DE637031C - Selbstverkaeufer zur Ausgabe einer Versicherungskarte - Google Patents

Selbstverkaeufer zur Ausgabe einer Versicherungskarte

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DE637031C
DE637031C DEM129822D DEM0129822D DE637031C DE 637031 C DE637031 C DE 637031C DE M129822 D DEM129822 D DE M129822D DE M0129822 D DEM0129822 D DE M0129822D DE 637031 C DE637031 C DE 637031C
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    • G07CHECKING-DEVICES
    • G07FCOIN-FREED OR LIKE APPARATUS
    • G07F17/00Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
    • G07F17/40Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for devices for accepting orders, advertisements, or the like

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description

Es ist bekannt, daß es heutzutage einem großen Teil der Kraftfahrzeugbesitzer, insbesondere denjenigen, die mehr zum Vergnügen fahren, wegen der hohen Kosten der Versicherung nicht möglich ist, Versicherungsschutz zu erkaufen. Noch viel mehr trifft dies für die sog. Wenigfahrer zu, besonders dann, wenn diese nur einen ein- oder zweitägigen Versicherungsschutz für sich
to oder ihre Mitfahrer bewirken wollen; denn die Prämientarife der Kraftfahrzeugversicherer sind durchweg auf Jahresprämie abgestellt. % Die Erfindung betrifft einen Selbstverkäufer zur Ausgabe einer Versicherungskarte, der auch dem Wenigfahrer und seinen Mitfahrern gestattet, sich, z. B. nur für eine Fahrt, auf billige und bequeme Art zu versichern.
Es ist allerdings für ähnliche Zwecke die Verwendung eines Selbstverkäufers in Vorschlag gebracht worden, der nach Einwurf einer Münze einen Versicherungsschein (Police) verausgabt. Eine solche Vorrichtung muß aber nicht nur einen Versicherungsschein verausgaben, sondern diesen auch mit Datum- und Zeitstempel versehen, was den Einbau von verwickelten und teuren Vorrichtungen erfordert. Auf dem Versicherungsschein muß auch die Nummer des Fahrzeuges, für das die Versicherung gelten soll, vermerkt sein. Das kann allerdings auch durch den Selbstverkäufer geschehen, würde denselben aber noch umständlicher und teurer gestalten. Dabei wäre immer noch in gewissem Umfange die Möglichkeit des Betruges gegeben. Ein großer Nachteil ist, daß mit den bekannten Verfahren und Vorrichtungen der Abschluß des Versicherungsvertrages zu umständlich und zu zeitraubend und für die meisten auch zu teuer ist. Letzteres gilt, wie schon erwähnt, in erster Linie für den Wenigfahrer. Die Anzahl der Wenigfahrer wird aber in Zukunft, insbesondere mit der Einführung des von der Reichsregierung gewünschten Volksautos, noch- immer größer, und für alle diese bieten die bisher bekanntgewordenen und vorgeschlagenen Verfahren und Vorrichtungen keine Möglichkeit, einen für sie tragbaren und passenden Versieherungsschutz zu erkaufen.
Alle Nachteile der bisher bekanntgewordenen Vorrichtungen und Verfahren werden durch den Gegenstand der Erfindung vermieden.
Der neue Selbstverkäufer ist billig, erfordert wenig Platz, ist verhältnismäßig unempfindlich und kann daher unbedenklich im Freien aufgehängt werden. Der Versicherungsabschluß unter Verwendung der später beschriebenen Versicherungskarte, die gleichzeitig als Versicherungsschein (Police) und Prämienquittung dient, kommt mit den denkbar einfachsten Mitteln zustande, und zwar je nach Wunsch Haftpflicht- bzw. Insassen-Unfallversicherung, für einen oder mehrere Tage. Es sind keine zeitraubenden Tätigkeiten und Formalitäten zu erledigen, und fast kei-
nerlei Schreibarbeit ist erforderlich. Dabei wird vorausgesetzt, daß jede Garage und jede Tankstelle mit einem derartigen neuen. Selbstverkäufer ausgerüstet* wird, so daß eine' 5 bequeme Abschlußmöglichkeit ohne besondere Wege für den Versicherungsnehmer geschafr, fen wird. Die hierzu dienende neue Einrichtung ist in den Ansprüchen näher gekennzeichnet.
