DE637031C - Selbstverkaeufer zur Ausgabe einer Versicherungskarte - Google Patents
Selbstverkaeufer zur Ausgabe einer VersicherungskarteInfo
- Publication number
- DE637031C DE637031C DEM129822D DEM0129822D DE637031C DE 637031 C DE637031 C DE 637031C DE M129822 D DEM129822 D DE M129822D DE M0129822 D DEM0129822 D DE M0129822D DE 637031 C DE637031 C DE 637031C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- self
- coin
- drive
- drive pulley
- insurance
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
- 230000000452 restraining effect Effects 0.000 claims 1
- 230000000717 retained effect Effects 0.000 claims 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 238000004049 embossing Methods 0.000 description 3
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 238000011022 operating instruction Methods 0.000 description 1
- 238000004080 punching Methods 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G07—CHECKING-DEVICES
- G07F—COIN-FREED OR LIKE APPARATUS
- G07F17/00—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services
- G07F17/40—Coin-freed apparatus for hiring articles; Coin-freed facilities or services for devices for accepting orders, advertisements, or the like
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Control Of Vending Devices And Auxiliary Devices For Vending Devices (AREA)
Description
Es ist bekannt, daß es heutzutage einem großen Teil der Kraftfahrzeugbesitzer, insbesondere
denjenigen, die mehr zum Vergnügen fahren, wegen der hohen Kosten der Versicherung nicht möglich ist, Versicherungsschutz
zu erkaufen. Noch viel mehr trifft dies für die sog. Wenigfahrer zu, besonders dann, wenn diese nur einen ein- oder
zweitägigen Versicherungsschutz für sich
to oder ihre Mitfahrer bewirken wollen; denn die Prämientarife der Kraftfahrzeugversicherer
sind durchweg auf Jahresprämie abgestellt. % Die Erfindung betrifft einen Selbstverkäufer
zur Ausgabe einer Versicherungskarte, der auch dem Wenigfahrer und seinen Mitfahrern
gestattet, sich, z. B. nur für eine Fahrt, auf billige und bequeme Art zu versichern.
Es ist allerdings für ähnliche Zwecke die Verwendung eines Selbstverkäufers in Vorschlag
gebracht worden, der nach Einwurf einer Münze einen Versicherungsschein
(Police) verausgabt. Eine solche Vorrichtung muß aber nicht nur einen Versicherungsschein
verausgaben, sondern diesen auch mit Datum- und Zeitstempel versehen, was den Einbau von verwickelten und teuren Vorrichtungen
erfordert. Auf dem Versicherungsschein muß auch die Nummer des Fahrzeuges, für das die Versicherung gelten soll,
vermerkt sein. Das kann allerdings auch durch den Selbstverkäufer geschehen, würde
denselben aber noch umständlicher und teurer gestalten. Dabei wäre immer noch in gewissem
Umfange die Möglichkeit des Betruges gegeben. Ein großer Nachteil ist, daß mit den bekannten Verfahren und Vorrichtungen
der Abschluß des Versicherungsvertrages zu umständlich und zu zeitraubend und für die meisten auch zu teuer ist. Letzteres
gilt, wie schon erwähnt, in erster Linie für den Wenigfahrer. Die Anzahl der Wenigfahrer
wird aber in Zukunft, insbesondere mit der Einführung des von der Reichsregierung
gewünschten Volksautos, noch- immer größer, und für alle diese bieten die bisher bekanntgewordenen und vorgeschlagenen Verfahren
und Vorrichtungen keine Möglichkeit, einen für sie tragbaren und passenden Versieherungsschutz
zu erkaufen.
Alle Nachteile der bisher bekanntgewordenen Vorrichtungen und Verfahren werden
durch den Gegenstand der Erfindung vermieden.
