DE631918C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rollpikierarbeiten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rollpikierarbeiten

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DE631918C
DE631918C DEST50199D DEST050199D DE631918C DE 631918 C DE631918 C DE 631918C DE ST50199 D DEST50199 D DE ST50199D DE ST050199 D DEST050199 D DE ST050199D DE 631918 C DE631918 C DE 631918C
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DEST50199D
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Strobel & Soehne J
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Strobel & Soehne J
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B1/00General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both
    • D05B1/24General types of sewing apparatus or machines without mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making blind-stitch seams

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rollpikierarbeiten Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer gleichmäßig durchgehenden Rollung mindestens zweier durch parallele Heftreihen zu verbindender Stofflagen, insbesondere von Rollpikierarbeiten, unter Benutzung einer Doppelsteppstichnähmaschine mit oder ohne Zickzackeinrichtung. -Die zur Herstellung von Rollpikierarbeiten bekannten Vorrichtungen zum Anbau an Doppelsteppstichnähmaschinen mit oder ohne Zickzackeinrichtung bestehen lediglich aus einem als Führung dienenden flachen Lineal als Stoffauflage, über das die durch Pikierung zu vereinigenden Stoffe herumgelegt werden. Mit dem Lineal kann noch eine Gegenstofführung zusammenärbeiten. Das Lineal samt den stark gewölbten Stofflagen wird alsdann durch Einstellmittel derart in die Nadelbahn gebracht, daß die äußeren Stofflagen durchstochen, die untere Stofflage jedoch nur angestochen wird. Bei diesen bekannten Vorrichtungen, bei denen die Stofflagen, abgesehen von dem lediglich im Bereich der gerade in der Herstellung befindlichen Nahtreihe um die Linealkante gelegten Teil, flach, d. h. zwischen der bereits hergestellten und der in der Herstellung befindlichen Nahtreihe ohne Wölbung auf dem Lineal liegen, ist zwar die für die Herstellung von Rollpikierungen erforderliche Bedingung, Länge der unteren Lage, quer zur Nahtreihe gemessen, kleiner als die Länge der oberen Lagen, eingehalten, jedoch nur über die ganze Länge gemessen, nicht aber für jede kleinste Längeneinheit. Mit diesen Vorrichtungen kann daher keine einwandfreie, gleichmäßig durchgehende Rollung allein durch die Näharbeit erzielt werden. Es liegen vielmehr bei üblicher Nahtentfernung zwischen den einzelnen durch die Blindstichnähte in gewölbter Form verhefteten Stofflagen flache, nicht einer Wölbung unterzogene Werkstückstreifen. Das nach diesem Verfahren pikierte Werkstück weist daher durch flache Streifen getrennte, mehr oder weniger auftragende Wülste auf und muß nach dem Nähen einem starken Bügelprozeß unterworfen werden. Durch dieses Bügeln soll die in den Wülsten eingenähte überschüssige Länge der oberen Stofflagen in die zwischen den Wülsten liegenden flachen Streifen hineingebügelt werden, was eine starke Deformierung der Gewebestruktur zur Folge hat.
  • Der Nachteil dieses Verfahrens wird gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß die Stofflagen nur im Bereich der jeweils in der Herstellung befindlichen Stichreihen konzentrisch gekrümmt werden, dagegen zwischen der in der Herstellung befindlichen und der vorhergehenden Stichreihe die obere Stofflage gegenüber der unteren Stofflage ausgewölbt wird. Hierbei ist es zum Erzielen einer gleichmäßig durchgehenden Rollung besonders günstig, wenn die Stofflängen der Stofflagen zwischen Nadeleinstich und Nadelausstich desselben Stiches gleich sind den Stofflängen der Stofflagen zwischen zwei Nahtreihen.
  • Zur Ausführung dieses Verfahrens dient erfindungsgemäß eine Vorrichtung, die aus dem an sich bekannten, die Stofflagen der Nadel darbietenden Stofführungslineal besteht in Verbindung mit -einem Einlegestab, der jeweils nach Herstellung einer Nahtreihe vor Herstellung der folgenden zwischen die untere und@-die darüberliegenden Stofflagen eingeführt wirf.::. Hierdurch werden die Stofflagen in eine gleicK,_ mäßig durchgehende Rollung versetzt, die nocfi4' durch schwaches Nachbügeln vollkommener gemacht werden kann, ohne daß eine merkbare Strukturveränderung des Gewebes eintritt.