ίο In den Zeichnungen ist schematisch ■ ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes 'der Erfindung in Ruhelage dargestellt, und zwar zeigen
Fig. ι eine Außenansicht der neuen Vorrichtung, . : ..
Abb. 2 eine Seitenansicht derselben nach Entfernung der dem Beschauer zugewandten Seitenwand,
Fig. 3 eine Vorderansicht der Vorrichtung nach Entfernung der vordem, in der Fig. 2 im Schnitt dargestellten Verbindungsbleche, Fig. 4 eine Seite der zur Verwendung kommenden Karte,
Fig. S die andere Seite der Karte gemäß Fig. 4.
In· den Gestellplatten 1 und 2 ist die Achse 3 drehbar gelagert. Sie ragt mit ihrem freien Ende aus dem Kasten 4 (vgl. Fig. 1) heraus. Auf der Achse 3 ist die Kurbel S fest aufgekeilt. Sie kann um 180° verdreht werden. Mit 6 ist der Münzeinwurf bezeichnet. 7 ist eine öffnung in der Vorderwand des ■■ Kastens 4 zum Einstecken der Versicherungskarte (Fig. 4,5); Auf der Achse 3,- zwisehen den Gestellplatten 1 und 2, ist die Antriebsscheibe 8 fest aufgekeilt. Letztere ist durch die Lasche 9 gelenkig mit dem dreh-■ bar auf der Achse 10 gelagerten Winkelhebel 11, 12 verbunden. Der Hebelarm 12 umfaßt mit einem Schlitz den Bolzen 13 des Prägestempels 14. Dieser besitzt eine feste Type 15 und eine Anzahl Typenräder 16, die durch die Schaltvorrichtung 17 beim jedesmaligen Betätigen des Prägestempels 14 um eine Einheit weitergeschaltet werden, so daß: dieser fortlaufende Zahlen aufdruckt. 18 ist ein einarmiger, auf der Achse 19 drehbar gelagerter " Hebel, der an seinem freien Ende zur Aufnahme einer Gummiauflage 20 eingerichtet ist. Hebel 18 steht unter der Einwirkung der Federn 21 und 22 (Fig. 1). Das Sperrstück 23 mit den Bolzen 24 und 25 ist drehbar auf der- Achse 26 gelagert und steht unter der Einwirkung der Feder 27. Mit 28 ist der Münzprüfer bezeichnet, der an der Vorderplatte 29 befestigt ist. Mit 30 ist eine Münzführungsrinne bezeichnet, die gleichzeitig zur Aufbewahrung von etwa zuviel eingeworfenen Münzen dient. Die Antriebsscheibe 8- besitzt einen Schlitz 31, der in seinem oberen Teil 32 als Münztasche Verwendung findet.
