DE633309C - Verfahren zur Reinigung von Corpus luteum-Hormone enthaltenden Praeparaten - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Corpus luteum-Hormone enthaltenden Praeparaten

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DE633309C
DE633309C DEG89051D DEG0089051D DE633309C DE 633309 C DE633309 C DE 633309C DE G89051 D DEG89051 D DE G89051D DE G0089051 D DEG0089051 D DE G0089051D DE 633309 C DE633309 C DE 633309C
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purification
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/56Compounds containing cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems; Derivatives thereof, e.g. steroids
    • A61K31/565Compounds containing cyclopenta[a]hydrophenanthrene ring systems; Derivatives thereof, e.g. steroids not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, estradiol

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Description

  • Verfahren zur Reinigung von Corpus luteum-Hormone enthaltenden Präparaten Es wurde gefunden, daß. sich eine Reinigung von Corpus luteum-Hormone enthaltenden Präparaten, insbesondere eine Trennung der in Hormonrohkristallisaten enthaltenen Diketone von diese verunreinigenden Hydroxylverbindungen, dadurch erzielen läßt, daß man die Hormonpräparate bzw. die Hormonrohkristallisate mit Acylierungsmittelnumsetzt und den nicht in Reaktion getretenen Anteil, der die diketonartigen Hormone enthält, vom veresterten Anteil abtrennt.
  • Zweckmäßig verwendet man solche Acylierungsmittel, wie Benzoylchlorid, Acetanhydrid, Nitrobenzoylchlorid, Dinitrobenzoylchlorid, Phehylbenzoylchlorid, Phenylisocyanat, Diphenylisocyanat oder Phosgen, welche mit den Oxyketonen schwer lösliche Ester geben. Die Abtrennung der Oxyverbindungen, insbesondere der Oxyketone, von den Diketonen ist als bloße Phasentrennung meist dann besonders einfach, wenn solche Acylierungsmittel, wie Phthalsäureanhydrid, Maleinsäureanhydrid, Chloride der Oxybenzoesäuren, Chlorsulfonsäure, phosphorylierend wirkende Mittel, wie Phosphoroxychlorid, Alkylmetaphosphat o. dgl., verwendet werden, die außer der acylierenden Gruppe noch eine salzbildende oder eine in eine solche überführbare Gruppe enthalten. Auf diese Art ist es möglich, aus Hormonrohkristallisaten die OxykAtone von den wirksamen Diketonen in einem einzigen Reaktionsgang praktisch vollständig zu trennen. Gegebenenfalls kann aber die Acylierung wiederholt werden. Beispiel z 400m9 eines durch Umsetzung mit Semicarbazid und anschließender Verseifung erhaltenen Hormonrohkristallisates werden mit 300 mg Phthalsäureanhydrid in 5 ccm trockenem Pyridin 1/2 Stunde unter Stickstoff am Wasserbade auf 8o° erwärmt. Dann versetzt man mit Wasser und äthert erschöpfend aus. Die Ätherlösung wird wiederholt mit 2 n-Sodalösung, dann mit a,---n-Salzsäure und schließlich mit Wasser gewaschen. Sie liefert beim Abdampfen des Äthers ein von hydroxylhaltigen Begleitstoffen freies Kristallisat, aus dem sich durch Umkristallisation bzw. Sublimation einheitliche Hormone mit den Schmelzpunkten 129 bzw. z2o° gewinnen lassen.
  • Zur Gewinnung der hydroxylhaltigen Verbindungen säuert man den wässerigen Anteil nach Vereinigung mit den alkalischen Auszügen an, äthert aus, verseift den Atherrückstand mit alkoholischer Lauge, verdampft den Alkohol und zieht die neutralen Anteile auf Zusatz von Wasser mit Hilfe von Äther wieder aus. .
  • Durch Umkristallisieren des Ätherrückstandes kann man ein Oxyketon vom Fusi9?LS.=-punkt 196,5 bis 197,5° erhalten.
  • Bei der Umsetzung des Hormonrohkiistä,IIfi''@ sates mit Phthalsäureänhydrid können'":#a-ii@ Stelle von Pyridin auch andere tertiäre-Ba,sen;#-wie Chinolin, Dimethylanilin u. dgl., Verwendung finden. Man kann .aber auch auf den Zusatz dieser Basen völlig verzichten und die Reaktion durch einfaches Erwärmen hervorbrinen.
  • . Beispiel 2 2o mg eines durch Umsetzung mit Semicarbazid und anschließender Verseifung erhaltenen Hormonrohkristallisates werden mit 23ö mg 2 # 4-Dinitrobenzoylchlorid in 5 ccm Chinolin i Stunde auf dem Wasserbade erwärmt. Dann versetzt man mit Wasser und äthert erschöpfend aus. Die Ätherlesung wird mit verdünnter Säure und schließlich mit Wasser gewaschen. Aus dem Ätherrückstand werden schwer lösliche Dinitrobenzoesäureester durch Behandlung mit Methylalkohol abgetrennt. Durch Fraktionierung des in Methylalkohol löslichen Anteils werden die in Beispiel i beschriebenen einheitlichen Hormone von Diketoncharakter erhalten.
  • Beispiel 3 i g eines nach W. M. A 11 e n ; The Journal of Biol. Chem. 98,` S. 591 ff. (1932) erhaltenen Präparates aus Corpus luteum wird mit i g Phthalsäureanhydrid in i o ccm wasserfreiem Pyridin i Stunde auf dem Wasserbade 'erwärmt. Dann versetzt man mit Wasser und :e4ert erschöpfend aus. Die Ätherlösung wird @y#ederholt mit n/3o-Natronlauge, dann mit #-# ö/oiger Essigsäure, mit Sodalösung und schließlich mit Wasser gewaschen. Sie liefert beim Abdampfen des Äthers ein von hydroxylhaltigen Begleitstoffen freies stearinartiges Präparat, das die gesamten wirksamen Hormone des Ausgangsmaterials enthält. Aus dem wässerigen Anteil sowie den vereinigten alkalischen Auszügen gewinnt man die hydroxylhaltigen Verbindungen gemäß Beispiel i.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Reinigung von Corpus luteum-Hormone enthaltenden Präparaten, insbesondere zur Trennung der in den Hormonrohkristallisaten enthaltenen Diketone von diese verunreinigenden Hydroxylverbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Hormonpräparate bzw. Hormonrohkristallisate mit Acylierungsmitteln umsetzt und den nicht in Reaktion getretenen Anteil, der die Hormone enthält, vom veresterten Anteil abtrennt.
  2. 2. Verfahren nach Ansprxich i, dadurch gekennzeichnet, daß solche Acylierungsmittel verwendet werden, die außer der acylierenden Gruppe noch eine salzbildende oder eine in eine solche überführbare Gruppe, enthalten.
DEG89051D 1934-08-24 1934-10-27 Verfahren zur Reinigung von Corpus luteum-Hormone enthaltenden Praeparaten Expired DE633309C (de)

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