DE615485C - Selbsttaetige Glasblasmaschine - Google Patents

Selbsttaetige Glasblasmaschine

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DE615485C
DE615485C DEW91492D DEW0091492D DE615485C DE 615485 C DE615485 C DE 615485C DE W91492 D DEW91492 D DE W91492D DE W0091492 D DEW0091492 D DE W0091492D DE 615485 C DE615485 C DE 615485C
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glass
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KARL WITTRIN
ALEXANDER RUHMANN
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KARL WITTRIN
ALEXANDER RUHMANN
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/12Blowing glass; Production of hollow glass articles starting from a ribbon of glass; Ribbon machines

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)

Description

  • Selbsttätige Glasblasmaschine Die Glasblasmaschinen nach dem Förderbandprinzip, bei denen. das zu verarbeitende Glas in Gestalt eines Glasbandes den Formvorrichtungen zugeführt wird, haben den großen Vorteil einer außerordentlichen Leistung, die von keiner Glasformmaschine anderer Bauart im entferntesten erreicht wird. Diesem großen Vorteil steht -der Nachteil gegenüber, daß die durch Fehlblasungen entstehende große Ausschußmenge den Vorteil cler großen Leistung bieder zunichte macht.
  • Der Grund der Fehlblasungen liegt in der Erschwerung einer länglichen Külbelbildung, da auf Glasblasmaschinen nach- dem Förderbandprinzip ein mechanisches Ausziehen der Külbel während ihrer Bildung durch Schwenken unmöglich ist, weil die Külbel an den Öffnungen des Förderbandes hängen. Umeine regelrechte längliche Külbelbildung auf diesen Maschinen zu erhalten, ist es notwendig, daß der Luftdruck während des äußerst empfindlichen Blasvorganges genau nach einer für jeden Glasartikel besonderen und verwickelten Kurve verläuft. Hierbei ist zu erwähnen, daß diese Kurven das gemeinsame Merkmal einer mehrmaligen Schwankung des Luftdruckes haben. Verläuft der Blasvorgang mit nur geringfügiger Abweichung von der richtigen Kurve, so entstehen Fehlblasungen, die sich in einer unzulässigen Ungleichheit der Wandstärken der anzufertigenden Glasgegenstände äußern. Die Empfindlichkeit des Blasvorganges ist so groß, daß schon bei äußerlich kaum merkbaren Abweichungen des Blas.druckes von der richtigen Luftdruckkurve sofort Durchblasungen oder Anhäufungen des Glases am unteren Teil der Glasgegenstände entstehen. Ganz besonders nachteilig sind diese Erscheinungen, wenn es sich um Anfertigung dünnwandiger Glasgegenstände handelt, wie z. B. Glühlarnpenkolben. An diese technischen Glasartikel werden ganz besonders große Anforderungen der Güte sowie der Maßhaltigkeit und Gleichmäßigkeit :der -Wandstärken gestellt. Aber gerade Glühlampenkolben sind infolge ihrer in Frage kommenden .großen Menge ein gegebener Glasartikel zur Herstellung auf Glasblasmaschinen nach dem Förderbandprinzip.
  • Der Gegenstand der Erfindung beseitigt die oben aufgezählten Nachteile und bedeutet daher eine Verbesserung und Ausbildung dieser Maschinen. Die Erfindung besteht in folgenden Maßnahmen: Jedes Glied des Blasförderbandes hat seine eigene Luftquelle. Diese Luftquelle besteht aus einem Luftzylinder mit freibeweglichen Kolben. Der zum Blasen erforderliche Luftdruck entsteht dadurch, daß beim Durchlaufen :der Zylinder auf der oberen Bahn des Förderbandes die freibeweglichen Kolben vermöge ihres Eigengewichtes zur Deckelseite der Luftzylinder niedersinken und dadurch durch die am Boden befindlichen Blasrohre frische Luft in die Zylinder einsaugen. Nach i-bergang der Luftzylinder auf die untere Arbeitsbahn des Förderbandes befinden sich die Kolben im oberen Teil der Luftzylinder, wodurch unter der Wirkung des Eigengewichtes der Kolben im unterenRaum der Luftzylinder die zum Blasen erforderliche Druckluft erzeugt wird.