Die Antriebsscheibe 8 hat weiterhin zwei Aussparungen 33 und 33a. Auf der Achse 3 ist .das Zahnradsegment 34 fest aufgekeilt. 35 ' ist ein Anschlagstift, gegen den sich das 6g 'iZafanradsegment 34 in den beiden Endlagen : abstützt, so daß der Drehwinkel der Achse 3 :;oäuf i8o° begrenzt ist. 36 ist eine auf der Achse 37 drehbar gelagerte, mit dem Zahnradsegment 34 zusammenarbeitende Klinke, die unter der Einwirkung der Feder 38 steht und eine sog. Vollhubsperre darstellt. Der einarmige Hebel 39 ist auf der Achse 40 drehbar gelagert und steht unter der Einwirkung der Feder 41. Er besitzt einen Stift 42. In der in Fig. 2 dargestellten Ruhelage stützt sich der untere Teil des Hebels 39 gegen den an der Antriebsscheibe befestigten Stift 43. Mit 44 ist ein Zähler bezeichnet, der von der Achse 3 angetrieben wird. In Fig. 2 sind der Zähler 44 sowie die Antriebs- und Verbindungsteile 45, 46 gestrichelt angegeben, während in Fig. 3 nur der Zähler 44 angedeutet ist. Die Achse 3 steht unter der Einwirkung einer nicht gezeichneten Feder, die bewirkt, daß die um i8o° umgelegte Kurbel 5 selbsttätig wieder in die Ruhelage zurückkehrt. Um ein hartes Aufschlagen zu vermeiden, kann eine Luft- oder Ölbremse zwischengeschaltet werden. Mit 47 ist ein den unteren Teil der go Antriebsscheibe 8 umfassender Trichter bezeichnet, der zum Auffangen der Münzen dient. Die Verlängerung 48 dient zur Weiterleitung der Münzen in die Kasse. ■ Der Arbeitsgang ist folgender:
A. Wenn keine Münze eingeworfen wurde, ist es möglich, den Hebel 5 und damit die Antriebsscheibe 8 um ein kleines Stück im Sinne des Pfeiles zu verdrehen. Alsdann erfolgt Sperrung durch den in der Aussparung 33 unter der Einwirkung der Feder 27 aufliegenden Bolzen 24. Die geringe Verdrehung der Achse 3 und der Antriebsscheibe 8 wirkt sich weder auf den Prägestempel 14 noch den Zähler 44 aus. Beide bleiben in Ruhelage.
B. Wird die vorgeschriebene Münze M1 eingeworfen, so gelangt diese, nachdem sie den - Münzprüfer 28 und die Münzrinne 30 durchlaufen hat, in die Münztasche 32, wo sie liegenbleibt. Wird nun, nach Einführung der Karte (Fig. 4, 5) in die Öffnung 7, der Hebel 5 umgelegt, so nimmt die Antriebsscheibe die Münze M1 mit. Letztere trifft ■ nach einem kleinen Weg auf den Bolzen 25, der nun mit dem Körper 23 ausweicht, da die Kraft der Feder 27 überwunden wird. Durch Verdrehung des Sperrkörpers 23 tritt gleich bei Beginn der Bewegung der Bolzen 24 aus der Aussparung 33 heraus, so daß einer weiteren Verdrehung der Kurbel 5 und der An- iao triebsscheibe 8 - nichts im Wege steht. Der Sperrkörper 23 gelangt hierbei in" die ge-
strichelt gezeichnete Lage. Nun ruht der Bolzen 25 auf dem äußeren Rand der Antriebsscheibe 8 auf, und die Münze M1 wird frei. Unter der Einwirkung ihres Eigengewichtes fällt sie durch den Schlitz 31 in den Trichter 47, durchläuft den Kanal 48 und gelangt in die Kasse. Die Bewegung der Antriebsscheibe 8 wird durch die Lasche 9 auf den Winkelhebel 11, 12 und damit auf den Prägestempel 14 übertragen, der nach abwärts gleitet und mit den Typen 15, 16 auf die auf der Gummiauf lage 20 aufliegende Versicherungskarte auftrifft. Der weiteren Abwärtsbewegung, etwa ι mm, muß der Hebel 18·mit der Gummiauflage folgen, so daß sich die Kraft der Federn 21,22 auf den Prägevorgang auswirken kann und die Typen 15, 16 in die Karte einschneiden. Kurz nach Beginn der Drehbewegung kommt die Klinke 36 in den Bereich