Der neue Selbstverkäufer ist billig, erfordert wenig Platz, ist verhältnismäßig unempfindlich
und kann daher unbedenklich im Freien aufgehängt werden. Der Versicherungsabschluß
unter Verwendung der später beschriebenen Versicherungskarte, die gleichzeitig als Versicherungsschein (Police) und
Prämienquittung dient, kommt mit den denkbar einfachsten Mitteln zustande, und zwar
je nach Wunsch Haftpflicht- bzw. Insassen-Unfallversicherung, für einen oder mehrere
Tage. Es sind keine zeitraubenden Tätigkeiten und Formalitäten zu erledigen, und fast kei-
nerlei Schreibarbeit ist erforderlich. Dabei wird vorausgesetzt, daß jede Garage und jede
Tankstelle mit einem derartigen neuen. Selbstverkäufer ausgerüstet* wird, so daß eine'
5 bequeme Abschlußmöglichkeit ohne besondere Wege für den Versicherungsnehmer geschafr,
fen wird. Die hierzu dienende neue Einrichtung ist in den Ansprüchen näher gekennzeichnet.
ίο In den Zeichnungen ist schematisch ■ ein
Ausführungsbeispiel des Gegenstandes 'der Erfindung in Ruhelage dargestellt, und zwar
zeigen
Fig. ι eine Außenansicht der neuen Vorrichtung, . : ..
Abb. 2 eine Seitenansicht derselben nach Entfernung der dem Beschauer zugewandten
Seitenwand,
Fig. 3 eine Vorderansicht der Vorrichtung nach Entfernung der vordem, in der Fig. 2
im Schnitt dargestellten Verbindungsbleche, Fig. 4 eine Seite der zur Verwendung kommenden
Karte,
Fig. S die andere Seite der Karte gemäß
Fig. 4.
In· den Gestellplatten 1 und 2 ist die
Achse 3 drehbar gelagert. Sie ragt mit ihrem freien Ende aus dem Kasten 4 (vgl. Fig. 1)
heraus. Auf der Achse 3 ist die Kurbel S fest
aufgekeilt. Sie kann um 180° verdreht werden. Mit 6 ist der Münzeinwurf bezeichnet.
7 ist eine öffnung in der Vorderwand des ■■ Kastens 4 zum Einstecken der Versicherungskarte (Fig. 4,5); Auf der Achse 3,- zwisehen
den Gestellplatten 1 und 2, ist die Antriebsscheibe 8 fest aufgekeilt. Letztere ist
durch die Lasche 9 gelenkig mit dem dreh-■ bar auf der Achse 10 gelagerten Winkelhebel
11, 12 verbunden. Der Hebelarm 12 umfaßt
mit einem Schlitz den Bolzen 13 des Prägestempels 14. Dieser besitzt eine feste Type 15
und eine Anzahl Typenräder 16, die durch die Schaltvorrichtung 17 beim jedesmaligen Betätigen
des Prägestempels 14 um eine Einheit weitergeschaltet werden, so daß: dieser fortlaufende
Zahlen aufdruckt. 18 ist ein einarmiger, auf der Achse 19 drehbar gelagerter
" Hebel, der an seinem freien Ende zur Aufnahme einer Gummiauflage 20 eingerichtet
ist. Hebel 18 steht unter der Einwirkung der Federn 21 und 22 (Fig. 1). Das Sperrstück
23 mit den Bolzen 24 und 25 ist drehbar auf der- Achse 26 gelagert und steht unter der
Einwirkung der Feder 27. Mit 28 ist der Münzprüfer bezeichnet, der an der Vorderplatte
29 befestigt ist. Mit 30 ist eine Münzführungsrinne bezeichnet, die gleichzeitig zur
Aufbewahrung von etwa zuviel eingeworfenen Münzen dient. Die Antriebsscheibe 8- besitzt
einen Schlitz 31, der in seinem oberen Teil 32 als Münztasche Verwendung findet.
