DE620285C - Vorrichtung zum Vortaeuschen von Maschinengewehrfeuer - Google Patents

Vorrichtung zum Vortaeuschen von Maschinengewehrfeuer

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DE620285C
DE620285C DEB161639D DEB0161639D DE620285C DE 620285 C DE620285 C DE 620285C DE B161639 D DEB161639 D DE B161639D DE B0161639 D DEB0161639 D DE B0161639D DE 620285 C DE620285 C DE 620285C
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BERLIN KARLSRUHER INDUSTRIE WERKE AG
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A33/00Adaptations for training; Gun simulators
    • F41A33/04Acoustical simulation of gun fire, e.g. by pyrotechnic means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Vortäuschen von Maschinengewehrfeuer Gegenstand der Erfindung ist ein Knallgerät, welches bei militärischen GeländeÜbungen das Geräusch von Maschinengewehrfeuer vortäuschen sohl. ` Gegenüber einem Maschinengewehr besitzt dieses Knallgerät den Vorzug, d@aß es einfacher, leichter, in Beschaffung und Betrieb billiger sowie störungsfrei arbeitend und weniger empfindlich, ist. _ Die Zuführtnlg der Knalladung bei den bisher üblichen Knallgeräten durch Gurte, Kanäle usw. weist verschiedene Nachteile auf, wie Ladehemmungen sowie den Zwang, Knalladungen bzw. Knallkörper von ganz bestimmten Formen zu verwenden. Werden einfache und billige Ausführungsformen von Knallkörpern, wie beispielsweise Randfeuerpatronen., benutzt, die, in einem Gurte verbleibend, in dem Knallapparat abgefeuert werden, so treten Störungen auf, da die Patronen sich im Patronenlager durch das Gurtband nie vollkommen am Hülsenmantel einschließen lassen. Zur Erzeugung eines kräftigen Knalles ist aber ein hoher Gasdruck erforderlich, dem die verhältnismäßig schwachen - Wandüngen der üblichen Randfeuerpatronen bei dieser Verwendung jedoch nicht gewachsen sind; auch ist hierbei mit Beschädigungen des Gurtbandes zu rechnen.
  • Alle diese Nachteile fällen bei Benutzung von starren Ladungsträgern fort; bei welchen die Knalladungen nebst Zündmittel in geschlossenen, widerstandsfähigen Kammern einer Laideplatte untergebracht sind. Es sind zwar- schon, Haltevorrichtungen für Knallpatronen an Knallapparaten bekannt, mit denen man eine Anzahl von Schüssen hintereinander abzugeben imstande ist. Die Knallpatronen sind aber hierbei nur in beschränkter Anzahl in einer einzigen Reihe untergebracht und besitzen außerdem je ein besonderes, ortsfest angeordnetes, den Rand der Patrone in radialer Richtung treffendes Schlagstück.
  • Vor jedesmaligem Ingangsetzen der Vorrichtung müssen hierbei sämtliche Schlagstücke erst noch besonders gespannt werden. Für militärische Zwecke eignet sich diese an und für sich recht komplizierte Vorrichrtung jedoch nicht, da mit ihr die schnelle Abgabe einer großen Anzahl von Schüssen nicht möglich ist. Außerdem ist die für militärische Zwecke notwendige sofortige Betriebsbereitschaft nicht gegeben.
  • Erfindungsgemäß wird deshalb vorgeschlagen, am Knallgerät eine" Ladeplatte, Ladetrommel oder Ladewalze zu verwenden,. in welcher in mehreren Reihen nebeneinander eine Vielzahl von bestehend aus Zündsatz und Verpuffungsladung, untergebracht ist, die durch ein Schlagstück oder -mehrere Schlagstücke zwecks. Abfeuerns in beliebiger Feuerfolge bestrichen werden können.
  • Eine wesentlicheVerbilligung der Betriebskosten wird bei diesem Knallgerät dadurch erreicht, daß die Ladestücke mit Kammern versehen sind, in die jeweils die Knalladung mit ihren Einzelteilen, wie Zündsatz, " Verpuffungsladu ng und Knallpfropfen., mit Hilfe von Meß- und Abfüllgeräten für sich getrennt oder auch auf einmal bzw. in Gruppen durch Vorderladung eingebracht wird. Die Rückseite der Ladeplatte dient dann zur Aufnahme der Zündhütchen, von denen eine Zündöffnung zur Ladung führt.
  • Wird auf diese Weise die Ladung in den Ladungsträger durch ein Pulvermeß- und -abfüllgerät reihenweise eingebracht, so zeichnet sich dieses Verfahren durch Billigkeit gegenr über der Verwendung fertiger Patronen aus, da man, abgesehen von der einfachen und bequemen Lademöglichkeit, die Patronenhülse spart. Die auswechselbaren. Ladungsträger werden selbstverständlich immer wieder von neuem benutzt. Sie können zwecks Gewichtsersparnis aus. Leichtmetall bzw. einer Leichtmetallegierung hergestellt sein. .
