DE61318C - Vorrichtung zur Herstellung grofser Cementrohre - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung grofser CementrohreInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B21/00—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles
- B28B21/56—Methods or machines specially adapted for the production of tubular articles incorporating reinforcements or inserts
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
Um Cementrohre dadurch haltbarer zu machen, dafs man ihre der Druckfestigkeit
nachstehende Zugfestigkeit erhöht, ist ein anerkannt . gutes Mittel, denselben ein oder
mehrere Eisengerippe als Einlage zu geben. Diese Einlagen bestehen aus Drähten, Bandeisen
oder einem Gemisch von beiden und wirken besonders dadurch günstig, dafs der
Cement die Eigenschaft besitzt, sich innig mit dem Eisen zu verbinden. Das deutsche Reichspatent
No. 14673 (Jos. Monier in Paris, 22. December 1880) hat die Herstellung derartiger
Cementkörper mit Eisengerippe zum Gegenstand.
Auf ein Verfahren »zur Herstellung von
Cementrohren mit Gewebeeinlage« ist das deutsche Reichspatent No. 40173 (David
Zisseler in Wetzlar, 3. October 1886) ertheilt worden. Abweichend von und im Gegensatz
zu dem dort beschriebenen Verfahren, welches die Verwendung eines Gewebes (Tuches) aus
Drähten bedingt, bringt die hier beschriebene Maschine die Drähte, Bandeisen u. s. w. zur
Einlage, ohne dafs sie vorher ein Gewebe bilden. Die Maschine bezweckt, die Herstellung
solcher Rohre billiger zu machen, aufserdem aber namentlich Rohre von sehr grofsem
Durchmesser herstellen zu können.
Die Zeichnung zeigt in Fig. 1 einen verticalen
Längsschnitt durch die Mitte der Maschine, in Fig. 2 einen Querschnitt (versetzt)
nach den Linien ABCD des Längenschnitts. a, Fig. i, ist eine hohle Welle, welche bei a a,
Fig. 2, in (nicht gezeichneten) Zapfenlagern auf Holzbalken drehbar ist. Auf dieser Welle
steckt eine in eigenthümlicher Weise zerlegbare Kerntrommel, welche in der Zeichnung als
Holz angenommen ist, aber auch in Eisen oder in Holz mit Blechmantel ausführbar ist.
Die Kerntrommel besteht im wesentlichen aus zwei Radkränzen b b, Fig. 1 und 2, an welchen
die Speichen c c, Fig. 1, und die Naben d,
Fig. ι, befestigt sind, ferner aus Stirnblättern e e,
Fig. ι und 2, und aus den Trommelsegmenten, welche in der vorlieg'enden Zeichnung acht an
der Zahl angenommen, in Fig. 1 im Querschnitt zu sehen und in Fig. 2 durch die horizontalen Linien erkennbar sind; letztere geben
die Begrenzung der einzelnen Segmente an.
.Die auf diese Art in den Lagern bei a a,
Fig. 2, drehbar eingespannte Kerntrommel wird von zwei Schnurscheiben/, Fig. 1, aus durch
zwei dünne Drahtseile, welche in einer Nuth jeder der beiden Radkränze laufen, in langsame
Bewegung gesetzt. Jederseitig tritt dabei eine um den Punkt h drehbare Spannrolle
g in Wirksamkeit. Das Drahtseil ist in Fig. ι durch Striche und Punkte angedeutet.
Die Drehung wird durch ein Zahnradvorgelege i mittelst Handkurbel k oder durch
Maschinenkraft bewirkt. Wenn die Drehung in der Richtung des Pfeiles (s. Fig. 1 links) in
gutem Gange ist, beginnt das Aufbringen der Cementmasse bei m, Fig. 1, und wird von
dem Gerüst ρ aus mit Hülfe eines Steges ^1
beschafft oder regulirt. Der Abstreicher m, Fig. ι, welcher an Bügeln m η ο aufgehängt
ist, streicht die Cementmasse auf Dicke, worauf dieselbe von den Walzen, q und r festgewalzt
wird.
