DE607358C - Selbsttaetig wirkende Nachstellvorrichtung fuer das Bremsgestaenge von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Selbsttaetig wirkende Nachstellvorrichtung fuer das Bremsgestaenge von KraftfahrzeugenInfo
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- DE607358C DE607358C DEC48759D DEC0048759D DE607358C DE 607358 C DE607358 C DE 607358C DE C48759 D DEC48759 D DE C48759D DE C0048759 D DEC0048759 D DE C0048759D DE 607358 C DE607358 C DE 607358C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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- F16D65/38—Slack adjusters
- F16D65/40—Slack adjusters mechanical
- F16D65/52—Slack adjusters mechanical self-acting in one direction for adjusting excessive play
- F16D65/60—Slack adjusters mechanical self-acting in one direction for adjusting excessive play for angular adjustment of two concentric parts of the brake control systems
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Description
Die Erfindung betrifft eine selbsttätig wirkende Vorrichtung zur Nachstellung des
Bremsgestänges, besonders für Kraftfahrzeugbremsen. Es ist bekannt, die selbsttätige
Nachstellung des Bremsgestänges von Kraftfahrzeugbremsen mittels einer an dem beweglichen
Bremsgestänge angeordneten, mit einer Sperrklinkenzahnung versehenen Stellschraube
zu bewirken, die durch eine mit einem Anschlag zusammenarbeitende Sperrklinke gedreht wird. Die Sperrklinke ist dabei
an einem beim Anziehen der Bremse bewegten Glied des Bremsgestänges im Bereich des ortsfesten Anschlages gelagert, so daß sie
bei der Verstellbewegung des Bremsgestänges gegen den Anschlag gedrückt und in die
Schaltstellung bewegt wird. Die Rückführung der Sperrklinke erfolgt bisher mittels
einer Rückführfeder. Bricht diese Feder oder reicht ihre Spannung bei einer Klemmung
der Sperrklinke nicht zur Rückführung aus, so wird die Nachstellvorrichtung unbrauchbar.
Soll ferner die Nachstellung der Bremse während der Rückführung der Sperrklinke beim Lösen der Bremse bewirkt werden,
so muß die Rückführ feder vergleichsweise stark sein, da sie sowohl den Widerstand
der Bremsbackenrückführfeder als auch
die Reibung im Gestänge, an den Lagers-tellen usw. überwinden muß.
Die vorliegende Erfindung macht die Rückführfeder für die Sperrklinke überflüssig.
Erfindungsgemäß ist die Sperrklinke an einer auf der Stellschraube lose drehbaren Scheibe
gelagert, die mit zwei Anschlagflächen für den ortsfesten Anschlag versehen ist, derart,
daß die drehbare Scheibe durch den Anschlag bei der Bewegung des Bremsgestänges in der
einen Richtung in die Schaltstellung gebracht und in der anderen Richtung unter Drehung
der Nachstellschraube in die Ausgangsstellung zurückgebracht wird. Diese Ausführung
gestattet es, die Rückführung der Sperrklinke von der Wirkung einer zusatz- liehen
Feder unabhängig zu machen und da- +5 her· eine größere .Sicherheit für die Nachstellung
zu erreichen. Die Nachstellung erfolgt zweckmäßig beim Lösen der Bremse
in der üblichen Weise, wenn die Bremsbackenrückführfeder die Rückstellung der Bremsbacken in die Ruhe- oder Nullstellung
ausführt, weil es die erfindungsgemäße Ausführung dann, auch ermöglicht, die entsprechend
verstärkte Rückstellkraft der Bremsbackenrückführfeder für die Drehung
der Nachstellschraube nutzbar zu machen.
Um die Betriebsbereitschaft der Sperrklinke und die Vollziehung der Nachstellung
ständig nachprüfen zu können, wird zweckmäßig ein der Nachstellung unterworfenes
Glied der Bremse, z. B. der den Bremsbackenspreiznocken tragende Hebel, in der bekannten
Weise mit einer die Nachstellung kenntlich mächenden Anzeigevorrichtung versehen, bei- .
spielsweise mit einem Zeiger, der an einer ortsfesten Skala gleitet. Diese Anzeigevorrichtung
gestattet auch leicht festzustellen, wann der Einbau neuer Bremsbeläge notwendig
ist.
Die Zeichnungen zeigen ein Beispiel für die Ausführung der Erfindung bei einer
Innenbackentrommelbremse.
Abb. ι zeigt die Seitenansicht, die Vorderansicht
und den Grundriß des an den Spreizbolzen angeschlossenen Schwenkhebels des Bremsengestanges.
Abb. 2 zeigt die an diesem Hebel gelagerte Nachstellschraube in der Ansicht und im
Querschnitt längs der eingezeichneten Schnittlinie.