  • In den Zeichnungen sind die bekannte und die Vorrichtung gemäß der Erfindung sowie die mit beiden hergestellten Arbeiten vergleichsweise gegenübergestellt, und zwar ist in Abb. i eine Vorrichtung zur Ausführung des bekannten Rollpikierverfahrens unter Verwendung eines an einer gewöhnlichen Nähmaschine anzubringenden Stofführüngslineals und in Abb. 2 die Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäß der Erfindung zur Herstellung der Rollpikierung im Schnitt in vergrößertem Maßstabe veranschaulicht. Abb. 3 zeigt die mit der Vorrichtung nach Abb. 2 hergestellte Rollpikierarbeit, und Abb. q. und 5 stellen mit der Vorrichtung nach Abb. z hergestellte Rollpikierarbeiten in gestreckter Lage und vergrößertem Maßstabe dar.
  • Hierbei ist jeweils mit a der Kleidungs- bzw. Oberstoff, mit- b der Futterstoff bzw. die Leinwand und mit c das Stofführungslineal bezeichnet. Zwischen der durch die Nadel d hergestellten Nahtreihe und 'der herzustellenden Nahtreihe ist erfindungsgemäß jeweils ein Einlegestab e von ovalem, halbrundem, rundem oder dreieckigem Querschnitt gemäß Abb.2 eingeführt. Der Einlegestab kann zweckmäßig aus elastischem Material und derart hergestellt sein, daß er nach dem Fertigstellen der Naht leicht herausgezogen werden kann.
  • Durch die Verwendung des Einlegestabes werden mithin zwischen den die Heftnähte enthaltenden Wölbungen b, die über dem Lineal c erzeugt sind, Wölbfalten b1 hervorgerufen, so daß beim Strecken des Werkstückes das Spannungsbild Abb. 3 entsteht, das dem einer gleichmäßig durchgehenden Rollung entspricht, d. h. die Bedingung eingehalten ist, daß für jede kleinste Längeneinheit die Länge der unteren Lage, quer zur Nahtreihe, gemessen kleiner ist als die Länge der oberen Lage.
  • Im Gegensatz hierzu werden bei Rollpikie--rungen, wie sie lediglich mit den bekannten Stofführungslinealen erzeugt werden, beim Strecken des Werkstückes Spannungsbilder erzielt, wie sie in Abb. q. und 5 veranschaulicht sind. Es liegen hier die Stofflagen an der Drelle b1 zwischen den die Heftnähte ent-4ä;lfenden Wölbungen b flach aufeinander, so `dä die obengenannte Bedingung nicht ert güllt ist. Die Werkstücke nach den Abb. q. und 5 unterscheiden sich dadurch, daß bei dem nach Abb. q. ein gewöhnlicher Doppelsteppstich und bei dem nach Abb.5 ein Zickzackdoppelsteppstich verwendet ist. Letzterer besitzt eine gewisse Elastizität bei geringer Nachgiebigkeit, das für die Rollpikierarbeit von Vorteil ist. Diese Stichart kann selbstverständlich auch bei dem Verfahren und der Vorrichtung gemäß der Erfindung angewendet werden.
  • Erwähnt sei noch, daß bei Verwendung von drei oder mehr Stofflagen nur die unterste Stofflage flach liegen muß und die darüber befindlichen . Stofflagen durch Einführung des Einlegestabes zwischen diese lind der untersten Stofflage ausgewölbt werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung einer gleichmäßig durchgehenden Rollung mindestens zweier durch parallele Heftreihen zu verbindender Stofflagen, insbesondere von Rollpikierarbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die Stofflagen nur im Bereiche der jeweils in der Herstellung befindlichen Stichreihe konzentrisch gekrümmt werden, dagegen zwischen der in der Herstellung befindlichen und der vorhergehenden Stichreihe die oberen Stofflagen gegenüber der flach liegenden unteren Stofflage ausgewölbt werden.
  2. 2. Verfahren nach. Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Stofflängen der Stofflagen zwischen Nadeleinstich und Nadelausstich desselben Stiches gleich sind den Stofflängen der Stofflagen zwischen zwei Nahtreihen.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, gekennzeichnet durch einen Einlegestab in Verbindung mit einem an sich bekannten, die Stofflagen der Nadel darbietenden Stoffführungslineal, der jeweils nach Herstellung einer Nahtreihe vor Herstellung der folgenden zwischen die untere und die darüberliegenden Stofflagen eingeführt wird. - '
DEST50199D 1932-12-07 1932-12-07 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rollpikierarbeiten Expired DE631918C (de)

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