DE62533C - Verfahren zur Darstellung von Salicylsäureacetylamidophenylester - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Salicylsäureacetylamidophenylester

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DE62533C
DE62533C DENDAT62533D DE62533DA DE62533C DE 62533 C DE62533 C DE 62533C DE NDAT62533 D DENDAT62533 D DE NDAT62533D DE 62533D A DE62533D A DE 62533DA DE 62533 C DE62533 C DE 62533C
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acetylamidophenyl
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salol
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides
    • C07C233/01Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms
    • C07C233/12Carboxylic acid amides having carbon atoms of carboxamide groups bound to hydrogen atoms or to acyclic carbon atoms having the nitrogen atom of at least one of the carboxamide groups bound to a carbon atom of a hydrocarbon radical substituted by halogen atoms or by nitro or nitroso groups

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Apparate und Processe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. April 1891 ab.
Als im Jahre 1886 SahIi das Salol (Salicylsäurephenylester) in die Pharmakologie einführte, glaubte er, annehmen zu können, dafs dasselbe völlig unschädlich sei und ohne Nachtheil auch in gröfseren Dosen gegeben werden könne. Doch wurden später von Herrlich und Josefowitsch Fälle von ausgesprochener Carbolsäurevergiftung nach gröfseren Gaben von Salol beobachtet. Auch K ο b er t und Hesselbach forderten zur gröfseren Vorsicht bei der Anwendung von Salol auf. Namentlich aus den Versuchen Hesselbach's läfst sich der Schlufs ziehen, dafs' das aus dem Salol frei werdende Phenol das Salol zu einer toxischen Substanz macht, deren uneingeschränkte therapeutische Anwendung Gefahren mit sich bringt, und dafs das Salol bei chronischen wie bei acuten Erkrankungen der Nieren contraindicirt sei.
Es hat sich nun gezeigt, dafs die Acetylamidoverbindungen der Salole diese toxischen Eigenschaften nicht mehr besitzen und sich vortheilhaft an Stelle der Salole verwenden lassen, da speciell das Acetylamidosalol im thierischen Organismus eine derartige Spaltung erleidet, dafs sich neben der. Salicylsäure p-Amidophenol bildet, welches keinerlei giftigen Eigenschaften gegenüber dem als* Spaltungsproduct des gewöhnlichen Salols (salicylsauren Phenyläthers) auftretenden Phenol besitzt. Unter Acetylamidosalolen ist ein Körper von der folgenden Constitution:
XCOOY-N
/H \C0CHa .zu verstehen, wo X und Y aromatische Reste bedeuten, welche durch Alkylgruppen, Hydroxyl, Alkyloxyl etc. substituirt sein können.
Die Darstellung dieser Acetylamidoverbindungen geschieht in der Weise, dafs die bei der Einwirkung aromatischer Säuren (Benzoesäure, Toluylsäuren, Oxybenzoesäuren, Alkyloxybenzoesäuren, Kresolcarbonsäuren) auf die ' betreffenden Nitrophenole, Nitrokresole etc. entstehenden Nitroester der allgemeinen Formel:
XCOO Y-NO2
(worin X und Y gleichfalls aromatische, durch Alkyl, Hydroxyl, Alkyloxyl etc. substituirte Gruppen bedeuten) reducirt und in ihre Acetylverbindungen übergeführt werden.
Von besonderer Wichtigkeit wegen seiner therapeutischen Verwendbarkeit hat sich bis jetzt vor allem der Salicylsäureacetylamidophenylester erwiesen, welcher die Zusammensetzung:
r rr /C OO C6H1- N(H
besitzt und auf folgende Weise erhalten wird. 400 g des Salicylsäurenitrophenylesters, welcher, wie bereits bekannt, durch Einwirkung wasserentziehender Mittel auf ein Gemisch von Salicylsäure und p-Nitrophenol entsteht, werden in eine Mischung von 1Y2 kg rauchender Salzsäure, 1 kg Alkohol und Y2 kg Zinn eingetragen. Sobald die Nitroverbindung yollständig in Lösung gegangen ist, Wird der Alkohol verdampft, Salzsäure hinzugefügt. Man
(2. Auflage, ausgegeben am 11. April igoi.)
läfst hierauf erkalten, wobei sich das Chlorzinndoppelsalz desSalicylsäureamidophenylesters in farblosen Nadeln abscheidet. Dasselbe wird abfiltrirt, in heifsem Wasser gelöst und das Zinn, ζ. Β. durch Einleiten von Schwefelwasserstoff, abgeschieden. Nach dem Abfiltriren läfst sich der Salicylsäureamidophenylester durch Zusatz von Soda ausfällen. Derselbe ist in Wasser fast unlöslich, in Alkohol sowie Benzol leichter löslich und krystallisirt aus letzteren beiden Lösungsmitteln in fast farblosen, glänzenden, flachen Tafeln vom Schmelzpunkt 151 bis 1520. Sein salzsaures Salz bildet flache, glänzende Nadeln, die sich in heifsem Wasser leicht lösen. Die Reduction der Nitroverbindung kann auch durch andere Reductionsmittel, wie Zinnchlorür und Salzsäure, Zink und Salzsäure, vorgenommen werden.
Um die so erhaltene Amidoverbindung in das Acetylderivat überzuführen, rührt man dieselbe am zweckmäfsigsten mit Eisessig an und fügt die theoretische Menge Essigsäureanhydrid oder Acetylchlorid hinzu. Das Gemisch erwärmt sich stark; es erfolgt kurze Zeit Lösung, worauf die ganze Masse zu einem dicken Brei von Acetylamidosalol erstarrt.
Dasselbe ist in kaltem Wasser fast gar nicht, in heifsem nur wenig löslich. In Alkohol und Benzol löst es sich leichter und scheidet sich beim Abkühlen seiner heifsen Lösungen in kleinen, weifsen, glänzenden Blättchen ab, welche bei 187° schmelzen.
Das Acetylamidosalol soll zu pharmaceutischen Zwecken Verwendung finden.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Salicylsäureacetylamidophenylester (Acetylamidosalol), darin bestehend, dafs man den Salicylsäurenitrophenylester reducirt und den so erhaltenen Salicylsäureamidophenylester (Amidosalol) acetylirt.
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