Die Antriebsscheibe 8 hat weiterhin zwei Aussparungen
33 und 33a. Auf der Achse 3 ist
.das Zahnradsegment 34 fest aufgekeilt. 35 ' ist ein Anschlagstift, gegen den sich das 6g
'iZafanradsegment 34 in den beiden Endlagen
: abstützt, so daß der Drehwinkel der Achse 3 :;oäuf i8o° begrenzt ist. 36 ist eine auf der
Achse 37 drehbar gelagerte, mit dem Zahnradsegment 34 zusammenarbeitende Klinke,
die unter der Einwirkung der Feder 38 steht und eine sog. Vollhubsperre darstellt.
Der einarmige Hebel 39 ist auf der Achse 40 drehbar gelagert und steht unter der Einwirkung
der Feder 41. Er besitzt einen Stift 42. In der in Fig. 2 dargestellten Ruhelage stützt
sich der untere Teil des Hebels 39 gegen den an der Antriebsscheibe befestigten Stift 43.
Mit 44 ist ein Zähler bezeichnet, der von der Achse 3 angetrieben wird. In Fig. 2 sind der
Zähler 44 sowie die Antriebs- und Verbindungsteile 45, 46 gestrichelt angegeben, während
in Fig. 3 nur der Zähler 44 angedeutet ist. Die Achse 3 steht unter der Einwirkung
einer nicht gezeichneten Feder, die bewirkt, daß die um i8o° umgelegte Kurbel 5 selbsttätig
wieder in die Ruhelage zurückkehrt. Um ein hartes Aufschlagen zu vermeiden, kann
eine Luft- oder Ölbremse zwischengeschaltet werden. Mit 47 ist ein den unteren Teil der go
Antriebsscheibe 8 umfassender Trichter bezeichnet, der zum Auffangen der Münzen dient. Die Verlängerung 48 dient zur Weiterleitung
der Münzen in die Kasse. ■ Der Arbeitsgang ist folgender:
A. Wenn keine Münze eingeworfen wurde, ist es möglich, den Hebel 5 und damit die
Antriebsscheibe 8 um ein kleines Stück im Sinne des Pfeiles zu verdrehen. Alsdann erfolgt
Sperrung durch den in der Aussparung 33 unter der Einwirkung der Feder 27 aufliegenden
Bolzen 24. Die geringe Verdrehung der Achse 3 und der Antriebsscheibe 8 wirkt
sich weder auf den Prägestempel 14 noch den Zähler 44 aus. Beide bleiben in Ruhelage.
B. Wird die vorgeschriebene Münze M1 eingeworfen, so gelangt diese, nachdem sie
den - Münzprüfer 28 und die Münzrinne 30 durchlaufen hat, in die Münztasche 32, wo sie
liegenbleibt. Wird nun, nach Einführung der Karte (Fig. 4, 5) in die Öffnung 7, der
Hebel 5 umgelegt, so nimmt die Antriebsscheibe die Münze M1 mit. Letztere trifft ■
nach einem kleinen Weg auf den Bolzen 25, der nun mit dem Körper 23 ausweicht, da die
Kraft der Feder 27 überwunden wird. Durch Verdrehung des Sperrkörpers 23 tritt gleich
bei Beginn der Bewegung der Bolzen 24 aus der Aussparung 33 heraus, so daß einer weiteren
Verdrehung der Kurbel 5 und der An- iao triebsscheibe 8 - nichts im Wege steht. Der
Sperrkörper 23 gelangt hierbei in" die ge-
strichelt gezeichnete Lage. Nun ruht der Bolzen 25 auf dem äußeren Rand der Antriebsscheibe
8 auf, und die Münze M1 wird frei. Unter der Einwirkung ihres Eigengewichtes
fällt sie durch den Schlitz 31 in den Trichter 47, durchläuft den Kanal 48 und gelangt in
die Kasse. Die Bewegung der Antriebsscheibe 8 wird durch die Lasche 9 auf den Winkelhebel 11, 12 und damit auf den Prägestempel
14 übertragen, der nach abwärts gleitet und mit den Typen 15, 16 auf die auf
der Gummiauf lage 20 aufliegende Versicherungskarte auftrifft. Der weiteren Abwärtsbewegung,
