DE574839C - Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen von Monohalogen-N-alkyl-2-pyridonen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen von Monohalogen-N-alkyl-2-pyridonen

Info

Publication number
DE574839C
DE574839C DEC46525D DEC0046525D DE574839C DE 574839 C DE574839 C DE 574839C DE C46525 D DEC46525 D DE C46525D DE C0046525 D DEC0046525 D DE C0046525D DE 574839 C DE574839 C DE 574839C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
nitric acid
alkyl
pyridones
pyridone
monohalo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEC46525D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Erich Haack
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Chemische Fabrik Von Heyden AG
Original Assignee
Chemische Fabrik Von Heyden AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemische Fabrik Von Heyden AG filed Critical Chemische Fabrik Von Heyden AG
Priority to DEC46525D priority Critical patent/DE574839C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE574839C publication Critical patent/DE574839C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D213/00Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/02Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D213/04Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D213/60Heterocyclic compounds containing six-membered rings, not condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom and three or more double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D213/62Oxygen or sulfur atoms
    • C07D213/63One oxygen atom
    • C07D213/64One oxygen atom attached in position 2 or 6

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pyridine Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen von Monohalogen-N-alkyl-2-pyridonen. Es wurde gefunden, daß man zu einer Klasse bisher unbekannter Pyridinverbindungen gelangt, wenn man 3, 5-Dihalogen-N-alkyl-a-pyridone oder 3- bzw. 5-Halogen-5-bzw. -3-alkoxy-N-alkyl-2-pyridone mit geeigneten Oxydationsmitteln behandelt.
  • Die bei dieser Reaktion entstehenden Stoffe zeichnen sich durch vielseitige große Reaktionsfähigkeit aus, die sie besonders als Zwischenprodukte für neue chemische Verbindungen wertvoll macht.
  • Bei ihrer Bildung treten formal unter Abspaltung z Mol Halogenwasserstoff bzw. r Mol Alkohol 2 Atome Sauerstoff neu ein. Die Reaktion sei durch das Schema ausgedrückt, worin R ein am Stickstoff heftendes Radikal, X Halogenatome, 0R' eine Alkoxygruppe und den 2-Pyridonkern bedeutet.
  • Die Oxydation kann auf mannigfache Weise erfolgen, wobei sich Salpetersäure als besonders geeignetes Oxydationsmittel erweist. Die Salpetersäure kann man als solche aber auch in Form verschiedener Salpetersäuremischungen, wie z. B. Salpetersäure unter Zusatz von wasserentziehenden Mitteln, wie Schwefelsäure, Phosphorsäure- usw., verwenden, oder man kann sie im Reaktionsgemisch entstehen lassen, also z. B. durch Zusatz von Säuren aus Nitraten freimachen.
  • Die 3- bzw. 5-Halogen-5- bzw. -3-alkoxy-N-alkyl-2-pyridone z. B. geben bei der Behandlung mit Salpetersäure sofort die gewünschten Oxydationsprodukte Auch die 3, 5-Dihalogen-N-älkyl-2-pyridone lassen sich in einer Stufe in diese Stoffe überführen, wenn man die Salpetersäureoxydation bei Gegenwart wasserentziehender Mittel, z. B. konzentrierter Schwefelsäure, vornimmt.
  • Die 3, 5-Dihalogen-N-alkyl-2-pyridone geben bei der Behandlung mit Salpetersäure bei Abwesenheit von wasserentziehenden Mitteln zunächst in quantitativer Ausbeute schön kristallisierte Stoffe, die auf 1 Mol 3, 5-Dihalogen-N-alkylpyridon i Mol Salpetersäure in fester, nicht salzartiger Bindung enthalten. Diese farblosen, in Wasser unlöslichen Stoffe lösen sich leicht mit kräftig gelber Farbe in wäßrigen Alkalien, ohne dabei Salpetersäure abzuspalten.
  • Aus diesen Anlagerungsprodukten kann man auf verschiedene Weise zu den Stoffen gelangen. Wenn man die Anlagerungsprodukte z. B.
  • kurze Zeit über ihren Schmelzpunkt erhitzt, so entweichen stickstoff- und chlorhaltige Gase und Wasser, und man erhält im wesentlichen das gewünschte Oxydationsprodukt.
  • Man kann die Anlagerungsprodukte aber auch in wasserentziehenden Mitteln von sauren Eigenschaften lösen und mit etwas überschüssiger Salpetersäure behandeln.
