DE6171C - Neuerungen in Typenlinien und deren Herstellung - Google Patents
Neuerungen in Typenlinien und deren HerstellungInfo
- Publication number
- DE6171C DE6171C DENDAT6171D DE6171DA DE6171C DE 6171 C DE6171 C DE 6171C DE NDAT6171 D DENDAT6171 D DE NDAT6171D DE 6171D A DE6171D A DE 6171DA DE 6171 C DE6171 C DE 6171C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lines
- types
- production
- innovations
- brass
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 3
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 claims description 7
- 239000010951 brass Substances 0.000 claims description 7
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 2
- 238000004140 cleaning Methods 0.000 claims 1
- 238000003801 milling Methods 0.000 description 4
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 2
- 238000005266 casting Methods 0.000 description 1
- 230000001427 coherent effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41B—MACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
- B41B1/00—Elements or appliances for hand composition; Chases, quoins, or galleys
- B41B1/14—Composing rules, e.g. of brass
Landscapes
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
Description
1879.
Klasse 16.
HERMANN BERTHOLD in BERLIN. Neuerungen In Typenlinien und deren Herstellung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. Januar 1879 ab.
Die Erfindung bezieht sieh auf die zum Drucken von Tabellen angewendeten Typen,
Linien genannt, und hat den Zweck, solche Linien auf besondere Art herzustellen und ihnen
zugleich eine solche besondere Gestalt zu geben, dafs mit ihnen gedruckte Tabellen an den
Kreuzungen und Anstöfsen keine leeren weifsen Lücken zeigen.
In beiliegender Zeichnung stellen Fig. i, 2
und' 3 den Quer- und Längsschnitt und die Oberansicht eines Theils eines Liniensatzes in
der Deutlichkeit angemessen vergröfsertem Mafsstabe, mit Verwendung von Linien, die gemäfs
der neuen Erfindung gemacht sind, dar.
Fig. 4 ist ein Abdruck mit neuen Typen,
Fig. 5 und 6 ist eine Oberansicht und ein Querschnitt eines Theiles eines Liniensatzes
nach altem System,
Fig. 7 ein Abdruck mit den gewöhnlichen Typen,
Fig. 8 und 9 die Art der Bearbeitung der neuen Typen auf der Fräsemaschine..
Der Haltbarkeit wegen haben alle feinen Linientypen einen Kegel, der gröfser ist als
die linie selbst dick ist, wenn schon dies Verhältnifs bei den Messinglirtien ein geringeres
sein kann, als bei den aus Typenmetall gegossenen.
Beim Setzen der Linien zu Tabellen ist es zwar möglich, eine Art, meistens die senkrechten
α b, als zusammenhängende Linie zu bilden; die andere Art derselben, die auf den
ersteren rechtwinklig stehen, mufs dagegen aus kürzeren Stücken gebildet werden, und es werden
sich, eben weil der Kegel der durchgehenden Linie gröfser als die Liniendicke ist, an der
Oberfläche die kleinen Lücken, die in Fig: 6 sichtbar sind, zeigen. Beim Abdruck erscheinen
an diesen Stellen also Unterbrechungen e e, Fig. 7, der Querlinien. Wendet man Messinglinien
an, so können diese Lücken sehr klein ausfallen, aber bis jetzt doch. nicht ganz' vermieden
werden, da der Kegel stets gröfser ist als die Linie dick ist. Nur durch den zeitraubenden
· und umständlichen zweimaligen Druck sind Tabellen ohne Lücken an den bezeichneten
Punkten herzustellen, indem erst
die Längslinien und nachher
darüber gedruckt werden.
darüber gedruckt werden.
Ich forme, um diese Uebelstände zu beseitigen, die Linientypen, wie Fig. 1 zeigt, mit
Ueberhang nach beiden Längsseiten und zwar gebe ich denselben solche Neigung, dafs sie
sich genau an die konische Abschrägung des Kopfes der rechtwinklig zu ihnen stehenden
linien anschmiegt. Dadurch bildet die Oberfläche eines mit meinen Linien ausgeführten
Satzes, Fig. 3, fortlaufende, sich kreuzende Linien, die an den Kreuzungspunkten keine
Lücken haben und von denen der Abdruck, Fig. 4, keine Unterbrechungen bei e e zeigt.
