DE62635C - Verfahren und Maschine zum Füllen von Zündholzschachteln - Google Patents

Verfahren und Maschine zum Füllen von Zündholzschachteln

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DE62635C
DE62635C DENDAT62635D DE62635DC DE62635C DE 62635 C DE62635 C DE 62635C DE NDAT62635 D DENDAT62635 D DE NDAT62635D DE 62635D C DE62635D C DE 62635DC DE 62635 C DE62635 C DE 62635C
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piston
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Expired - Lifetime
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DENDAT62635D
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N. M. STRÖM in Norrköping, Schweden
Publication of DE62635C publication Critical patent/DE62635C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06FMATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
    • C06F1/00Mechanical manufacture of matches
    • C06F1/12Filling matches into boxes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Specific Conveyance Elements (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Beim Füllen von Zündholzschachteln mit Zündhölzchen nach der durch Patent No. 45622 gekennzeichneten Art, wobei die Hölzchen mittelst eines hin- und hergehenden Schiebers oder Kolbens aus einem Behälter oder Magazin herausgenommen werden, ist es unmöglich, zu verhindern, dafs der Kolben mitunter auf seiner oberen Seite einige Zündhölzchen mitnimmt, welche dann unregelmäfsig herunterfallen, wenn der Kolben zurückgeht, und Unregelmäfsigkeiten , sowie Unterbrechungen in der Arbeit der Maschine verursachen.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht nun darin, diese Uebelstände zu vermeiden, und wird dadurch erreicht, dafs man, nachdem der Kolben die für jeden Gang bestimmte Anzahl Hölzchen aus dem Magazin hervorgeschoben hat und diese Hölzchen von anderen Organen der Maschine zur Einbringung in die Schachtel weggeführt worden sind und der Kolben hinreichend zurückgezogen ist, mittelst eines Gebläses einen Luftstrom in die Rinne, in welcher der Kolben hin- und hergeht, eintreten läfst, um die zurückgebliebenen, unregelmäfsig hervorgeschobenen Zündhölzchen wegzublasen.
Da der Boden der Rinne mit der vorderen äufsersten Kolbenstellung abschneidet und die von dem Kolben hervorgeschobenen Hölzchen aus der Rinne behufs weiterer Beförderung nach der Schachtel auf einen niedriger liegenden hinabfallen, kann man daselbst eine Oeffnung anbringen, die mit einem Schieber bedeckt wird. Für gewöhnlich bleibt dieser-Schieber geschlossen, jedoch nach der Wegführung der regelmäßig herausgeschobenen Hölzchen und beim Anlassen des Gebläses wird derselbe geöffnet, damit die weggeblasenen Hölzchen durch die Oeffnung aus der Maschine fallen können. Ehe der Kolben bei seinem nächsten Vorwärtsgang wieder Hölzchen vorschiebt, wird der Schieber wieder geschlossen und dieses Oeffhen und Schliefsen desselben wird durch irgend einen der beweglichen Theile der Maschine bewirkt.
Da man einen Deckel vor der Oeffnung des Hölzchenmagazins benutzt, um die herausgeschobenen Hölzchen herunterzuhalten und zu führen, bleiben die Hölzchen, die oben auf dem Kolben mitgenommen werden, zwischen diesem und ebengenanntem Deckel stecken und fallen erst, nachdem der Kolben zurückgezogen worden ist, herunter. Ein Schieber wird unmittelbar vor diesen Deckel, aber etwas niedriger angebracht, und sofort, nachdem die von dem Kolben hervorgeschobenen Hölzchen heruntergefallen sind, wird dieser . Schieber unter die unregelmäfsig hervorgenommenen Hölzchen hervofgeschoben und hindert dieselben beim Zurückgehen des Kolbens, auf die regelmäfsig hervorgeschobenen Hölzchen hinabzufallen. Erst nachdem letztere fortgeschafft worden sind, wird der Schieber fortgezogen, die Hölzchen
fallen herunter und werden durch das dann wirkende Gebläse weggebläsen.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist die gekennzeichnete Einrichtung in einer Ausführungsform zur Darstellung gebracht. Fig. ι ist ein Grundrifs, Fig. 2 eine Seitenansicht, Fig. 3 ein Querschnitt nach der Linie C-D in Fig. i, und Fig. 4 ein Längenschnitt nach der Linie A-B in Fig. 1 eines Theiles der im Patent No. 45622 beschriebenen und mit diesen Anordnungen versehenen Maschine. Die Theile der Maschine, welche zum Verständnifs der vorliegenden Neuerung nicht erforderlich sind, sind in den Zeichnungen weggelassen worden.
α ist das Magazin für die Zündhölzchen und b der Kolben oder Schieber, der die Zündhölzchen aus dem Magazin und durch die Rinne c zu der Zelle d der Drehscheibe e hervorschiebt, f ist eine im Boden der Rinne c unter dem Magazin α befindliche bewegliche Klappe, die aus einem hohlen, mit einer rohrförmigen Achse k comtnunicirenden und mit derselben drehbaren Körper besteht.
