DE615940C - Vorrichtung zur Erzeugung von UEberzuegen auf Puppen elektrischer Elemente durch Tauchen - Google Patents
Vorrichtung zur Erzeugung von UEberzuegen auf Puppen elektrischer Elemente durch TauchenInfo
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Description
Vorrichtungen zur Erzeugung von Überzügen auf Puppen elektrischer Elemente durch
Tauchen, bestehend aus einem endlosen, die Puppen an Haltemitteln durch ein Tauchgefäß
führenden Ketten-, Band-, Seil- ο. dgl. Zug, sind bereits bekannt. Dieselben haben
den Nachteil, daß das Aufnehmen und Ablegen der Puppen durch die Haltemittel nicht
selbsttätig vor sich geht.
Ferner ist auch schon vorgeschlagen worden, bei der Herstellung elektrischer Batterien
die Batteriegefäße (Zinkbecher) selbsttätig und fortlaufend mit den einzelnen Bestandteilen
einer elektrischen Batterie zu
H5 füllen; die Gefäße werden dabei durch sich
über die ganze Gefäßhöhe erstreckende Klammern an Band-, Ketten-, Seil- o. dgl. Zügen
gehalten. Abgesehen von der Verschiedenheit des \^erwendungszweckes leiden diese Einrichtungen
an dem Mangel, daß sämtliche Vorgänge beim Aufnehmen der Gefäße, beim Füllen und Ablegen durch besondere
zusätzliche Antriebsmittel bewerkstelligt werden.
Demgegenüber kennzeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Erzeugung
von Überzügen auf Puppen elektrischer Elemente dadurch, daß die Haltemittel, durch
welche die Puppen an einem Ketten-, Band-, Seil- o. dgl. Zug befestigt sind und durch das
Tauchgefäß geführt werden, aus bei Vorbeigang an Anschlägen gegen Federkraft sich
öffnenden Zangen bestehen, die selbsttätig die Puppen von einem Vorrat aufnehmen und die
Puppen nach dem Tauchen selbsttätig ablegen. Die Zangen können an Querleisten eines Parallelkettenzuges befestigt sein; dabei
besitzen zweckmäßig die Führungszahnräder des Kettenzuges im Abstand der Querleisten
Lücken für den Eingriff der Quer- ^0 leisten. Der Zug kann über mit Umfangsrillen
versehene Scheibenräder geführt sein, wobei die Köpfe der Nieten oder Schrauben der
Querleisten durch Eingriff in diese Rillen die Führung bilden. Das Nachfüllen des Tauchgefäßes
erfolgt selbsttätig in Abhängigkeit von der Flüssigkeitsentnahme; dies geschieht
beispielsweise aus einem mit dem Tauchgefäß verbundenen, im übrigen geschlossenen Vorratsbehälter,
in welchen bei Sinken des Tauchgefäßspiegels unter eine bestimmte Grenze Luft eintritt und so das Nachströmen von
so viel Flüssigkeit bewirkt, als nötig ist, um den Lufteintritt wieder zu sperren.
Die beiliegenden Figuren zeigen eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Maschine,
und zwar
Fig. ι einen schematischen Aufriß,
Fig. 2 einen zugehörigen Grundriß,
Fig. 3 eine zugehörige Seitenansicht,
Fig. 2 einen zugehörigen Grundriß,
Fig. 3 eine zugehörige Seitenansicht,
Fig. 4 die Aufnahmevorrichtung in Einzeldarstellung,
Fig1. 5 die- Abgabe vor richtung in Einzeldarstellung,
Fig. 6 einen Grundriß zu Fig. 5,
Fig. 6 einen Grundriß zu Fig. 5,
Fig. 7 die Aufnahme- und Abgabestelle in Ansicht,
Fig. 8 einen Schrägriß zu Fig. 7, Fig. 9 eine Zange im Grundriß und
Fig. 10 das Tauchgefäß mit selbsttätiger Nachfüllvorrichtung.