Nachdem so die erste Cementschicht auf die Kerntrommel gebracht ist, werden die Längs-
Claims (1)
- drahte über dieselbe gespannt; dieses geschieht wie folgt: Eine Rolle s, Fig. ι und 2, enthält den zum Längsbespannen mindestens eines Rohres erforderlichen Draht. In , die Stirnblätter der Kerntrommel sind an den Innenflächen ringförmig angeordnete Häkchen ^1 f2 T3? ähnlich wie Drahtstifte eingeschlagen; über diese wird der von der Trommel s sich abwickelnde Draht umschichtig gehakt. In Fig. 1 sind die Gestalten zweier Leute angedeutet, welche diese Arbeit verrichten; diese Leute reguliren gleichzeitig die äufsersten Ränder der Cementschicht, welche von den Walzen q und r nicht erreicht werden. Um die vorerwähnte Arbeit verrichten zu können, läfst das Gerüst, welches die Maschine bildet, den Raum EFGH, Fig. 1, frei; in diesem Raum arbeiten die in Fig. 2 sichtbaren Leute.Bevor nunmehr die Cementschicht mit den sie bedeckenden Längsdrähten in die verticale Stellung gelangt, legen sich die von den Rollen 11, Fig. 1 und 2, abgewickelten Runddrähte oder Rundbandeisen über die Längsdrähte. Diese Runddrähte oder Eisen sind zu Anfang in dem Umfang der Kerntrommel befestigt und werden dadurch in Spannung gehalten, dafs die Rollen t, Fig. 1 und 2, von welchen so viele vorhanden sind, wie Runddrähte auf einem Rohr stecken, sich daher mit einer gewissen Reibung drehen.Ist auf diese Art der Rundlauf mit der ersten Cementschicht und der sie bedeckenden ersten Drahtlage vollendet, so kann man entweder die Runddrähte abschneiden und befestigen oder continuirlich weiter laufen lassen, nachdem die zweite Cementschicht aufgebracht ist.Die Zerlegbarkeit der Kerntrommel wird wie folgt, bewirkt:Fig. 3 zeigt in gröfserem Mafsstabe einen Radialschnitt (horizontal) durch den Radkranz der Kerntrommel in der Höhe der Drehachse; u und ν sind die an einander genagelten Segmente des Radkranzes, V1 der Laschenkranz mit Schnurnuth, n> die daran festgeschraubte Speiche, so dafs u ν νλ und w verbunden (nicht zum Auseinandernehmen) sind. Das Kranzsegment χ und die Trommelleisten y bilden Segmente; hier sind, wie aus Fig. ι ersichtlich, acht auf den Kreis angenommen.Die Stirnbla'tter e bilden Segmente (hier ebenfalls acht auf den Kreis).Ueber die Häkchenreihen ^1 ^2 ^3, Fig. 3; werden die Längsdrähte gespannt; von diesen Häkchen sind einige auch in Fig. 2 angedeutet. Durch die in Fig. 1 im Querschnitt (schwarz) sichtbaren acht Schraubenbolzen, von welchen einer x, in Fig. 3 sichtbar ist, wird die Kerntrommel zusammengeschraubt. Ist das Cementrohr fertig, so wird die Kerntrommel zerlegt, alles wieder benutzt mit Ausnahme der Stirnblätter e, Fig. 3; diese werden schliefslich losgebrochen, verworfen und die aus den Endflächen des Cementrohres herausstehenden Spitzen der Häkchen ^1 ^2 ^3 abgemeifselt.Zu bemerken ist noch, die an dem Arm K, Fig. ι, montirten Walzen q und r sind in Fig. 2 nicht gezeichnet; der Arm K ist um den Punkt L aufklappbar, um die Kerntrommel von links einbringen zu können. Die Brücke ρ und der Steg ρ1 sind aus demselben Grunde zum Wegnehmen.Patεnt-An spruch:Zur Herstellung grofser Cementrohre nach Patent No. 14673 eine Maschine, charakterisirt durch eine Kerntrommel, deren äufserer Durchmesser dem inneren Durchmesser des zu verfertigenden Rohres entspricht, welche mit 'Stirnblättern (e) versehen ist, die an den einander entgegengerichteten Seiten Reihen von Häkchen (^1 ^2 \%) oder dergleichen tragen zum Aufspannen von Draht, welcher in der Längsrichtung des Rohres in gewissen radialen Abständen nach schichten weisem Auftrag von Cement längsweise eingefügt wird und welcher ferner charakterisirt ist durch eine Reihe von Rollen (t), deren einzelne Drähte (oder Bänder) um die vorgenannten Cementschichten in entsprechenden Abständen im Laufe der Drehung sich wickeln.H: :rzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE61318C true DE61318C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT61318D Expired - Lifetime DE61318C (de) | Vorrichtung zur Herstellung grofser Cementrohre |
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|---|---|
| DE (1) | DE61318C (de) |
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