Die Achse k ist durch einen Schlauch j, Fig. ι , mit einem Gebläse verbunden. Das bewegliche Ende der Klappe f ist als eine sich über die Breite der Rinne c erstreckende Düse, welche bei der Erhebung der Klappe über den Boden der Rinne zu stehen kommt, ausgebildet. Genannte Klappe, die durch eine Spiralfeder gl aufwärts gedrückt wird, ist mittelst der Stange g mit einem Arm des doppelarmigen Hebels h verbunden, während dessen anderer Arm auf der Kammscheibe i ruht, welche die Klappe rechtzeitig in gleiche Höhe mit dem Boden der Rinne c herunterzieht, wodurch die Gebläsemündung geschlossen wird.
Z ist ein an dem vorderen Ende der Rinne c angebrachter Schieber, welcher den Böden für die Zellen der Drehscheibe e bildet, wenn diese die vom Kolben b hervorgeschobenen Hölzchen aufnehmen. Die Hin- und Herbewegung dieses Schiebers Z wird mittelst der zwischen die Vorsprünge 0 0 eingreifenden, mit der kurzen Welle m verbundenen Arme η η bewirkt. Diese Welle m ist aufserdem mit einem Arm ρ versehen (Fig. 3), welcher durch die von einer Feder beeinflufste Stange pl mit einem gabelförmigen Arm ρ2 in Verbindung steht. Letzterer sitzt auf der in den Lagern q q drehbar angebrachten Welle q J. Auf dieser Welle ^1 ist weiter ein Zahnradsegment q2 befestigt (Fig. 1), welches in ein anderes Zahnradsegment auf dem Hebel r1 eingreift, der von dem hin- und hergehenden Querstück r, an welchem der Kolben b befestigt ist, geführt wird.
s ist der erwähnte, unter Federwirkung stehende Deckel vor der Magazinöffnung und sl ist ein Schieber, der unmittelbar vor dem Deckel s, aber etwas niedriger als dieser angebracht ist. Dieser Schieber s1 ist längs einer festen Stange gegen den Druck einer die Stange umgebenden Spiralfeder s2 verschiebbar, welche letztere den Schieber s1 über die Zellen der Drehscheibe e hervorzuschieben strebt. Der Schieber s1 ist mit einem Einschnitt t1 versehen, in welchen ein durch eine Stange t bethätigter Sperrhaken ss eingreifen kann, um den Schieber in der in Fig. 1 und 3 gezeichneten Lage zu sichern. Die Stange t ist an ihrem Ende mit einem Schlitzloch f versehen (Fig. 3), in welches ein Zapfen i3, der auf dem einen Arm eines Winkelhebels i4 sitzt, eingreift. Der andere Arm dieses Winkelhebels wird zu bestimmten Zeiten durch eine rotirende Daumenscheibe i5 in Bewegung gesetzt (Fig- 3)·
Der Schieber sl ist, wie in Fig. 3 gezeigt, mit einem abwärts gehenden Flantsch u versehen, auf welchen der Schieber t bei seiner Aufwärtsbewegung wirken kann, so dafs s1 dann vorgeschoben wird und der Sperhaken s3 in den Einschnitt f1 eingreifen kann.
Bei der beschriebenen Ausführungsform arbeitet die Maschine in folgender Art: Während des Hervorschiebens der Hölzchen durch den Kolben b. in solcher Art, dafs dieselben in eine der Zellen d der Drehscheibe e hinabfallen, ist der Schieber Z hervorgeschoben und bildet den Boden dieser Zelle, und der Schieber s1 befindet sich dann in der in Fig. 1 und 3 gezeichneten Lage, ist also zurückgezogen. Wenn der Kolben b am Ende seines Vorwärtsganges angekommen ist und die herausgeschobenen Zündhölzchen in die Zelle d hinabgefallen sind, wird, die Drehscheibe e gedreht und der Winkelhebel i4 bewirkt das Herausziehen des Sperrhakens s3 aus dem Einschnitt i1; dann schnellt der Schieber s1 infolge Einwirkung der Feder s2 hervor und legt sich unter die Hölzchen, die zwischen dem Kolben b und dem Deckel s hervorschieben, und hält dieselben auf, wenn der Kolben b sich rückwärts bewegt. Wahrend dieser Rückwärtsbewegung und nachdem die Zelle d den Schieber Z passirt hat, trifft das Querstück r den Arm r1, Fig. 1 und 4, und führt ihn mit sich, wodurch Schieber Z weggeschoben wird und den Schieber s1 in die in Fig. 1 und 3 gezeigte Lage zurückbringt. Der Kolben b ist inzwischen hinter die Gebläseklappe f gekommen, die Mündung der letzteren erhält die in Fig. 4 gezeigte Lage, und' das Gebläse bläst nun die in der Rinne c befindlichen Hölzchen weg. Wenn der Kolben b umkehrt und wieder vorwärts geht, zieht die Feder auf der Stange p1 den Schieber Z in seine geschlossene Lage zurück, aber der Schieber s1 wird vom Sperrhaken s 8 zurückgehalten. Nunmehr
wiederholt sich der beschriebene Vorgang von neuem und so oft, als noch Hölzchen in dem Magazin vorhanden sind. Die mechanischen Vorrichtungen, mit welchen die Gebläseklappe und die Schieber bethätigt werden, können indefs auch anders angeordnet sein, ohne dafs bei im übrigen gleicher Wirkungsweise derselben der Rahmen der vorliegenden Erfindung verlassen würde.

