DE613339C - Vorrichtung zum Unterteilen laufenden Walzgutes - Google Patents

Vorrichtung zum Unterteilen laufenden Walzgutes

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DE613339C
DE613339C DE1930613339D DE613339DD DE613339C DE 613339 C DE613339 C DE 613339C DE 1930613339 D DE1930613339 D DE 1930613339D DE 613339D D DE613339D D DE 613339DD DE 613339 C DE613339 C DE 613339C
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DE1930613339D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D25/00Machines or arrangements for shearing stock while the latter is travelling otherwise than in the direction of the cut

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Food-Manufacturing Devices (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Unterteilen laufenden Walzgutes; sie kennzeichnet sich durch einen drehbaren zylindrischen Amboß, auf dem die Unterteilung des Walzgutes unter Vermittlung eines an einem fallenden Bär befestigten Messers erfolgt, das in Richtung der Bewegung des Walzgutes ausschwingbar gelagert ist, derart, daß sich die Schneide des vom Walzgut mitgenommenen Messers beim Ausschwenken dem Amboß nähert und den Schnitt ausführt.
In der Vereinigung der an sich bei Scheren
. bekannten Maßnahmen, sich eines drehenden Ambosses und eines an einem fallenden Bär befestigten Messers zu bedienen, im Zusammenhang mit der besonderen schwingbaren Anordnung des Messers, wird eine Schere geschaffen, die in sicherster Weise die Möglichkeit bietet, schneilaufendes Walzgut zu unterteilen. Dabei ist es zweckmäßig, um die Vorrichtung nach jedem Schnitt in den Bereitschaftszustand zu bringen, daß nach erfolgtem Arbeitsschlag eine vom Antrieb des Ambosses bewegte Kurvenscheibe den Bär in Ausgangsstellung zurückhebt.
Im Zusammenhang hiermit sei darauf hingewiesen, daß bei den sogenannten Knüppelbeißern ebenfalls, wie es die Erfindung vorsieht, das Messer schwingbar ist und dadurch der Bewegung des Walzgutes folgt. Die'Gesamtausbildung dieser Knüppelbeißer ist so, daß das Messer an einem unter einer Gegengewichtswirkung stehenden schweren Schwinghebel befestigt und mit diesem schwingbar ist. Dabei beißt sich das Messer, das durch eine hebeiförmige Handhabe in den Bereich des gezogenen Walzgutes gebracht wird, in dieses ein und drückt dasselbe auf eine ruhende Führungsfläche, wodurch dem gezogenen Walzgut ein großer Reibungswiderstand entgegengesetzt wird.
Da die bestimmungsgemäße Verwendung eines solchen Knüppelbeißers eine Zugvorrichtung (Walzwerk) erforderlich macht, die das Walzgut ziehend vorbewegt und dabei das aufgesetzte Messer mitnimmt und zum Schnitt bringt, kann ein solcher Knüppelbeißer nicht dazu verwendet werden, die das Walzwerk verlassenden Stäbe zu schneiden.
Die in der Praxis meist üblichen Scheren zum Unterteilen laufenden Walzgutes weisen bisher zwei Messer, ein Ober- und ein Untermesser, auf, die, entweder in einem hin und her gehenden Schlitten oder auch an rotierenden Drehkörpern angeordnet, beim Schnitt zwangsläufig gegeneinander bewegt werden. Damit ist der Nachteil verknüpft, daß die Schnittbereitschaftslage eine bestimmte Messerstellung voraussetzt. Die Messer müssen jeweils einen Leerweg zurücklegen, der bei rotierenden Messern eine Umdrehung der Messerwellen ausmachen kann, so daß die zu schneidenden Stablängen Längenunterschiede aufweisen können, die dem Umfang der Messerkreise entsprechen.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Scheren, insbesondere auch der fliegenden Scheren, bei welchen Ober- und Untermesser
durch eine Kurbelschleife hin und her beweg werden, muß darin gesehen werden, daß während des Schnittes Stab- und Messergeschwindigkeiten genau gleich sein müssen. Gegenüber diesen bekannten Scheren stellt die Erfindung eine Vervollkommnung dar.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
ίο Abb. ι die Vorrichtung im Längsschnitt, wozu
Abb. 2 einen Querschnitt erkennen läßt. Die übrigen Abbildungen zeigen Einzelheiten.
Die Vorrichtung wird im wesentlichen gebildet aus einem Bären 1, der in dem Gestell 2 auf und ab beweglich ist und unter der Einwirkung einer Feder 3 steht, die sich außen am Bären ι in dem Kopf S des Gestelles 2 abstützt. Dieser Bär 1 trägt das auswechselbare Schlagmesser 5, das schwingend um 6 in dem Bären 1 angeordnet ist und aus der in Abb. ι und 2 gezeigten Ruhestellung, in welcher es an einem Anschlag anliegt, nach rechts, d.h. entgegen dem Sinne des Uhrzeigers, ausschwingen kann. — Diesem Schlagmesser zugeordnet ist der zylindrisch gehaltene Amboß 7, der auf einer Welle δ angeordnet ist. Die Welle 8 ihrerseits wird durch einen nichtdargestellten Motor angetrieben. Diesem Amboß 7 vorgelegt ist eine Rinne 9, in der in der angedeuteten Pfeilrichtung die Walzadern unter den Bären 1 vorgeschoben werden. Der Bär 1 wird durch eine Klinke 10 (vgl. insbesondere die Abb. 3 und 4) in Hochstellung gehalten, in der die Klinke 10 in die Rast Ii am Bären 1 eingreift. Die Klinke 10 ist an einer Welle 13 befestigt, an der außenseitig ein Handhebel 12 angeordnet ist. Mit Hilfe dieses Hebels kann die Klinke 10 aus der Rast 11 herausgeschwenkt werden. Auf der Welle 13 befindet sich außer der Klinke 10 noch ein Zahnsegment 14. Dasselbe greift in ein Zahnsegmentis auf der Welle 16 ein. Diese Welle 16 trägt eine Schwinge 17, deren mit 18 bezeichnete obere Kante beim Ausschwingen auf einen Schnäpper 20 einwirkt. Dieser Schnäpper 20 ist an einem Hebel 21 befestigt. Unter Vermittlung dieser Welle und des starr mit ihm verbundenen Hebels 22 und einer Stange 23 erhält der Schnäpper 20 eine stetige Hinundherbewegung von 45°.
