunächst einen mit dem Antriebsgestänge verbundenen Hebel im Sinne der Lösung der Reibungskupplung verschiebt, um dann kurze Zeit später gegen einen Schieber zii drücken, 3S der nun ebenfalls verschoben wird und die Bremse entsprechend der noch vorhandenen lebendigen Kraft der Weblade stärker oder schwächer anzieht. Um das Einschalten zu erleichtern, ist in bekannter Weise das Kupplungsgestänge mit einem Handrad versehen, durch dessen Verdrehung eine Stange, an der eine Gleitbahn angeordnet is,t, gehoben oder gesenkt werden kann, auf der ein am Stecherfinger vorgesehener Führungszapfen gleitet. Je nach der Lage der Gleitbahn und der Stellung des Stechers läuft der Zapfen über oder unter der Gleitbahn vorbei, wodurch einmal der Stuhl ungestört weiterläuft oder ausgesetzt wird. Eine entsprechende Lücke in der Gleitbahn gestattet beim Verschieben des Kupplungsgestänges von Hand zwecks Inbetriebsetzens des Stuhles den Stecher so weit auszuheben, daß er mit dem Frosch nicht in Eingriff gelangen kann.
Der Gegenstand vorliegender Anmeldung ist auf der beiliegenden Zeichnung in beispielsweiser Ausführungsform veranschaulicht, und es stellt dar:
Fig. ι einen Schnitt durch Kupplung und Bremse parallel zur Antriebswelle, ·
Fig. 2 eine Seitenansicht auf die Lade und Antriebswelle, teilweise geschnitten,
Fig. 3 einen Teil der Fig. 2 in vergrößertem Maße und Fig. 4 eine Draufsicht auf den Antrieb.
Auf der Hauptwelle 2, von der in bekannter Weise mittels Kurbelstange 4 über
Kuppelbolzen 5 die Weblade 1 angetrieben wird, sitzt die Antriebsscheibe 6 als Losscheibe. Sie arbeitet mit einer festen Scheibe 7 nach Art einer Reibungskupplung zusammen.' Das Aus- oder Einkuppeln der leer laufend^ Antriebsscheibe 6 wird durch die Kupplung^ daumen 10 bewirkt, die mittels eines auf der Losscheibenhülse 11 verschiebbar sitzenden Konus 12 mit Ringnut 13 von einem Gabelhebel 14, 15, i6, 17 gesteuert werden. Dieser ist bei 18 am Gestell gelagert. In der Festscheibe 7 ist eine an sich bekannte Innenbackenbremse vorgesehen. Die Bremsbacken 19, 20 werden von einem Hebel 22, dessen feste Achse 23 durch die Gestellwand 21 hindurchgeführt ist, betätigt. An der Achse 23 greift ein Hebel 24 an, der über eine Kuppelstange 25 mit dem unteren Ende eines bei 33 an Stuhlgestell drehbar gelagerten zweiarmigen Hebels 34 verbunden ist. Dem Stecher 26 gegenüber ist auf dem Rahmen des Webstuhles ein Gleitstück 27 angeordnet, welches unter Einwirkung einer Feder 29 in seiner vorderen Lage gehalten wird. Durch die Feder 29 stützt sich das Gleitstück gegen ein Lager 30 ab, das mit dem um 33 schwingenden Hebel im Lager 32 verbunden ist. Auf dem Gleitstück 27 ist eine nasenartige Erhöhung 28 vorgesehen, gegen welche der Stecher 26 zum Anliegen kommt.
An der Lade 1 ist in bekannter Weise ein Stecher 26 vorgesehen, der mittels einer Stellschraube 55 an der Schützenkastenzunge anliegt. Befindet sich der Schütze nicht zur richtigen Zeit in seinem Schützenkasten, so wird der Stecher 26 nicht verschwenkt. Er bleibt dann mit seinem vorderen Teile in gesenkter Lage (Fig. 2) und gleitet auf dem Gleitstück 27 entlang, bis er auf die Nase 28 auftrifft. Nun überträgt sich die Vorwärtsschwingung der Lade 1 auf das gesamte Gleitstück 27 unter Überwindung der Feder 29. Das Gleitstück 27 stößt dann auf den Kolben 30, der unter Zusammendrücken der Schraubenfeder3i nach rückwärts verdrängt wird. Hierdurch wird der Hebel 32, 33, 34 verschwenkt und die Stange 25 im Sinne des Anzuges der Bremsbacken 19, 20 verschoben.
Beim Verschieben des die Gleitfläche 27 tragenden Schlittens wird der in eine Aussparung 36 dieses Schlittens eingreifende Daumen 35 nach unten gedrängt und dadurch der ihn tragende, bei 38 am Gestell drehbar gelagerte Hebel 37 verschwenkt. Dieser überträgt seine Bewegung über das Hebelgestänge 40, 42, 44, 45, 46 auf den die Kupplung 6, 7 steuernden Gabelhebel 15, 16, 17. Die Bremsung und die Entkupplung können durch die Einstellung des Daumens 35 zeitlich miteinander in Übereinstimmung gebracht werden, ohne jedoch voneinander abhängig zu sein.
Das Gestänge 40 trägt am oberen Ende einen Kopf 47, der den exzentrischen End-■.zapfen 48' einer durch Handrad 49 verdreht-baren Welle 48 umfaßt. Mit dem Gestänge 40 3$i ein dreieckig ausgebildeter Ausleger 50 -,Verbunden, dessen obere abgewinkelte Kante s'r53 den Zapfen 54 des Ausrückstechers 26 beim Hochgehen des Gestänges 40 unterfassen kann. Dadurch ist dem Gleitstück 27 der Rücklauf unter Wirkung der Feder 31 freigegeben, und der Hebel 32, 33 wird so verschwenkt, daß die Innenbackenbremse 19, 20 gelüftet wird. Durch die Bewegung des Handrades 49 wird also die Antriebsscheibe 6 mit der Festscheibe 7 gekuppelt und gleichzeitig die Bremse gelöst.
Tritt der Schütze zu richtiger Zeit in seinen Schützenkasten ein, so wird der Stecherhebel 26 angehoben und geht wirkungslos über den Anschlag 28 hinweg.
Soll der Stuhl abgestellt werden, so genügt eine Drehung des Handrades 49, durch welches sich das Gestänge 40 senkt und zunächst nur die Kupplung ausgelöst wird. Erst nachdem die Lade noch eine oder zwei Schwingungen gemacht hat und der Schützen infolge ungenügenden Schlages verspätet im Schützenkasten eintrifft, tritt der Stecher 26 in Wirkung, indem er das Gleitstück 27 ver- go schiebt und den Stuhl in der beschriebenen Weise abstellt. Bei Störungen im Betrieb erfolgt die Stillsetzung des Stuhles dagegen ruckartig.
Der Vorgang bei der plötzlichen Abstellung ist folgender:
Wenn beispielsweise ein Fadenbruch erfolgt oder der Schützen nicht in den Schützenkasten einläuft, so senkt sich das vordere Ende des Stechers 26 in bekannter Weise. Dabei gelangt seine Rolle 54 unter die Gleitbahn 53 des Winkelstückes 50 und zwar zu einer Zeit, in der die Weblade in der Nähe des hinteren Totpunktes sich befindet. Bei der Bewegung der Lade gegen den Brustbaum hin drückt nun, wie schon beschrieben, der Stecher 26 den Frosch 28 nach vorwärts und verschiebt auf dieser Vorwärtsbewegung erst das Gleitstück 35 nach abwärts, wodurch das Ausrücken des Antriebes erfolgt, während fast gleichzeitig der Frosch 28 über den Schieber 30, den Hebel 32, 33, 34 im Sinne des Anzugs der Bremse verschwenkt. Beim Niedergang des Winkelstückes ist die Rolle 54 des Frosches 26 so weit gegen den Brustbaum gelangt, daß sie entweder über das hintere Ende der Gleitbahn 53 hinausgegangen ist oder durch eine entsprechende Aussparung der Gleitbahn hindurchtreten kann, so daß das Aufundabgehen des Winkelstückes 50 bei Betätigung des Handrades 49 in keiner Weise behindert wird.

