DE629341C - Maschine zum Tiefersetzen von Pflanzen - Google Patents

Maschine zum Tiefersetzen von Pflanzen

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DE629341C
DE629341C DESCH98580D DESC098580D DE629341C DE 629341 C DE629341 C DE 629341C DE SCH98580 D DESCH98580 D DE SCH98580D DE SC098580 D DESC098580 D DE SC098580D DE 629341 C DE629341 C DE 629341C
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FRIEDRICH SCHROEDER STRANZ DR
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01CPLANTING; SOWING; FERTILISING
    • A01C11/00Transplanting machines
    • A01C11/04Transplanting machines for deeper setting or shifting of plants

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Transplanting Machines (AREA)

Description

Um Pflanzen an Ort und Stelle tiefer zu setzen, pflegt man den die Pflanzenreihen tragenden Erdstreifen nach geeigneten vorbereitenden Maßnahmen, beispielsweise nach Unterhöhlung, mitsamt den Pflanzen durch besondere Vorrichtungen herabzudrücken. Hierbei nimmt somit das die Pflanzenwurzeln umgebende Erdreich an der Vertiefung teil. Dies ist insofern nachteilig, als die PfLanzenwurzeln trotz der Vertiefung stets in dem gleichen Erdreich bleiben. Es ist deshalb besser, in gleichfalls bekannter Weise die Vertiefung der Pflanzen unter gleichzeitiger Erneuerung des die Wurzeln umgebenden Erdreichs zu bewirken. Man erhält dadurch eine Angleichung an das ideale Verfahren der Gartenbautechnik, wo junge Pflanzen vollständig aus ihrem Erdreich herausgenommen und in neues Erdreich unter entsprechender Vertiefung eingepflanzt werden.
Die Erfindung bezieht sich auf solche Maschinen, bei denen das Tiefersetzen der Pflanzen durch Eindrücken in den Boden an Ort und Stelle nach vorhergehender Lockerung
«5 des Erdreichs erfolgt. Sie weist zu diesem Zweck die bekannten federnden Zinken auf, wie sie z. B. zur Lockerung des Erdreichs zwischen den Pflanzenreihen benutzt werden. Die Erfindung besteht nun in einer derartigen Anordnung der federnden Zinken, daß sie gegen die Pflanzen zu wirksam werden. Dadurch, daß die Zinken also nicht mehr in der üblichen Weise mit ihren Schwingungsebenen in der Bewegungsrichtung der Maschine angeordnet sind, wird die lockernde Wirkung der Zinken in vollem Umfang auf das die Pflanzenwurzeln unmittelbar umgebende Erdreich ausgedehnt, ohne daß die Wurzeln selbst von den Zinken berührt werden. Infolgedessen wird das die Wurzeln umgebende Erdreich in wesentlich vollkommenerem Maße gelockert, verschoben und dadurch erneuert.
Man hat schon versucht, das Erdreich von den tiefer zu setzenden Pflanzen auf maschinellem Wege loszulösen, indem man beispielsweise den die Pflanzen tragenden Erdstreifen über ein gekrümmtes Förderband leitete, auf dem der Erdstreifen zerbröckelte. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß eine einwandfreie Führung des Pflanzenstreifens auf dem Förderband nur schwer möglich ist.
Um die Zinken gegen die Pflanzenreihe zu wirksam werden zu lassen, ordnet man sie zweckmäßig in zur Fortbewegungsrichtung der Maschine schräg liegenden Schwingebenen an. Beispielsweise kann man mehrere symmetrisch zur Pflanzenreihe liegende Zinkenpaare hintereinander in verschiedenem, nach hinten zunehmendem Winkel zur Bewegungsrichtung der Maschine derart anordnen, daß der Abstand der Spitzen der Zinkenpaare nach hinten zu abnimmt. Auf diese Weise wird das Erdreich zunächst in größerer Entfernung von den Pflanzenwurzeln gelockert, so daß die
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Lockerung und Loslösung ■ des die Pflanzenwurzeln unmittelbar umgebenden Erdreichs ohne große Erschütterungen und mit geringem Widerstand vor sich, gehen kann, wödurch wiederum die Pflanzenwurzeln geschönt werden.
Hinter den Zinken können Lockerungsgeräte angeordnet sein, die das von den Wurzeln losgelöste Erdreich zerkrümeln. Diese ίο bestehen vorteilhaft in bekannter Weise aus fingerartigen Zinken, die von einem unterhalb der Bodenoberfläche entlang geführten waagerechten Schar ausgehen.
Die Zeichnung veranschaulicht zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung, und zwar zeigt
Abb. ι schematisch und in Seitenansicht eine Vertiefungsmaschine,
Abb. 2 einen Schnitt nach Linie 2-2 in Abb. i,
Abb. 3 eine abgeänderte Ausführungsförm und