Diese Hinundherbewegung wird von dem Antrieb des zylindrischen Ambosses 7 abgeleitet, indem ein auf der Welle 8 sitzendes Zahnrad in ein auf der Welle 33 der Kurbel 33 sitzendes Zahnrad 31 eingreift.
Der Schnäpper 20 greift jeweils nach erfolgtem Schlag des Messers 5 in eine der Rasten 24 der Scheibe 25 ein und dreht diese dabei um 900. In Ruhelage des Bären 1 überdeckt die Schwinge 17 die eine der Rasten 24, so daß der Schnäpper 20 wirkungslos seine Hinundherbewegung durchführt. Diese Rastenscheibe 25 ist fest verbunden mit einem Zahnrad 26, das seinerseits in ein Ritzel 27 eingreift. Auf der Welle 28 des Ritzels 27 ist eine Kurvenscheibe 29 aufgekeilt, die mit einer Rolle 30 am Bären 1 in der nachfolgend beschriebenen Weise zusammenarbeiten.
Der Arbeitsgang der Vorrichtung gestaltet sich wie folgt.
Soll ein unter das Messer 5 gebrachter Walzstab durchgeschlagen werden, so wird bei sich drehender Amboßwalze 7 der Hebel 12 nach oben gezogen, wodurch die Klinke 10 ausgeklinkt wird. Unter Einwirkung der Feder 13 schnellt nunmehr der Bär τ nach unten auf den Amboß 7. Hierbei trifft das Messer 5 auf den Walzstab und drückt diesen auf den sich drehenden Amboß, wodurch der Walzstab in Richtung der Amboßbewegung mitgenommen wird. Das hat zur Folge, daß das Messer 5 um 6 ausschwingend mitgenommen wird und während dieser Bewegung den Schnitt durchführt.
Zur Vermeidung von Stauungen an den Schnittenden ist es erforderlich, einen Gleichlauf zwischen Walzstab und Messer herzustellen. Dieser Gleichlauf wird erreicht durch Regelung der Amboßumfangsgeschwindigkeit und weiter dadurch, daß die das Messer zum Eindringen in den Walzstab bringende Kraft der Walzstabdicke angepaßt und weiter die Größe der Schrägstellung des Messers und seine Schwere dem Stabquer schnitt und dessen Geschwindigkeit entsprechend gewählt wird.
Tritt beim Schneiden an der Spitze des geschnittenen Stabes eine Stauung in Form einer Klanke ein, so beweist dieses, daß das Messer während des Schnittes sich langsamer bewegte als der Stab. Dem begegnet man dadurch, daß man die Umfangsgeschwindigkeit des Ambosses erhöht und die Schlagkraft verringert, um den gewollten Gleichlauf von Messer und Stab zu erzielen. Im umgekehrten Falle, bei dem die Klanke an dem hinteren Ende des geschnittenen Stabes eintritt, muß die Amboßgeschwindigkeit verringert und ge- ;ebenenfalls die Schlagkraft erhöht werden. Gleichzeitig mit dem vorerwähnten Ausklinken der Klinke 10 ist der Hebel 17 um inen gewissen Anschlag nach links gedreht, ο daß der hin und her gehende Schnäpper 20 in eine der in Betracht kommenden Rasten 24 des Rades 25 einfällt und letzteres um einen Winkelausschlag von 90° mitnimmt. Diese Vierteldrehung der Rastens<Jieibe25 hat eine volle Umdrehung der Kurvenscheibe 29 zur Folge, die dabei die Rolle 30 am Bären 1 unter-
faßt und diesen in die in Abb. ι gezeichnete Stellung zurückbringt. Die Klinke π wird unter Einwirkung der Feder 31 wieder zurück einklinken in die Rast n. In Abb. 1 hat die Kurvenscheibe 29 den Bären 1 bereits angehoben und die Rolle 30 verlassen. Die gezeichnete Entfernung der Rolle 30 von der Nabe der Kurvenscheibe 29- ist dem Schlaghub des Bären 1 angepaßt.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Vorrichtung zum Unterteilen laufenden Walzgutes, gekennzeichnet durch einen drehbaren zylindrischen Amboß, auf dem die Unterteilung des Walzgutes unter Vermittlung eines an einem fallenden Bären befestigten Messers erfolgt, das in Richtung der Bewegung des Walzgutes ausschwingbar gelagert ist, derart, daß sich die Schneide des vom Walzgut mitgenommenen Messers beim Ausschwenken dem Amboß nähert und den Schnitt ausführt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach erfolgtem Arbeitsschlag eine vom Antrieb des Ambosses bewegte Kurvenscheibe den Bären in Ausgangsstellung zurückhebt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
    IStRUN. OEbRfCKT IN DER
DE1930613339D 1930-08-12 1930-08-12 Vorrichtung zum Unterteilen laufenden Walzgutes Expired DE613339C (de)

Applications Claiming Priority (1)

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DE1930613339D Expired DE613339C (de) 1930-08-12 1930-08-12 Vorrichtung zum Unterteilen laufenden Walzgutes

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