DE614040C - Verfahren zur Darstellung von nitroarylierten fettaromatischen 1,2-Oxyketonen und 1,2-Diketonen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von nitroarylierten fettaromatischen 1,2-Oxyketonen und 1,2-Diketonen

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DE614040C
DE614040C DES97319D DES0097319D DE614040C DE 614040 C DE614040 C DE 614040C DE S97319 D DES97319 D DE S97319D DE S0097319 D DES0097319 D DE S0097319D DE 614040 C DE614040 C DE 614040C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C201/00Preparation of esters of nitric or nitrous acid or of compounds containing nitro or nitroso groups bound to a carbon skeleton
    • C07C201/06Preparation of nitro compounds
    • C07C201/08Preparation of nitro compounds by substitution of hydrogen atoms by nitro groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von nitroarylierten fettaromatischen 1, 2-Oxyketonen und 1,2-Diketonen -Es ist einerseits bekannt, daß aromatische Ketone, wie z. B. Benzil, gegen konzentrierte Salpetersäure sehr beständig sind (vgl.Ziniu, Annalen Bd. 34 [18q.0], S. i88, und Annalen Spl. Bd.3 [z864/65], S. 153). Andererseits ist es bekannt, daß fettaromatische Diketone, wie z. B. das Acetylbenzoyl, durch Oxydation leicht gespalten werden (vgl. M ü 1 1 e r und v. Pechmann, Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft Bd.22 [1889], S. 2z28).
  • Nach dem vorliegenden Verfahren sollen Nitroverbindungen von z, 2-Oxyketonen und i, 2-Diketonen dargestellt werden, die mindestens eine Nitrogruppe im Arylrest enthalten. Derartige Verbindungen sind bisher durch direkte Nitrierung der Oxyketone bzw. der Diketone noch nicht hergestellt worden. Die früher beschrittenen Wege zur Darstellung solcher Nitroverbindungen beschränken sich auf sehr vereinzelte Beispiele. Bei diesen handelt es sich in der überwiegenden Mehrheit um solche Nitroverbindungen, die durch Kondensation von nitroarylierten Monocarbonylverbindungen mit Verbindungen, die eine Oxy- oder -eine Carbonylgruppe enthalten (vgl. R u h e m a n n, Journal of the Chem. Soc. Bd. 83 [19o3], S. 1374; Gevekoht Annalen 221, S. 332), entstehen. Andere Fälle sind bekannt, in denen nach Einführung der Nitrogruppe in eine Monocarbonylverbindung eine weitere Carbonylgruppe eingeführt wird, z. B. a- und 4-Nitrobenzil aus den entsprechenden Nitrodesoxybenzilen durch Oxydation (vgl. L i s t, Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft B:d.26 [z893], S. 2453 vgl. ferner C a m p s , Archiv der Pharmazie Bd. 240 [zgo2], S. z ff.). Schließlich ist noch die Darsterllung des Nitrolbenzoylmethans aus 4-Nitrobenzalacetophenondibromid beschrieben (vgl. Wieland, Belichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft Bd. 37 [190a.], S. 1151). Die hier zitierten Angaben über die Darstellung nitroarylierter Oxy- und Di-Carbonylverbindungen sind also völlig uneinheitlich, und es war um so überraschender, daß gerade bei den bei vorliegendem Verfahren als Ausgangsstoffe vorgesehenen Substanzen, wie z. B. dem :gegen Oxydation äußerst empfindlichen Acetylbenzoyl sowohl als auch bei den arylierten Oxyketonen, die Behandlung sowohl mit konzentrierter Salpetersäure als: auch mit Schwefelsäure-Salpetersäure-Gemisch, bei gewöhnlicher Temperatur aber auch in einer mit indifferenten Lösungsmitteln verdünnten Salpetersäure in der Hitze die Nitrierung des aromatischen Kerns leicht,durchzufiihren war. Die nach ;dem Verfahren gewonnenen Nitroprodukte dienen als Zwischenprodukte für .die Synthese therapeutisch wertvoller Substanzen.
  • Was die Ausbeuten an Nitroverbindungen betrifft, so wurden z. B. beim Arbeiten gemäß Beispiel z aus 4o g Acetylbenzoyl 35 bis 40 g, d. i. 70 bis 75 °1o der Theorie, an m-Nitrobenzoyl)acetylverbindung gewonnen. Nach Beispiel 2 wurden etwa 5o01, und nach Beispiel 3 etwas geringere Ausbeuten. als nach Beispiel 2 erhalten.
