DE628994C - Elektrischer Schwingankermotor - Google Patents
Elektrischer SchwingankermotorInfo
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- DE628994C DE628994C DES107983D DES0107983D DE628994C DE 628994 C DE628994 C DE 628994C DE S107983 D DES107983 D DE S107983D DE S0107983 D DES0107983 D DE S0107983D DE 628994 C DE628994 C DE 628994C
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- armature
- spring
- oscillating
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K33/00—Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system
- H02K33/02—Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system with armatures moved one way by energisation of a single coil system and returned by mechanical force, e.g. by springs
- H02K33/04—Motors with reciprocating, oscillating or vibrating magnet, armature or coil system with armatures moved one way by energisation of a single coil system and returned by mechanical force, e.g. by springs wherein the frequency of operation is determined by the frequency of uninterrupted AC energisation
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Power Engineering (AREA)
- Reciprocating, Oscillating Or Vibrating Motors (AREA)
Description
Elektrische Schwingankermotoren können
in der Regel nur zum Antrieb von Arbeitsmaschinen mit verhältnismäßig geringem
Energiebedarf verwendet werden, solange der Schwinganker während jeder Wechselstromhalbwelle
eine volle Schwingung, d. h. bei einem. 5operiodigen Wechselstrom in der Sekunde
100 Schwingungen, ausführt. Es sind nun Schwingankermotoren bekanntgeworden,
ίο bei denen diese Schwingungszahl auf die
Hälfte herabgesetzt wird. Es läßt sich dies beispielsweise dadurch erreichen, daß der
Schwinganker magnetisch polarisiert wird. Ein anderes Mittel der Reduzierung der Schwingungszahl
besteht darin, daß eine besondere Anordnung der elastischen Federkräfte gewählt
wird, die den Anziehungskräften des Magnets entgegenwirken. Die elastischen Kräfte werden zu dem Zweck derart ausgebildet,
daß sich der Anker in der neutralen Stellung, d.h. wenn die Ankerpole genau gegenüber
den Magnetpolen stehen, in einem labilen Gleichgewicht befindet, und daß der Anker
bei jedem Impuls des ihn bewegenden wechselstromerregten Magnets von einer stabilen
Gleichgewichtslage über die labile Gleichgewichtslage in eine zweite stabile Lage schwingt.
Durch diese Anordnung wird es möglich, daß der Schwinganker während einer Halbperiode
des Wechselstromes, mithin bei jedem auf ihn ausgeübten magnetischen Kraftimpuls, von
seiner einen Grenzlage in die andere Grenzlage schwingt, daß er also während der
Halbperiode des Wechselstroms nur eine halbe Schwingung ausführt. Während der nächsten
Halbperiode kehrt er wieder in die Ausgangslage zurück, und so fort.
Gegenstand der Erfindung ist ein nach dem letztgenannten Prinzip aufgebauter Schwingankermotor,
der bekannten Anordnungen gegenüber den Vorteil einer besonders zweckmäßigen Feder- und Ankeranordnung hat.
Erfindungsgemäß liegt der Drehpunkt des Ankers zwischen dem Festpunkt einer Feder
und dem Angriffspunkt derselben am Anker, wobei die Feder derart bemessen ist, daß sie
in der magnetisch neutralen Lage des Ankers gespannt und bei einem bestimmten Ausschlagswinkel
des Ankers entspannt ist. Die neue Schwingankeranordnung ergibt sehr einfache mechanische Teile und eine in sich geschlossene
und daher wenig Raum beanspruchende Konstruktion.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Der in den
Fig. ι bis 3 dargestellte Schwingankermotor ist als Drehmagnet ausgebildet. Die Fig. 1
und 2 zeigen in Ansicht und im Schnitt eine Schwingankeranordnung, bei der die Federn
außerhalb der Ebene des Ankereisens liegen, während bei der Anordnung nach Fig. 3 die
für die Rückstellung des Ankers notwendige
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Hans Kleniperer in Berlin-Charlottenburg.
Zugfeder in das Innere des Ankereisens ver
legt ist.
Bei beiden in der Zeichnung dargestellten Anordnungen ist zwischen den Polen des feststehenden
Teiles ι des Magnets der Anker angeordnet, der um eine Achse 3 drehbar gelagert
ist. Der Magnetkraft wirkt eine Feder 4 entgegen, die gemäß der Erfindung so angeordnet ist, daß der Drehpunkt 3 des
Ankers 2 zwischen den Befestigungspunkten ,5 und 6 der Feder liegt. Dabei befindet sich
der Befestigungspunkt 5 an dem Querjoch des Magnets, während der Befestigungspunkt 6
an dem drehbaren Anker angebracht ist, In der aus Fig. 1 ersichtlichen Lage des
Ankers 2 möge sich die Feder 4 im entspannten Zustande befinden. Bei jeder Abweichung
des Ankers von dieser Lage wird von der Feder 4 eine Kraft ausgeübt. Dreht sich der
Anker nach rechts,, d, h. wird er von dem Magnet angezogen, so entsteht in der Feder eine
zwischen den Punkten 5 und 6 wirkende Zugspannung. Bewegt sich der Anker dagegen in
der entgegengesetzten Richtung, so übt die »■5 Feder eine Druckkraft zwischen den Punkten
S und 6 aus, durch die verhindert wird, daß der Anker über einen bestimmten Winkel
hinausschwingt. Die magnetisch neutrale Lage;, bei der die Punkte 5, 3 und 6 in einer
Geraden, d. h. in der Achse der Feder 4, liegen, ist eine labile Gleichgewichtslage des
Ankers, während die in Fig. 1 gezeichnete * Stellung und die entsprechende Stellung nach
dem Ausschlag des Ankers nach der anderen Seite stabile Gleichgewichtslagen sind.