etwa ι mm, muß der Hebel 18·mit der Gummiauflage folgen, so daß sich die
Kraft der Federn 21,22 auf den Prägevorgang
auswirken kann und die Typen 15, 16 in die Karte einschneiden. Kurz
nach Beginn der Drehbewegung kommt die Klinke 36 in den Bereich des Zahnradsegmentes
34. Die Klinke 36 weicht seitlich aus bis sie mit der Spitze auf dem äußeren Rand des Zahnradsegmentes 34 aufliegt. Bei
der weiteren Drehbewegung im Sinne des eingetragenen Pfeiles fällt die Spitze der
Klinke 36 abwechselnd in die Zahnlücken ein, wodurch zunächst eine Umkehrung der Drehbewegung
unmöglich gemacht wird. Erst wenn der letzte Zahn des Zahnradsegmentes
34 an der Klinke 36 vorbeigegangen ist und diese unter der Einwirkung der Feder 38
wieder in die Mittelstellung zurückgekehrt ist, kann der Rückweg erfolgen. Auf dem
Rückweg hat das Zusammenarbeiten des Zahnradsegmentes 34 mit der Klinke 36, diese
weicht nun nach links aus, dieselbe Wirkung wie bereits oben angegeben, indem eine Umkehrung
der einmal begonnenen Drehbewegung kurz nach Beginn derselben nicht ausführbar
ist. Derartige Einrichtungen sind beim Bau von Selbstverkäufern unter dem Namen Vollhubsperren bekannt. Bei Beginn
des Rückweges bleibt die abgestempelte Versicherungskarte durch den der Aufwärtsbewegung
des Prägestempels 14 folgenden Hebel 18 noch kurze Zeit eingeklemmt. Kann
der Hebel 18 infolge seiner Abstützung nicht
mehr der Aufwärtsbewegung des Prägestempels 14 folgen, so wird die Karte frei und
kann herausgezogen werden. Bevor aber die Karte frei wurde, ist die Spitze der Klinke 36
bereits in die erste oder zweite Zahnlücke eingefallen, so daß es unmöglich ist, durch
Umkehrung der Drehbewegung etwa eine zweite Karte abzustempeln. Während der
Drehbewegung gleitet der Bolzen 25 auf dem Rand der Antriebsscheibe 8, wodurch das
Sperrstück 23 in der in Fig. 2 gestrichelt gezeichneten Lage verbleibt. Erst wenn die
Ruhelage wiederhergestellt ist, fällt der Bolzen 25 wieder in die Aussparung 33° ein, wodurch
auch der Bolzen 24 in die Aussparung 33 tritt und die Antriebsscheibe wieder gesperrt ist. Der
Hebel 39 wird in Ruhelage durch, den Stift 43 abgestützt. Verliert dieser Hebel bei Beginn
der Verdrehung der Antriebsscheibe 8 seine· Abstützung, so folgt er der Einwirkung
der Feder 41, und Stift 42 gelangt in die in Fig. 2 gestrichelt gezeichnete Lage und
versperrt somit die untere Austrittsöffnung der Münzführungsrinne 30. Befindet sich in
dieser bereits eine oder mehrere Münzen, M2, M3, M4, die absichtlich oder irrtümlich
zuviel eingeworfen wurden, so drückt der Stift 42 auf dem Wege aus der Ruhelage in
die gestrichelt angedeutete Lage, Mittelstellung, die Münze bzw. Münzen ein wenig nach
oben, wodurch die unterste Münze M2 von der Münze M1 bzw. dem oberen Rand der
Antriebsscheibe 8 abgehoben wird, so daß ein Festklemmen der Antriebsscheibe vermieden
wird. Kehrt die Antriebsscheibe in die Ruhelage zurück, so wird auch der Hebel 39 mit
dem Stift 42 wieder zur Seite geschoben, um in die Ruhelage zu gelangen. Nun kann die
nächste Münze M2, sei es, daß diese sich bereits in der Münzführungsrinne 30 befand,
sei es, daß sie jetzt erst eingeworfen wird, in die Münztasche 32 gelangen.
