DE616367C - Verfahren zur photographischen Aufnahme von Hochdruckformen - Google Patents
Verfahren zur photographischen Aufnahme von HochdruckformenInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
- G03F1/00—Originals for photomechanical production of textured or patterned surfaces, e.g., masks, photo-masks, reticles; Mask blanks or pellicles therefor; Containers specially adapted therefor; Preparation thereof
- G03F1/92—Originals for photomechanical production of textured or patterned surfaces, e.g., masks, photo-masks, reticles; Mask blanks or pellicles therefor; Containers specially adapted therefor; Preparation thereof prepared from printing surfaces
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Description
- Verfahren zur photographischen Aufnahme von Hochdruckformen
-neigt schematisch die bisher übliche Aufn.ahmeanordnung. Die Hochdruckform U steht vor dem Objektiv 0 der photograpi.schen Kamera und wird von den beiden Lampen L, und L2 beleuchtet. Um hierbei die Entstehung grober Reflexbilder zu verhüten, müssen die beiden Lampen L1 und L2 bekanntlich außerhalb der durch die beiden Linien ä und ä ' angedeuteten Grenzen aufgestellt werden, deren geometrische Konstruktion sich aus der Zeichnung ohne weiteres ergibt. Selbst wenn man auf diese Weise normale Störreflexe verhütet, treten jedoch bei der Aufnahme von oberflächlich blanken Hochdruckformen die oben beschriebenen Randreflexe an den einzelnen Buchstaben auf.Es ist bekannt, daß man Hochdruckformen -- insbesondere Buchdrucksatz - für die photographische Aufnahme dadurch besonders wirksam vorbereiten kann, daß man die nicht- druckenden Flächen mit einer photographisch inaktiven Farbe, die druckenden Flächen hin- gegen mit einer anderen, photographisch m@@- lichst aktiven Farbe einfärbt (Patent j57 G98). Versuche haben gezeigt, daß man zu noch Günstigeren optischen Verhältnissen gelangt, wenn man die druckenden Flächen keiner be- sonderen zweiten Einfärbung unterzieht, soll- (lern einfach blank hält. Zur Vorbereitung braucht man die Druckform dann nur im ganzen mit einer photographisch inaktiven Farbe gleichmäßig einzufärben sowie an- schließend die hochstehenden (druckenden) Flächen wieder von der Einfärbung zu be- freien und (z. B. durch Polieren mit Putz- pomade o. dgl.) auf Hochglanz zu bringen. Nimmt man eine so vorbereitete Hoch- druckforin in der bisher üblichen Weise auf, so treten jedoch zunächst Störerscheinungen auf. Diese äußern sich in Randreflexen an den einzelnen Buchstaben. Selbst bei der Ver- wendung' völlig lichthoffreien Aufnahme- materials zeigen sich, nämlich rings um das Bild jedes einzelnen Buchstabens, Zonen #tärkerer Deckung, die -das Bild des Buch- stabens unzulässig verbreitern oder sogar verzerren. Der Grund für diese merkwürdige Er- scheinung sei im folgenden an Hand von Abb. i und Abb. 2 näher erläutert. Abb. i - Abb. z zeigt im Schnitt eine Bleiletter B, deren Fleisch (W1 und W2) durch geeignete Einfärbung inaktinisch gehalten ist, während die :druckende Oberfläche und die - in der Praxis niemals scharfen, sondern stets mehr oder minder abgerundeten - Kanten Ei und K2 von dieser Einfärbung befreit und blank poliert sind, so daß sie ausgesprochen spiegelnd wirken. Fällt ein Lichtstrahl s" von einer seitlich aufgestellten Lichtquelle auf die druckende Oberfläche der Letter B, so wird diese erleuchtet und .durch das Objektiv 0 (Abb. i) abgebildet, wobei Störungen durch Reflexe nicht zu befürchten sind, weil der Reflexstrahl s" r naturgemäß nicht in das Ol>-jektiv gelangt. Fällt dagegen von der gleichen' Lichtquelle ein Lichtstrahl s' auf die abgerundete Kante K1 der Letter, so wird sein Reflexstrahl s r in das Objektiv gelangen und .die Kante auf .dem photographischen Aufnahmematerial kräftiger belichtet abbilden. Dies führt dann zu .der erwähnten Verbreiterung des Buchstabenbildes.
- Durch kürzere Belichtung,ist diesem Übel nicht abzuhelfen; vielmehr bekommt .das Buchstabenbild dann ein gewissermaßen gespaltenes Aussehen, da die Mitte des Buchstabenbildes auch bei Verwendung härtester Emulsionen nicht mehr ausreichend belichtet wird. Die stärker gedeckten Randlinien um den Buchstaben können auch dadurch nicht völlig vermieden werden, daß die seitliche Beleuchtung streuend gestaltet wird, denn die gerichtete Reflexion der schrägen Kante wird die diffuse Reflexion der glatten Oberfläche stets überwiegen.
