DE619573C - Mit einer Foerderwalze ausgeruestete Vorrichtung zum selbsttaetigen und absatzweisen Foerdern einer einstellbaren Papierlaenge in Druckmaschinen - Google Patents
Mit einer Foerderwalze ausgeruestete Vorrichtung zum selbsttaetigen und absatzweisen Foerdern einer einstellbaren Papierlaenge in DruckmaschinenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Fördervorrichtung für Druckmaschinen, die mit
einer Förderwalze ausgerüstet ist und selbsttätig und absatzweise eine einstellbare Papier-S
länge fördert, wobei die Fördervorrichtung von einer mit gleichförmiger Geschwindigkeit
umlaufenden Antriebswelle aus unter Vermittlung von nur in einer Richtung bewegten
Maschinenteilen angetrieben wird.
Die Erfindung bezweckt, eine Fördervorrichtung zu schaffen, die mit äußerster Genauigkeit
arbeitet. Zu diesem Zweck wird nach der Erfindung das folgende, jeden toten Gang ausschaltende Getriebe vorgesehen. Auf
der Welle der Förderwalze und auf einer Zwischenwelle, die von der mit gleichförmiger
Geschwindigkeit umlaufenden Antriebswelle aus gedreht wird, sitzt je ein teilweise
verzahntes Zahnrad. Das eine der beiden Zahnräder sitzt frei drehbar auf der Welle
der Förderwalze und ist durch eine Gleitkupplung über die Zwischenwelle und eine
Antriebskette mit der Antriebswelle verbunden, läuft also, wie diese, mit gleichförmiger
Geschwindigkeit um. Das andre Zahnrad sitzt fest auf der Zwischenwelle. Das auf der
Welle der Förderwalze frei drehbare Zahnrad trägt eine Klinke, die in ein auf der Welle der
Förderwalze befestigtes Sperrad eingreift und von einer einstellbaren Abdeckschiene gesteuert,
d. h. zum Einfallen in die Zähne des Sperrads freigegeben und aus den Zähnen
ausgehoben wird,
Die beiden Zahnräder laufen in entgegengesetzter Richtung um, wenn ihre Zahne, in
Eingriff sind. Wenn die Zähne außer Eingriff sind, dreht die Antriebswelle über die Zwischenwelle,
die Gleitkupplung, das frei auf der Welle der Förderwalze drehbare Zahnrad,
die Klinke an dem Zahnrad und das Sperrad, in das die Klinke eingreift, die Welle der Förderwalze in der zu ihrem Antrieb
durch die Zähne der Zahnräder entgegengesetzten Richtung.
Es kommt darauf an, daß zwischen der Bewegung der mit gleichförmiger Geschwindigkeit
umlaufenden Antriebswelle (und der mit ihr gekuppelten Zwischenwelle) einerseits und
der Welle der Förderwalze andrerseits keinerlei Unstimmigkeit auftreten kann. In dem
Augenblick, in dem die Verzahnungen außer Eingriff kommen, muß die Klinke umgesteuert
werden, d. h. das Klinkenrad muß sofort seine Bewegung beginnen. Geschieht dies nicht, so beginnt die Klinke ihre Bewegung
zu spät und ist nicht an der richtigen Stelle zum Eingriff in das Sperrad bereit, wenn die
Verzahnungen der Räder wieder ineinander-
greifen. Die Beziehung zwischen der Bewegung der Antriebswelle und der Förderwalze
ist gestört.,
Bei Druckmaschinen sind bereits Kurbel- und Schwingengetriebe zwischen einer mit
gleichförmiger Geschwindigkeit umlaufenden Welle und einer Förderwalze vorgeschlagen
worden, um eine Papierbahn absatzweise zu fördern. Kurbel- und Schwingungsgetriebe
ίο haben den Nachteil, daß die Geschwindigkeit ihrer Bewegung wechselt und deshalb das zu
bedruckende Papier nicht immer straff gehalten wird. "
Außer Kurbel- und Schwingengetrieben sind zu dem angegebenen Zweck auch Getriebe
anderer Art vorgeschlagen worden, wie Schneckengetriebe, Sperradgetriebe, Getriebe
mit Zahnrädern, deren Zähne zum Teil abgeschnitten sind, Getriebe mit Schwinge und
ao Zahnsektor, endlich Getriebe mit Reibscheiben und Zahnrädern.