  • Beispiel 1 2o Raumteile Acetylbenzoyl werden- in ein Gemisch von 16 Raumteilen Salpetersäure (D 1,51) und 13,5 Raumteilen konzentrierter Schwefelsäure (D 1,84) eingetragen, wobei die Temperatur durch Eiskühlung etwa auf Zimmertemperatur gehalten wird. Nachdem alles Diketon eingetragen ist, wird auf Eis gegossen und längere Zeit stehengelassen. Das zunächst ölige Nitrierungsprodukt erstarrt bald. Die Nitrobenzoylacetylverbindung wird nach Umkristallisieren aus Äther oder Alkohol in derben gelben Kristallen vom Smp. 107 bis 1o8° erhalten.
  • Beispiel 2 4o Raumteile Acetylbenzoyl werden -unter Eiskühlung in 35 Raumteilen konzentrierter Salpetersäure (D 1,51) portionsweise eingetragen. Das Nitrierungsprodukt wird wie im Beispiel 1 aufgearbeitet.
  • Beispiel 3 2o Raumteile Acetylbenzoyl werden in ein Gemisch von 16 Raumteilen Salpetersäure (D 1,51) und 25 Raumteilen Eisessig eingetragen und allmählich bis etwa too° erhitzt. Wenn die Reaktion zu lebhaft wird, wird vorsichtig gekühlt, jedoch soll die Reaktionnicht zum Stillstand kommen. Nach Eingießen in Eis und Aufarbeiten ,des Reaktionsgemisches wird wiederum die m-Nitroverhindung des Acetylbenzoyls erhalten. Das Monophenylhydrazin dieses Diketons schmilzt bei 17o bis 171'.
  • Beispiel 4 to Raumteile Phenylacetylcarbinol werden in ein Gemisch von 8Raumteilen Salpetersäure (D 1,51) und 6 Raumteilen konzentrierter Schwefelsäure (D 1,84) portionsweise eingetragen, wobei durch Eiskühlung eine zu lebhafte Reaktion verhindert wird. Das erhaltene Reaktionsgemisch wird auf Eis gegossen. Das p-Nitrophenylacetylcarbinol ist sehr schwer in fester Form zu erhalten. Nach Abpressen der zunächst zähen Nitroverbindung auf Ton kann man jedoch nach mehrfachem Umkristallisieren aus Ligroin eine gut kristallisierende Nitroverbindung vom Smp. 132, bis 13q.° erhalten.
  • Beispiel 5 16 Raumteile Salpetersäure (D 1,S) und 13,S Raumteile Schwefelsäure (D 1,8q.) werden auf - 5° abgekühlt und langsam unter Rühren zo Raumteile p-Methylbenzoylacetyl hinzugetropft. Die Temperatur wird im Anfang unter o° gehalten und kann gegen Ende der Reaktion auf einige Grade über o° ansteigen. Nach längerem Stehen in Eiswasser wird das Reaktionsprodukt auf Eis gegossen. Das Reaktionsprodukt ist zunächst ölig und wird allmählich fester. Es wird in Äther aufgenommen, der Äther getrocknet und verdampft. Der Rückstand wird mit Ligroin, dem etwas Alkohol zugesetzt ist, ausgekocht. Beim Erkalten der Lösung kristallisiert die Nitroverbindung in derben Kristallen aus, die den Smp. 184 bis 186,5° zeigen.
  • Beispiel 6 to Raumteile p-Methoxybenzoylacetyl werden in 12 Raumteilen Eisessig gelöst und die Lösung tropfenweise in eine auf - -g' abgekühlte Mischung von 8 Raumteilen Salpetersäure (D 1,51) und 7 Raumteilen Schwefelsäure (D 1,4) unter Rühren gegeben. Die Temperatur wird zweckmäßig unter o° gehalten. Nach kurzem Stehen wird auf Eis gegossen. Das Nitrierungsprodukt ist zunächst ölig, doch erstarrt es nach Stehen über Nacht kristallin. Aus Ligroinalkohoi umkristallisiert, schmilzt es etwas unscharf bei 75°.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von nitroarylierten fettaromatischen 1, 2-Oxyketonen und 1, 2-Diketonen, dadurch gekennzeichnet, daß man aliphatisch-aromatische i, 2-Oxyketone oder 1, 2-Diketone der Behandlung mit einem Schwefelsäure-Salpetersäure-Gemisch (Mischsäure) oder mit konzentrierter Salpetersäure mit oder ohne wasserfreie Verdünnungsmittel unterwirft.
DES97319D 1931-03-13 1931-03-13 Verfahren zur Darstellung von nitroarylierten fettaromatischen 1,2-Oxyketonen und 1,2-Diketonen Expired DE614040C (de)

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