  • Da die Kolben in sämtlichen Luftzylindern der Maschine das gleiche Gewicht haben und die Wirkung sämtlicher Kolben und Zylinder den gleichen Gesetzen unterworfen ist, so wird auch die Luft in allen Zylindern den gleichen Druck haben. Durch den Fortfall äußerer Übertragungsmittel für Übertragung der Druckluft auf die in Fahrt befindlichen Blasvorrichtungen können auch keine schädlichen Beeinflussungen des Blasvorganges infolge von Störungen in diesen äußerst verwickelten Übertragungsmitteln eintreten.
  • Durch Verwendung von geteilten Dichtungsteilen aus künstlicher (elektrographi-, tischer) Kohle für die Zylinderkolben wird eine Schmierung der Kolben bzw. der Zylinderwände umgangen, wodurch mechanische Beeinflussungen auf die Wirkung der Kolben infolge schlechter Schmierung bzw. Verschmutzung oder Verharzung des Schmiermittels vermieden werden. Infolge federnder Anordnung der Dichtungsteile im Kolben ist einer . Beeinflussung der Kolben durch die Wärmeausdehnung vorgebeugt.
  • Die erforderliche sanfte und mikrometrisch genaue Regelung des empfindlichen Blasvo.rganges wird durch in den Blasrohren angeordnete Drosselventile erreicht. Diese DrosselventiIe haben quer zur Achse der Blasrohre angeordnete Feingewindespindeln,wobei eine Gegenspindel es gestattet, ähnlich wie bei den Mikrometern, eine sehr genaue Einstellung des Luftdurchlaßspaltes im Ventil zu erreichen.
  • Während des Blasvorganges rollen die Hebelrollen der Ventilspindeln auf einem in seinen Krümmungen einstellbaren Kurvenband aus Metall, dessen Krümmungen die Luftdruckkurve des Blasvorganges des jeweils anzufertigenden Glasgegenstandes darstellen.
  • Die Zeitregelung bzw. die Regelung der Weglänge für die Külbelbildung wird durch eine Einrichtung mit verstellbaren Nocken erreicht, die es gestattet, diese Regelung während des Laufes der Maschine und ohne Änderung der Geschwindigkeit derselben zu bewirken und die Aufsatzstelle der Blasköpfe auf das laufende Glasband einzustellen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Auflaufnocken für Betätigung der Blasvorrichtungen auf in der Bahnrichtung verstellbaren Schlitten angeordnet sind, wobei die Nocken seitlich weggeschwenkt werden können.
  • Die Erfindung wird im folgenden durch ein auf den Zeichnungen dargestelltes Ausführungsbeispiel erläutert: Abb. i zeigt in schematischer Darstellung die Wirkungsweise der Maschine in den Hauptzügen, Abb.2 den kinematischen Plan der Maschine, Abb.3 die schematische Darstellung der Einrichtung zur Regelung der Weglänge bzw. der Zeit für die Külbelbildung, Abb. q. dasselbe in Draufsicht, Abb. 5 die Vorderansicht der Blasvorrichtung im teilweisen Schnitt, Abb. 6 dasselbe in linker Seitenansicht, Abb. 7 und 8 die Vorderansicht und Draufsicht der Dichtungsteile für die Kolben der Blasvorrichtungen, Abb. 9 die Seitenansicht eines verstellbaren Kurvenbandhalters.