Bei der Inbetriebnahme der Versicherungseinrichtung werden die Typenräder 16 so eingestellt,
daß der Stempelaufdruck, z. B. 6743, mit dem Zählerstand (6743) übereinstimmt. Da bei jeder Benutzung des Selbstkassierers
sowohl der Zähler als auch die Typenräder um eine Einheit weitergeschaltet werden, so
zeigt der von außen sichtbare Zähler, die Vorderwand besitzt einen entsprechenden
Ausschnitt (vgl. Fig. 1), stets die zuletzt aufgedruckte Zahl, wodurch eine leichte Kontrolle
ermöglicht wird.
Eine zweckmäßige Ausbildung der für den Gebrauch des Selbstkassierers vorgesehenen
Versicherungskarten ist aus den Fig. 4, 5 zu ersehen. »05
Nachstehend wird die Benutzung der neuen Vorrichtung bei einem Versicherungsabschluß
näher erläutert. Dabei soll angenommen werden, daß die Prämie für ein Kraftrad (rote
Karte) sowohl für Kasko-Haftpflicht- als auch für Insassen-Unfallversicherung für
24 Stunden je 0,50 MJl und für einen Kraftwagen (grüne Karte) für die gleiche Zeit,
also auch 24 Stunden, je 1,— SRM, kosten soll.'
Ein Kraftradfahrer tankt z.B. um 8UhrΊ15
20 Min. in der Tankstelle 2463. Er teilt dem Tankwärter mit, daß er eine Versicherung
für 24 Stunden abschließen möchte, und zwar Kasko-Haftpflichtversicherung. Der Tankwärter
nimmt eine rote Karte und schreibt auf diese mit Kopierstift die Nummer des
Kraftrades, z. B. AI 24376 (vgl. Fig. 4) und
locht die Zahl8 (vgl. Fig. S), d.i. die angefangene
Stunde. Die Art der gewünschten Versicherung kann dadurch gekennzeichnet
werden, daß die nicht gewünschte durchgestrichen oder die gewünschte gelocht wird
(vgl. Fig. 4). Gleichzeitig mit dem Lochen der Zahl 8 drückt die Zange den Tagesstempel,
z. B. 9.10.34, und eine Kennummer 2463 auf die Karte (Tiefprägung). Erforderliche
Zeit für diese Vorarbeit etwa V2 Minute. Der
Tankwärter reicht nun die so vorbereitete Karte dem Kraftradführer, Dieser wirft
0,SoMJl in die öffnung 6 (vgl. Fig. 1),
steckt die Karte in die öffnung 7. und legt die Kurbel 5 um 180° um. Durch das Umlegen
der Kurbel 5 wird der Prägestempel 14 (vgl. Fig. 2) mit ausreichender Kraft auf
die Versicherungskarte aufgedrückt. Der Aufdruck besteht beispielsweise aus den beiden
Zahlen 2463 und 6743 (vgl. Fig. 5). Die erste Zahl, 2463, ist die Kennummer der
Tankstelle und ebenso die Kennummer des Selbstkassierers und stimmt mit der Zahl
über ein, die der Tankwärter mittels der Lochzange aufgeprägt hat. Während die
Zahl 2463 eine feststehende, unveränderliche Zahl ist, ist die zweite Zahl, 6743, die der
Prägestempel aufdruckt, eine fortlaufende. Es ist stets die vom Zähler 44 jeweils angegebene
Zahl. Die Betätigung des Selbstkassierers dauert etwa 1 Minute, der gesamte
Geschäftsgang höchstens 172 Minuten.
Durch den Aufdruck des Prägestempels mittels des Selbstkassierers, nicht in etwa
bereits durch die Vorarbeiten des Tankwärters, ist der Versicherungsvertrag unmittelbar,
zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer zustande gekommen. Die Karte ist der Versicherungsschein, die Police
und gleichzeitig auch die Prämienquittung. Sie gilt ab 8 Uhr auf die Dauer von 24 Stunden und läuft dann automatisch ab.
