DE632241C - Verfahren zur Erzeugung von bituminoesen, wasserfesten, gekreppten Papierstoffen - Google Patents

Verfahren zur Erzeugung von bituminoesen, wasserfesten, gekreppten Papierstoffen

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DE632241C
DE632241C DEB158411D DEB0158411D DE632241C DE 632241 C DE632241 C DE 632241C DE B158411 D DEB158411 D DE B158411D DE B0158411 D DEB0158411 D DE B0158411D DE 632241 C DE632241 C DE 632241C
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BITUMEN HANDELSGESELLSCHAFT M
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B31MAKING ARTICLES OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER; WORKING PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31FMECHANICAL WORKING OR DEFORMATION OF PAPER, CARDBOARD OR MATERIAL WORKED IN A MANNER ANALOGOUS TO PAPER
    • B31F1/00Mechanical deformation without removing material, e.g. in combination with laminating
    • B31F1/12Crêping

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Synthetic Leather, Interior Materials Or Flexible Sheet Materials (AREA)
  • Paper (AREA)

Description

  • Verfahren zur Erzeugung von bituminösen, wasserfesten, gekreppten Papierstoffen Bekanntlich lassen sich bituminöse, stark wasserabstoßende und wasserfeste Papiere, seien sie durch Tränken saugfähiger, trockener Papierbahnen mit geschmolzenen bituminösen Stoffen oder durch deren Zugabe in geeigneter Form zu dem Papierstoff im Holländer oder in der Mischbütte und nachherigem Schmelzen auf der Trockenpartie der Papiermaschine hergestellt, nicht in einem Arbeitsgange kreppen, wie dies bei bitumenfreien Papieren möglich ist. Während nämlich bitumenfreie Papierbahnen infolge ihrer Porosität dem auf dem heißen Kreppzylinder entstehenden Wasserdampf Gelegenheit zum Entweichen bieten und dadurch nicht vom Kreppzylinder abgehoben werden, vielmehr gut haften und somit durch den Kreppschaber gekreppt werden können, verhalten sich bitumenhaltige Papierstoffe vollkommen gegenteilig.
  • Die feinen in der feuchten Papierbahn verteilten Bitumenteilchen schmelzen bei der Berührung mit dem heißen Kreppzylinder teilweise an der Papieroberfläche, diese schließend; dem zwischen Papier- und Zylinderoberfläche sich bildenden Wasserdampf ist nicht genügend Gelegenheit zum raschen Entweichen gegeben, die bitumenhaltige Papierbahn wird durch den Dampf vom Zylinder abgehoben, es findet keine Haftung statt und kann daher durch den Kreppschaber auch keine Kreppung erfolgen.
  • Diese Vorgänge bilden die Ursache für die großen Schwierigkeiten des Kreppens von im Stoff imprägnierten bitumenhaltigen Papierstoffen in einem. Arbeitsgange bei deren Erzeugung auf der Papiermaschine.
  • Man hat diese Schwierigkeiten .dadurch zu umgehen versucht, daß man drei noch feuchte, fertige Papierbahnen, von denen die mittlere mit Hilfe bituminöser Emulsionen bituminiert wird, unter Druck zwischen Preßwalzen vereinigt und trocknet, so daß eine zunächst glatte, aus mehreren Lagen bestehende Papierbahn entsteht, deren mittlere bitumenhaltig ist. Diese glatte Bahn wird auf einer besonders für diesen Zweck eingerichteten Maschine durch eine schwache Lösung klebender Stoffe, z. B. Stärkekleister, Wasserglas, Tierleim usw., gezogen, der überschuß abgestrichen. und die feuchte Papierbahn an einen großen, mit Dampf beheizten Trockenzylinder angepreßt. Die am Zylinder festklebende Papierschicht wird durch einen Kreppschaber zusammengeschoben, vom Zylinder abgelöst und wenn nötig noch nachgetrocknet.
  • Dieses Verfahren ist in verschiedentlich abgeänderter Weise zu dem gleichen Zweck angewendet worden. So hat man beispielsweise eine feuchte Papierbahn mit einer aus zwei durch ein wasserfestes Klebemittel, z. B. Asphalt, verbundenen Papierbahnen bestehenden Oberlage gemeinsam durch ein Sättigungsbad, aus Leimmitteln bestehend, gezogen und einer Kreppmaschine zugeführt. Es ist auch versucht worden, den Asphalt selbst als Klebemittel zur Herbeiführung der Haftung am Kreppzylinder zu benutzen, indem eine trockene Papierbahn,- mit geschmolzenem Asphalt bestrichen, .diesem zugeführt wurde., Es wird ferner vorgeschlagen, trockene Pg#'"= pierbahnen durch heiße Wasserbäder zu fili-: ren und die eine oder die andere dieser Päpie: bahnen dadurch wasserfest zu machen, däß' das zugehörige heiße Wasserbad mit bei- der Temperatur des Wassers dünnflüssigen, wasserabstoßenden Stoffen, z. B. Paraffin, überschichtet ist, so däß die Bahn während der Feuchtung auch dieses aufnimmt. Ein derartiges Verfahren ist aber nur für wasserabstoßende Stoffe anwendbar, die noch unter der Siedetemperatur des Wassers schon genügend dünnflüssig und spezifisch leichter sind als Wasser. Das trifft für Bitumina, die zur Herstellung bituminöser Papierstoffe Verwendung finden, aber nicht zu, denn diese sind erst bei etwa i2o bis 130',C _dürinflüssig und spezifisch schwerer als Wasser; sie würden also nicht auf diesem schwimmen, sondern untergehen.