des Zahnradsegmentes 34. Die Klinke 36 weicht seitlich aus bis sie mit der Spitze auf dem äußeren Rand des Zahnradsegmentes 34 aufliegt. Bei der weiteren Drehbewegung im Sinne des eingetragenen Pfeiles fällt die Spitze der Klinke 36 abwechselnd in die Zahnlücken ein, wodurch zunächst eine Umkehrung der Drehbewegung unmöglich gemacht wird. Erst wenn der letzte Zahn des Zahnradsegmentes 34 an der Klinke 36 vorbeigegangen ist und diese unter der Einwirkung der Feder 38 wieder in die Mittelstellung zurückgekehrt ist, kann der Rückweg erfolgen. Auf dem Rückweg hat das Zusammenarbeiten des Zahnradsegmentes 34 mit der Klinke 36, diese weicht nun nach links aus, dieselbe Wirkung wie bereits oben angegeben, indem eine Umkehrung der einmal begonnenen Drehbewegung kurz nach Beginn derselben nicht ausführbar ist. Derartige Einrichtungen sind beim Bau von Selbstverkäufern unter dem Namen Vollhubsperren bekannt. Bei Beginn des Rückweges bleibt die abgestempelte Versicherungskarte durch den der Aufwärtsbewegung des Prägestempels 14 folgenden Hebel 18 noch kurze Zeit eingeklemmt. Kann der Hebel 18 infolge seiner Abstützung nicht mehr der Aufwärtsbewegung des Prägestempels 14 folgen, so wird die Karte frei und kann herausgezogen werden. Bevor aber die Karte frei wurde, ist die Spitze der Klinke 36 bereits in die erste oder zweite Zahnlücke eingefallen, so daß es unmöglich ist, durch Umkehrung der Drehbewegung etwa eine zweite Karte abzustempeln. Während der Drehbewegung gleitet der Bolzen 25 auf dem Rand der Antriebsscheibe 8, wodurch das Sperrstück 23 in der in Fig. 2 gestrichelt gezeichneten Lage verbleibt. Erst wenn die Ruhelage wiederhergestellt ist, fällt der Bolzen 25 wieder in die Aussparung 33° ein, wodurch auch der Bolzen 24 in die Aussparung 33 tritt und die Antriebsscheibe wieder gesperrt ist. Der Hebel 39 wird in Ruhelage durch, den Stift 43 abgestützt. Verliert dieser Hebel bei Beginn der Verdrehung der Antriebsscheibe 8 seine· Abstützung, so folgt er der Einwirkung der Feder 41, und Stift 42 gelangt in die in Fig. 2 gestrichelt gezeichnete Lage und versperrt somit die untere Austrittsöffnung der Münzführungsrinne 30. Befindet sich in dieser bereits eine oder mehrere Münzen, M2, M3, M4, die absichtlich oder irrtümlich zuviel eingeworfen wurden, so drückt der Stift 42 auf dem Wege aus der Ruhelage in die gestrichelt angedeutete Lage, Mittelstellung, die Münze bzw. Münzen ein wenig nach oben, wodurch die unterste Münze M2 von der Münze M1 bzw. dem oberen Rand der Antriebsscheibe 8 abgehoben wird, so daß ein Festklemmen der Antriebsscheibe vermieden wird. Kehrt die Antriebsscheibe in die Ruhelage zurück, so wird auch der Hebel 39 mit dem Stift 42 wieder zur Seite geschoben, um in die Ruhelage zu gelangen. Nun kann die nächste Münze M2, sei es, daß diese sich bereits in der Münzführungsrinne 30 befand, sei es, daß sie jetzt erst eingeworfen wird, in die Münztasche 32 gelangen.
Bei der Inbetriebnahme der Versicherungseinrichtung werden die Typenräder 16 so eingestellt, daß der Stempelaufdruck, z. B. 6743, mit dem Zählerstand (6743) übereinstimmt. Da bei jeder Benutzung des Selbstkassierers sowohl der Zähler als auch die Typenräder um eine Einheit weitergeschaltet werden, so zeigt der von außen sichtbare Zähler, die Vorderwand besitzt einen entsprechenden Ausschnitt (vgl. Fig. 1), stets die zuletzt aufgedruckte Zahl, wodurch eine leichte Kontrolle ermöglicht wird.
