DE655552C - Verkupferung nahtloser Rohre - Google Patents
Verkupferung nahtloser RohreInfo
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Classifications
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Description
Den Erfindungsgegenstand bilden verkupferte Stahlrohre als einwandfreier Ersatz für
Kupferrohre. Es handelt sich um die Verkupferung von fertigen nahtlosen oder ge-S
schweißten Stahlrohren. Erfindungsgemäß wird in das Stahlrohr, das verkupfert werden
soll, ein schraubenförmig gewickelter Kupferdraht eingeführt. Das so vorbereitete Rohr
wird in einen Ofen gebracht und hier während des Schmelzvorganges in eine Drehbewegung
versetzt, und zwar wird es in dem Ofen, der eine Temperatur über dem Schmelzpunkt
des Kupfers hat und der zur Vermeidung der Zunderbildung zweckmäßig unter reduzierender Atmosphäre steht, um seine
Längsachse gedreht, während das Kupfer' schmilzt.
Das Drehen von Rohren beim schmelzflüssigen Überziehen ist bereits bekannt. Die
Verwendung einer Drahtspirale beim Aufbringen von Kupferüberzügen auf Rohre ist an sich nicht Gegenstand der Erfindung, sondern
allein die Vereinigung dieser beiden Merkmale.
as Durch die Drehung wird das schmelzende
Kupfer gegen die Innenwand des Rohres geschleudert und platt gedrückt. Je nach der
Stärke des Kupferdrahtes kann der Kupferniederschlag vergrößert oder verkleinert und
auf diese Weise die Kupfermenge so bemessen werden, wie es einer stärkeren oder schwächeren
Verkupferung entspricht, sei es, daß man den Kupferdraht dicker oder dünner wählt, oder sei es, daß man die Schraubenwindungen
des Drahtes enger oder weiter legt. Durch die Drehung des Rohres wird das flüssige Kupfer gegen die Innenwand des
Rohres geschleudert und platt angedrückt. Dadurch entsteht ein äußerst sparsamer und
dünner Kupferüberzug. Denn einerseits zerfließt das Kupfer im Schmelzofen, so daß die
ganze Innenwand des Stahlrohres gleichmäßig benetzt wird, andererseits bewirkt die Schleuderbewegung
des umlaufenden Rohres, daß der Fluß des Kupfers an der Rohrwand denkbar gleichmäßig wird, daß der Überzug selbst
dichter wird und daß eine innige metallische Berührung zwischen Kupfer und Stahlrohrwand
stattfindet. Wo es ratsam erscheint, wird man den Vorgang dadurch unterstützen, daß man die Rohrachse schräg stellt. Der
überflüssige Werkstoff fließt dann infolge der Schräglage des Rohres nach abwärts und
läuft am unteren Ende desselben an. Dabei wird durch Drehung verhütet, daß er sich
etwa am unteren Ende ansetzt und einen stärkeren Überzug ergebe. Die Drehzahl des
Rohres bewegt sich dabei zweckmäßig zwischen 1500 bis 2000 Umdrehungen in der
Minute.
Bei diesem Verfahren muß allerdings damit gerechnet werden, daß auf der Oberfläche
immer noch einige, wenn auch sehr kleine poröse Stellen z. B. durch Blasenbildung
entstehen können. Um auch diese zu entfernen, wird das Rohr nachträglich in abgekühltem Zustande einem Nachziehprozeß
unterworfen. Das \rerkupferte und
erkaltete Rohr wird also von einem größeren Durchmesser auf einen kleineren
nachgezogen, weil dadurch der kupferne Überzug molekular so zusammengedrängt'^
wird, daß eine Oberflächenverdichtung erit-> steht, welche die Kupfermoleküle vollständig«:
gleichmäßig verteilt und poröse Stellen zum A^erschwindeii bringt.
Der Vorgang ist in der Zeichnung sche-
matisch dargestellt. :
• Die Fig. ι und 2 stellen das Rohr mit eingelegter
Kupferdrahtschraube dar.
Fig. 3 zeigt die Wanderung des Rohres durch den Schmelzofen.
In den Fig. 1 und 2 ist in das .Stahlrohr a,
das verkupfert werden soll, der schraubenförmig gewickelte Kupferdraht b eingeführt.
