DE614482C - - Google Patents

Info

Publication number
DE614482C
DE614482C DENDAT614482D DE614482DC DE614482C DE 614482 C DE614482 C DE 614482C DE NDAT614482 D DENDAT614482 D DE NDAT614482D DE 614482D C DE614482D C DE 614482DC DE 614482 C DE614482 C DE 614482C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
oil
ethyl cellulose
swelling
linseed oil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT614482D
Other languages
English (en)
Publication of DE614482C publication Critical patent/DE614482C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L1/00Compositions of cellulose, modified cellulose or cellulose derivatives
    • C08L1/08Cellulose derivatives
    • C08L1/26Cellulose ethers

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung kolloidaler Quellmassen Durch das Patent 523 300 ist ein Verfahren zur Herstellung kolloidaler Quellmassen unter Schutz gestellt, welches darauf beruht, daß elluloseäther mit Harzen oder Ölen oder finit Harzen und Ölen bei einer Temperatur vcin _8o bis 3oo° C miteinander verschmolzen ",i-i-dcn. Die so gewonnene kolloidale Quelliii"isse känn mit solchen Lösungsmitteln ver-(Iiiiiiit werden, in .welchen die Öle oder das i)1-13:ii-z-Gemisch sich löst, die Quellkörper cl:il;cpcn nicht ünd worin diese letzteren quell-I:ilii" bluibun. .Die auf diese Weise gewonnene (,)uelliii2issc@ Hil;t sich als Porenfüller verwenden, induni sie I:einölirnis, Möbellack oder Lackiarbcn zul;c-s(-tzt wird; ebenso ist sie als Zusatz bei dur Ilci-stellung von Mattlack geeignet.
  • Weitere Versuche haben ergeben, daß sich die Ausführung des Verfahrens nicht auf die Anwendung der Temperaturen von 28o bis 300° C. beschränkt, sondcrii daß man auch bei niedrigeren Temperaturen, etwa bei 2oo° C beginnend, brauchbare Quellinassen von gleicher oder ähnlicher Beschaffenheit herstellen kann.
  • Während beim Zusammenschmelzen von 1-ein-öl, Standöl und Äthylcellulose unter Anwendung einer Temperatur von i 2o° C keine homogene Masse erhalten wird und eine Verbindung der Äthylcellulose mit dem Öl nicht zustande kommt, ist dieses der Fall, sobald die Temperatur auf Zoo bis 28o° C gesteigert wird. Während. die Verschmelzung bei höheren Wärmegraden schneller vor sich geht, muß bei 200° C und darüber entsprechend länger verschmolzen werden. -Zur Ausführung des Verfahrens werden z. B. 8o Teile @einölstandöl und 2o Teile Äthylcellulose bei einer Temperatur. von 26o° C 15 Minuten lang unter gleichmäßigem Umrühren verschmolzen.' Zur Herstellung. einer Firnismischung. werden 2o Teile dieser Quellmasse in 8o Teile Leinölfirrlis und i o Teile Schwerbenzin verteilt.
  • Weiterhin läßt sich die Erfindung in folgender Weise ausführen: i. .2o bis 4o Teile Äthyleellulose, niedrigviscos, werden mit 8ö bis 6o Teilen Leinöl bei 24o° C miteinander verschmolzen, bis eine homogene Masse entstanden ist, was in ungefähr i/2 Stunde erreicht ist. 5 bis 2o % der erhaltenen Schmelzmasse .. werden j e nach der erwünschten Porenfüllwirkung zu einer fertigen Fußbodenlackfarbe gemischt. Zweckmäßig wird die Farbe mit dieser Masse vermahlen, um eine möglichst innige und kornfreie Mischung zu erzielen. Die Lackfarbe muß auf gute Streichfähigkeit mit io bis 20 o/o Kristallöl verdünnt werden. Das Endprodukt ist eine Fußbodenlackfarbe, welche mit schönem Glanz hart auftrocknet.
  • 2. i o Teile Äthyloellulose, niedrigviscos, werden mit 9o Teilen Leinöl bei etwa 22o° C bis zur vollkommenen Lösung der Äthyleellulose in dem Leinöl verschmolzen, was nach 2 bis 3 Stunden der Fall ist. Man erhält ein Schmelzprodukt von standölartiger Konsistenz, welches mit i 2o Teilen Kristallöl auf Streichfähigkeit zu verdünnen ist. Der Zusatz von Sikkativ erfolgt in der für Firnis und Lacke bekannten Weise. Das erhaltene Produkt ist ein sog. Sparfirnis, welcher auf poröser Grundfläche bei einmaligem Aufstrich eine dichte Grundierung ergibt, auf welcher jeder nachfolgende Anstrich, ohne wegzuschlagen, stehenbleibt. An Stelle von 9o Teilen Leinöl können auch Gemische von Leinöl und Holzöl, z. B. 7o Teile Leinöl und 2o Teile Holzöl, verwendet werden. Hierdurch wird die Trokkenkraft des Produktes und die Widerstandskraft gegen Feuchtigkeit erhöht. Zum Verdünnen der erhaltenen Cellulose schmelzprodukte ist insbesondere das sog. Kristallöl geeignet, welches die Eigenschaft hat, die Äthylcellulosequellmasse nicht zu lösen, sondern in Quellung zu erhalten. Kleine Zusätze von Terpentinöl, bis zu 30 % des angewendeten Kristallöles, können ohne weiteres erfolgen, da auch hierbei noch keine Lösung der Äthylcelluloseschmelze eintritt-Das Verfahren kann auch so ausgeführt werden, daß statt der 8o Teile Leinölstandöl des Beispiels 8o Teile Kolophonium -oder 4o Teile Leinölstandöl und 4o Teile Kolophonium unter sonst gleichen Versuchsbedingungen zur Anwendung gelangen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3 Verfahren zur Herstellung kolloidaler Quellmassen gemäß Patent 523 3oo, dadurch gekennzeichnet, daß Celluloseäther mit Harzen und/oder .Ölen bei Zoo bis 28o° C verschmolzen werden.
DENDAT614482D Active DE614482C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE614482C true DE614482C (de)

