DE62804C - Verfahren zum Färben bezw. Schwär-! zen von Leder - Google Patents
Verfahren zum Färben bezw. Schwär-! zen von LederInfo
- Publication number
- DE62804C DE62804C DENDAT62804D DE62804DA DE62804C DE 62804 C DE62804 C DE 62804C DE NDAT62804 D DENDAT62804 D DE NDAT62804D DE 62804D A DE62804D A DE 62804DA DE 62804 C DE62804 C DE 62804C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- leather
- dyeing
- bezw
- tanning
- alum
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000010985 leather Substances 0.000 title claims description 16
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 9
- 238000004043 dyeing Methods 0.000 title claims description 7
- 229940037003 alum Drugs 0.000 claims description 5
- 238000010411 cooking Methods 0.000 claims description 3
- 239000000835 fiber Substances 0.000 claims description 3
- 238000005406 washing Methods 0.000 claims description 3
- 238000010186 staining Methods 0.000 claims description 2
- 239000000126 substance Substances 0.000 claims 2
- 239000012266 salt solution Substances 0.000 claims 1
- 239000000243 solution Substances 0.000 claims 1
- SURQXAFEQWPFPV-UHFFFAOYSA-L iron(2+) sulfate heptahydrate Chemical compound O.O.O.O.O.O.O.[Fe+2].[O-]S([O-])(=O)=O SURQXAFEQWPFPV-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 3
- 229910000359 iron(II) sulfate Inorganic materials 0.000 description 3
- CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L Sodium Carbonate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-]C([O-])=O CDBYLPFSWZWCQE-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- 238000004040 coloring Methods 0.000 description 2
- 230000008961 swelling Effects 0.000 description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 235000008317 Condalia obovata Nutrition 0.000 description 1
- 244000147935 Condalia obovata Species 0.000 description 1
- 240000007829 Haematoxylum campechianum Species 0.000 description 1
- FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M Sodium chloride Chemical compound [Na+].[Cl-] FAPWRFPIFSIZLT-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 1
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 1
- 239000003086 colorant Substances 0.000 description 1
- 230000035617 depilation Effects 0.000 description 1
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 1
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
- D06P3/00—Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
- D06P3/02—Material containing basic nitrogen
- D06P3/04—Material containing basic nitrogen containing amide groups
- D06P3/32—Material containing basic nitrogen containing amide groups leather skins
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 28: Gerberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. August 1891 ab.
Durch das nachstehend beschriebene Verfahren soll dem Leder eine schöne schwarze
Farbe gegeben werden, welche nicht, wie es nach den bisherigen Schwärzverfahren geschieht,
in kurzer Zeit grau und unansehnlich wird, sondern dauernd ihre Schwärze behalt.
Bisher wurde das Leder den Sattlern in garem Zustande, aber ungefärbt geliefert und
mufste von denselben selbst geschwärzt werden, was mit grofsem Zeitaufwande und vieler
Mühe verknüpft war. Es wurde dabei, um eine einigermafsen gute und haltbare Farbe zu
erlangen, eine Schwärze angewendet, welche sehr scharf war und das Leder unnöthiger
Weise angriff. Um diesen grofsen Uebelstand zu beseitigen, sind schon viele Versuche gemacht
worden, welche aber sämmtlich nicht den gewünschten Erfolg erzielten, da bei denselben
dem eigentlichen Grund, .weshalb die Farbe auf dem bis jetzt in den Handel gebrachten
Leder nicht haften wollte, nicht nachgeforscht worden war. Dem Erfinder des vorliegenden
Verfahrens ist es nun durch vielfache Versuche gelungen, den wahren Grund dieses Uebelstandes zu entdecken, welcher darin
besteht, dafs das Leder, wenn es sich schon in garem Zustande befindet, die Schwärze nur
sehr schlecht annimmt, dagegen, wenn es in ungarem Zustande in die Schwärze gebracht
wird, diese leicht annimmt; die, Farbe erhält hierdurch ein schönes Aussehen und wird
dauernd haltbar.
Bisher bestand das Verfahren zum Färben bezw. Schwärzen von solchem weifsgaren
Leder darin, dafs dasselbe erst nach der durch Alaun- und Kochsalzlösung bewirkten Gerbung
zum Zwecke des Färbens verschiedene Operationen durchmachen mufste, und zwar 1. eine
Waschung und 2. eine darauf folgende Beizung zum Zwecke der Annahme des Farbstoffes (siehe
Wiener, Lederfärberei 1881, Wien, Hart leb en's
Verlag). Hierauf erst wurde das Leder durch Auftragen der Farbflüssigkeit gefärbt.