Dieser Draht von rundem Querschnitt hat einen Außendurchmesser seiner Windung von
der gleichen Größe wie der Innendurchmesser des Stahlrohres. Er ist schraubenförmig ge-.
wickelt, damit er sich auf seiner ganzen Länge innig an die Innenwand des Stahlrohres
anlegt und so eine ununterbrochene metallische
Berührung mit der Rohrwand herbeiführt. Auf diese Weise wird das Kupfer im Ofen während des Schmelzprozesses so zerfließen,
daß es die ganze Innenwand des Stahlrohres gleichmäßig benetzt, weil während
der Verflüssigung des Kupfers an jeder Stelle die innige Berührung mit der Stahlrohrwand
gewahrt ist. · Das" -Schweißmittel, welches hauptsächlich aus Borax, in Wasser ' gelöst, besteht, wird in flüssigem Zustande
aufgetragen. Es wird sich auf Grund der Adhäsion in größerer Menge um die Rundung
des Drahtes und insbesondere in den Fugen zwischen Rohrwand und Berührungslinie des Drahtes festsetzen als an den glat-
ten Oberflächen. Dadurch, wird das Schweißmittel gerade an die Stelle gebracht, wo es
hingehört. .
Das Stahlrohr c (Fig. 3), das in mehreren Lagen nebeneinandergelegt werden kann, wird
irt waagerechter oder schräger Lage durch die Muffel d des Heizofens e geschoben. Das
Rohr c wird in Drehbewegung versetzt, die ihm vom Motor / erteilt wird. Dieser ist auf
dem Support h befestigt, der durch eine von
dem Motor g angetriebene Leitspindel i seinen
Vorschub erhält. Er schiebt das Rohr unter mechanischer Berücksichtigung seiner -Schräglage- mit einer Geschwindigkeit durch
%?i Öfen, welche der Zeit entspricht, die
ig ist, um das Kupfer einwandfrei zum lmelzen zu bringen. Beim Ausgang aus dem Schmelzofen nimmt eine Führung das
\'erkupferte Rohr auf und führt es weiter. Der Vorschub und die Drehbewegung des
Stahlrohres kann statt nach der Arbeitsweise einer Drehbank auch auf beliebige andere
Weise erfolgen. So kann man ganze Lagen von Rohren über Walzen laufen lassen, die
teils die Vorschub- teils die Drehbewegung hervorrufen. .
Claims (4)
1. Verkupferung von nahtlosen oder geschweißten Stahlrohren innerhalb eines
Schmelzofens mit reduzierter Atmosphäre, dadurch gekennzeichnet, daß an die Innenwand
des Stahlrohres (c) Kupferdraht in Schraubenform gut anschließend angelegt,
die zu verkupfernde Fläche mit einem Flußmittel überzogen und das Ganze im Ofen oder beim Durchgang durch denselben
in Drehung versetzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die verkupferten
Rohre in kaltem Zustande auf einen kleineren" Durchmesser nachgezogen wer- *
■ den. - ' >
3. Vorrichtung zur Verkupferung von Stahlrohren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Drehbewegung des Rohres (_c) durch einen Motor (/) hervor-,
< gebracht wird, der mitsamt der Antriebsvorrichtung für diese Drehbewegung auf
"einem Support (K) sitzt, der von einem Motor (g·) auf einer Leitspindel (i) seinen Q0
Vorschub erhält. .. t,'
4. Vorrichtung zur Verkupferung von Stahlrohren nach Anspruch 1, dadurch,
gekennzeichnet, daß der Vorschub des Stahlrohres (c) durch eine Walze oder
Walzengruppe und die Drehbewegung des-· ; selben durch eine andere Wälze oder Walzengruppe
erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB171870D DE655552C (de) | 1935-11-20 | 1935-11-20 | Verkupferung nahtloser Rohre |
| FR798363D FR798363A (fr) | 1935-11-20 | 1935-11-28 | Procédé de cuivrage de tubes sans soudure |
| BE421618A BE421618A (de) | 1935-11-20 | 1937-05-19 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB171870D DE655552C (de) | 1935-11-20 | 1935-11-20 | Verkupferung nahtloser Rohre |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE655552C true DE655552C (de) | 1938-01-18 |
Family
ID=7006884
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB171870D Expired DE655552C (de) | 1935-11-20 | 1935-11-20 | Verkupferung nahtloser Rohre |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE421618A (de) |
| DE (1) | DE655552C (de) |
| FR (1) | FR798363A (de) |
-
1935
- 1935-11-20 DE DEB171870D patent/DE655552C/de not_active Expired
- 1935-11-28 FR FR798363D patent/FR798363A/fr not_active Expired
-
1937
- 1937-05-19 BE BE421618A patent/BE421618A/fr unknown
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR798363A (fr) | 1936-05-15 |
| BE421618A (de) | 1937-06-30 |
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