- Durch die Erfindung werden :diese Störwirkungen der Kanten restlos beseitigt. Nach der Erfindung erfolgt die Aufnahme von Hochdruckformen, deren nicht druckende Flächen (etwa in der eingangs :beschriebenen Weise) inaktinisch gemacht, deren druckende Flächen hingegen blank gehalten sind, in folgender Weise: Man stellt der betreffenden Hochdruckform bei der Aufnahme eine bestrahlte lichtstreuende Scheibe derart gegenüber, daß die blanke Oberfläche der Hochdruckform .das Spiegelbild dieser Scheibe in das Objektiv der Kamera reflektiert. Hierbei wirkt also die gesamte Hochdruckform wie ein an den nichtdruckenden Flächen unterm brochener Spiegel. Man versteht ohne weiteres, daß hierbei selbst solche Kanten, die in Wahrheit ziemlich stark abgerundet sind, in der Photographie nicht nur völlig reflexfrei, sondern auch absolut scharf erscheinen müssen, da jede aus der Spiegelebene heraus-. gebogene Fläche als Unterbrechung des Spiegels wirkt. Weiterhin erkennt man, .daß das erfindungsgemäße Verfahren gegenüber den vorbekannten Methoden völlig neue Wege beschreitet, da im Gegensatz zu diesen Methoden nicht mit reflexloser Beleuchtung, sondern .im Gegenteil mit einer Summe von Reflexen gearbeitet wird, die in ihrer Gesamtheit das Bild .der zu reproduzierenden Hochdruckform ergeben.
- Diebestrahlte lichtstreuendeScheibe, deren Spiegelbild erfindungsgemäß von der aufzunehmenden Hochdruckform in das Objektiv der photographischen Kamera geworfen wird, kann in verschiedener Weise ausgebildet werden, So kann man beispielsweise ebensogut eine gekrümmte wie eine .ebene Fläche für diesen Zweck verwenden. Weiterhin kann man die .betreffende Scheibe sowohl lichtstreuend durchsichtig als auch lichtreflektierend ausbilden und dementsprechend entweder von rückwärts oder von vorn beleuchten. Im letzteren Falle gelingt es - wie Versuche gezeigt haben - leichter, eine vollkommen .gleichförmige Ausleuchtung zu erzielen. Die Anordnung der beleuchteten Scheibe erfolgt zweckmäßig in der Ebene des Objektivs oder zwischen dieser Ebene und der Hochdruckform; auf diese Weise werden störende Schatten durch das Objektiv und die mit ihm verbundenen Teile (Blenden, Verschlußstück u. dgl.) mit Sicherheit vermieden.
- Abb. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Anordnung, bei der die Scheibe, deren Spiegelbild aufgenommen werden soll, im durchfallenden Licht ausgeleuchtet wird. Die Scheibe S'-S" besteht aus einem lichtstreuenden hellen Schirm, ,der von den Lichtquellen L1 und L_ im durchfallenden Licht ausgeleuchtet wird. Die Druckfarm U spiegelt das Bild dieser hell erleuchteten Scheibe in das Objektiv O. Die Abmessungen der Scheibe S'-S" -erden zweckmäßig mindestens doppelt so groß gewählt wie diejenigen der aufzunehmenden Druckform U.
- Eine in der Praxis besonders bewährte Anordnung zeigt Abb. q.. In diesem Falle besteht die Scheibe S'-S" aus einem lichtreflektierenden weißen Schirm, der von den Lampen L1 und L2 beleuchtet wird, welche in diesem Falle zu beiden Seiten der Hochdruck-farm U stehen. Hierbei müssen die Lichtquellen L1 und L= natürlich so gestellt werden, daß sämtliche unmittelbar auf .das Objektiv O fallende Strahlen von der Objektivlinse total reflektiert werden, damit kein Gicht von den Lampen aus unmittelbar durch das Objektiv hindurch in den Aufnahmeapparat zu gelangen vermag.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur photographischen Aufnahme von Hochdruckformen, deren nichtdruckende Flächen inaktinisch sind, dadurch gekennzeichnet, daß die druckenden Flächen blank gehalten und durch eine g egenübengestelltebestrahlte lichtstreuende Scheibe (S'-S") möglichst senkrecht beleuchtet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB158103D DE616367C (de) | 1932-10-31 | 1932-11-01 | Verfahren zur photographischen Aufnahme von Hochdruckformen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB0158103 | 1932-10-31 | ||
| DEB158103D DE616367C (de) | 1932-10-31 | 1932-11-01 | Verfahren zur photographischen Aufnahme von Hochdruckformen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE616367C true DE616367C (de) | 1935-07-26 |
Family
ID=25968860
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB158103D Expired DE616367C (de) | 1932-10-31 | 1932-11-01 | Verfahren zur photographischen Aufnahme von Hochdruckformen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE616367C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2609293A (en) * | 1948-12-02 | 1952-09-02 | George L Morrison | Method of photographing printing forms |
| DE1116535B (de) * | 1952-08-29 | 1961-11-02 | Ludlow Typograph Company | Verfahren zur Behandlung von Druckformen und aehnlichen Kopiervorlagen |
| DE1116972B (de) * | 1952-09-01 | 1961-11-09 | Ludlow Typograph Company | Vorrichtung zum Fotografieren von Hoch- oder Tiefdruckformen |
| DE1128750B (de) * | 1954-07-05 | 1962-04-26 | Thomas Rappel | Anordnung und Verfahren zum Herstellen von Schummerungen fuer kartografische Zwecke |
-
1932
- 1932-11-01 DE DEB158103D patent/DE616367C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2609293A (en) * | 1948-12-02 | 1952-09-02 | George L Morrison | Method of photographing printing forms |
| DE1116535B (de) * | 1952-08-29 | 1961-11-02 | Ludlow Typograph Company | Verfahren zur Behandlung von Druckformen und aehnlichen Kopiervorlagen |
| DE1116972B (de) * | 1952-09-01 | 1961-11-09 | Ludlow Typograph Company | Vorrichtung zum Fotografieren von Hoch- oder Tiefdruckformen |
| DE1128750B (de) * | 1954-07-05 | 1962-04-26 | Thomas Rappel | Anordnung und Verfahren zum Herstellen von Schummerungen fuer kartografische Zwecke |
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