DE625225C - Verfahren zur Kontraststeigerung von Roentgenbildern auf undurchsichtigen Unterlagen - Google Patents

Verfahren zur Kontraststeigerung von Roentgenbildern auf undurchsichtigen Unterlagen

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DE625225C DEM123514D DEM0123514D DE625225C DE 625225 C DE625225 C DE 625225C DE M123514 D DEM123514 D DE M123514D DE M0123514 D DEM0123514 D DE M0123514D DE 625225 C DE625225 C DE 625225C
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  • Verfahren zur Kontraststeigerung von Röntgenbildern auf undurchsichtigen Unterlagen Der Kontrastreichtum eines auf einer undurchsichtigen Unterlage, beispielsweise Papier, hergestellten Röntgenbildes ist, wie bekannt. geringer als. der eines Röntgenbildes auf durchsichtigerUnterlage, insbesondere des auf sogenannten Doppelfilmen hergestellten Röntgenbildes. Dieser Unterschied wird dadurch bedingt, daß- das Papierbild im auffallenden, das Filmbild im durchfallenden Licht betrachtet wird. Zwar verläuft die Schwärzungskurv e des Papierbildes, obwohl nur eine Emulsion vorhanden ist, anfangs ähnlich wie die Schwärzungskurve des Doppelfilms, da an den gesch-%%ärzten Stellen einerseits eine Schwächung des einfallenden und andererseits eine zweite Schwächung des reflektierten Lichtes stattfindet. Jedoch tritt die Abflachung der Schwärzungskurv e des Papierbildes bereits wesentlich früher ein, nämlich schon bei dem Schwärzungswert von o,cg. Dies bedeutet, daß beim Papierbild im Gebiet der höheren Sch«-ärzung die Kontrastgebung außerordentlich verringert ist.
  • Diese rasche Abflachung der Schwä rzungskurve bei Papier kommt zustande durclr die Erscheinung der Oberflächenreflexion. Wie bekannt ist, strahlen auch die schwärzesten auf Papier erzeugbaren Stellen triemals weniger als etwa 1(_o bis lho der hellsten Papierstellen zurück, weil das Licht auch von der Oberfläche der zur Schwärzung verwendeten Substanz (Silber der fotografischen Schicht) zu einem gewissen Teil reflektiert wird. Im (:regensatt hierzu lassen sich beim Durchsichtsbild des Doppelfilms auch noch die tiefen Schwärzungsgrade unterscheiden, weil es hier möglich ist, z. B. das Licht des Schaukastens entsprechend zu steigern.
  • Man hat bereits die Beimischung von Stoffen zur Emulsion vorgeschlagen, die unter der Einwirkung von Röntgenstrahlen phosplioreszieren, tun hierdurch eine erhöhte Schwärzung der fotographischen Schicht zu erzielen und damit die Belichtungsdauer abzukürzen. Auch hat man empfohlen, Diapositive mit phosphoreszierender Leuchtfarbe zu hinterlegen. Schließlich hat man vorgeschlagen, photographische Bilder mit phosphoreszierenden Stoffen so zu behandeln, daß die Bilder nach vorheriger Belichtung im Dunkeln in den betreffenden Farben nachleuchten. Durch diese bekannten Verfahren wird aber eine Steigerung der Kontrastwirkung, wie sie die vorliegende Erfindung bezweckt, nicht erzielt.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Kontraststeigerung von Röntgenbildern auf undurchsichtigen Unterlagen, <las sich dadurch auszeichnet, daß das Röntgenbild, das auf dem Schichtträger Stoffe enthalt öder bei denn dort Stoffe zur Einwirkung gebracht werden, die unter dem Einfluß von unsichtbaren ultravioletten Strahlen ein sichtbares Fluoreszenzlicht aus dem hellen Teil des Spektrums aussenden, mit ultravioletten Strahlen beleuchtet wird.
  • Diese Lichtausstrahlung erfolgt unter der Wirkung ultravioletter Strahlen, wie sie sowohl itn Sonnenlicht wie auch bei künstlichen Lichtquellen, z. B. der Quecksilberquarzlampe, dem elektrischen Bogenlicht usw., vorhanden sind. Die sichtbaren Lichtstrahlen werden zweckmäßig durch ein Filter, z. B. aus Dunkel-U-V-Glas, ausgeschaltet, so daß nur die kurzwelligen ultravioletten Strahlen auf das Bild treffen. Es treten dann die Erscheinungen auf, die als Fluoreszenz oder Lumineszenz bekannt sind. Nach der Erfindung enthält der Schichtträger des Röntgenpapiers solche bei der Beleuchtung mit ultravioletten Strahlen stark fluoreszierenden Stoffe, oder es werden solche Stoffe auf ihm zur Einwirkung gebracht, so daß beim Betrachten eines auf einer so behandelten Unterlage erzeugten Bildes unter einer die Lumineszenz ierregenden Strahlenquelle die sichtbare Lumineszenzstrahlung die Bildschicht durch-, dringt, bevor sie ins Auge gelangt, und man' demnach die gleiche Wirkung erzielt wie beim Betrachten eines auf durchsichtiger Unterlage erzeugten Bildes im durchscheinenden Licht.
