DE6090A - Verbesserungen an einer selbsttätigen Malzwaage - Google Patents

Verbesserungen an einer selbsttätigen Malzwaage

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DE6090A
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Original Assignee
L. A. RIEDINGER, Maschinenfabrikant, in Augsburg

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Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 42.
L. A. RIEDINGER in AUGSBURG. Verbesserungen an einer selbsttätigen Nl al ζ w
Zusatz-Patent zu No. 3759 vom 9. October 1877.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. September 1878 ab. Längste Dauer: 22. September 1890.
Das Princip der Maschine ist das gleiche wie das der älteren, im Hauptpatent No. 3759 beschriebenen Construction. Diese Malzwaage besteht wieder aus einer gleicharmigen Waage mit einem Gefäfs zur Aufnahme der zu wägenden Materialien (Getreide, Malz etc.), welches einerseits mit einem durch zwei Klappen (Absperrklappe und Regulirklappe) absperrbaren Einlauftrichter communicirt, andererseits zum Zweck der Entleerung mit einer Bodenklappe versehen ist. Die Aenderungen, welche auf möglichste Vereinfachung zielen, beziehen sich auf die Anordnung der Regulirklappe, dann hauptsächlich auf die gesammte Steuerung,, auf die Verbindung der Maschine speciell mit Schrotmühlen und auf die Stelluhr.
Den Waagebalken bildet die auf den Supports Z1 Z2 in Schneiden gelagerte Welle W mit den auf ihr aufgekeilten Hebeln w w und W1 Wx, Fig. i, 2 und 6.
Die Hebel sind an den Enden mit Schneiden versehen und tragen einerseits das Gefäfs G, andererseits einen Gufsrahmen als Gegengewicht, welcher gleichzeitig zur Aufnahme des Einheitsgewichtes Q (ein geaichtes, wie bei gewöhnlichen Decimalwaagen gebräuchliches Gewicht) dient, dem die einmalige Füllung des Malzgefäfses gleichkommen soll. Das Wägegefäfs G ist räumlich von allen feineren Theilen der Maschine getrennt, damit diese vor Staub geschützt sind. In das Wägegefäfs mündet der durch die Klappe K absperrbare Einlauftrichter E, welcher die unmittelbare Fortsetzung der Auffüllgosse F des Gehäuses bildet. Die Klappe K sucht durch ihr Eigengewicht zuzufallen und den Einlauf abzusperren; hieran wird sie zeitweise durch die Verbindung des auf ihrer Axe α sitzenden Hebels h, Fig. 3, 6, 7 und 8, mit dem Sperrhebel S gehindert, dessen freies Ende sich gegen den im Anker A befestigten Stift t legt, Fig. 7.
Wenn jedoch das Wägegefäfs bis zum Gleichgewicht der Waage gefüllt wird und infolge dessen sinkt, so stöfst der von der ringförmigen Erweiterung des Waagebalkenhebels W1 getragene Stellstift j gegen die aufwärts gerichtete Zunge des Ankers A, wodurch dieser eine hinreichende Schwingung erfährt, um den Stift t vom Sperrhebel S abzuziehen und dadurch das Hindernifs für das Zufallen der Sperrklappe K zu beseitigen. Jedes unzeitige Auslösen des Ankers A wird durch die Anschläge ^1 b.2 an dem Ringe des Waagebalkenhebels W1 gehindert.
Das gleichmäfsige Einlaufen des Malzes in das Wägegefäfs wird durch die beständig rotirende Speisewalze X, Fig. 1 und 2, unterstützt, deren Axe eine von der Schrotmühle aus betriebene Riemscheibe Y trägt. Zur besonderen Regulirung des Einlaufes dient noch die Regulirklappe Kr, Fig. 1, welche lose auf der Axe α der Absperrklappe K sitzt und sich mit den Röllchen an den Enden ihrer Arme cc auf den Rand des Wägegefäfses G legt. Da dieses hierdurch eine Belastung erfährt, so wird die Waage in den Gleichgewichtszustand gelangen und das Wägegefäfs sinken, noch bevor in dasselbe die ganze, dem Einheitsgewichte entsprechende Malzmenge eingelaufen ist. Beim Sinken des Wägegefäfses folgt aber die Regulirklappe Kr dieser Bewegung, wobei sie die Einlauföffnung immer mehr verengt, bis sie sich schliefslich mit dem Anschlagstift u gegen die Wand des Einlauftrichters E legt. Dadurch wird das Wägegefäfs wieder entlastet und seine Bewegung unterbrochen; erst wenn durch den verengten Einlauf ganz allmälig die zum Gleichgewicht fehlende Malzmenge in dasselbe gelangt ist, sinkt es abermals, während nun der Waagebalken die 'bereits erörterte Auslösung der Absperrklappe K und dadurch den gänzlichen Schlufs des Einlauftrichters E veranlafst.