  • Wie aus der schematischen Darstellung nach Abb. i zu ersehen ist, wird das aus dem Glasofen fließende heiße Glas i in der für :Maschinen der in Frage kommenden Art üblichen Weise zwischen gekühlten Walzen und 3 zum Glasband geformt. Der Walzenkörper 3 hat runde Vertiefungen q., wodurch das heiße Glasband runde Erhöhungen 6 erhält, welche durch das eigentliche Glasband 5 verbunden sind. Das aus den Walzen laufende heiße Band legt sich auf die Plattformen 7 des Förderbandies K1. Die runden Erhöhungen 6 des heißen Glasbandes legen sich dabei genau auf die runden Öffnungen der Plattformen 7. Das genaue Aufliegen der runden Erhöhungen 6 auf die Öffnungen in den Plattformen 7 wird durch ein Differentialgetriebe mit Übersetzung durch Zahnstange (89 bis 95, Abb. z) erreicht.
  • Unter der Wirkung des Eigengewichtes tritt ein Durchhängen des plastischen Glases ein, wodurch in dem in den Öffnungen der Plattformen 7 befindlichen Glas Vertiefungen 6' (entstehen, die eine ganz bestimmte Größe erreicht haben müssen, bevor die Blasköpfe Saufgesetzt werden können. Die Wegstrecke a, auf -der ,sich die Vertief engen 6' bilden, wird auf diesen Maschinen durch Längsverschiebungen der Maschine bewerkstelligt. Das Walzenpaar :2 und 3 bleibt hierbei unter dem fließenden Glasstrang i stehen.
  • Nach dem selbsttätigen Aufsetzen der Blasrohrköpfe 8, die mit den Luftzylindern 9 v erbenden sind, beginnt das Verblasen der KüI-bel i o.
  • Die vorbeschriebenen Einzelheiten sind bekannt und nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
  • Im Gegensatz zu den bekannten Glasblasmaschinen dieser Art hat die vorliegende Maschine selbsttätige Blasvorrichtungen mit folgender Wirkungsweise: Die auf den einzelnen Gliedern des Blasförderbandes K2 angeordneten Luftzylinder 9 haben freibewegliche Kolben g'. Während der Fahrt auf der oberen Bahn des Blasförderbandes sinken unter der Wirkung des Eigengewichtes die freibeweglichen Kolben 9' in den Luftzvlindern nach unten. Die frische Luft tritt durch die Blasrohre 8 in die Zylinder ein, während durch eine regelbare Üfnung in den Deckeln der Zylinder die Luft aus der zweiten Hälfte der Zylinder austritt.
  • Nach Übergang der Luftzylinder auf die untere Bahn des Förderbandes befinden sich die Kolben im oberen Teil. der Luftzylinder, und jetzt wird unter der Wirkung des Eigengewichtes der Kolben im unteren Teil der Zylinder die zum Blasen erforderliche Druckluft erzeugt.
  • Zur genauen selbsttätigen Regelung des Luftdruckes während des Blasvorganges im Külbel dienen die in den Blasrohren 8 angeordneten Drosselventile mit Mikrometerspindel, deren Hebelrollen i i (Abb. 9) auf dem einstellbaren Kurvenband 12 aufliegen. Während der Fahrt und zugleich während des Blasvorganges rollen die Hebelrollen der Drosselventile auf dein Kurvenband ab, wodurch die Durchlaßspalten der Ventile entweder erweitert oder verengt werden oder auch unverändert bleiben, je nach den Krüminungen des Kurvenbandes z2.
  • -Nach Durchlauf der regelbarenWegstreckeb muß die Vorblasung der Külbel io vollendet sein. Auf vorliegender Maschine ist die Wegstrecke b während des Ganges der Maschine regelbar.
