DE809490C - Vorrichtung zur Verhinderung falscher Gewichtsabdrucke an Druckapparaten fuer Zeigerwaagen - Google Patents
Vorrichtung zur Verhinderung falscher Gewichtsabdrucke an Druckapparaten fuer ZeigerwaagenInfo
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Description
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die falsche Gewichtsabdrucke beim Bedienen des Druckapparates an
Zeigerwaagen vor dem Einspielen verhindert. Da jede Zeigerwaage unendlich viele Einspiellagen aufweist,
muß eine Vorrichtung, die die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe löst, so eingerichtet
sein, daß die Sperrung des Abdruckes unabhängig von der Einspiellage ist.
Nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß die Steuerung eines Sperrorgans gegen die Betätigung
des Abdruckes durch einen zweckmäßig gesondert angeordneten, mit der Waage verbundenen
Dämpfer erfolgt (nachstehend als Steuerdämpfer bezeichnet).
Der Anschluß der erfindungsgemäßen Steuerung an die Bewegung der Auswiegevorrichtung erfolgt
vorteilhaft deshalb über eine gesondert angeordnete Dämpfungseinrichtung (Steuerdämpfer), weil der
an der Waage üblicherweise vorhandene Dämpfer bedeutend größere Kräfte zu verrichten hat gegenüber
dem Steuerdämpfer nach der Erfindung, der nur mit kleinen Kräften arbeitet, weil'das durch
diesen zusätzlichen Dämpfer zu bedienende Steuerpendel leicht sein muß, um auch bei kleinen Ausschlägen
der Waage schon anzusprechen. Infolge der nur kleinen Kräfte am Steuerpendel wird eine
Rückwirkung auf die eigentliche Äuswiegevorrichtung vermieden.
Es ist an sich möglich, die zur Dämpfung der Schwingungen der Waage vorhandene Dämpfungseinrichtung für die Steuerung gemäß der Erfindung
zu verwenden. Der beispielsweise in der Zeichnung dargestellte getrennte Dämpfer für den Antrieb des
Steuerpendels bietet jedoch den Vorteil, daß dieses getrennt von dem Dämpfer der Waage eingestellt
werden kann. Während des Einschwingens der Waage dient der Steuerdämpfer nach der Erfindung
nur zum Übertragen der Kräfte auf das Steuerpendel, wogegen er nach dem Einspielen der Waage
auf das Steuerpendel selbst als Dämpfer wirkt, wobei dieser etwas später einspielt.
An Hand zweier Ausführungsbeispiele seien der allgemeine Erfindungsgedanke und weitere Erfindungsmerkmale
des näheren erläutert.
Abb. ι zeigt schematisch die Gesamtanordnung des zusätzlichen Dämpfers und des dämpfungsgesteuerten
Pendels nach der Erfindung;
Abb. 2 zeigt das dämpfungsgesteuerte Pendel mit der Sperrvorrichtung in vergrößertem Maßstab in
Seitenansicht und die
Abb. 3 die gleiche Vorrichtung im Grundriß;
Abb. 4 zeigt die Ausführung des dämpfungsgesteuerten Pendels mit Magnetdämpfer;
Abb. 5 zeigt die Vorrichtung nach Abb. 4 im Seitenriß.