Gemäß den Fig. 1 bis 3 ist auf einem geeigneten Rahmen 1 eine Vielzahl von Führungsrädern
2 und 3 angeordnet, über welche schlangenförmig ein endloser Kettenzug 4 läuft; die Kette ist, wie aus Fig. 8 deutlich
■hervorgeht, als Doppelparallelkette ausgebildet; demzufolge bestehen die Führungsräder 2 und 3 je aus einem Satz von zwei auf
gleicher Achse sitzenden Scheiben, die zwischen sich einen Zwischenraum 5 einschließen
(Fig. 3). Die Rädersätze 2 sind als Zahnräder ausgebildet, die Rädersätze 3 hingegen als
Scheiben mit Umfangsrillen 6 (Fig. 8). Die beiden Teile der endlosen Kette sind in geeigneten
Abständen durch Querleisten 7 miteinander verbunden, welche die Haltezangen 8 tragen. In gleichen Abständen besitzen die
Zahnräder 2 größere Lücken 9 für den Eingriff der Querleisten 7 (Fig. 8). Die Querleisten
sind auf der Kette durch Schrauben befestigt, deren Köpfe 10 in die Rillen 6 der
Scheibenräder 3 eingreifen und so die Führung bilden. Der Kettenzug wird elektromotorisch
von einem Ritzel 11 angetrieben, welches mit einem der Zahnräder 2' durch
eine Kette 12 gekuppelt ist. Die Transportrichtung des Zuges ist durch Pfeile angedeutet.
Die Zangen 8 besitzen die aus Fig. 9 im Grundriß ersichtliche Stellung, d. h. jeder
Zangenschenkel ist in der zugehörigen Querleiste schwenkbar gelagert; die beiden Griffenden
der Zange sind durch eine Feder 1-3 zusammengehalten; die freien Enden 14 der
Zangenschenkel stehen nach hinten über die Querleiste 7 vor und bewirken durch Wechselwirkung
mit Anschlägen das Öffnen und Schließen der Zange. Die geöffnete Stellung ist in Fig. 9 gestrichelt angedeutet.
go In "Fig. ι ist die Stelle, an welcher das
Aufnehmen der zu tauchenden Puppen erfolgt, schematisch mit 15 und die Stelle, an
welcher die Abgabe der getauchten und getrockneten Puppen erfolgt, schematisch mit 16
bezeichnet; die Puppen selbst tragen die Bezeichnung 17. Selbstverständlich können auf
einer Querleiste 7 mehrere Zangen nebeneinander angeordnet sein. Die an der Stelle 15
aufgenommenen Puppen werden durch das Tauchgefäß 18 geführt, legen sodann den
Trockenweg über die Räder 3 und 2 zurück, ι um schließlich an der Stelle 16 wieder abgelegt
zu werden. Die Fig. 8 zeigt die Maschine in dem Augenblick, in welchem bei 15 eine Puppe aufgenommen und bei 16
eine Puppe abgelegt wird. Bei 15 ist ein Vorrat an noch aufzunehmenden Puppen zu
sehen, desgleichen bei 16 eine größere An-•zahl
von bereits abgelegten Puppen. Die Aufnahmevorrichtung ist in Fig. 4 in vergrößertem
Maßstab zur Darstellung gebracht. Die Vorratspuppen liegen auf einer schiefen Ebene 19, deren tiefster Punkt 20 der Lage
entspricht, in welcher das Erfassen der augenblicklich in dieser Lage befindlichen Puppe
vor sich geht. Bevor die in Tätigkeit tretende Zange diese Puppe erreicht, gleiten ihre freien
Enden 14 an Anschlägen 21 und 22 vorbei, welche eine sich nach oben verjüngende Führung
bilden. Dadurch werden die Zangenschenkel 14 unter Öffnung des Zangenmaules
entgegen der Wirkung der Feder 13 einander genähert (Fig. 9 gestrichelt), derart, daß das
Zangenmaul im Augenblick der Freigabe der Schenkel 14 durch die Anschläge 21,22 griffbereit
gegenüber der an dem tiefsten Punkt 20 der schiefen Ebene 19 liegenden Puppe steht.
Im Augenblick der Freigabe durch die Anschläge 21,22 schließt sich das Zangenmaul
unter dem Einfluß der Feder 13 und faßt damit die Puppe. Diese wird, wie bereits erwähnt,
durch das Tauchgefäß 18 gezogen und sodann auf dem schlangenförmigen Weg über
die Räder 3 und 2 getrocknet. Das Ablegen der getrockneten Puppe vollzieht sich (Fig. 5
und 6) in ähnlicher Weise dadurch, daß die Zangenschenkel unmittelbar vor Erreichung
des Punktes 16 zwischen sich verjüngenden Anschlägen 23 und 24 einläuft, wodurch das
Zangenmatil geöffnet und die Puppe auf ein
Laufband 25 abgelegt wird.