  • Am Ende der Wegstrecke b schließen sich die Blasformen 13, die in bekannter Weise mit den dazugehörigen Betätigungsmechanismen auf den Gliedern 14 des Formförderbandes K3 angeordnet sind. Während der Fahrt auf der Wegstrecke c rotieren die geschlossenen Formen in der bei Maschinen dieser Art üblichen Weise, wobei gleichzeitig die in den Formen befindlichen Külbel zum fertigen Glasgegenstand geblasen werden. Am Ende der Wegstrecke c öffnen sich die Formen 13, ,wobei die Formenhälften zu beiden Seiten der am Förderband Klhängenden Glasgegenstände zu stehen kommen. Die geöffneten Formen gehen auf die untere Bahn des Förderbandes über und tauchen hier in eine Wanne mit Kühlwasser 18. Während die geöffneten Formen nach unten schwenken, werden die Blasköpfe selbsttätig vom Glasband abgehoben, worauf sie auf die obere Bahn des Blasförderbandes übergehen, wo das Einsaugen der Frischluft in die Luftzylinder stattfindet.
  • Die fertiggeformten Glasgegenstände werden am Förderband K1 hängend geradlinig weitergeführt, worauf die Beseitigung des überschüssigenGlasbandes in bekannter Weise durch eine rotierende Scheibe 15 stattfindet. Die Glasgegenstände fallen hierauf durch die Wirkung einer Klöpfvorrichtün_ g in ein Transportförderband K4.
  • Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildenden Blasvorrichtungen (Abb. 5 bis 8) bestehen aus den auf dem Förderbandglied i9 befestigten Luftzvlindern 2o, in welchen sich der. freibewegliche Kolben 41 befindet. Ani unteren Teil des Zylinders sind zwei Blasrohre 22 angeordnet, auf deren unterem Ende sich eine Hülse 23 mit dem eigentlichen Blaskopfmundstück 2.1. in axialer Richtung bewegen kann. Durch ein Isniehebelsystem 25, 26 und 27, das mit der Traverse 28 in Verbindung steht, kann durch Auflaufen der Rollen 29 auf schräge Nocken der Blaskopf 24 während der Fahrt der Blasvorrichtung auf das vom Glasförderband geführte heiße Glas aufgesetzt bzw. von ihm abgehoben werden. Mit dem Aufsetzen des Blasrohrkopf es wird zugleich der Luftkanal 30 geÖffnet. Die Druckfeder3i dient zum Ausgleichen kleiner Höhenunterschiede. , Die Rollen 29 sämtlicher Blasvorrichtungen der Maschine können auf die gleiche Höhe zur schiefen Ebene der Auflaufnocken genau eingestellt werden. Dieses wird durch Winkelveränderung der Hebel 27 vermittels der Stellschrauben 32 erreicht.
  • Um eine sanfte und genaue Regelung des Luftdruckes bzw. der Luftdruckschwankungen während des Blasvorganges zu erhalten, sind in den Blasrohren Drosselventile vorgesehen, die quer zur Achse der Blasrohre angeordnete Gewindespindeln 33 und 39 besitzen, wobei die Gegenspindel 39 es gestattet, eine mikrometrisch genaue Einstellung des Durchlaßspaltes 38 im genauen Verhältnis zur Nulllage der Hebelrollen 35 zu erhalten.
  • Die Gewindespindel 33 trägt den Betätigungshebel 34., dessen Rolle 35 durch die Drehwirkung der Feder 36 nach unten gedrückt wird. Diese Rollen liegen auf einem in beliebige Krümmungen verstellbaren Metallband 57 auf (siehe auch 12, Abb. i), so daß während der Fahrt der Blasvorrichtungen die Hebelrollen den Krümmungen des Bandes 37 folgen und dadurch der Durchlaßspalt 38 entsprechend der dem Blasvorgang eigenen Luftdruckkurve vergrößert oder verkleinert wird bzw. sich gänzlich schließt oder unverändert bleibt.