Family

ID=576117

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT614482D Active DE614482C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE614482C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE614482C (de)
DE618592C (de) Verfahren zur Herstellung eines kautschukhaltigen Anstrich- und Bindemittels
AT132557B (de) Verfahren zum Behandeln von trocknenden Ölen.
DE123147C (de)
DE904231C (de) Verfahren zur Beschleunigung der Molekuelvergroesserung trocknender OEle
DE911417C (de) Verfahren zur Herstellung eines streufaehigen Bohnerwachses
DE386821C (de) Verfahren zur Herstellung von Grundierungs- und Rostschutzanstrichen
DE897460C (de) Anstrichfarben, die mit Wasser oder organischen Loesungsmitteln verduennbar sind, und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE366153C (de) Verfahren zur Vorbereitung von Flaechen fuer die Aufbringung von Farb- und Lackanstrichen
US1725649A (en) Ink composition and process of manufacturing the same
DE920666C (de) Verfahren zur Molekuelvergroesserung ungesaettigter organischer Verbindungen
DE632084C (de) Verfahren zur Herstellung von Anstrich-, Grundierungs- und Impraegnierungsmitteln
DE498598C (de) Verfahren zur Gewinnung wertvoller organischer Verbindungen
DE2023530B2 (de) Vorbehandeltes Pigment und Verfahren zu seiner Herstellung
DE154219C (de)
DE551184C (de) Anstrichmittel fuer Automobilreifen
DE856772C (de) Verfahren zur Herstellung eines Weichharzes
DE858124C (de) Verfahren zur Verbesserung von Steinkohlenteerpech fuer lacktechnische oder andere technische Zwecke
DE545595C (de) Verfahren zur Herstellung einer UEberzugsschicht
DE545003C (de) Verfahren zur Herstellung eines Innenanstrichmittels fuer Boiler, Dampfkessel, Warmwasserapparate u. dgl.
US890504A (en) One-coat surface-finish.
DE71245C (de) Verfahren zur Herstellung von Oelfirnissen aus harten bezw. schwer schmelzenden Gummiarten und Gummiharzen
DE553514C (de) Verfahren zur Herstellung von UEberzugs-, Impraegnierungs- oder plastischen Massen
DE286650C (de)
AT21251B (de) Verfahren zur Herstellung eines Firnisersatzes aus Harzöl.