DE618995C - Erschuetterungsmesser - Google Patents

Erschuetterungsmesser

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DE618995C
DE618995C DEW93545D DEW0093545D DE618995C DE 618995 C DE618995 C DE 618995C DE W93545 D DEW93545 D DE W93545D DE W0093545 D DEW0093545 D DE W0093545D DE 618995 C DE618995 C DE 618995C
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01H—MEASUREMENT OF MECHANICAL VIBRATIONS OR ULTRASONIC, SONIC OR INFRASONIC WAVES
    • G01H1/00—Measuring characteristics of vibrations in solids by using direct conduction to the detector

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Apparatuses For Generation Of Mechanical Vibrations (AREA)

Description

  • Erschütterungsmesser Aus dem Bestreben heraus, zum Messen von Erschütterungen einen freihändig zu haltenden, in jeder Lage eire sichere Messung gestattenden Maximalbeschleunigungsmesser zu schaffen, wurde der vorliegende Erfindungsgegenstand durchgebildet: Man hat Geräte gebaut, die freihändig gehalten werden können und die Ausschlagweite einer Schwingung in vielfach vergrößertem Maßstab anzeigen. Diese Geräte bedingen jedoch eine verhältnismäßig schwere Handhabe, um ihr Gehäuse im Raume als feststehend betrachten zu können, sie haben infolge sehr schnell gegeneinander beweglicher Teile große Abnutzung und gestatten, auf die Maximalbeschleunigung nur bei bekanntem Schwingungsverlauf während einer Periode und bei bekannter Periodenzahl Schlüsse zu ziehen. Kurze, mehr schlagartige Stöße sind nur mit einem Messer festzustellen, welcher Maximalbeschleunigungen unmittelbar mißt.
  • Bekannt ist das Prinzip des Kontaktbeschleunigungsmessers nach Grunmach, bei dem eine träge Masse mit einer bestimmten Kraft durch eine Feder gegen einen Anschlag gedrückt wird, den der schwingende Körper bewegt. Wird die von der Masse weggerichtete maximale Beschleunigung des Anschlages größer als die durch die Federkraft auf die Masse ausgeübte, so hebt sich der Anschlag von der Masse ab, und durch Unterbrechung eines elektrischen Stromes, der durch die Berührungsstelle zwischen Masse 'und Anschlag fließt, wird dieser Vorgang festgestellt.
  • Es sind derartige Apparate bekannt, bei denen die Relativbewegung zwischen der trägen Masse und dem Anschlag geradlinig ist und auch solche, bei denen eine Relativdrehung um eine Achse stattfindet. Bei beiden Arten bestimmt außer der einstellbaren Federkraft auch noch das Eigengewicht der Masse den Kontaktdruck mit, so daß bei Benutzung des Apparates in schräger Lage die Einregulierung eine andere sein muß.
  • Bei einem freihändig zu benutzenden Gerät ist aber eine solche Einregulierung zu umständlich, denn eine Schräglage darf keinen Einfluß ausüben. Dieses läßt sich nur durch einen Apparat erzielen, bei dem die träge Masse um eine durch ihren Schwerpunkt gehende Achse schwingend gelagert ist.
  • Bei der Umwandlung der geradlinigen Schwingung einer Erschütterung in die Drehschwingungen einer Masse, können aber in deren Drehachse Gegenkräfte auftreten, die eine unkontrollierbare Schwingung dieser Achse selbst bewirken. Man ist nicht in der Lage, die Schwingungsachse entgegen diesen Kräften von Hand absolut starr festzuhalten. Man könnte die Achse höchstens in einer relativ schweren ruhenden Masse lagern, so daß deren Trägheit merkliche Achsenschwingungen unterdrückt, wie dies bei den obenerwähnten Ausschlaginessern bereits versucht wurde.
  • Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile, indem sie die Wirkungen der-in der Schwingungsachse sonst auftretenden Kräfte, dadurch völlig aufhebt, daß an der frei von Hand gestützten Achse zwei unter sich an den Kontaktstellen kraftschlüssig verbundene träge Massen je für sich schwingfähig gelagert sind, von denen die eine im Schwerpunkt unterstützt ist, während die andere exzentrisch gelagert ist und einen ebenfalls exzentrischen Angriffspunkt der zu messenden Beschleunigungskräfte hat. Diese Massen sind nun so bemessen und zur Drehachse so angeordnet, daß keine Komponenten der Beschleunigungen auf das Lager der Drehachse übertragen werden. Der Kraftschluß zwischen den beiden Massen erfolgt durch eine Feder, die einerseits exzentrisch an der im Schwerpunkt unterstützten Masse angreift und deren anderer, an dem Halter der Drehachse vorgesehener-Angriffspunkt relativ zu dieser verstellbar ist. So ist ein handlicher Apparat geschaffen, bei dem zu einer eingestellten Federspannung unabhängig von der Raumlage ohne weiteres nur ein bestimmter Ma-ximalbeschleunigungswert gehört.
  • Ein Ausführungsbeispiel ist in Abb. i schematisch dargestellt.
  • Durch einen Griff d werden die mit' diesem fest verbundenen Lagerschilde der Achse b frei von Hand getragen. Die träge Masse des Ringes a ist um die Achse b schwingfähig gelagert und in bezug auf sie statisch ausbalanciert. - Sie wird durch die an dem Lagerschild und am Ring a angreifende Zugfeder c mit dem am Umfange des Ringes befestigten Anschlage gegen einen Stift f gedrückt. Letzterer ist in -der ebenfalls um die Achse b schwenkbar, aber exzentrisch gelagerten Hilfsmasse g elektrisch isoliert befestigt. Die Masse g wird durch einen zweiten Griff i und durch die Stelze h von Hand gegen den Körper gedrückt, dessen Schwingungszustand untersucht werden soll. Die im Handgriff i befindliche Feder soll sicheren Kraftschluß der Stelze h gewährleisten und verhindern, daß auf die Hand des Untersuchenden die Schwingungen übertragen werden. Letzteres ist möglich, da der Apparat überhaupt nur zur Untersuchung von Schwingungen geringer Amplitude dient, wobei sich die Federspannung selbst nur unwesentlich verändert.
  • Die Stelze h überträgt die Schwingungen des Köpers k auf die Masse g und den an ihr befestigten Stift f und weiter über den Anschlag e auf die träge Masse. des Ringes a, Die- Stelze lt ist erfindungsgemäß in ihrer Pfanne nach allen Richtungen - gelenkig gelagert und vermag daher nur in ihrer Achsenrichtung auftretende Beschleunigungen auf g zu übertragen. Dabei führen die Massen g und a um die von Hand gehaltene Achse b die gleichen Drehschwingungen aus, solange die Drehbeschleunigung nicht den durch die Feder c zwischen e und ,f verursachten Kraftschluß aufhebt.
  • Die beiden Massen g und a sind dabei so zueinander abgestimmt, daß bei der kraftschlüssigen Kupplung durch die Stelze h keine Komponenten der Beschleunigungen auf das von Handgriff d getragene Lager der Achse b kommen, daß diese Achse also schwingungsfrei bleibt.