  • Bei einem solchen Papierbild findet an den geschwärzten Stellen eine Schwächung der auffallenden ultravioletten Strahlung und eine Schwächung der erzeugten Lumineszenzstrahlung statt. Obwohl also nur eine Emulsion vorhanden ist, tritt wie beim Doppelfilm in Durchsicht eine zweifache Schwächung der Strahlen ein. Dementsprechend verläuft auch die Gradationskurve eines solchen Lumineszenzpapierbildes wie die Gradationskurve des doppelt begossenen Films. Da außerdem im Gegensatz zum gewöhnlichen Papierbild die Oberflächenreflexion fehlt, zeigt die Schw ärzungskurve den gleichen steilen Verlauf wie die Schwärzungskurve des Doppelfilms bis zu den höheren Schwärzungsgraden. Demnach erhält man mittels des- Lumineszenzverfahrens auch auf undurchsichtigen Grundlagen ein Röntgenbild, das dem Röntgenbild auf Doppelfilm entspricht.
  • Es empfiehlt sich, die Unterlage für das Bild mit einer matten, möglichst wenig reflektierenden Oberfläche zu versehen, damit eine Reflexion der anregenden ultravioletten Strahlung verhindert wird. Hierdurch wird vermieden, daß ein Verlust an primärer Strahlung und damit auch ein Helligkeitsverlust der Lumineszenzstrahlung erfolgt. Andererseits wird verhütet, daß durch die reflektierten ultravioletten Strahlen eine Fluoreszenz.
  • . der Linse des betrachtenden Auges zustandekommt, was zu einer Verschleierung des Bildes führen würde.
  • Zur Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung wird das beleuchtete Bild beispielsweise in einer fluoreszierenden Flüssigkeit, z. B. Fluoreszein oder Rhodamin, gebadet, und zwar kann dieses Tränkverfahren vor der Entwicklung; zwischen Entwicklung und Fixage oder nach der Fixage stattfinden. Soll ein besonderer Arbeitsgang bei der Fertigstellung des Bildes verhindert werden, so können die Fluoreszenzstoffe dem Schichtträger vor der Belichtung, z. B. während der Herstellung des fotographischen Papiers, zugefügt werden, so daß der mit einem solchen Papier Arbeitende nur das gewöhnliche Entwicklungs- und Fixierverfahren zu verfolgen hat.
  • Durch geeignete Mischung verschiedener Stoffe ist .es möglich, eine fast weiße Fluoreszenzstrahlung zu erzeugen, beispielsweise durch die Mischung des gelb fluoreszierenden Fluoreszeins und des violett strahlenden naphthionsauren Natrons. Bei der Verwendung von Gemischen mehrerer Stoffe erweist es sich mitunter als zweckmäßig, einige oder mehrere Komponenten bereits vor der Belichtung, andere erst nach der Belichtung auf dem Schichtträger zur Einwirkung zu bringen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH.: Verfahren zur Kontraststeigerung von Röntgenbildern- auf undurchsichtigen Unterlagen, dadurch gekennzeichnet, daß ein Röntgenbild, das auf dem- Schichtträger Stoffe enthält oder bei dem dort Stoffe zur Einwirküng gebracht werden, die unter dem Einfluß von unsichtbaren ultravioletten Strahlen ein sichtbares Fluoreszenzlicht aus dem hellen Teil des Spektrums aussenden, mit ultravioletten'Strahlen beleuchtet wird.
DEM123514D 1933-04-07 1933-04-07 Verfahren zur Kontraststeigerung von Roentgenbildern auf undurchsichtigen Unterlagen Expired DE625225C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE946587C (de) * 1950-10-26 1956-08-02 Eastman Kodak Co Photographisches Material und Verfahren zu seiner Herstellung
DE972067C (de) * 1941-02-18 1959-05-14 Agfa Ag Verfahren zur Erhoehung der Weissen von photographischen Aufsichtsbildern

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DE972067C (de) * 1941-02-18 1959-05-14 Agfa Ag Verfahren zur Erhoehung der Weissen von photographischen Aufsichtsbildern
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