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Zwickeldeckvorrichtung für flache Kulierwirkmaschinen Gemäß dem Hauptpatent
630 4,38 wird die übliche, den Anschlagteil einer Zwickeldeckvorrichtung
für flache Kulierwirkmasichinen steuernde Mustervorrichtung, wenn der Anschlagteil
von der Mustervorrichtung eingestellt ist, von dem Anschlagteil zum Zwecke der Neueinstellung
entfernt, und es wird hierzu der Anschlagteil so lange, bis der jeweilige Deckvorgang
beendet ist, in seiner Stellung durch ein besonderes Mittel festgelegt. Erreicht
wird damit, die Deckgeschwindigkeit der flachen kulierwirkmaschine zu erhöhen.
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Die Zwickeldeckvorrichtung des Hauptpatents in dieser Hinsicht weiter
auszubauen, ist der Zweck der vorliegenden Erfindung, und zwar wird beabsichtigt,
die bisher mittels eines Austreibkeiles immer noch für jede neue Deckreihe erfolgende
zeitraubende Austreibung des Anschlagteiles in die äußere Endlage erläßlich zu machen,
welche Austreibung selbst bei der Vorrichtung des Hauptpatents immer noch erforderlich
ist, wenn der Anschlagteil seiner jetzigen Einstellung gegenüber nach der seiner
Mustervon-ichtung abgekehrten Seite zu zu verstellen ist. Die durch das besondere
Mittel erfolgende Sperrung des Anschlagteiles müßte sonst gerade in dem Augenblick,
in welchem die neu eingestellte und auf dem Wege zu ihrer Gebrauchsstellung befindliche
Mustervorrichtung auf die übliche Nase des Anschlagteiles setzt, aufgehoben werden,
was deshalb Schwierigkeiten bereitet, weil die Mustervorrichtung entsprechend ihrer
Einstellung zu verschiedenen Zeiten an den Anschlagteil gelangt.
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Erreicht wird das gesteckte Ziel erfindungsgemäß dadurch, daß außer
dem Mittel, welches den von- der Mustervorrichtung eingestellten Anschlagteil während
der Neueinstellung der Mustervorrichtung in seiner Stellung festlegt, eine zweite
Sicherung, aber nur, gegen den Rücklauf des Anschlagteiles, vorgesehen ist und die
durch das erstgenannte Mittel erfolgte Sperrung des Anschlagteiles aufgehoben wird,
wenn der jeweilige De ck--voTgang beendet und die neu eingestellte Mustervorrichtung
in die Gebrauchsstellutng zurückbewegt wird, so daß der seiner augenblicklichen
Einstellung gegenüber - auszutreibende, nur noch gegen Rücklauf gesicherte Anschlagteil
von der zu diesem Zwecke waagerecht bewegten Mustervorrichtung, wenn, letztere auf
ihrem Wege an den Anschlagtepl angelangt ist, in seine neue Stellung geschoben wird.
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Hierbei kann gleichzeitig die Einrichtung so getroffen werden, daß
die zusätzliche Rücklaufsicherung des Anschlagteiles beweglich ausgestaltet ist,
auf welche Weise der seiner augenblicklichen Einstellung gegenüber zurückzuversetzende
Anschlagteil unter dem
Einfluß seiner üblichen Zugfeder langsam
an die neu eingestellte, in ihrer Gebrauchsstellung zurückbewegte Mustervorrichtung
zu_.; rückgeführt werden kann. -Dadurch wird das bisher erforderliche Ats@., treiben
des Anschlagteiles in die unwirksatzie Endlage unter jeden Umständen überflüssig;
was eine weitere Zeitersparnis ergibt, die dem eigentlichen Deckvorgang zugute gebracht
werden kann.