  • Die Bedingung hierfür ergibt sich au's der Vergleichbarkeit der hier vorliegenden Beschleunigung mit einem geraden exzentrischen Stoß. Über letzteren finden sich Angaben im Taschenbuch der Hütte, z. B. 23. Auflage igi9, Band I, S. 2,42. Die Bedingung dafür, daß bei solchem Stoß auf die Drehachse einer Masse in, keine Kräfte kommen, lautet dort a2 ?? i2 # e2, worin a2 die Entfernung des 2 Stoßpunktes von der Drehachse, e2 die Entfernung des Schwerpunktes -von der Drehachse, I2 das Trägheitsmoment in bezug auf die Drehachse und zn2 die auf die Stoßstelle reduzierte Masse bedeutet. Da das Produkt m2, e2 als statisches Moment bezeichnet wird und die Formel auch a" n12, e2 = I2 geschrieben werden kann, so 'lautet die Bedingung in Worten: Das statische Moment in bezug auf die Drehachse multipliziert mit der Entfernung des Kraftangriffs von dieser Ebene muß gleich sein dem Trägheitsmoment der Masse in. bezug auf die Drehachse. Im vorliegenden Falle, wo es sich um zwei Massen a und g handelt, die kraftschlüssig miteinander gekuppelt sind, ist in diese Bedingung einerseits die Summe der statischen Momente (oder, da das statische Moment von a. wegen statischer Auswuchtung gleich Null ist, nur das statische Moment von g) und andererseits die Summe der Trägheitsmomente in bezug auf die Achse b einzusetzen. Die Kraftangriffsentfernung ist diejenige der Stelzeh von der Drehachse b. Um Kräfte auf die Achse a quer zur Kraftrichtung zu vermeiden, muß der Schwerpunkt von g auf einer zu Kraftrichtung winkelrechten Ebene durch die Achse b liegen, und außerdem sollen zur Vermeidung von Kippmomenten auf diese Achse möglichst alle Massen symmetrisch zu einer durch die Kraftrichtung winkelrecht zur Drehachse b gelegten Ebene verteilt sein.
  • Durch relative Drehung des Handgriffs d um die Achse b zu dem Ring a und der Masse g wird erfindungsgemäß die Spannung der Feder c oder auch die wirksame Hebelarmlänge geändert und damit gleichzeitig der Kraftschluß zwischen e und f. Eine am Lagerschild vorgesehene Skala und ein an der Hilfsmasse g befindlicher Zeiger gestattet die Größe der den Kraftschluß herbeiführenden Kraft und die ihr entsprechende Beschleunigung abzulesen.
  • Die Aufsuchung der Maximalbeschleunigung geschieht in der Weise, daß man mit der rechten Hand den Griff i erfaßt und die Stelze la möglichst senkrecht gegen den Prüfkörper drückt und daß man den mit der linken Hand gehaltenen Handgriff d so lange um die Achse b von Hand schwenkt, bis vollständiger Kraftschluß zwischen e und f erreicht ist. Dies wird in bekannter Weise durch einen Kopfhörer m und eine Batterie l festgestellt, deren Stromkreis durch die Berührung von e und f geschlossen wird. Solange noch Stromunterbrechungen stattfinden, hört man ein Rasseln oder einen Ton. Wenn beim Linksherumschwenken des Handgriffs d das Geräusch im Telephon verschwindet, so ist der völlige Kraftschluß erreicht. Hierbei gibt der Zeiger an der Hilfsmasse g die Maximalbeschleunigung auf der Skala n an, und zwar in der durch die Lage der Stelze h gegebenen Richtung auf den zu untersuchenden Körper k. Der Apparat kann auch so durchgebildet werden, daß man durch Umtausch von lt und i die Maximalbeschleunigung in entgegengesetzter Richtung messen kann. Anstatt eines Kopfhörers kann auch ein anzeigendes Galvanometer dienen.
  • An Stelle der elektrischen Anzeigevorrichtung kann erfindungsgemäß ein mechanischer Anzeiger für den Kraftschluß vorgesehen werden, der in der Abb. 2 dargestellt ist. Es stützt sich der Stift e nicht unmittelbar gegen das Mitnehmerstück f1 an der Masse g, sondern es ist an der Masse g mit möglichst geringer Reibung frei drehbar eine Welle o gelagert, die eine träge Scheibe p trägt.
