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Gerät zur Kursbestimmung für Luftfahrzeuge -Es sind bereits Geräte
zur Kursbestimmung für Luftfahrzeuge bekannt, bei denen ein Dreieck die Eigengeschwindigkeit
des Luftfahrzeugs, die Windgeschwindigkeit und die Geschwindigkeit des Luftfahrzeugs
über Grund darstellt, wobei das eine Ende der die Windgeschwindigkeit darstellenden
Seite dieses Dreiecks in dem gemeinsamen Mittelpunkt einer beweglichen 'Windrose
und einer festen Ringskala liegt, während ein Vorhaltezeiger, der sich um den gemeinsamen
Mittelpunkt der Windrose und der festen Ringskala dreht, von dem Geschwindigkeitsdreieck
eingestellt wird und ständig parallel derjenigen Dreieckseite bleibt, welche die
Geschwindigkeit über Grund darstellt, und in jedem Augenblick den Vorhaltewinkel
auf der festen Ringskala und den Kurs des Luftfahrzeugs über Grund auf der beweglichen
Windrose anzeigt.
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Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, Kurszeiger der oben angegebenen
Art in der Weise zu verbessern, daß sie für sehr verschiedene Eigengeschwindigkeiten
des Luftfahrzeugs benutzt werden können.
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Die Erfindung betrifft einen Kurszeiger für Luftfahrzeuge der obenerwähnten
Art und ist dadurch gekennzeichnet, daß diejenige Seite des Dreiecks, welche die
Eigengeschwindigkeit darstellt, eine der Lage nach feste Ausgangslinie bildet, deren
Länge regelbar ist, und die durch eine Nürnberger Schere verkörpert ist, die an
der gemeinsamen Achse der Windrose und des Vorhaltezeigers angelenkt ist, und deren
anderer Endpunkt den Gelenkpunkt der die Geschwindigkeit über Grund verkörpernden
Seite trägt, wobei ein Verbindungsorgan, welches an dieser Schere angeordnet ist,
ständig den Parallelismus zwischen der Seite der Geschwindigkeit über Grund und
dem Vorhaltezeiger sichert, welches auch die Stellungen dieser Seite der Geschwindigkeit
über Grund sind, welche durch die verschiedenen Längen bedingt werden, welche die
Seite der Eigengeschwindigkeit hat.
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Ein Kurszeiger gemäß der Erfindung ist beispielsweise auf der beiliegenden
Zeichnung im Grundriß dargestellt.
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Der Kurszeiger besteht in bekannter Weise aus einer Platte i, die
als Träger für die Einzelteile dient, und auf der sich eine Windrose z drehen kann,
die mit einer Gradeinteilung von o bis 36o versehen ist. Diese Windrose bewegt sich
vor einer festen Spitze 3, die den Steuerkurs des Luftfahrzeugs anzeigt.
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Ein beweglicher Zeiger q. ist in einer zu der Windrose 2 konzentrischen
Nut 5 verschiebbar, und er ermöglicht die Anzeige der magnetischen Mißweisung auf
der Gradeinteilung 18, die fest auf der Platte i angebracht ist. Wenn der Zeiger
q. auf der Windrose 2 den Kompaßkurs in bezug auf magnetisch Nord anzeigt, so zeigt
der Zeiger 3, welcher in der Richtung der festen Ausgangslinie verläuft, den Steuerkurs
in bezug auf astronomisch Nord an.
Ein Pfeil 6, der sich auf derselben
Achse wie die Windrose z dreht, verkörpert die Windrichtung, während ein Schieber
7, der in einer in den Pfeil 6 vorgesehenen Führung 8 verschiebbar ist, die Windgeschwindigkeit
anzeigt.
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Diejenige Seite des Dreiecks, welche die Eigengeschwindigkeit des
Luftfahrzeugs anzeigt, ist regelbar, so daß man einen festen Ge-ichwzndigkeitsmaßstab
benutzen kann. Zu diesem Zweck besteht die Seite des Dreiecks, welche der Eigengeschwindigkeit
des Luftfahrzeugs entspricht, aus einer Nürnberger Schere 261, 26'=. Das eine Ende
der Schere ist an dem Drehzapfen der Windrose 2 angelenkt, während das andere Ende
in einer Führung 27 gleitet, die in derjenigen Richtung verläuft, welche den Steuerkurs
des Flugzeugs anzeigt.
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Ein Hebel g ist an dem äußeren verschiebbaren Zapfen io der Nürnberger
Schere 261, 26= angelenkt. Der Hebel stützt sich auf einen Knopf ii des Schiebers
7, der in dem, Pfeil 6 verschiebbar ist, der die Windgeschwindigkeit anzeigt. Der
Hebel 9, der eine geeignete Maßstabseinteilung trägt, zeigt an der Berührungsstelle
mit dem Knopf ix die Geschwindigkeit des Luftfahrzeugs über Grund an.