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Wie beim Hauptpatent schon darauf hingewiesen, ist es bereits vorgeschlagen
worden, den Anschlagteil von Zwickeldeckvorrichtungen unter `Zuhilfenahme einer
-Sperrvorrichtung festzulegen, um den Anschlagteil, wenn in einer Reihe mehrfach
gedeckt wird, für die einzelnen Deckvorgänge nur so weit versetzen zu müssen, als
@es zur Freigabe der neu einzustellenden Stufe des Segmentes notwendig ist. Ein
der Neueinstellung des Segmentes angepaßter Versatz des Anschlagteiles wird hierbei
.aber nur möglich für die einzelnen innerhalb ein und derselben Reihe liegenden
Deckvorgänge, während für die nächste Deckreihe der# Anschlagteil aber wieder in
seine unwirksame Endlage ausgetrieben werden muß, was beim Erfindungsgegenstand
ebenfalls erläßlich wird. Der Grund hierzu liegt darin,, daß bei diesen bekannten
Zwickeldeckvorrichtungen ein im Verhältnis zur Neueinstellung des Segmentes vorgenommener
Versatz des Anschlagteiles nur dann durchführbar ist, wenn der Anschlagteil immer
rückwärts versetzt wird. Dies. ist wohl beim mehrmaligen Eindecken in ein und derselben
Deckreihe durchführbar, nicht aber beim Herstellen mehrerer Deckreihen.
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Bekannt ist es ferner, die Mustervorrichtung von Zwickeldeckvorrichtungen
an einem waagerecht verstellbaren Schieber anzubringen. Hierbei handelt es sich
aber nicht um solche Zwickeldeckvorrichtungen, wo die Mustervorrichtung für den
Anschlagteil während des jeweiligen Deckvorgangs neu eingestellt wird.
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Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel des Erf ndungsgegenstandes
dar.
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Aus der Abb. i geht hervor, wie die neu eingestellte und auf ihrem
Wege zur Gebrauchsstellung befindliche Mustervorrichtung den Anschlagteil in seine
neue Stellung schiebt, und aus der Abb. 2 windersichtlich, wie der Anschlagteil
unter dem Einfluß seiner Zugfeder an die umgestellte, in, ihre Gebrauchsstellung
zurückversetzte Mustervorrichtung zurückgezogen wird.
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Die Mustervorrichtung 2 besteht aus den Spiegelsegmenten (der Einfachheit
halber ist nizr .eins dargestellt) und der Musterkette zuir Einstellung der Spiegelsegmente.
Diese. Teile sind an eiflem Schieber 3 gelagert, der, wie an sich bekannt, in waagerechter
Richtung verstellbar ist. Gemäß dem Hauptpatent wird @:j1p, Mustervorrichtung 2
durch Rückversetzen Schiebers 3 nach erfolgter Einsstellung des -:431schlagteiles
i -von dem letzteren entfernt, 'ü:m die Mustervorrichtung 2 schon während des Deckvorgangs
umstellen zu können.. Der Anschlagteil i ist hierzu vorübergehendgegen Rücklauf
durch ein, aus einer Zahnschiene q. bestehendes Mittel gesichert, das in eine an
dem Anschlagteil i angebrachte Zahnschiene 8 greift.