  • Diese Scheibe wird durch die Teileg, f1 und e zum Mitschwingen mit den Massen a und g veranlaßt. Ihre Massenteilchen führen dabei nicht nur eine Bewegung parallel zu der des Scheibenmittelpunktes aus, sondern drehen sich um die Achse o außerdem zusätzlich, und zwar genau in dem Maße, wie sich die Massen b und g uni die Achse b drehen. Die erforderlichen Winkelbeschleunigungen um die Achse o werden durch den zwischen o und den beiden Backen e und f1 auftretenden Klemmwiderstand ausgeübt. Sinkt die Spannung der Kraftschlußfeder c (Abb. r) fast bis auf den der Maximalbeschleunigung entsprechenden Wert herab, wird also der Anpressungsdruck der Backen e und f1 gegen die Welle o periodisch nahezu bis auf o herab vermindert, und die Reibung der Ruhe periodisch geringer als zur Aufrechterhaltung des schlupffreien Mitschwingens erforderlich ist, so tritt bei der Umkehrbewegung infolge der Trägheit der Scheibe p eine Weiterdrehung derselben im bisherigen Sinne -und ein zeitweiliges Gleiten zwischen den Backen und der Welle o auf, so daß bei Wiederholung dieses Vorganges stets in der gleichen Schwingungs= phase eine langsame ruckweise Drehung der Scheibe p relativ zur Masse g jedesmal nach der gleichen Richtung erfolgt und die Aufeinanderfolge dieser Drehungen durch das Auge bei genügend hoher Frequenz als zusammenhängende Drehung wahrgenommen wird.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCTIE: r. Auf dem Prinzip des Maximalbeschleunig ungsmessers nach G r u n m a c h beruhender Erschütterungsmesser, dadurch gekennzeichnet, daß an einer frei von Hand gestützten Achse (b) zwei unter sich an den Kontaktstellen kraftschlüssig verbundene träge Massen je für sich schwingfähig gelagert sind, von denen die eine (a) im Schwerpunkt unterstützt ist, während die andere (g) exzentrisch gelagert ist und einen ebenfalls exzentrischen Angriffspunkt der zu messenden Beschleunigungskräfte hat, wobei die Massen so bemessen und zum Angriffspunkt der Beschleunigungen und zur Drehachse (b) so angeordnet sind, daß keine Komponenten der Beschleunigungen auf das Lager der Drehachse übertragen werden.
  2. 2. Erschütterungsmesser nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftschluß zwischen den beiden Massen durch eine Feder (c) erfolgt, die einerseits exzentrisch an der im Schwerpunkt unterstützten Masse (d) angreift und deren anderer, an dem Halter der Achse (b) vorgesehener Angriffspunkt relativ zu dieser verstellbar ist.
  3. 3. Erschütterungsmesser nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zugfeder (c) verwendet wird, deren an dem Halter der Achse (b) vorgesehener Angriffspunkt im Kreise um diese Achse schwenkbar ist, so daß die Zugrichtung in der Nullage - durch die Drehachse geht. q..
  4. Erschütterungsmesser nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß zur übertragung der Beschleunigungen auf das Massensystem eine Stelze (h) dient, die an der exzentrisch gelagerten Masse (g) angreift.
  5. 5. Erschütterungsmesser nach Anspruch r und q., dadurch gekennzeichnet, daß die Stelze (h) an der exzentrisch gelagerten Masse in einer Pfanne nach allen Richtungen gelenkig gelagert ist.
  6. 6. Erschütterungsmesser nach Anspruch i oder q., gekennzeichnet durch einen zum Anpressen des Angriffspunktes der Beschleunigungengegen den Prüfkörper dienenden, vorzugsweise abgefederten Handgriff (i).
  7. 7. Erschütterungsmesser nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Anzeigemittel für die richtige Einstellung der Kraftschlußfeder eine an der exzentrischen Masse (g) frei drehbar gelagerte kleine träge Scheibe (p) dient, deren Welle (o) den..Kraftschluß überträgt.
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