Durch den durch den Selbstkassierer bewirkten Stempelaufdruck wird gewissermaßen die
Tätigkeit des Garagen- und Tankstellenwärters gegenbestätigt, da die Kennummern übereinstimmen müssen.
Noch ein zweites Beispiel· sei aufgeführt. Will der Besitzer eines Volksautos einen
Versicherungsabschluß tätigen, so wird eine grüne Karte verwendet, im .übrigen ist der
Geschäftsgang sinngemäß derselbe wie beim Kraftrad. Nur muß der Kraftwagenbesitzer
■ gemäß Prämientarif für 24 Stunden Verr sicherungsschutz 1 MtM bezahlen, also zweimal
0,50 MJl einwerfen und die Karte zweimal, bei A und bei B (vgl. Fig. 5), abstempeln.
Will der Kraftwagenbesitzer oder wollen seine Mitfahrer eine Insassen-Unfall-Versicherung
abschließen, so kann dieselbe Karte verwendet werden, die in diesem Falle nach Einwurf von vier So-Pfennig-Stücken
bei A, B, C und D abzustempeln wäre. Es können aber auch zwei Karten-Verwendung
finden, eine für die Kasko-Haftpflicht- und
eine für die Insassen-Unfallversicherung, je nach der für den Gebrauch des Selbstkassierers
geltenden Bedienungsvorschrift.
Selbstredend kann der Selbstkassierer anstatt von Hand auch elektrisch oder auf eine
andere maschinelle Art angetrieben werden.
Claims (6)
1. Selbstverkäufer, insbesondere für Versicherungsscheine, bei dem mittels
der eingeworfenen Münze eine Sperre zur einmaligen Benutzung einer Druckeinrichtung
o. dgl. aufgehoben wird, gekennzeichnet durch eine die Druckeinrichtung (14 bis 16) und ein überzählige
Münzen (M2 bis M4) im Münzkanal (30) zurückhaltendes Sperrglied (39 bis 42)
steuernde Antriebsscheibe (8), die unter Mithilfe der eingeworfenen Münze (M1)
bei Beginn ihrer Drehbewegung ihre eigene Sperre (23, 24) aufhebt.
2. Selbstverkäufer nach Anspruch 1. mit einer zur Betätigung der Vorrichtung
dienenden und auf, einer aus dem Gehäuse ragenden Welle sitzenden Handkurbel, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsscheibe (8) eine Münztasche (32)
mit einem im Arbeitsdrehsinn sieh anschließenden
Durchfallschlitz (31) besitzt.
3. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Sperre (23) der Antriebsscheibe (8) zwei in Randausnehmungen (33^ 33") der letzteren
eingreifende Bolzen (24, 25) besitzt, von denen der eine (24) als Sperrglied
dient, während der andere (25) durch Zusammenwirken mit der in der
Münztasche (32) befindlichen Münze (M1) bei Beginn der Drehung der Antriebsscheibe
(8) das Sperrglied der letzteren aus der zugehörigen Randausnehmung (33) aushebt.
4. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
von der Antriebsscheibe (8) gesteuerte, überzählige Münzen im Münzkanal zurückhaltende
Sperrglied aus einem federbelasteten (41) Schwenkhebel (39, 42) besteht, der in der Ruhestellung der Vorrichtung
von einem Anschlag (43) der Antriebsscheibe aus dem Münzkanal (30) herausgeschwungen gehalten wird, beim
Benutzen der Vorrichtung dagegen in den ' Kanal einfallend etwaige überzählige
Münzen (M2 bis M4) zurückhält.
5. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Antriebsglieder (9, 11, Ι2 und 45>
Φ) des Prägestempels (14) und des Zählers
(44) derart mit der Antriebsscheibe (8) verbunden sind, daß letztere eine gewisse
Leerlaufbewegung vollführen kann, ohne eine Bewegung des Stempels und des Zählers
hervorzurufen.