In den Abb. 1 bis 3 ist mit 1 ein an dem Zwischenhebel
2 zwischen der Stützschneide 3 und dem Angriffspunkt 4 der Zugstange 5 angelenkter Dämpfungszylinder
bezeichnet. Der in dem Zylinder bewegliche Dämpfungskolben 6 wirkt auf ein Pendel 7
mit den Stützschneiden 10 und dem Tariergewicht 9. Gegenüber dem in Abb. 1 links an dem Zwischenhebel
2 gezeichneten üblichen Dämpfer stellt also der erfindungsgemäße Dämpfer eine Umkehrung
der bekannten Anordnung eines feststehenden Dämpfungszylinders und eines am Zwischenhebel
angelenkten Dämpfungskolbens dar. Würde der Dämpfungskolben für die erfindungsgemäße Steuerung
an dem Zwischenhebel 2 angelenkt sein, so würde eine Veränderung der ölfüllung die Einspiellage
des Steuerpendels verändern. Bei der umgekehrten Ausführung kann die ölfüllung mit der
Tariervorrichtung der Waage selbst austariert werden. Infolge der geringen Ausschläge des Steuerpendels
7 kann der Dämpfungskolben 6 fest mit dem Pendel verbunden sein. Der Dämpfungskolben
selbst liegt in einer Horizontalebene mit den Stützschneiden 10 (Abb. 2). Das Ende der in einem
Lager 11 geführten Kolbenstange 12 des Steuerkolbens
6 trägt eine Sperrplatte 13 mit einem Schlitz 14, der im Abstand des Hebelarmes ο parallel
zur Kolbenstange 12 verläuft und in der Vertikalebene der Stützschneiden 10 des Pendels 7
liegt. Ein von dem Druckknopf 15 des Druckers zu bedienender Sperrhebel 16 rastet mit seinem Fühlorgan
17 in der Ruhestellung des Steuerpendels in den Schlitz 14 ein, wenn der Druckknopf 15 zur Bedienung
des Abdruckes eingedrückt wird. Durch die Feder 18 wird der Sperrhebel 16 in Ruhestellung
außer Eingriff mit dem Steuerpendel gehalten. Wird der Druckknopf 15 zu früh, d. h. vor
Erreichen der Einspiellage der Waage bedient, so trifft das Fühlorgan 17 nicht auf den Schlitz 14 der
Platte 13; dadurch wird ein Einschalten des Druckwerks durch Arretierung des Druckknopfes 15 verhindert,
da das Steuerpendel 7 mit der Sperrplatte 13 noch nach rechts oder links ausgeschlagen ist
und erst nach Einspielen der Waage in der Mittelstellung zur Ruhe kommt. Bei zu frühem Einschalten
des Druckapparates geht der vom Fühlorgan 17 auf die Sperrplatte 13 ausgeübte Druck
durch die Stützschneiden 10 (Abb. 2), so daß das Steuerpendel dadurch keinen zusätzlichen Impuls
erhält
Eine am Steuerpendel 7 angeordnete Anzeigevorrichtung 19, die mit ihre Ausschläge begrenzenden
Anschlägen 20, 21 und dem Gegenzeiger 22 zusammenwirkt, ermöglicht die Beobachtung der Einspiellage,
so daß unnötiges Schalten des Druckknopfes 15 vor Erreichen der Einspiellage vermieden
wird. Die am Steuerpendel 7 angeordnete Tariervorrichtung 9 gestattet, Änderungen der Einspiellage
mit Hilfe der Anzeigevorrichtung 19, 22 zu beseitigen.
In den Abb. 4 und 5 ist die Ausführung des erfindungsgemäßen Steuerdämpfers als Magnetdämpfer
dargestellt. Ein Permanentmagnet 23 mit den dicht nebeneinanderliegenden Polen 25, zweckmäßig
auf metallkeramischem Weg aus einer bekannten Eisen - Aluminium - Kobalt - Nickel - Legierung
hergestellt, bildet mit dem am Neigungspendel befestigten Kupferblech 24 eine Dämpfungseinrichtung
dadurch, daß das Kupferblech mit dem Neigungspendel zwischen den Polen 25 (Abb. 5) hin
und her schwingt. Der Permanentmagnet 23 ist in ' seiner remanenzfreien neutralen Zone mit Schneiden
26 in Pfannen 27 pendelnd gelagert und erhält durch die Dämpfung während des Einspielens eine
Pendelbewegung mit der angelenkten Sperrplatte 13. Ein zwischengeschaltetes, verschiebbares Gewicht
28 gestattet die notwendige Einstellung des Schwerpunktes des Steuerpendels. Seitliche Arme
29 und Anschläge 30 bewirken eine Begrenzung der Schwingungsausschläge des Steuerpendels.