  • Alle diese zahlreichen Vorschläge für Lösung der gestellten. Aufgabe haben das gemeinsam, daß sie von schon völlig fertiggestelltem, trockenem Papier ausgehen, das auf verschiedenen Wegen für den Kreppvorgang geeignet und unter Anwendung verschiedener Verfahren und wasserabstoßender Stoffe wasserfest gemacht wird. Außerdem bedienen sie sich besonders konstruierter Maschinen, die zuni Teil recht kompliziert sind und immer einen gesonderten Arbeitsgang zur Erreichung des Kreppens erfordern. Wenn es auch mit einzelnen der vorgeschlagenen Verfahren gelingt, recht gute gekreppte wasserfeste Erzeugnisse zu erhalten, so ist es nach den gemachten Ausführungen doch klar, daß diese niemals jene Standfestigkeit und Elastizität erreichen können, -wie dies möglich ist, wenn die Kreppung in i Gange der Erzeugung derPapierbahnen unter gleichzeitigem Schmelzen der zugesetzten bituminösen Stoffe erfolgt. Bei den geschilderten Verfahren wird eine trockene Papierbahn verwendet, die schön die Schrumpfung und Dehnung, die ihre Erzeugung mit sich bringt; erfahren hat und die dazu führt, daß die Faser einen Teil ihrer Elastizität und' Plastizität verloren und eine ganz bestimmte Lage eingenommen hat.
  • Im Gegensatz dazu wird bei der Kreppung im Laufe der Erzeugung und der anschließenden Trocknung sowie der dabei erfolgenden Schmelzung des bituminösen Stoffes die Papierfaser sofort in die für die Kreppung erforderliche Lage gebracht- und durch den schmelzenden und wieder erstarrten Asphalt in dieser ein für allemal festgehalten. Diese Bedingungen werden bei Verwendung des xiäch dem Patent Goa 616 erhaltenen Sondererzeugnisses zum Kreppen in vollkommenster Weise erfüllt.
  • .:. Dieses nach dem Patent 6o2 616 erhaltene Sondererzeugnis ist ein zweilagiges, einerseits bitumenfreies., andererseits bitumenhaltiges Papier, dessen bitumenhaltige Lage je nach der Menge des dem Stoff zugesetzten Bitumens entweder nur wasserabweisende Eigenschaften oder Wasserfestigkeit und Undurchdringlichkeit gegen Feuchtigkeit und Luft aufweist.
  • Bei der Kreppung dieser doppelseitigen Papierstoffe kommt die bitumenhaltige Papierbahn mit dem Kreppzylinder überhaupt nicht in Berührung, sondern nur die bitumenfreie, es kann kein Schmelzen der feinverteilten . Bitumenteilchen_ erfolgen, da die Wärme des Zylinders zunächst nur zur Verdampfung des Wassers in der bitumenfreien Schicht verbraucht wird, der entstehende Wasserdampf kann entweichen, und die doppelseitige Papierbahn wird durch diese nicht von der Zylinderfläche abgehoben, haftet vielmehr daran und kann somit auch gekreppt werden. Das Schmelzen erfolgt erst vollständig, wenn der Wasserdampf entwichen und die Kreppung bereits erfolgt ist.
  • Die Kreppung erfolgt also direkt bei der Herstellung des doppelseitigen bituminösen Papieres in einem Arbeitsgange, indem die bitumenfreie Seite der noch feuchten Papierbahn an den heißen Kreppzylinder angepreßt wird, dort haftet und vom Kreppschaber abgeschabt wird.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren wird die gestellte Aufgabe der Kreppung bituminierter `Wasser abstoßender und wasserfester Papierstoffe in einem Arbeitsgange, also im Laufe ihrer Erzeugung, in sehr befriedigender Weise sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Beziehung gelöst. '

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Erzeugung von bituminösen, wasserfesten gekreppten Papierstoffen auf dem Kreppzylinder der Papiermaschine in einen: Arbeitsgange, dadurch gekennzeichnet, daß die gemäß Patent Goa 616 erhaltenen doppelseitigen bituminösen Papierstoffe in noch feuchtem Zustande mit der- bitumenfreien Papierseite in bekannter Weise gegen den Kreppzylinder gepreßt und mit dem Kreppschaber abgeschabt werden.
DEB158411D 1932-11-25 1932-11-25 Verfahren zur Erzeugung von bituminoesen, wasserfesten, gekreppten Papierstoffen Expired DE632241C (de)

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