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Ein Vorhaltezeiger 12, der ständig parallel zu d°m Hebel 9 der Geschwindigkeit
über Grund gehalten wird, dreht sich um dieselbe Achse wie die Windrose 2. Dieser
Zeiger 12 trägt an seinem Ende eine Spitze 16, die in einer konzentrischen Nut 17
gleitet. Die Spitze zeigt so einerseits die Größe des Vorhaltewinkels auf der festen
Gradeinteilung 18 und andererseits die Richtung des Kurses desLuftfahrzeugs über
Grund auf der Windrose 2 beispielsweise mit Bezug auf die Nord-Süd-Linie an.
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Die Verbindung zwischen dem Hebel 9, der die Geschwind?gkeit
über Grund verkörpert, und dem Vorhaltezeiger 12 wird durch einen Zwischenhebel
a71 gesichert, der auf dem Zapfen 3o angeordnet ist, welcher die Teile 261, 26'=
der Nürnberger Schere miteinander verbindet. Dieser Zwischenhebel stützt sich einerseits
auf den Hebel 9, der zu diesem Zweck einen Zapfen 291 trägt, welcher an der mit
dem Hebel 9 verbundenen Kurbeleg angeordnet ist, und ist andererseits mit einem
Zapfen 31, der sich an &m Zeiger i2 befindet, kraftschlüssig verbunden.
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Eine Feder 15 zieht zu diesem Zweck ständig den Zeiger 12 gegen den
Hebel 271, der sich seinerseits auf die Kurbel 29 des Hebels 9 stützt.
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Ein Zeiger 39, welcher an einer parallel verschiebbaren Brücke 40
sitzt, die den Zapfen io der Nürnberger Schere 261, 262 trägt, verschiebt sich vor
einer Skala 38, welche die Geschwindigkeit des Flugzeugs gegenüber der Luft (die
Eigengeschwindigkeit) anzeigt; dieser Zeiger 39 ermöglicht es also, den Zapfen io
in diejenige Stellung zu bringen, welche der Geschwindigkeit des Flugzeugs gegenüber
der Luft entspricht.
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Unter diesen Bedingungen bewegen sich der Zeiger 12 und der Hebel
9 stets parallel zueinander, gleichgültig, welches die gemäß der Eigengeschwindigkeit
des Flugzeugs bestimmte Stellung der äußeren Achse io der Nürnberger Schere
261, 262 ist.
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Der Winkel d2, der von dem Zeiger i2 und der Ausgangslinie gebildet
wird, welche durch die den Steuerkurs in bezug auf astronomisch Nord anzeigende,
Spitze 3 verläuft, ist stets gleich dem Vorhaltewinkel dl, welchen der Hebel 9 mit
der Ausgangslinie bildet, gleichgültig, welches die Länge der Seite der Eigengeschwindigkeit
und infolgedessen die Stellung der Gelenkachse io des Hebels 9 der Geschwindigkeit
über Grund ist.
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Der Winkel dz wird auf der Gradeinteilung des Sektors 18 durch den
Zeiger 16 angezeigt. Dieser Zeiger 16 gibt gleichzeitig auf der Windrose 2 die Richtung
des Kurses des Luftfahrzeugs über Grund an. .
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Der in der oben beschriebenen Weise ausgebildete Kurszeiger wird in
folgender Weise benutzt Der Flugzeugführer stellt mittels des Zeigers auf der Gradeinteilung
18 die magnetische Mißweisung fest.
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Grundaufgabe: Gegeben ist die Geschwindigkeit V gegenüber der Luft,
die Richtung und die Geschwindigkeit des Windes Vv, die Richtung des über Grund
zu verfolgenden Kurses R. Hieraus ist zu bestimmen: i. der zu steuernde Kurs des
Flugzeuges, 2. die Geschwindigkeit über Grund.
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Um diese Feststellungen zu treffen, verschiebt man die Brücke 40 und
damit den Zapfen io derart, daß durch den Zeiger 39 auf der Skala 38 die
Geschwindigkeit gegenüber der Luft angezeigt wird. Alsdann bringt man den Windzeiger
6 in diejenige Richtung, aus welcher der Wind mit Bezug auf die Gradeinteilung der
Windrose weht, und man stellt die Geschwindigkeit des Windes ein, indem man den
Knopf ii auf dem Lineal 6 verschiebt.
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Der Hebel g stützt sich von selbst gegen den Knopf ii unter der Wirkung
der Feder 15. Nun dreht man die Windrose 2, um ihre Gradeinteilung entsprechend
der Richtung des über Grund zu steuernden Kurses vor dem Zeiger 16 einzustellen.
Bei dieser Stellung der verschiedenen Teile des Kurszeigers liest man unmittelbar
den zu steuernden Kurs an dem Zeiger 3 und infolgedessen den Kompaßkurs an dem Zeiger
q. ab.
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Die Geschwindigkeit über Grund wird an der Gradeinteilung des Armes
9 abgelesen, .und zwar am Berührungspunkt mit dem Knopf ii.
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Der Vorhaltewinkel wird durch den Zeiger 16 auf der Gradeinteilung
18 angegeben.
Die verschiedenen anderen Aufgaben der Luftschiffahrt
können in ähnlicher Weise gelöst werden.