Das vorliegende Verfahren besteht nun darin, dafs die Farben bezw. die Schwärze spfort
nach dem Enthaaren und Schwellen unter Vermeidung der bisher zum Färben nöthigen Vorbereitungen
auf das ungegerbte Leder aufgetragen bezw. die ungegerbten Leder in der Farboder
Schwärzelösung 24 Stunden lang gelassen werden. Die Farblösungen können, was die
schwarze Farbe anbelangt, aus einer Abkochung von Blauholz und Soda, und zwar in folgender
Zusammensetzung bestehen: 10 1 Wasser werden mit 1 kg Blauholzspänen und 80 g
Soda ins Kochen gebracht, darauf filtrirt und mit 100 g Eisenvitriol versetzt. In diese
Lösung kommen die Felle nach dem Enthaaren bezw. Schwellen. Der Zusatz von Eisenvitriol wirkt auf die ungegerbten Felle
beizend ein.
Das Verhalten der Farblösung gegenüber dem Alaun als Gerbmittel ist folgendes: Die
ungegerbte Thierfaser saugt aus der Farblösung den Farbstoff ein, was der Eisenvitriol, indem
er als Beize wirkt, unterstützt. Der Procefs des Gerbens durch Alaun aber hat wiederum
die Wirkung, dafs die mit der Färb- bezw. Schwärzelösung schon getränkten, durch das
Schwellen mit Wasser gefüllten und aufgetriebenen Fasern des Leders mit dem infolge
Flächenanziehung auf ihnen sich ausscheiden-
Claims (1)
- den gerbend wirkenden Stoffen aus dem Alaun umhüllt werden, und hierdurch wird die Farbe bezw. Schwärze der Lederfaser mit umhüllt und, so lange gerbend wirkende Stoffe vorhanden sind, vor allen äufseren Einflüssen (Luft, Licht, Regen) geschützt.Durch dieses neue Verfahren des Färbens vor der Gerbung bezw. vor dem Garmachen des Leders werden die bisher zum Färben nöthigen Operationen, als da, sind: Waschen des Leders, Beizen und nochmaliges Nahrunggeben zur Wiedererlangung der durch die Waschoperation eingebüfsten Geschmeidigkeit entbehrlich, wodurch an Zeit und Kosten gespart wird.• Patent-Anspruch:Ein Verfahren zum Färben bezw. Schwärzen von Leder, darin bestehend, dafs das Leder vor dem Garmachen in eine Färb- bezw. Schwärzelösung gebracht wird,' in welcher es ca,. 24 Stunden liegen bleibt und dann mittels einer Alaun- und Salzlösung gar gemacht wird.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE62804C true DE62804C (de) |
Family
ID=336773
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT62804D Expired - Lifetime DE62804C (de) | Verfahren zum Färben bezw. Schwär-! zen von Leder |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE62804C (de) |
-
0
- DE DENDAT62804D patent/DE62804C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE62804C (de) | Verfahren zum Färben bezw. Schwär-! zen von Leder | |
| DE1930225A1 (de) | Neue Hilfsmittel fuer die Behandlung,insbesondere das Gerben von Haeuten | |
| DE742996C (de) | Verfahren zum Faerben von Leder | |
| DE16110C (de) | Verfahren zum Appretiren von Geweben und Gespinnsten jeder Art mit alkalisch bereiteten Lösungen von Seide, Wolle oder Federn | |
| DE879086C (de) | Verfahren zum Fixieren von sauren Farbstoffen oder Pigmenten auf Faserstoffen | |
| DE247178C (de) | ||
| DE225314C (de) | ||
| DE114390C (de) | ||
| DE665365C (de) | Verfahren zur Verbesserung der Lichtechtheit von Faerbungen mit substantiven Farbstoffen auf den mit Titandyoxyd spinnmattierten Kunstseiden aus Cellulose | |
| DE130559C (de) | ||
| DE117728C (de) | ||
| DE203578C (de) | ||
| DE130309C (de) | ||
| DE265913C (de) | ||
| DE160236C (de) | ||
| DE142497C (de) | ||
| DE731683C (de) | Verfahren zur Fellveredelung | |
| DE123863C (de) | ||
| DE140193C (de) | ||
| DE508562C (de) | Verfahren zur Herstellung von Schwarzfaerbungen mit weissen oder farbigen Effekten auf Acetatseide | |
| DE52858C (de) | Neuerung im Verfahren zur Herstellung licht- und seifenechter Färbungen mittels der den Diamidodiphenoläthern entstammenden Farbstoffe | |
| DE141508C (de) | ||
| DE101190C (de) | ||
| DE296394C (de) | ||
| DE2629537C3 (de) | Verfahren zur Erhöhung der Weichheit, Geschmeidigkeit und Reißfestigkeit von Pelzfellen oder Leder durch Behandlung in organischen Lösungsmitteln |