Dem Schlüsse des Einlaufes mufs nun rasch die selbstthätige Entleerung des Wägegefäfses folgen. Zu diesem Zwecke ist dasselbe unten mit einer Bodenklappe Kb, Fig. 1 und 2, versehen, welche durch Drehung ihrer Axe/ geöffnet wird. Diese Axe trägt seitlich ein Querstück q, welches zwischen die vier Stifte einer im Gehäuse gelagerten Steuerscheibe T geschoben ist. Den Zapfen ζ dieser Scheibe umfafst das gegabelte Ende eines - Hebels H,
Fig. 2, 4 und 6, dessen anderer Schenkel aufserhalb des Staubraumes sich befindet und mit einer Rolle an der Nuthscheibe N anliegt; diese sitzt auf der Welle v, welche andererseits das grofse Zahnrad R trägt.
Wird dieses durch Einrücken des Zwischenrades r mit dem.auf der Axe der Speisewalze X, Fig· 3; 7 und 8, sitzenden, beständig rotirenden Rade rx in indirecten Eingriff gebracht, so erfahrt durch die Drehung der Nuthscheibe N der Hebel H und durch diesen die Steuerscheibe T eine solche Schwingung, dafs die Bodenklappe Kb des Wägegefafses geöffnet, einige Zeit hindurch offen gehalten und dann nach gänzlicher Entleerung des Gefäfses wieder geschlossen wird.
Die Einrückung des Zwischenrades r, welches von einem auf der Axe des Rades rx] Fig. 3, 6, 7 und 8, lose sitzenden Gehänge i getragen wird, erfolgt beim Zufallen der Einlaufabsperrklappe K\ denn während bis dahin die mit dem Gehänge i verbundene Sperrklinke / sich gegen den im Gehäuse befestigten Anschlag m legte und dadurch die Räder R r aufser Eingriff hielt, wird durch den mit der Klappe K bewegten Sperrhebelarm S, die Klinke / ausgehoben und durch das Gewicht g am Gehänge i der Eingriff bewerkstelligt.
Sobald das Wägegefäfs in der Entleerung begriffen ist, trachtet es wegen des Uebergewichtes auf der anderen Seite der Waage wieder zu steigen. Da hierdurch aber der richtige Eingriff des Querstückes q der Klappenaxe f mit der Steuerscheibe T zur Unzeit gestört würde, wird der Waagebalken bis nach vollständiger Entleerung des Wägegefafses und Schlufs seiner Bodenklappe Kb durch die unrunden Scheiben CD auf der Welle υ niedergehalten, gegen welche sich die von den Waagebalkenhebeln W1 W%, Fig. 6, getragenen Rollen ο und p anlegen.
Ist die Bodenklappe des Wägegefafses wieder geschlossen, so drückt die im Boden des Rades R, Fig. 3 und 7, gelagerte Rolle η gegen das segmentförmige Ende des gehobenen Sperrhebels 5 und drückt dieses nieder, wodurch andererseits mittelst des Hebels h die Sperrklappe K aufgezogen und so der Einlauf E wieder geöffnet wird. Mittlerweile hat beim Steigen des Wägegefafses der Anschlag ^1 am Waagebalkenhebel W1 den Anker A wieder so gestellt, dafs dessen Stift t wieder über das Ende des Sperrhebels .S gekommen ist; es braucht dieser Hebel demnach nicht langer durch die Rolle 11 niedergehalten zu werden, dieselbe mufs vielmehr das Segment verlassen, damit sie beim nächstfolgenden Auslösen des Sperrhebels seine Bewegung nicht hindern kann. Damit hat nun das Rad R eine ganze Umdrehung gemacht; ein an ihm befestigter Daumen d, Fig. 7 und 8, stöfst endlich gegen den Daumen e am Gehänge i und drückt dieses, das Zwischenrad r ausrückend, zurück, bis die gleichfalls zurückgezogene Sperrklinke / sich abermals gegen den Anschlag m legen und die Räder R r aufser Eingriff erhalten kann.
Nach genügender Füllung des Wägegefafses erfolgt dann die abermalige Auslösung, und das Spiel wiederholt sich in der beschriebenen Weise.
Da bei jeder Operation die gleiche Malzmenge gewogen wird, so ist zur Ermittelung des Totalgewichtes nur die Registrirung der einzelnen Operationen mittelst eines Zählwerkes Z, Fig. ι und 6, nothwendig. Die Bewegung desselben erfolgt durch Schraubenräder von der Welle υ aus, welche bei jedem Spiele der Waage genau eine Umdrehung macht.
Das Zählwerk ist mit Rücksicht auf das Einheitsgewicht Q so eingerichtet, dafs es die directe Ablesung des Totalgewichtes in Kilogrammen gestattet.
Mit dem Zählwerke ist noch eine sogenannte Stelluhr verbunden, welche die selbsttätige Abstellung des Apparates nach erfolgter Wägung einer bestimmten Malzmenge bewirkt, Fig. 9 und 10. Von derjenigen Axe des Zählwerkes, welche die Zehnerscheibe trägt, wird durch ein Zweizahnrad α, die Zehnzahnscheibe β und die Zwischenrädei* γ eine Axe ό bewegt, welche demnach eine Zehntelumdrehung (entsprechend einer Ziffer ihrer Zifferscheibe rj) macht, wenn die Maschine 50 kg = 1 Centner Malz passirt haben. Bei jeder ganzen Umdrehung der Axe ό erhält eine zweite Axe O1 mittelst Einzahnrad μ und Zehnzahnrad ν eine Zehnteldrehung, welche demnach einem Malzgewichte von 500 kg = 10 Centner entspricht. Beide Axen J J1 tragen nun je eine runde Scheibe q ρ, mit einem Einschnitte, Fig. 1 und 6, welcher sich über dem gegabelten Hebel j auf der Axe y befindet, sobald in der Oeffnung des Zifferblattes die zugehörige Zifferscheibe ο anzeigt.
