DE6246C - Neuerung in der Fabrikation von Holztapeten nebst der dazu erforderlichen Maschine und dem Verfahren zur Befestigung der Tapeten - Google Patents

Neuerung in der Fabrikation von Holztapeten nebst der dazu erforderlichen Maschine und dem Verfahren zur Befestigung der Tapeten

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DE6246C
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Gebr. LÜBECK in Ansbach
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27DWORKING VENEER OR PLYWOOD
    • B27D1/00Joining wood veneer with any material; Forming articles thereby; Preparatory processing of surfaces to be joined, e.g. scoring

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Description

1878.
Klasse 37.
GEBR. LÜBECK in ANSBACH.
Neuerung in der Fabrikation von Holztapeten nebst der dazu erforderlichen Maschine und dem Verfahren zur Befestigung der Tapeten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. October 1878 ab.
Die beiliegende Zeichnung stellt in vier Ansichten und zwei Durchschnitten eine Maschine dar, welche den Zweck hat, aus einem Holzstamme Holztapeten in jeder beliebigen Stärke und Breite zu schneiden.
Fig. ι stellt die Vorderansicht (d. h. die Ansicht von der Seite, von welcher aus die Maschine gehandhabt wird) dar, Fig. 2 die Hinteransicht, Fig. 3 den Grundrifs, Fig. 4 den Längsschnitt (nach A B in Fig. 3 geführt), Fig. 5 den Querschnitt (nach CD in Fig. 1 geführt) und Fig. 6 die Seitenansicht.
Die Maschine besteht zunächst aus zwei getrennten Ständern, welche je zwei Lagerböcke haben und mit je einer nach vorn ragenden gegen die Horizontale etwas geneigten Supportbahn versehen sind.
Diese trägt, durch zwei Spindeln c und c beweglich, zwei Supporte η und n, welche durch die Platte p verbunden sind.
Auf letzterer ist mittelst zwei Schrauben mit Muttern und vier Stellschrauben ein prismatischer Körper k aufgeschraubt, der das schneidende, etwa 10 cm breite Messer trägt.
Damit die von diesem Messer erzeugten Holztapeten nicht abreifsen, sondern in beliebiger Länge verfertigt werden können, ist ein zweites Prisma b angebracht, das von zwei Ständern ζ und ζ getragen wird. Es ist mittelst von vier Seiten wirkender Stellschrauben verstellbar, so dafs man das Prisma b mit einer Kante sehr nahe an das zu bearbeitende Holz und die Messerschneide bringen kann, und die abgeschnittene Holztapete zwingt, durch die so entstandene kleine Oeffnung hindurch zu gehen und sich dann, wie es die Erzeugungsweise bedingt, aufzurollen. Die beliebige Breite der Tapete wird dadurch hergestellt, dafs man kleine, hin und her bewegliche Schneidemesser festschraubt, welche die Tapeten in der gestellten Breite abschneiden. Verschiedene Stärken erhält man, indem man das Schneidemesser m langsamer oder schneller gegen den Stamm bewegen läfst durch Aenderung der Vorgelegewelle ν vermittelst verschiedener Lagen des Riemens auf dem Riemenkonus.
Der Antrieb geschieht von der Riemscheibe F aus, deren Welle zwei Getriebe t und t trägt, die in zwei Stirnräder T und T eingreifen. Letztere sitzen auf der Hauptwelle w, welche den Holzstamm von beiden Seiten festklemmt und dreht. Die Welle besteht aus.zwei Theilen, welche mittelst der Spindeln d und d verstellbar sind.
Die Antriebswelle α macht circa 70 Touren pro Minute, was für die Welle w bei einer neunfachen Uebersetzung von t auf T eine Tourenzahl von ca. 8 ergiebt. An dem Rade T ist eine Riemscheibe angebracht, welche das Vorgelege von ν treibt.
