DE629778C - Futterzusatzmittel - Google Patents

Futterzusatzmittel

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DE629778C
DE629778C DEI46273D DEI0046273D DE629778C DE 629778 C DE629778 C DE 629778C DE I46273 D DEI46273 D DE I46273D DE I0046273 D DEI0046273 D DE I0046273D DE 629778 C DE629778 C DE 629778C
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DE
Germany
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phosphoric acid
lime
feed
calcium
feed additives
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Expired
Application number
DEI46273D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Hans Baehr
Dr-Ing Wilhelm Wenzel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/20Inorganic substances, e.g. oligoelements
    • A23K20/26Compounds containing phosphorus
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K20/00Accessory food factors for animal feeding-stuffs
    • A23K20/10Organic substances
    • A23K20/163Sugars; Polysaccharides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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  • Zoology (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Fodder In General (AREA)
  • Feed For Specific Animals (AREA)

Description

  • Futterzusatzmittel Es ist bekannt, daß Kalk- und Phosphorsäuremangel in der tierischen Ernährung zu schwerwiegenden Schädigungen im Körperbau der Tiere führt. Verschiedene Wege sind vorgeschlagen worden, um diesen Schädigungen entgegenzuwirken. So ist z. B. empfohlen worden, Calciumphosphat zu verwenden, dem man Beimischungen organischer Art gab. Auch hat man schon vorgeschlagen, dem Futter mit Phosphorsäure behandeltes Schrotmehl zuzusetzen.
  • Alle diese Vorschläge haben jedoch den Nachteil, daß Kalk und Phosphorsäure in den empfohlenen Mitteln nicht in organischer Bindung vorliegen und deshalb nicht vollkommen für den Organismus nutzbar gemacht werden können. Liegt ein plötzliches großes Bedürfnis für Kalk und Phosphor beim tierischen Organismus vor, wie es z. B. bei Milchkühen während der Milcherzeugungsperiode der Fall ist, so können aus den anorganischen Verbindungen von Kalk und Phosphor nicht genügende Mengen vom Körper aufgenommen werden, selbst wenn sie in großem überschuß angeboten werden.
  • Es wurde nun nach der vorliegenden Erfindung gefunden, daß diese Nachteile nicht bestehen, wenn man als Futterzusatzmittel Stoffe verwendet, die an Kohlenhydrate gebundene Phosphorsäure und außerdem Kalk enthalten. Der Kalk liegt zweckmäßig als Calciumsalz der Kohlenhydratphosphorsäure vor.
  • Als, Ausgangsstoff eignet sich insbesondere Saccharose. Außer dieser können z. B. Holzzucker, Invertzucker, Cellulose oder Stärke verwendet werden. An Stelle der Calciumsalze sind gemischte Salze, wie Ammonium-Calcium-, Magnesium-Calcium- oder Natrium-Calcium-Salze, anwendungsfähig. Die Produkte können zusammen mit anderen Zusatzstoffen gegeben werden, etwa in Mischung mit Calciumcarbonat. Eine Zumischung von kalkhaltigen Zusatzstoffen, wie Calciumcarbonat, kommt insbesondere dann in Betracht, wenn die freien organischen Phosphorsäuren zur Anwendung gelangen.
  • Zur Herstellung dieser Körper geeignete Verfahren sind an sich bekannt. Besonders gut eignen sich die Produkte, die durch Einwirkung von Halogeniden der Phosphorsäure auf Kohlenhydrate in Gegenwart von säurebindenden Stoffen, wie Alkalien, Calciumcarbonat u. dgl., gegebenenfalls unternachträglicher Umwandlung in die kalkhaltigen Salze, entstanden sind. Auch kann der Phosphorsäurerest in bekannter Weise durch Einwirkung von Phosphorpentoxyd in Pyridin oder anderen Verdünnungsmitteln in die Kohlenhydrate eingeführt werden. Vorteilhaft sind jeddch solche Methoden, bei denen keine Stoffe Verwendung finden, die dem-- fertigen Produkt einen unangenehmen Geschmack oder Geruch verleihen können.;-Durch Zumischen von Kochsalz oder Gewürzstoffen, wie Fenchel, Anis u. dgl., kann man die Produkte im Geschmack nach Wunsch verändern. Ferner kann man die Zusatzstoffe in beliebiger Weise mit den üblichen Futtermitteln vermischen oder im Getränk zur Auflösung oder Aufschlämmung bringen. Die Zusatzstoffe sind völlig citratlöslich und werden sehr gut vom Organismus aufgenommen.
  • Stoffe, welche an Kohlenhydrate- gebundene Phosphorsäure und außerdem Kalk enthalten, sind bereits bekannt; ferner hat man auch schon vorgeschlagen, glycerinphosphorsaure Salze als nervine Tonica und für diätetische Zwecke zu verwenden. Abgesehen davon,, daß Glycerin kein Kohlenhydrat ist, wurde durch diesen bekannten Stand der Technik die erfindungsgemäße Verwendung von an Kohlenhydrate gebundene Phosphorsäure und Kalk enthaltenden Präparaten als Futter zusatzmittel schon deshalb nicht nahegelegt; weil es nicht angängig ist, von der Brauchbarkeit eines Stoffes als medizinisches- Behandlungsmittel für den menschlichen Körper Rückschlüsse auf seine Verwendbarkeit als Futterzusatzmittel zu ziehen. Auch die Tatsache, daß kohlenhydratphösphorsäureester als Grundlage der Nucleinsäuren bekannt waren, bot keinen Fingerzeig, da nicht nur der Aufbau von Nucleinsäuren aus solchen Estern bisher nicht gelang, sondern sogar beobachtet worden war, daß aus den Nucleinsäuren unter der Einwirkung der Verdauungsfermente die Phosphorsäure von dem organischen Rest abgespalten wird. Beispiel Eine Hochleistungs-Milchkuh erhielt pro Tag ioo g eines saccharosephosphorsauren Calciums als Zusatz zu ihrem normalen Futter. Trotz der außerordentlichen Milchproduktion erlitt die Kuh bis zum Ende der Milchexzeugungsperiode keinerlei Schädigung des Knochenbaues oder andere Gesundheitsstörungen.
  • Eine andere Kuh, die von dem Futterzusatzmittel nichts erhielt, zeigte unter sonst gleichen Futterverhältnissen und bei anfänglich gleicher Milchproduktion nach einiger Zeit einen Angriff des Knochengerüstes, der zu sehr unruhigem Stand (Trippeln) führte.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Stoffen, welche aus an Kohlenhydrate gebundener Phosphorsäure und außerdem Kalk, vorzugsweise als Calciumsalz dieser Phosphorsäure, bestehen oder diese Verbindungen enthalten, als Futterzusatzmittel.
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