Abb. 3 zeigt die Vorderansicht, die Seitenansicht und den Grundriß einer auf dem
Spreizbolzen zu befestigenden Hülse, die das Widerlager für die Verstellschraube trägt.
Abb. 4 zeigt die Vorderansicht und den Grundriß der auf der Stellschraube lose drehbaren
Scheibe.
Abb. S zeigt eine Seitenansicht der zusammengebauten
Vorrichtung,
Abb. 6 einen Grundriß im teilweisen Schnitt nach Linie VI-VI der Abb. S, wobei
sich die Teile in der Ausgangsstellung befinden.
Abb. 7 zeigt eine Vorderansicht der Vorrichtung und ihrer Lagerung an dem ortsfesten
Gehäuse.
Abb. 8 und 9 zeigen die erfindungsgemäße Vorrichtung in unterschiedlichen Wirk-Stellungen.
Der Bremshebel 1 (Abb. 1) trägt eine Hülse 2 mit Innengewinde, die zur Aufnahme
der Stellschraube 3 dient, ferner einen kleinen Flansch 4 zur Lagerung einer Sperrklinke 5
(Abb. 6). Er enthält am unteren Ende eine Nabe 6, mittels der er lose drehbar auf das
Ende 7 (Abb. 7) des Spreizbolzens 8 aufgesetzt ist. Die Stellschraube 3 (Abb. 2) hat
einen am Umfange mit einer Sperrklinkenzahnung versehenen Kopf 9 und darüber einen glatten Bund 10, an dem lose drehbar
die in Abb. 4 dargestellte Sperrklinkeiischeibe gelagert ist. Das untere Ende der Stellschraube
3 bildet einen Anschlag 11 und arbeitet mit einer Hülse 12 zusammen, die an
einem Ansatz 13 den Gegenanschlag für die Stellschraube enthält. Die Hülse 12 ist innen
mit Zahnnuten 14 versehen, die zu entsprechenden Nuten des Spreizbolzens 8
(Abb. 7) passen und eine feste Verbindung zwischen dem Spreizbolzen und dem Ansatz
13 herstellen.
Die in Abb. 4 dargestellte Sperrklinkenscheibe 15 hat eine Öffnung 16 zum Durchlaß
des oberen Endes der Stellschraube 3 ■ und ist ferner mit einem Einschnitt versehen,
dessen seitliche Begrenzungen 16'und 17 als
Anschläge dienen. An der Sperrklinkenscheibe ist eine abgefederte Sperrklinke 18
gelagert. An dem ortsfesten Gehäuse oder Rahmen 19 befindet sich ein Anschlag 20, an
dem sich der Bremshebel 1 in der Ruhelage abstützt, ferner ein Anschlag 21, der mit der
Sperrklinkenscheibe 15 zusammenarbeitet.
Die Vorrichtung wirkt folgendermaßen: Die Stellschraube 3 (Abb. 5) ist zunächst so
eingestellt, daß sich die Bremsbacken in Ruhelage befinden, wenn der Hebel 1 (Abb. 6)
an dem Anschlag 4 anliegt. Die Einhaltung der Ruhestellung wird durch die Stellung des
Bremsgestänges 21' (Abb. 5) sowie durch die über die Bremsbacken 22 auf den Kopf 23
des Spreizbolzens 8 übertragene Federungskraft der Rückführfeder gewährleistet. In
dieser Ruhestellung (Abb. 6) befinden sich die Sperrklinke 18 der Sperrklinkenscheibe 15
und die Sperrklinke 5 des Hebels 1 in Eingriff mit der Verzahnung des Kopfes 9 der
Stellschraube 3. Sobald der Hebel 1 beim Bremsen in Richtung des Pfeiles 24 (Abb. 5)
geschwenkt wird, drückt das Enden' der
Stellschraube 3 auf den Gegenansatz 13 und dreht dabei den Spreizbolzen 8 in seinem
Lager 25 (Abb. 7), wobei mit der Drehung des Spreiznockens 23 die Bremsbacken aus- go
einandergedrückt werden, so daß die Bremsbeläge gegen die Bremstrommel gedrückt werden und die Bremsung herbeiführen. Bei
dieser Bremsung mit zunächst noch unabgenutzten Bremsbelägen wird die Stellung der
Sperrklinkenscheibe 15 zunächst noch nicht verändert, solange die Schwenkung des
Bremshebels 1 nur so gering ist, daß die Anschläge 16', 17 der Sperrklinkenscheibe nicht
gegen den ortsfesten Anschlag 21 des Gehäuses stoßen.
