DE629373C - Verfahren zur Herstellung von C, C-disubstituierten Abkoemmlingen der Barbitursaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von C, C-disubstituierten Abkoemmlingen der Barbitursaeure

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DE629373C
DE629373C DEC46245D DEC0046245D DE629373C DE 629373 C DE629373 C DE 629373C DE C46245 D DEC46245 D DE C46245D DE C0046245 D DEC0046245 D DE C0046245D DE 629373 C DE629373 C DE 629373C
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DE
Germany
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acid
derivatives
disubstituted
barbituric
bromoisobutenyl
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Expired
Application number
DEC46245D
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English (en)
Inventor
Dr Gustav Heilner
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CHEMISCHE FABRIKEN DR JOACHIM
Original Assignee
CHEMISCHE FABRIKEN DR JOACHIM
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  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von C, C-disubstituierten Abkömmlingen der Barbitursäure Barbitursäuren, welche in 5-Stellung einen ungesättigten Rest mit verzweigter Kohlenstoffkette, der an der Doppelbindung an einem oder beiden Köhlenstoffatomen halogensubstituiert ist, enthalten, sind bisher noch nicht beschrieben worden. Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Darstellung von C, C-disubstituierten Abkömmlingen der Barbitursäure der- allgemeinen Zusammensetzung in welchen R1 einen Bromisobutenylrest und RE einen aliphatischen oder aromatischen Rest darstellt. Diese neuen Barbitursäuren stellen vorzügliche Schlafmittel dar.
  • Die - Herstellung der neuen Verbindungen geschieht dadurch, daß man nach bekannten Methoden in Barbitursäure die obengenannten Reste (R1 und R2) oder in die bereits durch einen dieser Reste (R1 bzw. R2) einfach *substituierten Barbitursäuren den zweiten Rest (RE bzw. R1) einführt. Zu demselben Zwecke kann man auch von den Malonsäuren bzw. ihren Abkömmlingen, wie z. B. Cyanessigestern o. dgl., ausgehen und diese mit R1 und R2 alkylieren oder in die durch einen der beiden Reste bereits substituierten Abkömmlinge der Malonsäure nach bekannten Methoden den zweiten Rest einführen und die so erhaltenen disubstituierten Verbindungen dem PyrimidinringschluB mittels Harnstoff, Guanidin, Thioharnstoff usw. nach üblichen- Methoden unterworfen.
  • Will man zur Einführung des ungesättigten monohalogensubstituierten Restes von dem entsprechenden Halogenalkenylhalogenid ausgehen, so ist es nichtnötig, dieses in einem gesonderten Arbeitsvorgang herzustellen, sondern man kann auch von dem entsprechenden gesättigten Trihalogenid, bei welchem sich das Halogen an 3 verschiedenen C-Atomen befindet, ausgehen, ohne vorher das erforderliche ungesättigte Dihalogenid abzutrennen, das durch Halogenwasserstoffabspaltung aus dem Trihalogenid entsteht. Hierzu läßt man beispielsweise auf Barbitursäure oder deren C-Mo nosubstitutionsprodukte i Mol. des gesättigten Trihalogenids bei Gegenwart von a Mol.Alkali einwirken, wobei das eine Molekül zur Abspaltung von, i-Mol. Halogenwasserstoff aus dem Trihalogenid zwecks Bildung des ungesättigten Dihalogemds dient, während das zweite die Einführung des ungesättigten Restes bewerkstelligt.
  • In chemischer Beziehung zeigt sich die bemerkenswerte Tatsache, daß man bei der Her-
    stellung der neuen Körper auf Fälle von
    trans-cis-Isomerie -stöBl: 'So`' wurde gefunden,
    da$ z. B. die Isopropylbromisobutenylbaxbi-
    tursäure der Zusammensetzung
    die z. B. durch Behandeln von isopropylbarbit tursaurem Natrium mit Bromisobutenylbromid (Ber. d. russ. -hem. Ges. Bd. 46, Seite 1i4.), gewonnen werden kann, in zwei stereoisomeren Formen auftritt, von denen die- eine bei x3o bis z31°, die andere bei iSo bis i82° schmilzt. Ein derartiges Verhalten ist bisher bei C, C-disubstituierten Barbitursäuren noch nicht beobachtet worden und stellt eine Überraschende Tatsache dar.
  • Beispiel i Isopropylbromisobutenylbarbitursäuren _ 1709 - Isopropylbarbitürsäure werden in iooo cem Normalnatronlauge gelöst, :2,149 Bromisobutenylbromid (Berichte der Russisch-Chemischen Gesellschaft, Bd. 46y S. i x4) zugegeben und bei 3o bis 4o'° kräftig gerührt. Nach kurzer Zeit bereits beginnt die Ausscheidung der disubstituiertenBarbitursäuren, die bei weiterem Rühren ständig zunimmt. Man saugt ab und trocknet bei niederer Temperatui. Aus denn. wässerigen Filtrat kann durch Ansäuern noch eine kleine Menge nicht umgesetzter Isopropylbarbitursäure wiedergewonnen werden... Das abgesaugte Reaktionsprodukt wird der. fraktionierten Kristallisation aus verdünntem Methylalkohol unterworfen ündkann hierbei in zwei Verbindungen, von denen die eine bei 13p bis z31', die andere bei 18o bis 182° schmilzt, zerlegt werden, welche offenbar stereoisomere Formen derIsopropylüromisobutenylbgrbitursäure darstellen'. - Die Verbindung vom Schmelzpunkt 13o bis i3@r' enthielt 26,3z °/a Brom (nach Liebig), -diejenige vom Schmelzpunkt i8o bis 182° 26,010 1o Brom, gegenüber der theoretischen Menge von 26,39 °/a.
  • Beispiel 2 Äthylbromis9butenylba.xbitursäur.en Eine Lösung von 156 g.Äthylbarbitursäure in 11 Normalkalilauge wird bei niederer Temperatur mit 2x4 9 Bromisobutenylbromid 8 Stunden verrührt:_ Das ausgeschiedene Reaktionsprodukt wird nach dem Absaugen fraktioniert kristallisiert und hierbei: in zwei Verbindungen zerlegt, von denen .die eine bei
    i3@s bis i36°, die andere bei 194 bis i96°
    schmilzt. Auch hier handelt es sich offenbar
    um stereoisomere Formen der Äthylbromiso-
    butenylbarbitursäure. Die Verbindung vom
    Schmelzpunkt 135 bis 136° enthielt :27,70'/,
    Brom, diejenige vom Schmelzpunkt 194 bis
    196° zeigte einen Gehalt von 27,75 °lo Brom,
    gegenüber der theoretischen Menge von
    27,67 °/o Brom.
    Beispiel 3
    168g Monoallylbarbitursäure werden in
    z 1 Normalnatronlauge gelöst, worauf man
    die Flüssigkeit mit 2z4 g Bromisobutenyl-
    bromid ioStunden verrührt. Hierauf wird ab-
    gesaugt und das Rohprodukt mittels Durch-
    blasen von Wasserdampf von anhaftendem
    Bromisobutenylbromid befreit. Zur weiteren
    Reinigung wird das Reaktionsprodukt in ver-
    dünnter Lauge gelöst und durch Einleiten von
    Kohlensäure wieder ausgefällt. Nach Um-
    kristallisieren aus verdünntem Methylalkohol
    zeigt die ,Allylbromisobutenylbarbitursäure
    den Schmelzpunkt iii- bis 113°.
    Beispiel 4
    5-Bromisobutenyl-5-phenyl-
    barbitu.rsäure
    Eine Lösung von Zoo g 5-Plicnylbarbitur-
    säure in 11 Noxmalkalilatige wird bei etwa
    50° 6 -Stunden mit 2149 Bromisobutenyl-
    bromid verrührt. .Hierauf wird abgesaugt,
    das geaktionsprodukt mit Wasser gewaschen
    und durch Verreiben mit Leichtbenzin. von
    anhaftendem Bromisolbutenylbronnid befreit.
    Nach ITmkristai)jsieren aus wäsßerigern
    Methanol schmilzt die Substanz bei 2o6 bis
    2o&°. Die Verbindung enthielt 24,5 °% Brom
    (Theorie 24,6 °/o).

