DE603552C - Funkenstrecke fuer Hochspannungsanlagen mit Druckgaskuehlung - Google Patents

Funkenstrecke fuer Hochspannungsanlagen mit Druckgaskuehlung

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DE603552C
DE603552C DER70208D DER0070208D DE603552C DE 603552 C DE603552 C DE 603552C DE R70208 D DER70208 D DE R70208D DE R0070208 D DER0070208 D DE R0070208D DE 603552 C DE603552 C DE 603552C
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spark gap
compressed gas
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pressurized gas
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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01TSPARK GAPS; OVERVOLTAGE ARRESTERS USING SPARK GAPS; SPARKING PLUGS; CORONA DEVICES; GENERATING IONS TO BE INTRODUCED INTO NON-ENCLOSED GASES
    • H01T1/00Details of spark gaps
    • H01T1/02Means for extinguishing arc
    • H01T1/08Means for extinguishing arc using flow of arc-extinguishing fluid

Landscapes

  • Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)

Description

  • Funkenstrecke für Hochspannungsanlagen mit Druckgaskühlung Das Patent 545 246 betrifft eine Kugelfunkenstrecke für Hochspannungsanlagen, bei welcher die Elektroden durch gasförmige Körper, wie Luft, Kohlensäure u. dgl., gekühlt sind, die in den Raum zwischen die Elektroden so geblasen werden, daß sie zum Erlöschen des Lichtbogens beitragen.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckgasfunkenstrecke dieser Art, bei welcher die Einleitung der Druckgaskühlung direkt oder indirekt durch den Lichtbogenstrom erfolgt. Erfindungsgemäß ist hierbei zur Hauptfunkenstrecke eine Parallelfunkenstrecke geschaltet, die einen höheren Vorschaltwiderstand besitzt und enger eingestellt ist als die Hauptfunkenstrecke, und deren Strom das D.rudz:-gasventil für die Beblasung öffnet.
  • Eine derartige Anordnung ergibt eine besonders zweckmäßige und betriebssichere Steuerung für die zur Lichtbogenlöschung dienende Druckgasbeblasung, da die Parallelfunkenstrecke, die engereingestellt ist als die Hauptfunkenstrecke, bereits kurz vor der letzteren überschlägt und damit die Druckgasbeblasung einleitet, so da.B im Zeitpunkt des Lichtbogenüberschlages in der Hauptfunkenstrecke bereits die Druckgasströmung vorhanden ist und die Lichtbogenlöschung rnit Sicherheit und in kürzester Zeit bewirkt wird. Hierdurch werden Verzögerungen im. Beginn der Druckgasbeblasung vermieden, die bei Steuerung des Druckgases durch den Strom der Hauptfunkenstrecke dadurch eintreten würden, daß für die Öffnung des Ventils eine gewisse Zeit gebraucht wird. Im Gegensatz zu einer bekannten Anordnung, bei welcher durch eine in Reihe mit der Hauptfunkenstrecke liegende Zusatzfunkenstrecke die Luft, die sich in einem Behälter befindet, erwärmt werden und dann infolge ihrer Volumenvergrößerung zwischen den. Elektroden der Hauptfunkenstrecke hindurchgetrieben werden soll, ist also beim Gegenstand der Erfindung bereits *zu dem Zeitpunkt, wo der Funkenüberschlag an der Hauptfunkenstreckeerfolgt, bzw. schon kurz vorher, eine - Druckgasströmung unverzüglich vorhanden, und zwar in Form von kühlem, von außen zugeführtem, nicht ionisiertem Druckgas, so daß eine wirksame Lichtbogenlöschung erzielt wird. Da die Hilfsfunkenstrecke einen höheren Vorschaltwiderstand besitzt als die Hauptfunkenstrecke, so führt sie nur einen kleinen Strom und kann. leicht zum Löschen gebracht werden. Um dies zu begünstigen, kann man auch die Anordnung so treffen, daß das Druckgas sowohl die Haupt- als auch die Hilfsfunkenstrecke bestreicht; dabei können die Hauptwiderstände für beide Funkenstrecken ,gemeinsam. sein und der Widerstand der Nebenfunkenstrecke nur durch Zusatzwiderstand erhöht werden. Durch entsprechende Wahl der Abstände, Form der Elektroden, Abstimmung der Widerstände kann das Einstellen der Funkenstrecken. aufeinander und das rechtzeitige Ausströmen des Druckgases geregelt werden. Es kann hierdurch auch verhindert werden, daß die Widerstände im Hauptlichtbogenkreis zu lange mit größerem Strom belastet sind.