6. Selbstverkäufer nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der
Achse (3) der Antriebsscheibe (8) eine an sich bekannte Vollhubsperre (34 bis 38) derart angebracht ist, daß während
ihrer Umkehrzeit die von der Antriebsscheibe (8) in ihre Druckstellung ge- - brachten Drucktypen (15, 16) den in bekannter
Weise zurückfedernd ausgebildeten Druckstich ausgeschwungen und damit die Druckkarte festgeklemmt halten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM129822D DE637031C (de) | 1935-01-22 | 1935-01-22 | Selbstverkaeufer zur Ausgabe einer Versicherungskarte |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM129822D DE637031C (de) | 1935-01-22 | 1935-01-22 | Selbstverkaeufer zur Ausgabe einer Versicherungskarte |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE637031C true DE637031C (de) | 1936-10-19 |
Family
ID=7331835
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM129822D Expired DE637031C (de) | 1935-01-22 | 1935-01-22 | Selbstverkaeufer zur Ausgabe einer Versicherungskarte |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE637031C (de) |
-
1935
- 1935-01-22 DE DEM129822D patent/DE637031C/de not_active Expired
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE637031C (de) | Selbstverkaeufer zur Ausgabe einer Versicherungskarte | |
| DE564260C (de) | Versicherungsautomat, insbesondere fuer Kraftfahrzeugversicherungen | |
| AT133606B (de) | Handrollstempelmaschine mit automatischer Zählvorrichtung. | |
| DE612745C (de) | Stempelvorrichtung zum Bedrucken von Formblaettern fuer den Zahlungsverkehr | |
| AT147576B (de) | Automat zum Frankieren von Briefen u. dgl. | |
| CH703423B1 (de) | Stempelautomat mit Zähler. | |
| AT100825B (de) | Arbeitszeitkontrollapparat. | |
| DE510628C (de) | Zaehlvorrichtung fuer Fluessigkeitsmesser, insbesondere Tankzapfstellen, mit Druckvorrichtung | |
| DE387606C (de) | Apparat zur Ausstellung von Rechnungen fuer Verbrauchsmesser | |
| DE960390C (de) | Einrichtung zum selbsttaetigen Drucken der Kontenbezeichnung | |
| DE519671C (de) | Druckvorrichtung fuer Fahrpreisanzeiger | |
| DE458176C (de) | Arbeitszeitkontrollapparat | |
| DE430923C (de) | Wertbildrahmen fuer Kontroll- und Frankierapparate | |
| DE328305C (de) | Vorrichtung zum selbsttaetigen, zwangsweisen Aufdrucken von Merkmalen beliebiger Artbei Selbstdruckern fuer Eisenbahnfahrkarten u. dgl. | |
| DE591929C (de) | Registrierkasse | |
| DE370692C (de) | Druckwerk fuer Registrierkassen | |
| DE458022C (de) | Selbstkassierende Spareinnahmevorrichtung | |
| DE403228C (de) | Vorrichtung zum Drucken, Registrieren und Ausgeben von Fahrkarten oder Eintrittskarten | |
| DE527948C (de) | Kontrollvorrichtung an mit Zaehlwerk versehenen Wertstempelmaschinen | |
| AT98219B (de) | Rollstempel mit Zählwerken. | |
| AT125357B (de) | Kontrollvorrichtung an mit Zählwerk versehenen Wert-Stempelmaschinen. | |
| DE579901C (de) | Registrierkasse fuer Warenhaeuser | |
| DE365470C (de) | Abnehmbare Vorgabevorrichtung fuer Wertstempelapparate | |
| DE456838C (de) | Freistempelapparat | |
| DE12462C (de) | Neuerungen an Apparaten zur Registrirung der Anzahl von Personen, welche ein Fahrzeug oder einen Raum betreten oder verlassen |