Alle diese Getriebe haben, abgesehen von der ungleichförmigen Bewegung, die die
Schwinge bei dem Getriebe mit Schwinge und Sektor hervorruft, den Nachteil, daß toter
Gang unvermeidlich ist. Getriebe mit totem Gang eignen sich aber nicht zum Antrieb des
die Klinke tragenden, auf der Welle der Förderwalze frei drehbaren Zahnrads. Ein Getriebe
mit totem Gang würde die Klinke erst umsteuern, nachdem es seinen toten Gang zurückgelegt hat. Der tote Gang kann, besonders
bei Getrieben mit hin und her gehender Bewegung wie beim Kurbel- und Schwingengetriebe,
so groß werden, daß er die feine Teilung des Sperrads überschreitet. Zudem ist er unberechenbar, da er nicht nur von der
Abnutzung, sondern auch von der Außentemperatur beeinflußt wird. Bei einem verhältnismäßig
groben Mechanismus, etwa, dem Kurbelgetriebe einer Dampfmaschine, stört
selbst ein großer Spielraum noch nicht wesentlich, bei einem Präzisionsmechanismus
aber, wie im vorliegenden Fall, muß jedes Spiel vermieden werden. Deshalb ist gemäß
der Erfindung die Gleitkupplung zwischen der Antriebswelle und der Zwischenwelle vorgesehen, die stets und ohne jedes Spiel eingriffsbereit
ist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Abb. ι zeigt einen Teil des Rahmens einer mit der· Fördervorrichtung gemäß der Erfindung
ausgestatteten Druckmaschine; Abb. 2 zeigt in größerem Maßstab und im Aufriß den Antrieb der Förderwalze von der
Zwischenwelle aus;
Abb. 3 ist der Grundriß der Anordnung nach Abb/2;
' Abb. 4 ist ein Schnitt längs der Linie A-B der Abb. 3, und
Abb. 5 zeigt eine Einzelheit der Anordnung nach Abb. 2 bis 4.
Im Rahmen 14 der Maschine ist die mit gleichförmiger Geschwindigkeit umlaufende
Antriebswelle α für die Förderwalze M gelagert. Der Antrieb der Maschine geht von
einem nicht dargestellten Motor o. dgl. aus, der durch Kette oder Riemen 140 ein Kettenrad
oder eine Riemenscheibe 141 auf der Hauptantriebswelle 142 treibt. Von hier geht
der Antrieb über ein Ritzel 143 zu einem Zahnrad auf der Welle a. Die Welle α trägt
die Druckwalze 144, der die Gegendruckwalze 145 gegenübersteht. Die Papierbahn P geht
von links nach rechts.
Auf der Welle α sitzt ein Kettenrad b. Von
diesem geht eine Kette c zu einem Kettenrad d auf einer Zwischenwelle e, die das eine
der beiden teilweise verzahnten Räder h trägt. Auf der Zwischenwelle e sitzt ein zweites
Kettenrad f, von dem eine Kette F zu einem frei um die Achse der Welle«! drehbaren
Kettenrad g läuft. Die Nabe des Kettenrads g. ist auf der rohrförmigen Nabe η des
zweiten teilweise verzahnten Rads k frei drehbar gelagert, wie Abb. 4 zeigt. Zwischen den
Naben der Räder g und k liegt ein Reibring 0,
Ein zweiter Reibring 0' liegt zwischen der andren Stirnseite der Nabe des Rads g und
einer Scheibe/), die auf der Wellem gleitet.
Federn q' sind zwischen die Gleitscheibe p und eine Gegenscheibe q auf der Welle m eingeschaltet,
um die Reibringe 0, 0' zu belasten. Auf der Welle m ist ein Sperrad r befestigt,
in das eine Klinke j greift. Die Klinke ist in einem Ansatz t des Zahnrads k um einen
Zapfen 5 gelagert und steht unter dem Druck einer Feder 3, die auf einen Stift 4 an der
Klinke wirkt. Die Klinke j umfaßt den Stift 5 mit einem Ausschnitt (Abb. 5), in dem
ein auf den Stift 5 abgestützter Federpuffer 6, 7 liegt, um die Stöße beim Einspringen
der Klinke in das Rad r zu dämpfen. An der Rückseite des Zahnrads r ist ein doppelarmiger
Hebel 21 um einen Stift 22 drehbar gelagert, dessen oberes, abgeschrägtes Ende
unter den Stift 4 der Klinke s greift, während sein unteres Ende sich mit einem Gummipuffer
23 gegen das Sperrad?' legt.