Mit der fortschreitenden Abnutzung der Bremsbeläge wird indessen der Verstellhub
des Bremshebels 1 nach und nach immer größer, so daß der Anschlag 17 der Sperrklinkenscheibe
an den ortsfesten Anschlag 21 beim Anziehen des Bremsengestänges anstößt
(Abb. 8). Dabei wird die Sperrklinkenscheibe 15, die an dem oberen Ende der
Schraube 3 lose drehbar gelagert ist, schließ- no lieh in Richtung des Pfeiles 27 so weit umgelegt,
daß die Sperrklinke 18 von ihrer ursprünglichen Anlage an dem Zahn A freikommt
und hinter den Zahn B schnappt. Kehrt der Bremshebel 1 nun wieder in seine
Ruhestellung zurück, so stößt bei der Bewegung in Richtung des Pfeiles 28 der Anschlag
16' der Sperrklinkenscheibe ebenfalls gegen den ortsfesten Anschlag 21 (Abb. 9).
Der Schraubenkopf 9 und mit ihm die Verstellschraube 3 werden daher nach links herumgedreht,
bis der Hebel 1 wieder gegen
seinen Anschlag 20 stößt. Bei der Drehung der Stellschraube 3 wird zunächst die Sperrklinke
5 zurückgedrängt, bis sie ebenfalls hinter den nächsten Zahn schnappt und die Stellschraube gegen Zurückdrehen sichert.
Die Federungskraft der Sperrklinke 5 ist natürlich stets geringer als die der Rückführfeder.
Die Drehung der Stellschraube 3 bewirkt eine Verstellung nach unten, wodurch eine Drehung des Spreizbolzens 8 herbeigeführt
wird, SO^ daß der Spreiznocken 23 in der
Ruhestellung des Bremshebels 1 nunmehr eine etwas geneigte Stellung einnimmt, durch
die die Bremsbeläge dichter an der Bremstrommel gehalten werden.
Bei fortschreitender Abnutzung der Bremsbeläge 2.6 wiederholen sich diese Vorgänge
immer wieder, so daß also die Bremsbeläge dauernd in einem der Abnutzung entsprechenden
Maße selbsttätig nachgestellt werden. Die Drehung der Stellschraube 3 findet jedesmal bei der Rückführung des
Bremsengestänges statt, also beim Lüften der Bremse, wenn der Anpreßdruck im bewegliehen
Gestänge aufgehoben ist.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann sowohl bei Fahrzeugen aller Art als auch bei
allen anderen Einrichtungen benutzt werden, die mit Bremsen versehen sind.
Claims (2)
1. Selbsttätig wirkende Nachstellvorrichtung für das Bremsgestänge von
Kraftfahrzeugen, bei der die Nachstellung mittels einer an dem beweglichen Bremsgestänge
angeordneten, mit einer Sperrklinkenzahnung versehenen Stellschraube erfolgt, die durch eine mit einem Anschlag
zusammenaVbeitende Sperrklinke gedreht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrklinke (18) an einer auf der
Stellschraube (3) lose drehbaren Scheibe (15) gelagert ist und daß zwei Anschlagflächen
(i6', 17) an der die Sperrklinke tragenden drehbaren Scheibe (15) vorgesehen
sind, derart, daß die drehbare Scheibe (15) durch den Anschlag (21) bei
der Bewegung des Bremsgestänges in der einen Richtung in die Schaltstellung gebracht
und in der anderen Richtung unter Drehung der Stellschraube (3) in die Ausgangsstellung
zurückgebracht wird.
2. Nachstellvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß
ein der Nachstellung unterworfenes Glied der Bremse mit einer die Nachstellung kenntlich machenden Anzeigevorrichtung
(30) versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC48759D DE607358C (de) | 1934-01-24 | 1934-01-24 | Selbsttaetig wirkende Nachstellvorrichtung fuer das Bremsgestaenge von Kraftfahrzeugen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEC48759D DE607358C (de) | 1934-01-24 | 1934-01-24 | Selbsttaetig wirkende Nachstellvorrichtung fuer das Bremsgestaenge von Kraftfahrzeugen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE607358C true DE607358C (de) | 1934-12-27 |
Family
ID=7026823
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC48759D Expired DE607358C (de) | 1934-01-24 | 1934-01-24 | Selbsttaetig wirkende Nachstellvorrichtung fuer das Bremsgestaenge von Kraftfahrzeugen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE607358C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1163172B (de) * | 1960-09-23 | 1964-02-13 | Daimler Benz Ag | Selbsttaetige mechanische Nachstellvorrichtung fuer einen Seilzug oder ein Gestaenge, insbesondere fuer eine mechanisch betaetigte Bremse an Kraftfahrzeugen |
-
1934
- 1934-01-24 DE DEC48759D patent/DE607358C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1163172B (de) * | 1960-09-23 | 1964-02-13 | Daimler Benz Ag | Selbsttaetige mechanische Nachstellvorrichtung fuer einen Seilzug oder ein Gestaenge, insbesondere fuer eine mechanisch betaetigte Bremse an Kraftfahrzeugen |
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