  • Es können, in die Ladestücke aber auch fertige Knallpatronen als Zentrailfeuer-, Randfeuer- oder Kapselmunition; eingesetzt - werden.
  • Benutzt man als Träger für die Zündsätze und Ladungen eine rechteckige Platte, so wird man die Öffnungen zur Aufnahme der Knallsätze in: mehreren Reihen nebeneinander gleichreihig oder auch versetzt anordnen. Bildet man die Ladeplatte als runde Scheibe aus, so werden ,die Öffnungen am besten auf einer Spirallinie angeordnet. Verwendet man als Ladungsträger eine Trommel bzw. Walze, so werden zweclanäßig die Öffnungen längs einer Schraubenlinie angeordnet. Auch können die Öffnungen in der Trommel in axialer Richtung verlaufen und dann ähnlich wie bei der runden flachen Scheibe auf konzentrischen Kreisen oder auch in einer Spirallinie angeordrtiet- sein.
  • Die Zündung kann: -mechanisch durch einen beispielsweise unter Federspannung gehaltenen Schlagbolzen erfolgen;. sie kann aber auch elektrisch vor sich gehen, wobei die einzelnen Zündstellen nacheinander durch einen Kontakt in, die Zündleitung eingeschaltet werden. Der Schlagbolzen kann entweder in Längsreihen herauf und-herunter nacheinander über clve einzelnen Zündkapseln bzw. Zündhütchen geführt werden. Es- können aber auch die in den Reihen nebeneinanderliegenden Ladungen auf einer Zickzacklinie oder auch in seitlich schräger Richtung nacheinander gezündet werden. Sind die Ladungen auf einer kreisförmigen Platte in einer Spirallinie angeordnet; so wird bei sich drehender Platte der Schlagstift radial verschoben. Bei einer Ladungsanordnung auf konzentrischen Kreisen kann die- -Zündjung in ähnlicher Reihenfolge wie ,bei der rechteckigen Platte vor sich gehen. An Stelle eines einzelnen- Schlagbolzens können aber auch mehrere angeoreet sein., die nacheinander in Tätigkeit treten. Es bleibt unbenommen, entweder den bzw. die Schlagbolzen über .die Ladungen hinwegzuführen und die Ladeplatte ortsfest anzuordnen oder aber auch die Schlagbolzen ortsfest zu machen und die Ladeplatte zu bewegen.
  • Die schlagartige Bewegung :des Zündbolzens kann entweder in bekannter Weise durch den Druck einer Schrauben-, Spiral- oder Blattfeder usw. erreicht werden, und die Spannung der .Feder sowie Auslösung :der Spannung kann durch Kurvenscheiben oder Zahnstangen ummittelbar oder auch durch Einschaltung von Zwischenteilen erfolgen. Es kann aber auch die Schlagbolzenfeder durch Gasdruck bzw. Rückstoß gespannt werden, wobei, dann die Einrichtung so: zu treffen ist, daß die Sperrung des Bolzens. dann ausgelöst wird; wenn sich unter dem Bolzen eine Zündstelle befindet< Der Antrieb für das Spannen, Auslösen sowie Weiterschalten des Schlagbolzens bzw. der Ladeplatte erfolgt durch Handantrieb odetr,durch einen Motor beliebiger Art.
  • Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele für :das. Knallgerät, und zwar Abb. 1, 2 und 3 mit Steuerung des Schlagbolzens .durch eine Zahnstange und Abb. io und i z mit Steuerung des Schlagbolzens durch eine Kurvenscheibe. Die verschiedenen Läduna-gsmöglichkeiten der Ladeplatte sind durch die Abb. q. bis 9 wiedergegeben.
  • Nach den Abb. 1, 2 und 3 sind auf der Ladeplatte i, .die mit Öffnungen 2 für die Aufnahme der Knallkörper versehen ist, Zahnstängen 3 befestigt, über die ein Hebel q. geführt wird; der an seinem vorderen: Teile den Schlagstift 5 trägt und durch-die Blattfeder 6 unter Spannung gehalten wird. Es sind mehrere solcher Schlaghebel q. in einem Rahmen 7 untergebracht; der eine Mutter 8 trägt, in welche eine Schraubenspindel 9 geschraubt ist. Wird diese ortsfeste Schraubenspindel gedreht, so bewegt sich der Rahmen 7 mit seinen Schlagstiften vorwärts, wodurch bei nacheinander versetzt angeordneten Zahnstangen, entsprechend Abb. 3, die Ladungen in ununterbrochener Reihenfolge nacheinander abgeknwlit werden.