Eine zweckmäßige Ausbildung der für den Gebrauch des Selbstkassierers vorgesehenen Versicherungskarten ist aus den Fig. 4, 5 zu ersehen. »05
Nachstehend wird die Benutzung der neuen Vorrichtung bei einem Versicherungsabschluß näher erläutert. Dabei soll angenommen werden, daß die Prämie für ein Kraftrad (rote Karte) sowohl für Kasko-Haftpflicht- als auch für Insassen-Unfallversicherung für 24 Stunden je 0,50 MJl und für einen Kraftwagen (grüne Karte) für die gleiche Zeit, also auch 24 Stunden, je 1,— SRM, kosten soll.'
Ein Kraftradfahrer tankt z.B. um 8UhrΊ15 20 Min. in der Tankstelle 2463. Er teilt dem Tankwärter mit, daß er eine Versicherung für 24 Stunden abschließen möchte, und zwar Kasko-Haftpflichtversicherung. Der Tankwärter nimmt eine rote Karte und schreibt auf diese mit Kopierstift die Nummer des Kraftrades, z. B. AI 24376 (vgl. Fig. 4) und
locht die Zahl8 (vgl. Fig. S), d.i. die angefangene Stunde. Die Art der gewünschten Versicherung kann dadurch gekennzeichnet werden, daß die nicht gewünschte durchgestrichen oder die gewünschte gelocht wird (vgl. Fig. 4). Gleichzeitig mit dem Lochen der Zahl 8 drückt die Zange den Tagesstempel, z. B. 9.10.34, und eine Kennummer 2463 auf die Karte (Tiefprägung). Erforderliche Zeit für diese Vorarbeit etwa V2 Minute. Der Tankwärter reicht nun die so vorbereitete Karte dem Kraftradführer, Dieser wirft 0,SoMJl in die öffnung 6 (vgl. Fig. 1), steckt die Karte in die öffnung 7. und legt die Kurbel 5 um 180° um. Durch das Umlegen der Kurbel 5 wird der Prägestempel 14 (vgl. Fig. 2) mit ausreichender Kraft auf die Versicherungskarte aufgedrückt. Der Aufdruck besteht beispielsweise aus den beiden Zahlen 2463 und 6743 (vgl. Fig. 5). Die erste Zahl, 2463, ist die Kennummer der Tankstelle und ebenso die Kennummer des Selbstkassierers und stimmt mit der Zahl über ein, die der Tankwärter mittels der Lochzange aufgeprägt hat. Während die Zahl 2463 eine feststehende, unveränderliche Zahl ist, ist die zweite Zahl, 6743, die der Prägestempel aufdruckt, eine fortlaufende. Es ist stets die vom Zähler 44 jeweils angegebene Zahl. Die Betätigung des Selbstkassierers dauert etwa 1 Minute, der gesamte Geschäftsgang höchstens 172 Minuten.
Durch den Aufdruck des Prägestempels mittels des Selbstkassierers, nicht in etwa bereits durch die Vorarbeiten des Tankwärters, ist der Versicherungsvertrag unmittelbar, zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer zustande gekommen. Die Karte ist der Versicherungsschein, die Police und gleichzeitig auch die Prämienquittung. Sie gilt ab 8 Uhr auf die Dauer von 24 Stunden und läuft dann automatisch ab. Durch den durch den Selbstkassierer bewirkten Stempelaufdruck wird gewissermaßen die Tätigkeit des Garagen- und Tankstellenwärters gegenbestätigt, da die Kennummern übereinstimmen müssen.