Abb. 4 eine Seitenansicht einer Druckrolle. Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 1 sitzen an dem auf Rädern α gelagerten Maschinenrahmen b Lockerungswerkzeuge, die aus mehreren gekrümmten und an ihren Enden abgeplatteten federnden Zinken c bestehen. Diese sind, wie besonders Abb. 2 erkennen läßt, so angeordnet, daß sie beiderseits der durch eine strichpunktierte Linie angegebenen Pflanzenreihe in den Boden eingreifen, Das vordere Paar der Zinkene befindet sich in verhältnismäßig großem Abstand von der Pflanzenreihe und greift nicht übermäßig tief in den Boden hinein. Das mittlere Paar ist derart schräg angeordnet, daß auch der dicht neben den Pflanzen liegende Teil des Bodens aufgelockert wird. Das letzte Paar der Zinken endlich ist derart schräg angeordnet und gekröpft, daß auch der unterhalb der Pfianzenwurzeln, befindliche Bereich des Erdreichs gelockert wird. Um die Lockerung noch zu verstärken, sind hinter den Zinkene weitere Werkzeuge angeordnet. Diese bestehen in Abb. ι und 2 aus finger artigen Zinken dj die nebeneinander angeordnet sind und an einem schräg verlaufenden, unterhalb der Bodenoberfläche arbeitenden Schare sitzen. Dieses wird seinerseits von einem Sech/ getragen, das mit einem besonderen Messer- versehen ist, um das Eindringen in den Boden zu erleichtern. Es können mehrere Werkzeuge, die je aus einem mit Zinkend besetzten Schare bestehen, hintereinander, gegebenenfalls ver· setzt angeordnet sein.
Durch die Zinken c und d wird der Boden in der Umgebung der Pflanzen so vollständig gelockert, daß sich das Erdreich auch von dem Pflanzenkörper, insbesondere den Wurzeln, gänzlich löst. Die Folge ist; daß die Pflanzen ohne Zuhilfenahme besonderer Werkzeuge gegenüber dem umgebenden Erdreich herabsinken. Man beobachtet dabei, daß sie ihre senkrechte Lage im wesentlichen beibehalten, also nicht umstürzen. Besondere Vertiefungswerkzeuge sind bei der Ausführung nach Abb. 1 und 2 nicht erforderlich. Die hinter den Zinken a! angeordnete Druckrolle h hat lediglich den Zweck, die Kapillarität im Boden wiederherzustellen. Sie besteht, wie Abb. 4 zeigt, aus mehreren mit Abstand nebeneinander angeordneten,;verhältnismäßig schmalen Scheiben η auf einer Achse o. Diese stellen die Kapillarität nur an den mit ρ be-. zeichneten Stellen her und lassen Streifenstehen, die luftdurchlässig sind.
Nach dem Tiefersetzen stehen die Pflanzen in einer Furche, die später eingeebnet werden muß, um die Pflanzen in der gewünschten Weise mit Erdreich zu ummanteln. Bei der gezeichneten Maschine wird das Einebnendes Bodens nach dem Tiefersetzen dadurch umgangen, daß durch besondere Häufelwerkzeuge, z. B. Häufelscheiben/, die vor den Zinken c arbeiten, die Pflanzen vor dem Tiefersetzen mit Erde behäufelt werden. Die Pflanzen stehen also vor dem Tiefersetzen auf : kleinen Wällen, und diese werden beim Tiefersetzen so weit herabgedrückt, daß sich am Schluß eine etwa ebene Ackerfläche vorfindet. Dieses Verfahren hat u. a. den Vorteil, daß die zur Herstellung der Kapillarität dienende Druckrolle h die Pflanzen nicht beschädigen kann, da ja nur die obersten Spitzen der Blätter aus dem Erdreich herausragen.
Beim Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 dienen zur Lockerung des Bodens wieder Zinkene der in Abb. 1 und 2 .gezeichneten Art. Diese Zinken sind so ausgebildet und angeordnet, daß sie selbst Erdreich aus dem Boden ausheben und um die Pflanzen herum ansammeln. Dadurch werden besondere Häufelgeräte, wie die Scheiben I in Abb. 1 und 2, überflüssig, Hinter den Zinken c sind in 10g Abb. 3 besondere Einrichtungen zum Tiefersetzen angeordnet. Sie bestehen aus einem maulwurfartigen Verdränger k und einer Druckrolle m.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Maschine zum Tiefersetzen von Pflanzen durch Eindrücken in den Boden an Ort und Stelle nach vorhergehender Lokkerung des Erdreichs um die Pflanzen durch federnde Zinken, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung der federnden Zinken, daß sie gegen die Pflanzenreihe zu wirksam werden.
2. .Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die federnden Zinken
in zur Bewegungsrichtung der Maschine schräg liegenden Schwingebenen angeordnet sind.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere symmetrisch zur PfLanzenreihe liegende Zinkenpaare hintereinander in verschiedenem, nach hinten zunehmendem Winkel zur Bewegungsrichtung der Maschine angeordnet sind und daß der Abstand der Spitzen der Zinkenpaare nach hinten zu abnimmt.
4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch hinter den Zinken angeordnete Lockerungsgeräte, die das Erdreich zerkrümeln.
5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zusätzlichen Lokkerungsgeräte in an sich bekannter· Weise aus fingerartigen Zinken bestehen, die von einem unterhalb der Bodenoberfläche entlang geführten waagerechten Schar ausgehen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DESCH98580D 1932-08-13 1932-08-13 Maschine zum Tiefersetzen von Pflanzen Expired DE629341C (de)

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