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Gewürzstreuer Die Erfindung geht von den, bekannten Salzstreuern aus,
bei denen in einem das Salz aufnehmenden Gehäuse eine Stange oder ein Stößel axial
verschiebbar gelagert ist. Durch die besondere äußere Form des unteren Stößelendes
wird dabei das Salz bei axialer Verschiebung des Stößels nach außen gefördert.
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Um diese Gewürzstreuer entsprechend bekannten Streuern mit zwei konzentrisch
ineinanderliegenden Behältern für verschiedene Gewürze auszubilden, ist gemäß der
Erfindung der Stößel zu einem Vorratsbehälter für ein zweites Gewürz, - z. B. Pfeffer,
ausgebildet, das durch Betätigung einer Handhabe gleichfalls nach außen gefördert
wird. Die beste Raumausnutzung ergibt sich hierbei durch konzentrische Anordnung
der zur Aufnahme verschiedener Gewürze dienenden Hohlräume im Streuergehäuse und
im Stößel.
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Für die Streuung des zweiten Gewürzes bieten sich erfindungsgemäß
verschiedene Wege. Entweder kann das zweite Gewürz durch einen dem ersten Stößel
ähnlichen und zweckmäßig in diesem gelagerten, zweiten Stößel erfolgen, oder im
ersten Stößel ist ein zweckmäßig stangenartiges Glied angeordnet, durch dessen Drehung
die Öffnung oder Schließung von Austrittsöffnungen für das zweite Gewürz gesteuert
wird. Bei der ersten Ausführungsform erfolgt also die Gewürzstreuung durch axiale
Verschiebung zweier voneinander getrennter Stößel, die vorzugsweise verschieden
lang aus dem Streuergehäuse herausragen. Beim zweiten Ausführungsbeispiel dient
ein mit der Drehstange verbundener Knopf gleichzeitig zur axialen Verschiebung des
Stößels, so daß durch verschiedene Bewegungen ein und derselben Handhabe entweder
das eine oder das andere Gewürz gestreut wird.
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In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Die Fig. i und 3 zeigen Längsschnitte durch zwei verschiedene Ausführungsformen,
die Fig.2 und q. stellen Querschnitte nach den Linien A-B und C-D der Fig. i und
3 dar.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. i und 2 ist im Innern des Gehäuses
i ein. Stößel 2 axial verschiebbar gelagert. Der Stößel 2 ist durch eine rohrartige
Verlängerung 2' oben mit einem Knopf 3 fest verbunden. Zwischen dem Knopf 3 und
dem Gehäuse i ist eine Druckfeder q. eingeschaltet, die den Stößel 2 stets nach
oben drückt. In das Gehäuse i ist von unten ein als Fuß dienender Ringkörper 5 eingeschraubt,
in dessen zweckmäßig konisch gestalteter Öffnung der Stößel -2 geführt ist. Eine
außen im Stößel 2 angebrachte Ringnute 6 dient in bekannter Weise zur Förderung
des in dem Raum 7 befindlichen Salzes 8 nach außen, wenn der Knopf 3 nach unten
gedrückt wird.
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Der Stößel 2 weist einen Hohlraum g auf, der zur Aufnahme von Pfeffer
io dient. Im Innern, des Gesamtstößels 2, 2', 3 ist ein zweiter Stößel ii axial
verschiebbar gelagert, zwischen dessen Knopf i2 und dem Stößelrohr 2' eine Druckfeder
13 angeordnet ist. Unten ist in den Stößel 2 ein Ringkörper 1q. eingeschraubt,
der
zur Führung des Stößels 11 dient. Der Stößel 11 ist an, seinem unteren Ende mit
einer Ringnut 15 versehen.
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Will man. Pfeffer- streuen, so wird auf den Knopf 12 in der eingezeichneten
Pfeilrichtung ein Druck ausgeübt, wodurch unter Vermittlung der Ringnut 15 ein Teil
des Pfeffers 1ö nach außen gelangt. In der gleichen an sich bekannten Weise wird
durch einen Druck auf den Knopf 3 in der eingezeichneten Pfeilrichtung Salz gestreut.