Denkt man sich nun beide Axen 8 S1 mit Hülfe der durch das Maschinengehäuse tretenden Vorgelege ω ω so gestellt, dafs ihre Zifferscheiben irgend eine Zahl, z. B. 35, angeben, so werden genau so viele Centner die Maschine passirt haben müssen, bis beide Zifferscheiben auf ο und gleichzeitig die Einschnitte der Scheiben ρ Q1 über dem Hebel j stehen; dieser fällt dann in diese Einschnitte und bedingt dadurch, dafs der auf seiner Axe y befestigte Abstellhebel U niederfällt und sich auf den Anschlag m vor die Sperrklinke / legt; letztere kann nun nicht mehr über den Anschlag gleiten, wenn sie beim darauf folgenden Auslösen der Eintrittsklappe K vom Sperrhebel .S gehoben wird, und es unterbleibt deshalb das Einlösen der Räder R r, der Apparat ist also abgestellt. Durch abermaliges Einstellen der Stelluhr wird der Gabelhebel j wieder niedergedrückt, der Abstellhebel U gehoben und dadurch das Hindernifs für das Auslösen der Sperrklinke / beseitigt; der Apparat kann dann wieder weiter functioniren.
Die Verbindung der Wägemaschine mit der Schrotmühle macht noch eine selbstthätige Abstellvorrichtung nöthig, welche dann zur Wirkung kommen mufs, wenn die Schrotwalzen das von der Wägemaschine gelieferte Malz nicht rasch genug verarbeiten können und das Malz sich infolge dessen unter dem Wägegefäfse allmälig so hoch anstauen würde, dafs die Entleerung des letzteren schliefslich unmöglich wäre. Diese Vorrichtung besteht in einer ausbalancirten Klappe V, Fig. ι und 2, auf welche das aus dem Wägegefäfse gelangende Malz fällt; dabei sinkt die Klappe und hebt mit Hülfe des Hebel- und Stangensystems JM O P, Fig. 1, 2, 3 und 7, den Sperrbolzen B, welcher durch den Anschlag m tritt, sich vor die Sperrklinke / legt und dadurch ganz in der gleichen Weise abstellt, wie der Abstellhebel U der Stelluhr. Nur wenn der Raum unter der Klappe V frei ist, läuft das Malz durch den Schlitz zwischen dieser und der gekrümmten Wand /, Fig. 1, ab; die Klappe steigt dann und zieht den Sperrbolzen B wieder abwärts.
Alle groben Verunreinigungen des Malzes (Hadern, Holzstücke etc.) werden ebenfalls Ursachen des Stillstandes der Maschine, wenn sie den Einlauftrichter verstopfen sollten. Sie würden dann nämlich das Zufallen der Eintrittssperrklappe K und dadurch die weitere Thätigkeit der ganzen Maschine hindern. Damit die Waage im leeren Zustande jederzeit leicht controlirt werden kann, läfst sich der Anker A mittelst des Knopfes an seiner Axe soweit nach vorn ziehen, dafs beim Spielen der Waage der Stellstift s hinter dem" Anker passiren kann. Die Ankeraxe wird in ihrer jeweiligen Lage durch einen in der Ständerhöhlung untergebrachten zugespitzten Stift festgehalten, der durch eine kleine Feder gegen sie gedrückt wird. Der gegen eine Scala spielende Zeiger K am Waagebalken, Fig. 3 und 7, ermöglicht die genaue Beobachtung des letzteren.
Die Wägemaschine ist allseitig durch Deckel geschlossen, welche durch amtliche Plombirungen vor unbefugtem Oeffhen geschützt sind.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Die durch die Zeichnungen erläuterte Construction einer selbstthätigen Wägemaschine für körnige Materialien, bei welcher vermöge Hinzufügung einer Mehrbelastung der Waage vor dem Gleichgewichtszustand eine Regulirung des Einlaufes mittelst einer besonderen Regulirklappe eintritt.
  2. 2. Eine Auslöseklappe, durch welche Störungen verhindert werden, die aus einer Differenz in der Leistungsfähigkeit der Wägemaschine und der mit dieser eventuell verbundenen Schrotmühle nothwendig entspringen müfsten.
  3. 3. Eine für beliebig viele Stellen zu erweiternde Stelluhr, bei welcher jede Ziffersclieibenaxe eine mit Einschnitten versehene Scheibe trägt, gegen die sich die auf einer gemeinschaftlichen Axe befestigten Auslösehebel anlegen, derart, dafs ein Einfallen dieser Hebel nur bei einer bestimmten Lage aller Scheiben eintreten kann.
    Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.

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