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von C, C-disubstituierten Abkömmlingen der Barbiturs4ure der allgemeinen Zusammensetzung in welchen RI. den Bromisobutenylrest und R.2 ;einen aliphatischen .oder aroma- tischen Rest darstellt, dadurch. gekenn- zeichnet, daß man nach bekannten Me- thq4en in Barbltursäure beide oder in die durch einen der oben beschriebenen Reste (Ri bzw. R2) substituierten Barbitur- säuren den zweiten Rest (R2 bzw. R1) ein- führt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daB man C, C-disubstituierte Abkömmlinge der Malonsäure der Formel in welcher R1 und R2 dieselben Reste wie im Anspruch i darstellen sollen, oder ihre Abkömmlinge nach den für den Pyrimidinringschluß üblichen Methoden in die entsprechenden C, C-disubstituierten Barbitursäuren überführt.
  3. 3. Verfahren nach, Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man im Falle der Einführung des Bromisobutenylrestes in die Barbitursäure bzw. deren C-Monosubstitutionsprodukte oder in die Malonsäure bzw. deren Monosubstitutionsprodukte und Derivate von i, 2, 3-Tribromisobutan ausgeht, ohne vorher das erforderliche ungesättigte Dibromid abzutrennen.
DEC46245D 1932-04-01 1932-04-01 Verfahren zur Herstellung von C, C-disubstituierten Abkoemmlingen der Barbitursaeure Expired DE629373C (de)

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