DE62827C - Pferdegeschirr - Google Patents
PferdegeschirrInfo
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- DE62827C DE62827C DENDAT62827D DE62827DA DE62827C DE 62827 C DE62827 C DE 62827C DE NDAT62827 D DENDAT62827 D DE NDAT62827D DE 62827D A DE62827D A DE 62827DA DE 62827 C DE62827 C DE 62827C
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- Expired - Lifetime
Links
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B68—SADDLERY; UPHOLSTERY
- B68B—HARNESS; DEVICES USED IN CONNECTION THEREWITH; WHIPS OR THE LIKE
- B68B3/00—Traction harnesses; Traction harnesses combined with devices referred to in group B68B1/00
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Percussion Or Vibration Massage (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher bekannten Pferdegeschirren •— sowohl Kummet- wie Sielengeschirren —
liegt der Geschirrtheil, gegen welchen das Pferd seine Kraft im Zugdienst zu äufsern hat, auf
'der Brust des Pferdes, beim Kummetgeschirr speciell auf dem Widerrist und dem vorderen
Rand des Schulterblattes, beim Sielengeschirr auf den Buggelenken.
Schultern und Buggelenke sind nicht die geeignetsten Punkte zur Auflage der Zugpolster;
denn sie bewegen sich mit der Bewegung der Vorderschenkel, welche in erster Linie als
Stützen des Vorderkörpers des Pferdes zu dienen haben.
Als vorwärtstreibende Muskeln des Pferdes sind hauptsächlich die Muskeln der Kruppe,
des Bauches, des Rückens und die Rumpfschenkelmuskeln (s. Günther, topographische
Myologie, S. 172, 197, 246 u. s. w.) zu betrachten.
Aus diesen Gründen ist es gegenüber den bisherigen Geschirrconstructionen zur vollkommensten
Ausnutzung der Zugkraft des Pferdes nothwendig und von erheblichem praktischen Werth, nur Punkten des Pferderumpfes
— nicht der Gliedmafsen — die Geschirrtheile aufzulegen.
Geschieht dies, so kann auch die abwechselnde Bewegung der beiden Schulterblätter und der
beiden Buggelenke nicht mehr auf die Geschirrtheile und dadurch auf das Gefährt übertragen
werden.
Aus vorstehendem ergiebt sich die gewerbliche Verwerthbarkeit der nachstehend beschriebenen
Erfindung.
■ Die Erfindung besteht:
■ Die Erfindung besteht:
1. in der Construction eines Pferdegeschirres, welches dadurch gekennzeichnet wird, dafs
die Hauptbestandtheile des Geschirres, nämlich ein um die untere Fläche der Brust zwischen
den Vorderschenkeln hindurchgeführtes Geschirrstück (das Brustbeinstück·) und ein mit
diesem sowohl vorn in der Gegend der Brustbeinspitze, als auch unterhalb des Bauches in der
Gegend des hinteren Endes des Brustbeines verbundenes Rückengeschirrstück (das Rückenstück),
ausschliefslich dem Rumpf des Pferdes aufliegen;
2. in der Ausführung dieses Constructionsprincips durch Construction eines Pferdegeschirres
in der Weise, dafs:
a) ein den Hals des Pferdes umgebender Ring (Gabel, Kranz) als vorderes Verbindungsstück
zwischen Brustbein- und Rückenstück und zugleich als Träger des vorderen Theiles
des Brustbeinstückes vor dem Widerrist über den Halskamm liegt und
b) mit diesem Ring das um die untere Fläche der Brust zwischen den Vorderschenkeln
hindurchgeführte Geschirrstück (das Brustbeinstück) so verbunden ist, dafs der Ring weder
das Schulterblatt, noch das Buggelenk berührt;
c) dies Brustbeinstück durch geeignetes Material mit dem Rückenstück verbunden wird, welches
letztere wiederum mit dem Halsstück C zu verbinden ist:
d) an dem Brustbeinstück A oder dem Halsstück C oder dem Rückenstück B je allein
oder an mehreren dieser Stücke gemeinsam eine Stange, ein Bogen, Haken, Ring, eine
Platte oder Gelenkstücke zur Befestigung der Zugstränge angebracht sind.