Will man die Feder 4 von der wechselnden Zug- und Druckbeanspruchungj die bekanntlich
für die Lebensdauer der Feder ungünstig ist, befreien, so kann man noch eine zusätzliehe
Feder/ anordnen, welche zwischen dem Punkt 6 an dem Anker 2 und einem Punkt 8 an dem gegenüberliegenden Pol des Magnets
gespannt ist. Diese Feder ist so bemessen, daß sie die Grenzlage des Ankers, mithin die
Ausschlagweite, bestimmt. Beide Federn können dann so 'bemessen werden, daß die. eine
nur auf Druck und die andere nur auf Zug beansprucht wird. Wie bei Schwingankerantrieben
üblich, werden die beweglichen Massen und die Federn des Schwingankers zweckmäßig
auf Resonanz abgestimmt, und es wird dafür gesorgt, daß die Dämpfung nicht zu groß ist.
Die Federn des Schwingankers können räumlich bzw. konstruktiv verschieden ausgebildet
und befestigt sein. Wie aus Fig. 2 hervorgeht, kann man die Federn beispielsweise
auf der einen Seite des Ankers anordnen, so daß sich die Federn, frei über die Drehachse
3 hin und her bewegen können. Naturgemäß kann man auch Federn zu beiden Seiten des Ankers anordnen.
Eine andere Ausführungsmöglichkeit ist in Fig. 3 dargestellt. Die einzelnen Teile des
Schwingankers sind wie in den Fig. 1 und 2 bezeichnet. In diesem Falle liegt die Feder 4
innerhalb des in geeigneter Weise hohl ausgebildeten Ankers 2. Gegebenenfalls ließe sich
auch bei dieser Ausführungsform noch die in 'den Fig. 1 und 2 angegebene Zusatzfeder 7
einbauen.
Claims (5)
1. Elektrischer Schwingankermotor, bei
dem der Anker symmetrisch unter den feststehenden Polen hin und her schwingt und in seiner magnetisch neutralen Lage
durch eine Feder eine labile Gleichgewichtslage erhält, dadurch gekennzeichnet,
daß der Drehpunkt (3) des Ankers (2) zwischen dem Festpunkt (5) einer Feder (4) und dem Angriffspunkt (6) derselben
am Anker (2) liegt und daß die Feder derart bemessen ist, daß sie bei einem bestimmten
Ausschlagwinkel des Ankers entspannt ist.
2. Schwingankermotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Zwecke
der Entlastung der Hauptfeder (4) eine 9" Zusatzfeder (7) vorgesehen ist, durch die
der Ausschlag des Ankers begrenzt wird.
3. Schwingankermotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß Haupt- und
Zusatzfeder (4 und 7) an dem Anker am gleichen Punkt angreifen und daß die Achse der als Schraubenfeder ausgebildeten
Zusatzfeder (7) in der Verlängerung der Achse der Hauptfeder (4) liegt (bezogen auf die neutrale Lage des Ankers).
4. Schwingankermotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federn
auf einer oder beiden Seiten außerhalb der Ebene des Ankers angeordnet sind,
so daß sie sich über den Drehpunkt des Ankers frei hin und her bewegen (Fig. 2).
5. Schwingankermotor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der Anker hohl ausgebildet ist und daß die Federn in
dem Hohlraum angeordnet sind (Fig. 3).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES107983D DE628994C (de) | 1933-01-21 | 1933-01-21 | Elektrischer Schwingankermotor |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES107983D DE628994C (de) | 1933-01-21 | 1933-01-21 | Elektrischer Schwingankermotor |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE628994C true DE628994C (de) | 1936-04-21 |
Family
ID=7528496
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES107983D Expired DE628994C (de) | 1933-01-21 | 1933-01-21 | Elektrischer Schwingankermotor |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE628994C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1265868B (de) * | 1959-07-13 | 1968-04-11 | Automatic Switch Co | Elektrischer Schwingankermotor |
-
1933
- 1933-01-21 DE DES107983D patent/DE628994C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1265868B (de) * | 1959-07-13 | 1968-04-11 | Automatic Switch Co | Elektrischer Schwingankermotor |
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