  • Beispiel i Anlagerungsverbindung von i Mol Salpetersäure an i Mol 3, 5-Dichlor-N-methyl-2-pyridon.
  • 509 3, 5-Dichlor-N-rriethyl-2-pyridon werden mit 50 ccm rauchender Salpetersäure übergossen. Die Kristalle lösen sich sofort auf, und die Temperatur steigt an. Nach etwa i Stunde scheiden sich farblose Kristalle aus, die durch Absaugen und Waschen mit Wasser abgetrennt werden.
  • Ausbeute: 39 g. F. 139 bis 14o° unter Zersetzung.
  • Durch Eingießen der Mutterlauge in Wasser werden noch 19 g ebenfalls reine Substanz gewonnen, Beispi.el2 Anlagerungsverbindung von i Mol Salpetersäure an 1 Mol 3, 5-Dibrom-N-methyl-2-pyridon.
  • 50 g 3, 5-Dibrom-N-methyl-2-pyridon werden mit 25 ccm rauchender Salpetersäure übergossen. Die Kristalle lösen sich auf, und die Masse erwärmt sich ziemlich stark. Nach einigem Stehen werden die ausgeschiedenen. fast farblosen Kristalle abgesaugt, worauf man die Mutterlauge mit Wasser fällt.
  • Gesamtausbeute: etwa 55 g. F. 137 bis 138° unter Zersetzung. Beispiel 3 io g des Anlagerungsproduktes von i Mol Salpetersäure an i Mol 3, 5-Dichlor-N-methyl-2-pyridon (Beispiel i) werden im Metallbad vorsichtig wenig über den Schmelzpunkt erhitzt. Nachdem die Reaktion, die unter Abspaltung von Gasen und Wasser verläuft, beendet ist, wird erkalten gelassen und aus Eisessig umkristallisiert.
  • Die Ausbeute ist gut. F. 159 bis 16o°. Beispiel 4 3- bzw. 5-Chlor-5- bzw. -3-äthoxy-N-methyl-2-pyridori (erhältlich aus 3, 5-Dichlor-N-methyl-2-pyridon. mit Natriumäthylat) wird in konzentrierter Salpetersäure erhitzt, bis Reaktion eintritt. Nach Ablauf der ziemlich lebhaften Oxydation wird in Wasser gegossen, wobei sich das Reaktionsprodukt abscheidet, das nach dem Umkristallisieren aus Eisessig den F. 159 bis -16o° hat.
  • Beispiels 759 3, 5-Dichlor-N-methyl-2-pyridon werden in 25o ccm konzentrierter Schwefelsäure gelöst und unter gutem Rühren tropfenweise mit 45 ccm rauchender Salpetersäure versetzt. Nach Beendigung der Reaktion wird die Masse auf Eis gegossen. Die Verbindung bildet hellgelbe Blättchen.
  • Ausbeute: etwa 7o g. F. 159 bis 16o°. Beispief 6 509 3, 5-Dibrom-N-rnethyl-2-pyridon werden in 150 ccm konzentrierter Schwefelsäure gelöst und tropfenweise unter Rühren mit 30 ccm rauchender Salpetersäure vermischt. Die Masse wird auf Eis gegossen, wobei sich feine gelbe Blättchen abscheiden.
  • Ausbeute: 30 g.
  • Nach dem Umkristallisieren aus Eisessig ist der F. 146 bis 147° unter Zersetzung.
  • Die ,Todverbindung bildet dunkelgelbe Blättchen vom F. 183 bis 18q.°. Beispiel ? 10 9 3, 5-Dichlor-N-methyl-2-pyridon werden in zo ccm konzentrierter Schwefelsäure gelöst und unter Kühlung langsam mit -der Auflösung von zog Kaliumnitrat in 3o ccm konzentrierter Schwefelsäure versetzt. Das Produkt wird in Eiswasser gegossen und, wie üblich, abgetrennt. Die Ausbeute ist sehr gut.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Darstellung von Abkömmlingen von Monohalogen-N-alky 1-2-pyridonen, dadurch gekennzeichnet, daB man 3- bzw. 5-Halogen-5- bzw. -3-alkOxy-N-alkyl-2-pyridone bzw. 3, 5-Dihalogen-N-alkyl-2-pyridone mit Salpetersäure, gegebenenfalls bei Gegenwart von wasserentziehenden Mitteln, wie Schwefelsäure, oxydiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daB man die Salpetersäure durch Gemische von salpetersauren Salzen mit starken Säuren ersetzt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daB man Anlagerungsprodukte von Salpetersäure an 3, 5-Dihalogen-N-alkyl-2-pyridone abtrennt und diese Produkte z. B. durch Erhitzen über den Schmelzpunkt oder durch Einwirkung von starker Schwefelsäure umlagert.
DEC46525D 1932-06-11 1932-06-11 Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen von Monohalogen-N-alkyl-2-pyridonen Expired DE574839C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC46525D DE574839C (de) 1932-06-11 1932-06-11 Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen von Monohalogen-N-alkyl-2-pyridonen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC46525D DE574839C (de) 1932-06-11 1932-06-11 Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen von Monohalogen-N-alkyl-2-pyridonen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE574839C true DE574839C (de) 1933-04-20