Die Welle ν trägt bei χ und χ zwei Schnecken, die Schraubenrädchen y und je treiben, dadurch die Spindeln c und c drehen und das Messer dem Stamme nähern. Soll das Schneidemesser rasch rückwärts bewegt werden, so wirft man den gekreuzten Riemen des Vorgeleges ab und dreht das mit einem Handgriffe versehene auf der Spindelwelle c sitzende Rädchen i, das durch eine Kette mit dem Rädchen Z1 verbunden ist. Auf diese Weise ist eine gleichmäfsige Rückwärtsbewegung des Messers möglich.
Beschreibung der Fabrikation.
Nachdem der grüne Stamm in, je nach der gewünschten Breite der Tapete, erforderliche Längen geschnitten, schneidet diese Maschine, verschieden von der amerikanischen Methode, wo die Tapete fournierähnlich der Stammlänge nach geschnitten wird, mittelst eines ebenso langen Messers m, das auf dem prismatischen Körper k aufgeschraubt ist, die grünen Stammenden, welche vermittelst der Maschine sich um sich selbst drehen, zu Tapetenrollen. Dieselben sind, je nach der Stärke des Stammes, 30 bis 50 und noch mehr Meter lang. Hierauf werden diese Tapetenrollen in einem Trockenraume getrocknet.
Die auf diese Art und Weise fabricirten Tapeten werden beim Tapezieren folgendermafsen behandelt und befestigt.
Die Wand, worauf die Tapete angebracht werden soll, mufs ziemlich glatt sein; alte Wände müssen vorher von altem Verputz befreit werden. Das Mauerwerk mag alt oder neu sein, es mufs immer mit in Spiritus auf-
gelöstem'Tannenpech überstrichen werden, wodurch die innere Feuchtigkeit der Mauer zurückgehalten wird. Sobald die Wände in der Weise grundirt worden sind, wird Cement, in ■Leimwasser eingerührt, dicht auf die Wände aufgetragen.
Nachdem die Wände trocken sind, werden dieselben mit gewöhnlichem Pappstärkenkleister bestrichen und mit einer dünnen fasrigen Leinwand (in Baiern Bomasin genannt) beklebt. Ist diese trocken, so wird die Eintheilung des Sockels sowie der Wandfelder vorgenommen.
Die Holztapete selbst wird, wenn dieselbe auf die Wand geklebt werden soll, zuerst mit aus russischem Leim zubereitetem Leimwasser angefeuchtet. Hierauf wird die mit Leinwand überklebte Wand stückweise mit mittelstarkem heifsen Leim von oben nach unten bestrichen, die zugeschnittene Holztapete oben angelegt, zuerst mit einem Tuche und dann mit einem festen Gegenstande, z. B. Falzbein oder Anreibeholz, fest an die Wand -gedrückt. Ist auch dies geschehen und die Tapete getrocknet, was längstens in einem Tage geschieht, wird die Tapete mit Gläspapier No. ι bis i1/, abgeschliffen, dann werden die Leisten fest gemacht und man kann' die Tapete entweder so lassen oder mit Leinöl einreiben, lackiren oder auch poliren; doch mufs beim Auftragen des Leims jede Stelle gut gedeckt sein, damit keine Blasen entstehen. Es läfst sich eine solche Wand abwaschen, ohne Schaden zu leiden.
Die von uns fabricirte Holztapete findet nicht nur als Tapete, sondern auch für Portefeuille- und Galanteriearbeiten Anwendung.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Die Maschine in ihrer Gesammtconstruction, wie dieselbe zur Fabrikation von Holztapeten durch beiliegende Zeichnung nebst Beschreibung erläutet worden.
2. Die Art und Weise, wie die Holztapete von uns fabricirt wird, wie beschrieben.
3. Die in der Beschreibung angeführte Art und Weise, wie die von uns fabricirte Holztapete an der Wand oder an irgend einer anderen Fläche, vermittelst des von uns beschriebenen Bindemittels befestigt wird.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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