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Zu dem Zwecke, das vor jeder Deckreihe und beim mehrfachen Decken
innerhalb einer Deckreihe nötige Austreiben des Anschlagteiles i in seine unwirksame
Endlage erläßlich zu machen, wenn der Anschlagteil i seiner jetzigen Einstellung
gegenüber nach vorn zu versetzen ist, ist erfudungsgemäß außer dem Sperrmitte18
für den Anschlagteil i eine zweite Sicherung 12, 1q., aber nur gegen den Rücklauf
des Anschlagteiles i, vorgesehen. Letztere besteht aus .der Klinke 12 und einer
an dem Anschlagteil i angebrachten gezahnten Schiene 1q.. Diese beiden Speilungen
q., 8 und 12, 14 arbeiten nun im bestimmten Verhältnis zueinander, und zwar wird
die durch die gezahnten Schienen q., 8 erfolgte Sperrung des Anschlagteiles i aufgehoben,
wenn der jeweilige Deckvorgang beendet ist und die neu eingestellte Mustervorrichtung
2 in ihre Gebrauchsstellung zurückbewegt wird. In Tätigkeit verbleibt dann also
nur noch die Rücklaufsicherung 12, 1q mit dem Erfolge, daß die Mustervorrichtung
2, wenn sie auf ihrem Wege nach ihrer Gebrauchsstellung auf die Nase 6 des Anschlagteiles
i trifft, diesen, falls letzterer seiner jetzigen Einstellung gegenüber auszutreiben
ist, nun vor sich her in die neue Stellung schiebt. Wo immer die Klinke 12 damn
auch zur Rücklaufsichei-ung des Anschlagteiles i in dessen gezahnte Schiene 1q.
greift, der Anschlagteil i mit letztgenannter Schiene 1q. wird dann einfach unter
der Klinke 12 weggezogen. Völlig gleichgültig ist es hierbei, ob der Anschlagteil
i für eine neue Deckreihe oder für einen neuen Deckvorgang in ein und derselben
Deckreihe seiner jetzigen Einstellung gegenüber auszutreiben ist.
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Ist der Anschlagteil i seiner jetzigen Einstellung gegenüber zurückzuversetzen,
so wird er bei der bisher beschriebenen Vorrichtung durch seine Feder i i an die
Mustervorrichtung 2 gezogen, die umgestellt und in ihre Gebrauchsstellung zurückgebracht
ist. Hierbei erfährt die Zugfeder i i des Anschlagteiles i an sich keinerlei Hemmung,
so daß der letztere mit großer Geschwindigkeit demzufolge auf die Mustervorrichtung
2 aufsetzt, insbesondere
dann, wenn die Wegstrecke, um die der
Anschlagteil i zurückzuversetzen ist, eine große ist. Diesem Übel wird im vorliegenden
Falle gleichzeitig damit begegnet, daß die Rücklaufsicherung 12, 14 des Anschlagteiles
i eine bewegliche ist. Die Lagerstelle 13 der Klinke 12 befindet sich an einem Schwenkhebel
15, der unter dem Einfluß z. B. einer Kurvenscheibe steht. Die Einrichtung ist so
getroffen, daß die Klinke 12 bei zurückzuversetzendem Anschlagteil i langsam zurückgeführt
wird (Abb.2). Auf diese Weise wird die Wirkung der Zugfeder i i gedämpft, und der
Anschlagteil i setzt bei seiner Rückwärtsbewegung langsam auf die neu eingestellte
Mustervorrichtung 2 auf.
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Wie aus dem Vorangehenden ersichtlich, muß sich bei der Rückversetzung
des Anschlagteiles i die Mustervorrichtung 2 bereits in ihrer Gebrauchsstellung
befinden, wenn der Anschlagteil i auf die Mustervorrichtung 2 gelangt (Abb. 2),
während bei der Versetzung des Anschlagteiles i nach vorn die Mustervorrichtung
2 erst in ihre Gebrauchsstellung gelangt, wenn sie den Anschlagteil i in seine neue
Stellung geschoben hat. Aus diesem Grunde muß die Bewegung des Schiebers 3 nach
seiner Gebrauchsstellung zu verschiedenen Zeiten erfolgen. Dem Darstellungsbeispiel
zufolge sind dem Schieber ,3 zu diesem Zwecke zwei gegeneinander versetzte Kurvenscheiben
16, 17 zugeordnet, die den Schieber 3 über einen Rollenhebel 19 und eine Stange
2o wechselweise verstellen. Die Rolle 18 des Hebels i 9 ist hierzu auf ihrem Bolzen
verschiebbar angebracht, so daß der Hebel i 9 entweder unter den Einfluß der Kurvenscheibe
16 oder der Kurvenscheibe 17 gelangt.