Noch ein zweites Beispiel· sei aufgeführt. Will der Besitzer eines Volksautos einen Versicherungsabschluß tätigen, so wird eine grüne Karte verwendet, im .übrigen ist der Geschäftsgang sinngemäß derselbe wie beim Kraftrad. Nur muß der Kraftwagenbesitzer ■ gemäß Prämientarif für 24 Stunden Verr sicherungsschutz 1 MtM bezahlen, also zweimal 0,50 MJl einwerfen und die Karte zweimal, bei A und bei B (vgl. Fig. 5), abstempeln. Will der Kraftwagenbesitzer oder wollen seine Mitfahrer eine Insassen-Unfall-Versicherung abschließen, so kann dieselbe Karte verwendet werden, die in diesem Falle nach Einwurf von vier So-Pfennig-Stücken bei A, B, C und D abzustempeln wäre. Es können aber auch zwei Karten-Verwendung finden, eine für die Kasko-Haftpflicht- und eine für die Insassen-Unfallversicherung, je nach der für den Gebrauch des Selbstkassierers geltenden Bedienungsvorschrift.
Selbstredend kann der Selbstkassierer anstatt von Hand auch elektrisch oder auf eine andere maschinelle Art angetrieben werden.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Selbstverkäufer, insbesondere für Versicherungsscheine, bei dem mittels der eingeworfenen Münze eine Sperre zur einmaligen Benutzung einer Druckeinrichtung o. dgl. aufgehoben wird, gekennzeichnet durch eine die Druckeinrichtung (14 bis 16) und ein überzählige Münzen (M2 bis M4) im Münzkanal (30) zurückhaltendes Sperrglied (39 bis 42) steuernde Antriebsscheibe (8), die unter Mithilfe der eingeworfenen Münze (M1) bei Beginn ihrer Drehbewegung ihre eigene Sperre (23, 24) aufhebt.
2. Selbstverkäufer nach Anspruch 1. mit einer zur Betätigung der Vorrichtung dienenden und auf, einer aus dem Gehäuse ragenden Welle sitzenden Handkurbel, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsscheibe (8) eine Münztasche (32) mit einem im Arbeitsdrehsinn sieh anschließenden Durchfallschlitz (31) besitzt.
3. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperre (23) der Antriebsscheibe (8) zwei in Randausnehmungen (33^ 33") der letzteren eingreifende Bolzen (24, 25) besitzt, von denen der eine (24) als Sperrglied dient, während der andere (25) durch Zusammenwirken mit der in der Münztasche (32) befindlichen Münze (M1) bei Beginn der Drehung der Antriebsscheibe (8) das Sperrglied der letzteren aus der zugehörigen Randausnehmung (33) aushebt.
4. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das von der Antriebsscheibe (8) gesteuerte, überzählige Münzen im Münzkanal zurückhaltende Sperrglied aus einem federbelasteten (41) Schwenkhebel (39, 42) besteht, der in der Ruhestellung der Vorrichtung von einem Anschlag (43) der Antriebsscheibe aus dem Münzkanal (30) herausgeschwungen gehalten wird, beim Benutzen der Vorrichtung dagegen in den ' Kanal einfallend etwaige überzählige Münzen (M2 bis M4) zurückhält.
5. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebsglieder (9, 11, Ι2 und 45> Φ) des Prägestempels (14) und des Zählers (44) derart mit der Antriebsscheibe (8) verbunden sind, daß letztere eine gewisse Leerlaufbewegung vollführen kann, ohne eine Bewegung des Stempels und des Zählers hervorzurufen.
6. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Achse (3) der Antriebsscheibe (8) eine an sich bekannte Vollhubsperre (34 bis 38) derart angebracht ist, daß während ihrer Umkehrzeit die von der Antriebsscheibe (8) in ihre Druckstellung ge- - brachten Drucktypen (15, 16) den in bekannter Weise zurückfedernd ausgebildeten Druckstich ausgeschwungen und damit die Druckkarte festgeklemmt halten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM129822D 1935-01-22 1935-01-22 Selbstverkaeufer zur Ausgabe einer Versicherungskarte Expired DE637031C (de)

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