Wollte man eben beschriebene Linientypen aus Schriftmetall giefsen, so würden die feinen
Spitzen des Ueberhangs, auf die es gerade am meisten ankommt, sehr bald verbogen oder
verstofsen sein. Da also ein Gieisen dieser Linien unzweckmäfsig und praktisch ganz ausgeschlossen
ist, so mache ich dieselben aus Messing und zwar auf folgende. Weise, die ich als Theil meiner Erfindung betrachte.
Aus Messingblech, von der dem Kegel entsprechenden Dicke, werden Streifen geschnitten,
die so breit sind wie die Typen lang sind. Die eine hohe Kante derselben wird durch
Hobeln oder Fräsen derart bearbeitet, dafs der Querschnitt der Streifen die in Fig 2 mit c d
bezeichnete Form annimmt. Nun werden die Streifen in genau rechtwinklige so lange Stücke
geschnitten, wie die Typen in der Richtung der Länge der Linie breit sein sollen, und von
diesen Stücken so viele neben einander auf die Längskante gestellt, als auf dem Schlitten h
einer Fräsemaschine, Fig. 8, Platz haben. Durch Schrauben/ an zwei Seiten werden alle Stücke
fest gegen passende Leisten g gedruckt und dann die Oberseite des so gebildeten Messingblockes
in die gewünschte Form gebracht, indem man ihn unter der passend geformten Fräse k fortgehen läfst. Der Block Typen
wird nun gewendet und auf dem an der Stelle m besonders zu dieser Arbeit geformten Schlitten /
einer zweiten Maschine befestigt, um das Unterlegen eines losen Zwischenstückes zu vermeiden
und die Arbeit zu beschleunigen. Nachdem die neue Oberfläche, wie vorher die erste, ge-
Claims (2)
- fräst ist, wird der Block aus einander ge nommen und die Typen sind bis auf das Abputzen ^fertig.Paten τ-Ansprüche:ι. Die Herstellung messingner Linientypen, auch kurzweg Linien genannt, mit Ueberhring, der der Form der konischen Ver-
- 2.jüngung des Kopfes der zu ihnen winkel recht stehenden Linien entspricht, der Hauptsache nach wie beschrieben und zu dem erklärten Zweck.Das Verfahren, diese eben näher beschriebenen Messinglinien mit .Ueberhang durch Hobeln und Fräsen, wie angegeben, herzustellen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6171C true DE6171C (de) |
Family
ID=284399
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6171D Active DE6171C (de) | Neuerungen in Typenlinien und deren Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6171C (de) |
-
0
- DE DENDAT6171D patent/DE6171C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3911858C2 (de) | ||
| DE2436970A1 (de) | Vorrichtung in mosaiknadeldruckkoepfen zum fuehren der druckernadeln | |
| DE6171C (de) | Neuerungen in Typenlinien und deren Herstellung | |
| DE536542C (de) | Walzwerk zur fortlaufenden Herstellung von Quervorspruengen an stabartigen Metallstuecken | |
| DE737550C (de) | Blechbiegepresse | |
| DE2847239A1 (de) | Extrudierform | |
| DE153729C (de) | ||
| DE171749C (de) | ||
| DE1602912A1 (de) | Verfahren zum Positionieren eines Werkstueckes gegenueber einer Werkzeugmaschine und Vorrichtung zur Durchfuehrung dieses Verfahrens | |
| DE192640C (de) | ||
| DE2460313B2 (de) | Sohlplatte für Walzgerüste | |
| DE622226C (de) | Teilvorrichtung fuer Zick-Zack-Stanzen zur Herstellung von Reihenstanzungen in Tafeln aus Blech o. dgl. | |
| DE269795C (de) | ||
| DE137129C (de) | ||
| DE3712167C2 (de) | ||
| DE2807443C2 (de) | Verfahren zum reproduzierbaren Herstellen von insbesondere Oberflächenmustern in Einsatzplatten | |
| DE856993C (de) | Saugform zum Giessen von Gegenstaenden aus Stoffbrei und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| DE212191C (de) | ||
| DE556440C (de) | Rippenplatte mit etwa in der Schienenrichtung verlaufenden Laengsrippen | |
| DE227326C (de) | ||
| DE255635C (de) | ||
| DE1218276B (de) | Vorrichtung zum Lochen von flaechenhaften Werkstuecken | |
| DE260318C (de) | ||
| DE435991C (de) | Kurzschrift-Schreibmaschine | |
| DE631508C (de) | Vorrichtung zum Abgiessen von in einem Handsetzschiff gesetzten Matrizen in einer nach Art einer Matrizensetz- und Giessmaschine ausgebildeten Zeilengiessmaschine |