Claims (2)

  1. '3
    Patentansprüche:
    ι. Ausrückvorrichtung für mechanische Webstühle, bei welchen der Antrieb über eine Reibungskupplung erfolgt, deren^· festes Kuppel beim Ausrücken abgebremst"! wird und die Bremse mit dem die Ausrückung einleitenden Frosch durch ein Gestänge verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Brems- und das Ausrückgestänge voneinander unabhängig sind, jedoch von einem gemeinsamen Schlitten (27) in der Weise gesteuert werden, daß der vom Stecherfinger (26) verschobene Frosch (27, 28) zunächst einen mit dem Antriebsgestänge verbundenen Hebel (37) im Sinne der Lösung der Reibungskupplung verschwenkt, um dann kurze Zeit später gegen einen Schieber (30) zur Anlage zu kommen, durch dessen Verschiebung die Bremse entsprechend der lebendigen Kraft der Weblade (1) stärker oder schwächer angezogen wird.
  2. 2. Ausrückvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Kupplungsgestänge (40, 44, 45, 46, 15) eine Gleitbahn (53) für einen am Stecherfinger (26) vorgesehenen Führungszapfen (54) verbunden ist,, so 'daß beim Verschieben des KJupplungsgestänges zwecks Inbetriebsetzens des Stuhles der Stecher (26) so weit ausgehoben wird, daß. er" mit dem Frosch nicht in Eingriff gelangen kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEP65544D 1932-06-22 1932-06-22 Ausrueckvorrichtung fuer mechanische Webstuehle Expired DE640296C (de)

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