DE616286C - Verfahren zum Einbringen Iumineszierender Stoffe in elektrische Entladungsgefaesse - Google Patents

Verfahren zum Einbringen Iumineszierender Stoffe in elektrische Entladungsgefaesse

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DE616286C
DE616286C DEP68721D DEP0068721D DE616286C DE 616286 C DE616286 C DE 616286C DE P68721 D DEP68721 D DE P68721D DE P0068721 D DEP0068721 D DE P0068721D DE 616286 C DE616286 C DE 616286C
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Germany
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vessel
luminescent substance
binder layer
layer
electrical discharge
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Expired
Application number
DEP68721D
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English (en)
Inventor
Otto Fritze
Dr Alfred Ruettenauer
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Osram GmbH
Original Assignee
Patent Treuhand Gesellschaft fuer Elektrische Gluehlampen mbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
    • C09K11/00Luminescent materials, e.g. electroluminescent or chemiluminescent
    • C09K11/02Use of particular materials as binders, particle coatings or suspension media therefor

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

Description

  • Verfahren zum Einbringen lumineszierender Stoffe in elektrische Entladungsgefäße Zusatz zum Patent 536 98o Im Hauptpatent 536 98o ist ein Verfahren zum Einbringen lumineszierender Stoffe in elektrische Entladungsgefäße beschrieben, bei welchem auf die Innenwand des Entladungsgefäßes vorerst ,eine Schicht eines in der Wärme flüchtigen Bindemittels und dann auf diese Bindemittelschicht eine Schicht des lumineszierenden Stoffes aufgetragen wird. Die vorzugsweise aus Glycerin oder aus einem Gemisch von Glycerin und Borsäure bestehende Bindemittelschicht wird darauf durch Wärmeeinwirkung beseitigt, und zwar durch Erhitzen des Röhrengefäßes auf eine zur Verdampfung des Bindemittels ausreichende Temperatur von etwa Zoo bis 25o° C, so daß alsdann an der Innenwand des Röhrengefäßes nur noch die Schicht des lumineszierenden Stoffes haftet.
  • Erfindungsgemäß wird nach dem Auftragen des lumineszierenden Stoffes auf die Bindemittelschicht im Innern des Entladungsgefäßes ein geringer überdruck hergestellt und dann das Gefäß weit höher als bisher, nämlich bis zum Erweichen, erhitzt. Gegebenenfalls kann aber das Erhitzen auch gleichzeitig mit der .Erzeugung des Überdruckes im Gefäßinnern erfolgen. . Diese viel höhere Erhitzung des Röhrengefäßes hat neben feiner restlosen Verdampfung des Bindemittels eine wesentlich bessere Haftung des lumineszierenden Stoffs an .der Gefäßinnenwandung zur Folge, da die Partikelchen des lumineszierenden Stoffs ganz oder mindestens zum Teil in die Innenfläche :des erweichten Gefäßes einsinken und mit diesem sowie auch untereinander verschmelzen. Die Lumineszenzstoffsehicht hat daher auch nach Beendigung des Erhitzungsvorganges eine glatte glasige Oberfläche, während bei seiner nur bis zur Verflüchtigung des Bindemittels gesteigerten Erhitzung die Luminesaenzstoffschicht eine rauhe, körnige Oberfläche besitzt. Der im Gefäßinnern erzeugte geringe Überdruck verhindert andererseits, daß sich das Gefäß bei der sehr starken Erhitzung einzieht oder sonstwie deformiert.
  • Die bei Durchführung des neuen Verfahrens erreichte wesentlich bessere Haftung der Lumineszenzstoffschicht gibt sogar die Möglichkeit, die Röhre nachträglich beliebig zu biegen und Rohrteile stückweise aneinanderzuschmelzen, ohne daß :die Gefahr eines stellenweisen Abspringens der Lumineszenzstoffschicht entsteht. Auch lassen sich nunmehr dickere Lumineszenzstoffscbichten sicherer an der Gefäßinnenwand anbringen, wodurch bei eingeschalteter, also im Betrieb befindlicher Röhre eine gleichmäßigem Fluoreszenzwirkung und bei ausgeschalteter Röhre das Aussehen einer guten Opalglasröhre erreicht wird.
  • Um die Haftung der Lumixneszenzstoffschicht an der Gefäßwandung noch mehr zu steigern, hat es sich als zweckmäßig erwiesen, die Innenwand des Röhrengefäßes vor dem Aufbringen der Bindemittelschicht zu mattieren. Hierdurch wird gleichzeitig auch schon vor dem Erhitzen ein besseres Haftren der Bindemittelschicht .erreicht und verhindert, daß diese von der Gefäßinnenwandung stellenweise abläuft, was dann zu einer ungleichmäßigen Ausbildung der Lumineszenzstoffschicht führt.
  • Der Erhitzungsgrad richtet sich nach der Art des verwendeten Glases. Bei aus üblichem Thüringer Glas hergestellten Entladungsgefäßen hat sich beispielsweise eine Erhitzung auf 55o bis 6oo° C als geeignet erwiesen. Die Größe des überdruckes richtet sich nach den Abmessungen der Röhre und insbesondere der Wandstärke. In der Regel genügt ein Überdruck von etwa 0,2 bis o,5 Atm. Der Überdruck wird zweckmäßig mittels einer an den Entlüftungsstutzen des Entladungsgefäßes angesetzten Druckluftleitung hergestellt. Es kann aber auch das mit atmosphärischer Luft gefüllte Entladungsgefäß vor dem Erhitzen hermetisch geschlossen werden, worauf sich bei der Erhitzung durch Ausdehnung der eingeschlossenen Luft im Entladungsgefäß von selbst ein Überdruck von ausreichender Höhle einstellt. In jedem Fall sind die entstandenen Bindemitteldämpfe mit Aufheben des Überdruckes zu beseitigen.
  • Als einzubringender Lumineszenzstoff kann in bekannter Weise Zinksulfid, Zinksilikat, Calciumwolframat, Magnesiummolybdat u. a. m. verwendet werden. , Die Erfindung läßt sich in gleicher Weise auch bei elektrischen Lampen mit stromdurchflossenem. Leuchtkörper verwenden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Einbringen lumineszierender Stoffe in elektrische Entladungsgefäße, bei welchem die Innenwand des Entladungsgefäßes mit seiner Bindemittelschicht überzogen, auf diese Bindemittelschicht eine Schicht des lumineszierenden Stoffes aufgetragen und dann die Bindemittelschicht durch Wärmeeinwirkung beseitigt wird, nach Patent 536 98o, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Auftragen des lumineszierenden Stoffes auf die Bindemittelschiclit im Innern des Entladungsgefäßes lein geringer Überdruck hergestellt und das Gefäß gleichzeitig oder anschließend bis zum Erweichen erhitzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, .dadurch gekennzeichnet, daß die Innenwand des Entladungsgefäßes vor dem Anbringen der Bindemittelschicht mattiert wird.
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