Man kann sich diese Ausführung in nachstehender Weise verwirklicht denken:
1. das Halsstück ist als kummetähnlicher Ring mit Scharniergelenk an der oberen Krümmung
und mit Verschlufsvorrichtung an der unteren Krümmung in Holz mit eisernen Beschlagtheilen
ausgearbeitet. Nachdem der Verschlufs geöffnet ist, wird es mittelst des Scharniergelenkes
aus einander geklappt, dem Pferd von oben vor dem Widerrist über den Halskamm,
gelegt und dann unten verschlossen. Die Verschlufsvorrichtung besteht aus zwei eisernen
Platten, die durch vier Schraubenbolzen befestigt sind und im mittleren Theil ein Loch
zum Aufnehmen eines eisernen Bolzens mit Splintvorstecker zwecks Verbindung mit dem
Brustbeinstück zeigen;
2. das Brustbeinstück ist in Holz, der unteren gekrümmten Fläche der Brust entsprechend,
ausgearbeitet, vorn mit einem eisernen Beschlag versehen, der den Bolzen mit Splintvorstecker zur Befestigung mit dem Halsstück
liefert, hinten ausgeschnitten und mit einer eisernen Platte an diesem Ausschnitt überdeckt
zur Durchführung der Gurte, welche das Brustbeinstück mit dem Rückenstück . verbindet,
ferner durchlocht zur Durchführung der Stange (s. unter 4.); . . ■
3. das Rückenstück ist ein unüberzogener, im Rohbau fertiger englischer Reitsattel, an
dessen Gurtenstrippen der Gurt, nachdem er durch das Brustbeinstück gezogen ist, angeschnallt
wird. Auf jeder Seite des Widerristes verbindet je eine eiserne, der Körperlinie
des Widerristes entsprechend gekrümmte Schiene, welche mittelst Bolzenschrauben vorn am oberen
Theil des Halsstückes und nach hinten zu an jeder Seite des Bockes des Sattels zu befestigen
ist, das Hals- und Rückenstück mit einander und so durch Vermittelung des Halsstückes
das Rückenstück und das Brustbeinstück unter einander;
4. das Brustbeinstück ist im hinteren Theil durchlocht zur Durchführung einer geraden,
ca. 60 cm langen eisernen Stange, welche durch zwei eiserne Platten und vier Schraubenbolzen
genau in ihrer Mitte und rechtwinklig zum Brustbeinstück gestellt, unverschiebbar mit
demselben verbunden ist. An den Lochenden dieser Stange sind die Zughaken einzuhaken.
Je nach dem zu leistenden Zugdienst, z. B. als Lastpferd im schweren Zuge oder als
Kutschpferd im leichten Gefährt, und unter Berücksichtigung der Körperform des speciellen
Pferdes, sowie auch in Rücksicht auf schnelleres und leichteres Auf- und Abschirren und
Eleganz des Aussehens kann die Construction dieses Geschirres hinsichtlich des Materials, der
Form und der Ausführung im Einzelnen in sehr verschiedener Art bewirkt werden.
Wesentlich bleiben immer nur die unter 2a), b), c), d) aufgeführten Constructionsbestandtheile
und Verbindungen.
Alles andere, was vorstehend beschrieben ist oder noch hinzugefügt werden kann, z. B. die
specielle Formgebung der einzelnen Theile, die Art der Verbindung ist unwesentlich.
Die Zeichnungen stellen dar:
ι. zwei seitliche Ansichten eines gemäfs meiner
Erfindung beschirrten Pferdes;
2. eine Vorder-,
3. eine Hinteransicht desselben.
In allen diesen Ansichten ist das Brustbeinstück mit A, das Rückenstück mit B, das Halsstück
mit C, die Stange mit D, die Verbindungsschienen zwischen· Rücken und Halsstück
mit E, die Gurte mit F bezeichnet.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: ·Pferdegeschirr, bei welchem ausschliefslich Theile des Rumpfes des Pferdes direct ohne Vermittelung beweglicher Theile der Schultern und Buggelenke beim Zugdienst auf das Geschirr zur Wirkung gelangen, bestehend . aus einem den Hals des Pferdes vor dem Widerrist umgebenden kummetartigen Ring (Gabel oder Kranz) C oder anstatt dieses Ringes aus Verbindungsstücken, welche vom sattelartigen Rückenstück nach dem vorderen Ende des Brustbeinstückes A verlaufen, ohne die unterliegenden Schultern zu berühren, ferner aus dem zwischen den Vorderschenkeln des Pferdes hindurchführenden, an der unteren Fläche der Brust anliegenden Bügel A, welcher an seinem hinteren oder vorderen Ende eine Vorrichtung zur Befestigung der Zugsträ'nge trägt, in Verbindung mit einem sattelartigen Theil (B).Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE62827C true DE62827C (de) |
Family
ID=336795
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT62827D Expired - Lifetime DE62827C (de) | Pferdegeschirr |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE62827C (de) |
-
0
- DE DENDAT62827D patent/DE62827C/de not_active Expired - Lifetime
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