  • Um ein gleichbleibendes Arbeiten der Kolben in den Luftzylindern unabhängig von der Wärmeausdehnung sowie unabhängig vom Schmiermittel zu gewährleisten, sind die Kolben wie folgt ausgeführt: Die Kolben bestehen aus dem Mittelstück 40, auf dem die plangeschliffenen Metallscheiben .a.1 und 42 mit entsprechendem Gleitsitz aufgesetzt sind. Der Durchmesser dieser Scheiben ist etwas kleiner als der Innendurchmesser der geschliffenen Zylinderwände, so daß diese Scheiben die Luft nicht vollständig abdichten. Zwischen diesen Metallscheiben befinden sich zwei aus zwei Hälften bestehende Scheiben 4.3, 4.b 45 und 46 (Abb. 7 und 8) aus künstlicher Kohle, z. B. elektrographitischer Kohle. Diese Kohlenscheiben dienen als eigentliche Dichtungsscheiben und haben demgemäß einen entsprechenden Durchmesser. Die Planflächen der Kohlenscheiben sind ebenfalls genau bearbeitet. Die Druckfedern 47 drücken die Scheibenhälften 43 bis 46 gegen die Innenwände des Zylinders.' Damit die Luft nicht an den Stoßstellen der Scheibenhälften hindurch kann, werden die Scheibenhälften um 9o° verdreht aufeinander gelegt (Abb.7 und 8). Um ein Sichverdrehen der Scheiben zu verhindern, sind Stifte 48, die in Nuten der Kohlenscheiben hineinragen, vorgesehen (Abb. 5). Um ein Durchdringen der Luft längs der Stoßfugen zu verhindern, sind in den Stoßfugen Ansätze L9 vorgesehen (Abb.6). Die kleinen Druckfedern in der oberen Metallscheibe drücken das ganze Scheibensystem des Kolbens unter sanftem Druck zusammen. Infolge Verwendung von künstlicher Kohle braucht der Kolben keine Schmierung, da elektrographitische Kohle sich nicht durch Reibung auf Metall einfrißt. Da auch der Unterschied infolge von Wärmeausdehnung durch die Nachgiebigkeit der Dichtungsflächen der Kolben ausgeglichen wird, hat der Kolben eine gleichbleibende Reibung. Sämtliche Kolben einer Maschine werden auf ein bestimmtes Gewicht geeicht. Durch die aufgezählten Maßnahmen wird auch der Luftdruck im Zylinder gleichbleibend sein und in sämtlichen Zylindern der Maschine dieselbe Größe haben.
  • Die verstellbaren Halter des Kurvenbandes haben folgende Beschaffenheit (Abb. 9). Das Kurvenband 12 liegt zwischen zwei Rollen 125 und 126, wobei die obere Rolle schmaler ist, damit die Ventilrolle i i für ihren Lauf genügend Platz hat. Die Rollen 125 und i-26 sind auf feststehenden Achsen an der Rundführung 122 angebracht. Vermittels Skalenrad 121 und 127 und Gewindespindel kann die Rundführung mit den Bandrollen in senkrechter Richtung verstellt werden. Die Anschlagschraube i24 begrenzt hierbei die Höchstlage der Rollen.
  • Auf an der Maschine parallel zur Förderbahn angebrachten Parallelführungen i i6 sind eine Anzahl Kurvenbandhalter aufgestellt. Vermittels Kurbel iig, die mit der Welle und Zahnrad 117 in Verbindung stehen, können die Halter in der Längsrichtung der Maschine verstellt werden. Die Enden des Kurvenbandes sind auf Trommeln aufgewickelt, die ihrerseits durch Zugfedern in Spannung gehalten werden; letzteres ist auf der Zeichnung nicht gezeigt.