  • Nach Abb. io werden die Schlagstifte io durch Kurvenscheiben i z gehoben und dabei die Schrau13enrfeder 12 gespannt. Entsprechend Abb.'ii wird die auf den Schlagstift io wirkende Federspannung dadurch ausgelöst, daß beim Weiterdrehen der Kurvenscheibe i i der Ansatz 21 dies Schlagstiftes in die Ausnehmiug der Kurvenscheibe gerät; wodurch der = Schlagbolzen unter Federdruck nach unten gestoßen wird. -Das Spannten und Auslösen - der Schlagbolzenfedern in Abhängigkeit von der Stellung bzw. Lage der an den Schlagbolzenstiften vorübergeführten Zündhütchen läßt sich auf jede beliebige und bekannte Art vornehmen und hat mit denn eigentlichen Wesen der Erfindung nichts zu tun..
  • Die Ladungsanordnung kann ganz verschieden ausgeführt werden. Nach Abb. 4. erfolgt die Zündung durch ein Zündhütchen mit Amboß 13; das Zündloch 14 führt zur Pulverladung 15, welche mach außen durch einen Pfropfen 16 o. dgl. abgeschlossen ist. Entsprechend Abb. 5 ist das Zündhütchen in der Ladeplatte i versenkt angeordnet; das Zündloch 14 verläuft vom Zündsatz zur Pulverladung 15, die gleichfalls nach außen durch einen Pfropfen 16 abgeschlossen ist. Abb. 7 zeigt ein Zündhütchen 17, das auf ein überstehendes Piston gesetzt ist.
  • Während die beschriebenen Ladungen (`ebb. 4, 5 und 7) Vorderladungen darstellen, wird die fertige Knallmunition entsprechend Abb. 6, 8 und 9 von der Rückseite eingeführt: Abb. 6 zeigt eine Patrone nach dem Kapselprinzip. Es wurde festgestellt, d'aß diese bisher nur für Viehschußapparate verwendeten Patronen sich auch für das Knallgerät gut eignen. Infolge Fehlens eines besonderen Zündhütchens lassen sich derartige Kapselpatronen äußerst billig. herstellen, wodurch sich auch ihre Verwendung in dem vorliegenden Knallgerät sehr wirtschaftlich gestaltet. Die Kapselpatronen bestehen im wesentlichen aus einer zylindrischen Hülse 22, auf deren Boden die Zündmasse 23 unmittelbar aufgebracht ist. In diese Hülse ist eine ringförmige Pulverladung 18 eingepreßt, die mit ihrem Hohlraum in der Mitte auf einen festen Amboß 24 zu stecken ist. Wird der Boden der Kapselpatrone durch einen Schlag von außen her getroffen, so wird ,der Zündsatz gegen den. Amboß geschlagen und zündet dadurch die Pulverladung.
  • Die Abb.8 zeigt eine Randfeuerpatrone, die durch den Pfropfen 16 nach außen abgeschlossen ist, während entsprechend Abb.9 die Randfeuerpatrone ßo nach: Art der üblichen Knallpatronen durch Zusammenzichen des Hülsenrandes geschlossen ist und keinen besonderen Pfropfen besitzt.
  • Für das Knallgerät lassen sich auch Knallladungen verwenden, die ohne weitere Verpuffungsladung nur einen Zündsatz enthalten, der gleichzeitig als Knalladung dient.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zum Vortäuschen von Maschinengewehrfeuer, bei welcher in die Kammern eines starren Ladungskörpers untergebrachte Knallpatronen oder Knallladungen durch eine von Hand betriebene Abfeuervorrichtung in beliebiger Reihenfolge zum Abknallen gebracht -werden, dadurch gekennzeichnet, daß die in einer Ladeplatte, Ladetrommel oder Ladewalze (i) fest umschlossen untergebrachten Knallpatronen oder Ladungen in mehreren Reihen oder gruppenweise angeordnet sind urid daß diese Reihen oder Gruppen von Knallpatronen bzw. Knalladungen durch ein oder mehrere Schlagstücke (5, 1o) zwecks Abfeuerns in beliebiger Feuerfolge bestrichen werden können.
  2. 2. Vorrichtung mach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Spannen und Auslösen der Schlagbolzenfeder (I2) durch eine Kurvenscheibe, Zahnstange oder einen anderen Kurventräger bewirkt wird, wobei entweder die Schlagbolzen (5, to) über den ortsfest angeordneten Ladungsträger (1) geführt werden oder aeber bei ortsfestem Schlagbolzenrahmen der Ladungsträger an den: Schlagbolzenstiften vorüberbewegt wird.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ,die knallerzeugende Ladung nebst Zündsatz wie bei den bekannten Vorderladungswaffen in dem Ladungskörper aufgenommen wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die für Viehschußapparate verwendeten Kapselpatronen (22) mit ringförmig eingepreßter Pulverladung (18) und auf dem Boden angebrachten Zündsatz (23) benutzt werden.
DEB161639D 1933-07-16 1933-07-16 Vorrichtung zum Vortaeuschen von Maschinengewehrfeuer Expired DE620285C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1077111B (de) * 1955-04-06 1960-03-03 Gerd Petri Spielzeugwaffe

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DE1077111B (de) * 1955-04-06 1960-03-03 Gerd Petri Spielzeugwaffe

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