Claims (4)

  1. . Patent-Ansprüche:
    ι . Bei dem durch Anspruch ι. 'des Patentes No. 45622 geschützten Verfahren zum Füllen von Zündholzschachteln mit Zündhölzchen eine Erweiterung, darin bestehend, dafs während des Kolbenrückganges die unregelmäfsig ausgeschobenen Hölzchen aus der Maschine herausgeblasen werden, zum Zweck, Unterbrechungen und Ünregelmäfsigkeiten in der Arbeitsweise zu vermeiden.
  2. 2. Behufs Ausübung der durch Anspruch 1. gekennzeichneten zusätzlichen Neuerung die Anordnung eines Gebläses ff) in der Rinne (c), welches, nachdem die vom Kolben regelmäfsig herausgeschobenen Hölzchen weiterbefördert worden sind, geöffnet und während eines Theiles des Kolbenrückganges offen gehalten, danach aber geschlossen wird mittelst einer Einrichtung, die mit einem der beweglichen Theile der Maschine in Verbindung steht.
  3. 3. In Verbindung mit dem unter 2. genannten Gebläse eine Einrichtung, nach welcher in dem niedriger wie die Rinne c liegenden Boden ein durch einen Schieber verdeckter Durchgang angebracht ist, welcher nach der Wegführung der regelmäfsig hervorgeschobenen Hölzchen und nach dem Anlassen des Gebläses geöffnet, aber vor dem nächsten Vorschub neuer Hölzchen geschlossen wird, indem der Schieber mit irgend einem beweglichen Theil der Maschine in Verbindung steht.
  4. 4. In Verbindung mit der durch Anspruch 2. und 3. gekennzeichneten Maschine, bei welcher vor der Oeffnung des Zündhölzchenmagazins ein Deckel s angeordnet ist (Fig. 4), um die vom Kolben vorgeschobenen Hölzchen zu führen, bis dieselben auf einen niedriger liegenden Boden hinabfallen, die Anordnung eines Schiebers fs1) unmittelbar vor genanntem Deckel, et;was niedriger und derart, dafs derselbe unter die unregelmäfsig hervorgeschobenen, zwischen Kolben und Führungsdeckel festgehaltenen Hölzchen geschoben werden kann, um letztere zu verhindern, beim Rückgang des Kolbens auf die regelmäfsig vorgeschobenen Hölzchen hinabzufallen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT62635D Verfahren und Maschine zum Füllen von Zündholzschachteln Expired - Lifetime DE62635C (de)

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DE1279859B (de) * 1967-02-10 1968-10-10 Dr Wolfgang Kaiser Einrichtung zur Erzeugung von Neutronen aus Kernfusionsreaktionen

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