Family

ID=7026364

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC46525D Expired DE574839C (de) 1932-06-11 1932-06-11 Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen von Monohalogen-N-alkyl-2-pyridonen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE574839C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2326784B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Chinoxalin, insbesondere aus nicht gereinigten Rohstoffen
DE574839C (de) Verfahren zur Darstellung von Abkoemmlingen von Monohalogen-N-alkyl-2-pyridonen
DE883025C (de) Verfahren zur Herstellung von Sensibilisierungsfarbstoffen
DE539784C (de) Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Polymethinreihe
DE515092C (de) Verfahren zur Darstellung von Salzen des Cholins
DE488605C (de) Verfahren zur Darstellung von Tetranitrodianthron
DE523521C (de) Verfahren zur Darstellung von Naphthoylenbenzimidazolperidicarbonsaeuren bzw. deren Anhydriden
DE414427C (de) Verfahren zur Darstellung von 1-Phenylimino-2-naphthochinon
DE644157C (de) Verfahren zur Herstellung von Bz2-Bz2'-Bz3-Trioxydibenzanthronen oder ihrer Chinone
DE626412C (de) Verfahren zur Darstellung von Follikelhormonhydrat
DE1803911C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 7-Chlor-2-methylamino-5-phenyl-3H-l,4benzodiazepin-4-oxid
AT117475B (de) Verfahren zur Darstellung von Substitutionsprodukten des ß-Jodpyridins.
DE347139C (de) Verfahren zur Darstellung von Metallverbindungen der Sulfinide
DE818047C (de) Verfahren zur Herstellung von konzentrierten neutralen Loesungen des Theophyllins
DE859008C (de) Verfahren zur Herstellung von Oxychinonen
DE526800C (de) Verfahren zur Darstellung von sauren Schwefelsaeureestern der ªÏ-Oxy-ª‰-methylanthrachinone und deren Verseifungsprodukten
DE478844C (de) Verfahren zur Gewinnung von 6-Nitrosafrol
DE526366C (de) Verfahren zur Darstellung von Brenztraubensaeure und deren Alkylestern
DE939208C (de) Verfahren zur Herstellung von nitrierten 2-Methylanthrachinon-3-carbonsaeuren
DE629653C (de) Verfahren zur Herstellung von Tetrahydronaphthylaminsulfonsaeuren
DE576964C (de) Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten der aromatischen Reihe
DE710225C (de) Verfahren zur Darstellung von Verbindungen von Dioxydialkylstilbenen
DE245892C (de)
DE616544C (de) Verfahren zur Darstellung eines Chinons
DE851495C (de) Verfahren zur Herstellung von Pregnendionen