Auch hier kann der Druckknopf 15 zum Einschalten des Druckwerks erst bedient werden, wenn die
Sperrplatte 13 zur Ruhe gekommen ist und damit das Fühlorgan 17 am Hebel 16 in den Schlitz 14
einrasten kann.
Der Ausschlag des Steuerpendels nach der Erfindung kann auch in anderer Weise zur Verhinderung
des Gewichtsabdruckes benutzt werden, beispielsweise über eine fotoelektrische Abtastung
oder über elektrische Grenzkontakte o. dgl.
Claims (5)
1. Sperrvorrichtung zur Verhinderung falscher Gewichtsabdrucke bei Zeigerwaagen mit
Registriervorrichtung, gekennzeichnet durch die Steuerung eines Sperrorgans (13) gegen die
Betätigung des Abdruckes durch einen zweckmäßig gesondert angeordneten, mit der Waage
verbundenen Dämpfer (Steuerdämpfer 1, 6 bzw. 23).
2. Sperrvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung
eines Flüssigkeitsdämpfers als Steuerdämpfer
sein Dämpfungszylinder (ι) triit dem Hebelwerk
(2) der Zeigerwaage und der zugehörige Dämpfungskolben (6) mit einem Pendel (7 bis 10) gekuppelt
ist, welches das Sperrorgan (13) trägt, j
3. Sperrvorrichtung nach Anspruch 1, da- j
durch gekennzeichnet, daß der Steuerdämpfer als magnetischer Dämpfer (23) ausgebildet ist. ■
4. Sperrvorrichtung nach Anspruch 3, da- j durch gekennzeichnet, daß der magnetische
Steuerdämpfer als aus den bekannten Eisen-Aluminium-Nickel-Legierungen hergestellter
Permanentmagnet (Sintermagnet) ausgebildet ist.
5. Sperrvorrichtung nach Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Magnetdämpfer
(23) mit Schneiden (26) in Pfannen (27) ruht und mit dem Sperrorgan (13) als
dampfungsgesteuertes Pendel ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
O 884 7.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH227A DE809490C (de) | 1949-10-28 | 1949-10-28 | Vorrichtung zur Verhinderung falscher Gewichtsabdrucke an Druckapparaten fuer Zeigerwaagen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH227A DE809490C (de) | 1949-10-28 | 1949-10-28 | Vorrichtung zur Verhinderung falscher Gewichtsabdrucke an Druckapparaten fuer Zeigerwaagen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE809490C true DE809490C (de) | 1951-07-30 |
Family
ID=7422284
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH227A Expired DE809490C (de) | 1949-10-28 | 1949-10-28 | Vorrichtung zur Verhinderung falscher Gewichtsabdrucke an Druckapparaten fuer Zeigerwaagen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE809490C (de) |
Cited By (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE931914C (de) * | 1951-12-06 | 1955-08-18 | Bellka Waagenfabrik | Laufgewichtswaage |
| DE958777C (de) * | 1952-03-13 | 1957-02-21 | Butz & Leitz G M B H Maschinen | Einrichtung fuer Neigungswaagen zur Beschleunigung und anschliessenden Daempfung derPendelschwingungen |
| DE1042253B (de) * | 1952-12-08 | 1958-10-30 | Ici Ltd | Waegevorrichtung mit elektrischer Steuerung fuer die selbsttaetige Zufuehrung von Stoffen bestimmter Nettogewichte |
| DE1052126B (de) * | 1952-02-18 | 1959-03-05 | Ici Ltd | Waage |
| DE1053801B (de) * | 1957-04-04 | 1959-03-26 | Vogel & Halke | Sperreinrichtung fuer Druckwerke an Waagen |
| DE1177838B (de) * | 1957-07-19 | 1964-09-10 | Avery Ltd W & T | Anzeige- und/oder Registriervorrichtung fuer eine Waage mit einer sich selbsttaetig abgleichenden Messbrueckenschaltung |
-
1949
- 1949-10-28 DE DESCH227A patent/DE809490C/de not_active Expired
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