Dieser Vorgang wiederholt sich fortlaufend, sooft eine Zange an den Anschläg>en 21,22
bzw. 23,24 vorbeigeht.
Bei jedeni Durchgang einer Puppe durch
das Tauchgefäß wird eine bestimmte Menge von Flüssigkeit entnommen, welche nachgefüllt
werden muß. Auch dieses Nachfüllen geht selbsttätig vor sich. Zu diesem Zweck ist
an das Tauchgefäß 18 eine Zuleitung 26 (Fig. 10) angeschlossen, welche mit einem
im übrigen geschlossenen Vorratsbehälter (Ballon) 27 in Verbindung steht. Solange das
Tauchgefäß normal gefüllt ist, liegt der Flüssigkeitsspiegel 28 um ein geringes über
der oberen Kante 29 der Mündung 30 der Zuleitung 26. Sobald der Flüssigkeitsspiegel
des Tauchgefäßes durch Flüssigkeitsentnahme unter die Kante 29 sinkt, tritt durch die
Leitung 26 Luft in den Vorratsbehälter 27 und bewirkt dadurch das Nachströmen von
Flüssigkeit in das Tauchgefäß 18, bis der
615 Ö4Ö
Flüssigkeitsspiegel steigt und die Mündung 30 wieder vollständig abschließt.
Die schiefe Ebene 19 kann natürlich der Schräglage nach, der Breite und Länge nach
verstellbar ausgebildet sein, um Puppen verschiedenen Querschnitts und verschiedener
Länge tauchen zu können.
Claims (6)
- Patentansprüche:I.Vorrichtung zur Erzeugung von Überzügen auf Puppen elektrischer Elemente durch Tauchen, bestehend aus einem endlosen, die Puppen an Haltemitteln durch ein Tauchgefäß führenden Ketten-, Band-, Seil- o. dgl. Zug, dadurch gekennzeichnet, daß diese Haltemittel aus bed Vorbeigang an Anschlägen (21, 22, 23 und 24) gegen Federkraft sich öffnenden Zangen bestehen, die' selbsttätig die Puppen von einem Vorrat aufnehmen und die Puppen nach dem Tauchen selbsttätig ablegen.
- 2. Vorrichtung· nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zangen (8) an Querleisten (7) des Parallelkettenzuges (4) befestigt sind.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungszahnräder (2) des Kettenzuges (4) im Abstand der Querleisten (7) Lücken (9) für den Eingriff der Querleisten (7) besitzen.
- 4. Vorrichtung· nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zug (4) über mit Umfangsrillen (6) versehene Scheibenräder (3) geführt ist, wobei die Köpfe (10) der Nieten oder Schrauben der Querleisten (7) durch Eingriff in diese Rillen (6) die Führung bilden.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Nachfüllung des Tauchgefäßes (18) selbsttätig in Abhängigkeit von der Flüssigkeitsentnahme erfolgt.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch. 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Nach- 4-5 füllung des Tauchgefäßes (18) aus einem mit demselben verbundenen, im übrigen geschlossenen Vorratsbehälter (27) erfolgt, in welchen bei Sinken des Tauchgefäßspiegels (28) unter eine bestimmte Grenze Luft eintritt und so das Nachströmen von so viel Flüssigkeit bewirkt, als nötig ist, um den Lufteintritt wieder zu sperren.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG86036D DE615940C (de) | 1933-07-23 | 1933-07-23 | Vorrichtung zur Erzeugung von UEberzuegen auf Puppen elektrischer Elemente durch Tauchen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG86036D DE615940C (de) | 1933-07-23 | 1933-07-23 | Vorrichtung zur Erzeugung von UEberzuegen auf Puppen elektrischer Elemente durch Tauchen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE615940C true DE615940C (de) | 1935-07-19 |
Family
ID=7138323
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG86036D Expired DE615940C (de) | 1933-07-23 | 1933-07-23 | Vorrichtung zur Erzeugung von UEberzuegen auf Puppen elektrischer Elemente durch Tauchen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE615940C (de) |
-
1933
- 1933-07-23 DE DEG86036D patent/DE615940C/de not_active Expired
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