Von der Antriebswelle α aus wird das Kettenrad
g über die Zwischenwelle e mit gleichförmiger Geschwindigkeit in der Richtung
des aus Abb. 2 ersichtlichen Pfeils χ gedreht. Der gegenseitige Abstand der .Nuten 2 am
Umfang des Rads u ist ,entsprechend der
Länge des zu bedruckenden Papiers bemessen. Das bestimmt den Betrag der wirksamen
Oberfläche des Druck- bzw. Abzugszylinders. Das Rad u wird entsprechend eingestellt und
der Anschlags in die entsprechende Nuts
eingeführt.
Auf diese Weise wird der Abdeckring ν so gelagert bzw. festgestellt, daß nur eine bestimmte
Anzahl von Zähnen des Sperrads r freigegeben ist. Das bestimmt den Betrag
der Drehung des Rads k und der Welle m in
der Richtung des aus Abb. 2 ersichtlichen Pfeils y und gewährleistet, daß das zu bedruckende
Papier dem Druck- bzw. Abzugszylinder lediglich während der Druckperiode ίο zugeführt wird.
Das wird klar, wenn man sich vergegenwärtigt, daß infolge des beständigen Antriebs
des Kettenrads g in der Richtung des Pfeils χ das Rad h auf der Welle e umläuft und das
Rad k mittels des Reibungsgetriebes ebenfalls in der gleichen Richtung gedreht wird, daß
aber die Räder h und k nicht miteinander in Eingriff stehen, also nicht kämmen, und
die vom Rad k getragene Sperrklinke s leer,
d. h. ohne Wirkung, über die freigegebenen Zähne des Sperrads χ streicht.
Wenn die Zähne der Sektor räder h und k
miteinander in Eingriff kommen, was dem Beginn der Druckperiode entspricht, wird das
Rad k in der Richtung des Pfeils y gedreht,
wobei der Widerstand-des Reibungsgetriebes überwunden wird; durch die Sperrklinke s
wird das Sperrad r und infolgedessen auch die Welle m in der gleichen Richtung gedreht.
Die Weilern der Papierlieferrolle dreht sich somit um einen bestimmten Winkelbetrag und
fördert bzw. liefert Papier, bis die Sperrklinke s angehoben wird, weil sie bei v' mit
dem Nockenrand des Abdeckrings ν in Berührung kommt, der auf dem Einstellrad u sitzt.
Das Reibungsgetriebe zwischen dem Kettenrad g und dem Sektorrad k kommt wieder zur
Wirkung, sobald die Sektorzahnräder außer Eingriff gelangen; das Rad k dreht sich in der
Richtung des Pfeils jc, und die Sperrklinke s wird zurückgeführt, wobei sie über die freigegebenen
Zähne des Sperrads r streicht, das nun stillstellt. Dabei erleichtert der Unterschied
in den Durchmessern der Räder / und g eine rasche Rückkehr des Rads k und der
Sperrklinke s.
Man ersieht hieraus, daß die Welle« der Papierlieferrolle eine intermittierende Drehbewegung
erfährt, so daß das Papier dem Druck- bzw. Abzugszylinder entsprechend seiner wirksamen Druckfläche zugeführt wird
und diese Papierlieferung in der druckfreien Periode aufhört.
Die Sperrklinke j wird nicht nur durch die Blattfeder 3 gesteuert, die dem Stift 4 anliegt
und infolgedessen bestrebt ist, die Sperrklinke in Eingriff mit den Zähnen des Rads r zu
halten, sondern es ist auch der aus Abb. S ersichtliche Stift 5, auf dem die Sperrklinke
schwingbeweglich angeordnet ist, gleitbeweglich innerhalb des Gehäuses t angeordnet und
liegt einem Kolben 6 an, wobei eine Schraubenfeder 7 zusammengedrückt wird, die somit
als Dämpfer- oder Pufferanordnung dient, um den Stoß abzufangen, der auftritt, wenn die
Sperrklinke j sich einer Radialflanke eines Zahns des Sperrads r anlegt.
Schwingbeweglich an einem Stift 22 des Rads k ist ausweislich der Abb. 2 und 4 ein
Hebel 21 angeordnet, dessen unteres linde in Eingriff mit dem Sperrad r gehalten wird.
Das geschieht mittels des durch eine Feder ans Radr gedrückten Rings 23 aus Gummi
oder einem ähnlichen Werkstoff. Das obere Ende des Hebels 21 bildet eine geneigte
Klinfcenfläche 24 (Abb. 2), und diese Fläche liegt dem Stift 4 der Sperrklinke j. an.
