DE629112C - Verkupferung nahtloser Rohre - Google Patents
Verkupferung nahtloser RohreInfo
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Classifications
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- C23C—COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
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Description
Den Erfindungsgegenstand bilden verkupferte Stahlrohre als einwandfreier Ersatz
für Kupferrohre. Es handelt sich um die Verkupferung von fertigen nahtlosen oder geschweißten
Stahlrohren.
Die galvanische Verkupferung von fertigen Rohren ist nicht immer anwendbar. Sie
macht besonders bei engen Rohren Schwierigkeiten, wo eine Anode in das Rohr nicht eingeführt
werden kann, da der Abstand zwischen Anode und Rohrwand zu gering ist. Man ist hier an bestimmte Abstände von ungefähr
50 mm zwischen Anode und Kathode gebunden, so daß nur Rohre von 100 mm
lichter Weite an aufwärts auf galvanischem Wege einwandfrei verkupfert werden können.
Erfindungsgemäß wird ein besonders vorbereitetes Stahlrohr im Schmelzofen mit Kupfer überzogen. Die Vorbereitung besteht
au darin, dal.» man nach Fig. 1 in das Stahlrohr a,
das verkupfert werden soil, einen schraubenförmig gewickelten Kupferdraht b einführt.
Dieser Draht von rundem Querschnitt hat
. einen Außendurchmesser seiner Windung von
as der gleichen Größe wie der Innendurchmesser
des .Stahlrohres. Er ist schraubenförmig gewickelt, damit er sich auf seiner ganzen
Länge innig an die Innenwand des Stahlrohres anlegt und so eine ununterbrochene
metallische Berührung mit der Rohrwand herbeiführt. Auf diese Weise wird das Kupfer
im Ofen während des Schmelzprozesses so zerfließen, daß es die ganze Innenwand des
Stahlrohres gleichmäßig benetzt, weil während der Verflüssigung des Kupfers an jeder
Stelle die innige Berührung mit der Stahlrohrwand
gewahrt ist. Will man die Außenwand des Rohres verkupfern, so geht man in der gleichen Weise vor. Sie wird mit der
Kupferdrahtschraube c umgeben, deren innerer Windungsdurchmesser nunmehr dem
Außendurchmesser des Stahlrohres entspricht. Das Schweißmittel, welches hauptsächlich
aus Borax, in Wasser gelöst, besteht, wird in flüssigem Zustande aufgetragen. Es
wird sich auf Grund der Adhäsion in größerer Menge um die Rundung des Drahtes und insbesondere
in den Fugen zwischen Rohrwand und Berührungslinie des Drahtes festsetzen als an den glatten Oberflächen. Dadurch wird
das Schweißmittel gerade an die Stelle gebracht, wo es hingehört.
Das so vorbereitete Rohr wird nun in einen Ofen gebracht, welcher die Schmelztemperatur
des Kupfers hat und zweckmäßig unter reduzierender Atmosphäre steht, um Zunderbildung
zu vermeiden. Je nach der Stärke des Kupferdrahtes kann der Kupferniederschlag vergrößert oder verkleinert werden
und so eine stärkere oder schwächere Verküpferung erzielen. Die Kupferschicht kann
also in ihrer Dicke geregelt werden einerseits dadurch, daß man den Draht dicker oder
dünner wählt, andererseits aber auch dadurch, daß man die Schraubenwindungen des Drahtes
enger oder weiter legt. Wird ein äußerst sparsamer oder dünner Kupferüberzug gewünscht,
so befördert man das Stahlrohr in
Richtung einer schiefen Ebene durch den Ofen. Der Kupferdraht verflüssigt und zer,-fiießt,
so'daß die ganze Wand, die Innen- oder die Außenwand, des Stahlrohres gleichmäßig
benetzt wird und in. innige metallische Berührung mit dem Kupfer tritt. An Kupfer bleibt
nur so viel auf der Wand haften, als es der Adhäsion der Metalle entspricht. Das überflüssige
Material fließt infolge der Schräglage des Rohres nach abwärts ab und läuft
am unteren Ende desselben ab. Auf diese Weise wird ein sehr dünner Metallüberzug erreicht.
•Bei diesem Verfahren muß allerdings damit gerechnet werden, daß auf der Oberfläche
immer noch einige, wenn auch sehr kleine porige Stellen z. B. durch Blasenbildung entstehen
können. Um auch diese zu entfernen, wird das Rohr nachträglich in abgekühltem
Zustande einem Nachziehverfahren unterworfen. Das verkupferte und erkaltete Rohr
wird also von einem größeren Durchmesser auf einen kleineren nachgezogen, weil dadurch
der kupferne Überzug molekular so zusammengedrängt wird, daß eine Oberflächenverdichtung
entsteht, welche die Kupfermoleküle vollständig gleichmäßig verteilt und porige Stellen zum Verschwinden bringt.
Claims (3)
1. Verkupferung von nahtlosen oder geschweißten
Stahlrohren innerhalb eines Schmelzofens in reduzierender Atmosphäre, dadurch gekennzeichnet, daß vor
der Beschickung des Ofens an die Innen- oder Außenwand des Stahlrohres Kupferdraht
in Schraubenform gut anschließend angelegt und die zu überziehende Fläche mit einem Flußmittel überzogen wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verkupferten
Rohre in kaltem Zustande auf einen kleineren Durchmesser nachgezogen werden.
3. Verkupfertes Stahlrohr, das nach dem Verfahren des Anspruchs 1 oder der
Ansprüche 1 und 2 hergestellt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB170328D DE629112C (de) | 1935-07-05 | 1935-07-05 | Verkupferung nahtloser Rohre |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB170328D DE629112C (de) | 1935-07-05 | 1935-07-05 | Verkupferung nahtloser Rohre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE629112C true DE629112C (de) | 1936-04-23 |
Family
ID=7006535
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB170328D Expired DE629112C (de) | 1935-07-05 | 1935-07-05 | Verkupferung nahtloser Rohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE629112C (de) |
-
1935
- 1935-07-05 DE DEB170328D patent/DE629112C/de not_active Expired
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