Wie aus Fig. i deutlich ersichtlich, überragt der Knopf 12 den Knopf 3, so daß beide
Knöpfe bequem und unabhängig voneinander bedient werden können. Die Federn 4, 13
sorgen in jedem Falle für die selbsttätige Rückholung der Stößel 2 bzw. 11. Durch
das Abschrauben der Ringkörper 5, 14 können beide Gewürze in die betreffenden Räume
eingefüllt werden.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 und 4 ist in dem Gehäuse 16 ein
Stößel 17 gelagert, der beispielsweise durch einen mit ihm verbundenen und in das
Gehäuse 16 eingreifenden Stift 18 an einer Drehung gehindert ist. Der Hohlraum 1g
dient zur Aufnahme von Salz. Der im Stößel 17 vorhandene Hohlraum 2o dient wieder
zur Aufnahme von Pfeffer. Der Boden des Stößels 17 ist im gezeichneten Beispiel
durch eine aufgeschraubte Kappe 2i gebildet, in der sich einige Löcher 22 befinden.
Durch das Gehäuse 16 und den Stößel 17 erstreckt sich eine Stange 23, die oben mit
einem Knopf 24 fest verbunden ist. Am unteren Ende der Stange 23 befindet sich eine
Scheibe 25, die mit den aus Fig. 4 ersichtlichen Löchern 26 versehen ist. Zweckmäßig
erstreckt sich die Stange 23 durch die Bodenkappe 21 hindurch, um so eine Führung
zu finden. Auf dem untersten Ende der Stange 23 ist zweckmäßig eine kleine Mutter
27 vorgesehen. Zwischen Knopf 24 und Gehäuse 16 ist eine Druckfeder 28 angeordnet,
die zur Zurückführung des Stößels 17 dient. Im gezeichneten Beispiel hat diese Feder
28 eine zweite Funktion. Im Gehäuse 16 ist eine Rasterscheibe 29 festgelegt, der
eine entsprechend geformte Kastenscheibe 30 zugeordnet ist. Die Kastenscheibe
3o ist lediglich axial verschiebbar, aber nicht drehbar auf der Stange 23 angeordnet.
Das obere Ende 23' der Stange 23 ist zu diesem Zweck beispielsweise vierkantig ausgebildet.
Die Feder 28 ist bestrebt, die beiden Kastenscheiben 29, 30 ständig miteinander
zum Eingriff zu bringen.
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Durch Drehung des Knopfes 24 werden die Löcher 22 und 26 miteinander
in Übereinstimmung gebracht, so daß Pfeffer aus dem Raum 2o austreten kann. Um zu
verhindern, daß diese Austrittslöcher in offener Stellung verbleiben, sind -die
Rasterscheiben 2,9, 30 vorgesehen. In der gezeichneten Eingriffstellung dieser
Scheiben ineinander sind die Löcher 22 verschlossen. Da die Feder 28 bestrebt ist,
diese Eingriffstellung ständig herbeizuführen, so sind auch die Austrittsöffnungen
22 stets geschlossen.
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Durch Druck auf den Knopf 24 nimmt die Stange 23 den Stößel 17 in
axialer Richtung mit, so daß hierbei in bekannter Weise Salz aus dem Raum 1g ausgestreut
wird.
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Die Streuerteile können aus Holz, Metall, Kunstharz o. dgl. bestehen.
Es sei noch erwähnt, daß bei der zweiten Ausführungsform der Stößel gewissermaßen
auch als Pfeffermühle ausgebildet sein kann. In diesem Fall würde durch Drehung
der Stange 23 das bei Pfeffermühlen bekannte Zerkleinerungs- oder Reibrad gedreht
werden. Der Stößelboden oder die Kappe 21 würde in diesem Fall die entsprechende
Ausbildung erhalten.