Wenn die Drehrichtung des Rads k von der
durch den Pfeil y angegebenen Richtung in die durch den Pfeil χ verdeutlichte Richtung
umgekehrt wird, schwingt der Hebel 21 um
seinen Zapfen 22, und zufolge der Klinkenfläche
24 wird die Sperrklinke s angehoben und außer Berührung mit den Zähnen des
Sperrads r gehalten, solange der Leerrückgang dieser Sperrklinke dauert.
Auf der Welle e ist, wie aus Abb. 2 und 3 zu ersehen, eine Nockenscheibe 8 befestigt,
deren Außenrandfläche mit der Rolle 9 zusammenwirkt, die von der Stange 10 gehalten
wird, deren Außenende am einen Ende des Gelenkhebels 11 angelenkt ist. Das andre
Ende des Teils 11 und ein Ende der Stange 12'sind schwingbeweglich um den im Gestell
14 befestigten Zapfen 13. Ein Ende einer Schraubenfeder 15 ist am Zapfen oder Stift
16 des Maschinenrahmens 14 befestigt, während das andre Ende dieser Schraubenfeder
in den Zapfen oder Stift 17 an der Verlängerung des Gelenkhebels 11 eingehängt ist.
Das andre Ende der Stange 12 trägt einen Zapfen 18, der während des Leerrückgangs
der Sperrklinke .r deren Rückseite anliegt und sie. abstützt. Das geschieht bei der Drehung
des Rads k in, der Richtung des Pfeils x, während welcher Zeitspanne die Rolle 9 in Berührung
mit dem Teil 19 der Nockenscheibe 8 ist. Die aus Abb. 2 ersichtliche Nase 20 der
Nockenscheibe 8 hat das Bestreben, bei ihrem Auftreffen auf die Rolle 9 zu gewährleisten,
daß die Zähne der Sektorräder h und k in Eingriff kommen; dann läuft das Rad k mit der
Sperrklinke s in der durch den Pfeil y ange- · deuteten entgegengesetzten Richtung um.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Mit einer Förderwalze ausgerüstete Vorrichtung zum selbsttätigen und absatzweisen Fördern einer einstellbaren Papierlänge in Druckmaschinen, die von einer mit gleichförmiger Geschwindigkeit umlaufenden Antriebswelle aus unter Ver-mittlung von nur in einer Richtung bewegten Maschinenteilen angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Welle («) der Förderwalze (M) und auf einer Zwischenwelle (e) teilweise verzahnte, während des absatzweisen Förderns miteinander in Eingriff kommende Zahnräder (h und k) angeordnet sind, von denen das eine die Förderwalze (M) drehende Zahnrad (k) frei drehbar auf der Welle (ni) der Förderwalze sitzt und beim Nichtfördern von Papier durch eine Gleitkupplung (o) und eine Antriebskette (F) mit der mit gleichförmiger Geschwindigkeit umlaufenden Zwischenwelle (e) verbunden ist und hierbei gleichsinnig mit der Zwischenwelle (e) umläuft, daß ferner das Zahnrad (k) eine Klinke (s) trägt, die von einer einstellbaren. Abdeckschiene (v) gesteuert wird, und die nach dem Einfallen in ein auf der Welle (m) der Förderwalze (M) befestigtes Sperrad (r) dieses und die Förderwalze (M) beim Ineingriffkommen der Zahnräder (h, k) unter Überwindung des Widerstands der Gleitkupplung (0) so lange mitnimmt, bis die Klinke (5) aus dem Sperrad (r) wieder ausgehoben wird, worauf unmittelbar an-• schließend die Gleitkupplung (0) bewirkt, daß die Zahnräder (A, k) sich gleichsinnig drehen und die Förderbewegung unterbrechen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine von der gegenseitigen Bewegung zwischen Sperrad (r) .und Klinkenzahnrad (k) gesteuerte Einrichtung (21), die die Antriebszahnklinke (s) auswirft, sobald die Gleitkupplung in Wirkung tritt, und einen von der Antriebswelle (a) gesteuerten Fangstift (18), der die ausgeworfene Klinke (s) ausgeworfen hält, bis die Verzahnungen der teilweise verzahnten Räder (h, k) wieder in Eingriff gelangen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB619573X | 1932-02-01 |
Publications (1)
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH134820D Expired DE619573C (de) | 1932-02-01 | 1933-01-14 | Mit einer Foerderwalze ausgeruestete Vorrichtung zum selbsttaetigen und absatzweisen Foerdern einer einstellbaren Papierlaenge in Druckmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE619573C (de) |
-
1933
- 1933-01-14 DE DEH134820D patent/DE619573C/de not_active Expired
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