  • Auf Abb. 3 und 4 ist die Einrichtung zur Regelung der Wegstrecke b dargestellt. Die Auflaufnocken ioo sind auf Schlitten 97 auf waagerechten Achsen drehbar angeordnet. Die genuteten Wellen io6 tragen axial verschiebbare Schnecken, die in die Schneckenräder io,- eingreifen. Die Kurbel io5 dient zum Wegschwenken der Auflaufnocken, was den Zweck hat, anfangs ein Aufsetzen der Blasköpfe zu vermeiden, solange nicht der Arbeitsvorgang auf der Wegstrecke a eingestellt worden ist. Vermittels des Handrades i o2, das mit der Leitspindel98 in Verbindung steht, können während des Laufes der Maschine sowie während des Blasvorganges die Schlitten 97 mit den Nocken ioo in der Bahnrichtung des Bahnförderbandes verstellt werden. Durch diese Verstellung der Auflaufnocken wird erreicht, daß die Länge der Wegstrecke b eingestellt werden kann, d. h. die Zeit für den Vorgang der Külbelbildung kann eingestellt werden, ohne die Geschwindigkeit der Maschine zu vermindern.

Claims (6)

  1. PATENTANTSPRÜCHE: i. Selbsttätige Glasblasmaschine, bei der das zu verarbeitende Glas als Band auf einer mit Öffnungen versehenen Förderbahn zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die mit den Öffnungen der Förderbahn zusammenwirkenden Blasköpfe Luftzylinder mit freibeweglichen Kolben besitzen, so daß auf der oberen Bahn des die Blasköpfe tragenden Förderbandes die Zylinder selbsttätig frische Luft einsaugen und auf der unteren Bahn die unter der Wirkung des Eigengewichtes der Kolben erzeugte Druckluft als Blasluft zur Bildung der Külbel und Fertigblasung .der Glasgegenstände austritt.
  2. 2. Glasblasmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als Dichtung für die Zylinderkolben geteilte Scheiben (43 bis 46) aus künstlicher Kohle (elektrographitischer Kohle) verwandt werden.
  3. 3. Glasblasmaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drosselventile der Blasvorrichtungen quer zur Achse der Blasrohre (22) angeordnete Gewindespindeln besitzen, wobei .die Gegenspindel (3g) eine mikrometrische Einstellung des Durchlaßspaltes (38) des Ventils im genauen Verhältnis zur Nulllage .der Rolle (35) des Ventilhebels ermöglicht.
  4. 4. Glasblasmaschine nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Luftdruckschwankungen während des Blasvorganges die Hebelrollen (i i bzw. 35) der Luftdrosselventile je auf einem zwischen Rollen (r25, 126) gehaltenen einstellbaren Metallband (i2) abrollen, wobei zum unbehinderten Durchgang der Hebelrollen (35) die obere Rolle (126) !entsprechend schmaler gehalten ist.
  5. 5. Glasblasmaschine nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß zur Krümmung des Metallbandes (i2) im Verhältnis zur Luftdruckkurve des Blasvorganges die verstellbaren Bandhalter auf parallel zur Bahn des Blasförderbandes angeordneten Parallelführungen (1i6) verschiebbar und mit senkrecht verstellbaren Rollenführungen (z22) versehen sind, so daB durch Änderung der Zwischenräume zwischen den Bandhaltern sowie Höhenänderung der Halterollen (I25, 126) dem Kurvenband (i2) die erforäerlichen Krümmungen erteilt werden können.
  6. 6. Glasblasmaschin@e nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsatzstelle der Blasköpfe durch in der Bahnrichtung angeordnete Auflaufnocken verstellbar ist, die auf Schlitten (97) mittels Spindel (98) parallel zur Bahn des Blasförderbandes verschiebbar sowie mittels genuteter Welle (io6) und Schneckenübersetzung (1o3) schwenkbar sind, so daß die Zeiteinstellung für die Bildung der Külbel während des Blasvorganges durch Änderung der Weglänge (b) ohne Verminderung der Geschwindigkeit und ohne Stillsetzen der Maschine erreicht wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE752895C (de) * 1938-08-12 1953-02-23 Corning Glass Works Glasformmaschine
DE881725C (de) * 1938-08-12 1953-07-02 Corning Glass Works Abschervorrichtung

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE752895C (de) * 1938-08-12 1953-02-23 Corning Glass Works Glasformmaschine
DE881725C (de) * 1938-08-12 1953-07-02 Corning Glass Works Abschervorrichtung

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