  • Bei der direkten Betätigung der Ventile durch den Strom können gewisse Verzögerungen eintreten, da -unter .Umständen zum Anheben des Ventils eine bestimmte Kraft erforderlich ist. Aus diesem Grunde ist es vorteilhaft, möglichst entlastete Ventile zu benutzen, die dann durch einen Auslösemagneten, der vom Lichtbogenstrom betätigt wird, geöffnet werden. Dabei kann man .die öffnung des Ventils so gestalten, daß bei starkem Strom, also kräftigerem Lichtbogen, größere Mengen Druckgas zuströmen. Es könnte z. B. eine elektromagnetische Vorrichtung besonders den Durchgangsquerschnitt verändern, um bei stärkerem Strom viel Druckgas zuzuführen. In einfacher Weise könnte dies z. B. erreicht werden, wenn die Auslösespule das Druckgasrolir umgibt, in dem sich zwei bewegliche Eisenstücke befinden, die den Querschnitt etwas verengen. Fließt dann der Auslösestrom, so werden sich diese beiden Pole ;gegenseitig abstoßen, und der Querschnitt vergrößert sich.
  • Die Ventile kömlen auch so eingerichtet sein, daß nicht nur eineinmaliges kurzzeitiges Ausströmen des Druckgases erfolgt, sondern daß das Druckgas so lange zugeführt wird, wie der Lichtbogen brennt. In diesem Falle müßte die Arretierung des Ventils z. B. elektromagnetisch gesteuert sein und das Ventil so lange in der öffnungsstellung festgehalten werden, bis der Strom verschwindet und das Ventil wieder in die Schlußstellung zurückschnappt.
  • Soll der elektrische Strom selbst nicht zum Betätigen des Ventils verwendet werden, so kann man am Ventil Federn oder sonstige Kraftspeicher anbringen, die sich bei nicht vorhandenem Lichtbogen im Ruhezustand befinden und .durch den Lichtbogen ausgelöst werden. Es würden :dann schon sehr geringe Ströme genügen, um das Ventil zum Ansprechen zu bringen. Als Kraftspeicher können auch Druckgasreservoire dienen.
  • Soll die Druckgaswirkung gesteigert werden, so können auch zwei oder mehrere Ventile vorgesehen werden, die sich gegenseitig unterstützen. Hierdurch würde auch erreicht, daß bei Versagen eines Ventils mindestens das andere noch anspricht.
  • Die Druckgasleitungen können an Druckgasreservoire, Druckgasflaschen (Luft, Kohlensäure, Stickstoff o. dgL) direkt oder mittels besonderer Ventile angeschlossen werden.
  • Die Zuführung des Druckgases-zur Funkenstrecke kann auf verschiedene Weise erfolgen. Sind die Pole durch eine Hülle umgeben, ;die eine kaminartige Anordnung ergibt, so kann das Druckgas entweder von unten oder seitlich in diese Hülle eingeführt werden. Besteht die Hülle aus Isolierstoff, z. B. Hartpapier, Porzellan o. dgl., so können die Einblasdüsen durch diese Hülle geführt oder in der Hülle befestigt sein. Handelt es sich um Druckgasrohre aus Metall, so werden die Düsen zweckmäßig so an der Isolierhülle befestigt, daß diese einen Schutz gegen die spannungsführenden Teile bildet. Soll die ganze Anordnung enger zusammengebaut werden, so kann das Ventil direkt mit der Funkenstrecke vereinigt werden, und zwar derart, daß das Ventil einen Pol der Funkenstrecke bildet. Bildet das Ventil den Erdpol, so wären die Widerstände entsprechend leinzubauen. Gegebenenfalls lassen sich die Druckgasleitungen als Widerstände mitbenutzen. Wenn zu befürchten ist, daß sich die Widerstände der Funkenstrecke stark erwärmen, so können die Widerstände auch mit Druckgas gekühlt werden, und zwar durch das gleiche oder ein besonderes Ventil. Bei hohlen Widerständen könnte das Druckgas direkt durch die hohlen Widerstände strömen.
  • Zur Unterstützung der Abreißwirkung können die Elektroden so angeordnet sein, daB sie beweglich sind und daß das gegen sie austretende Druckgas die Elektroden voneinander weg bewegt. In diesem Falle muß dafür gesorgt werden, daß ein Minimalabstand gegebenenfalls durch Anschläge oder Federn aufrechterhalten bleibt. Die Ausführung könnte z. B. so erfolgen, daß zwei flache, pol hörnerartig gebogene Stücke verwendet werden, die einander gegenüberstehen, und daß gegen jedes von diesen eine Düse Druckgas bläst. Die Hörner bewegen sich dann voneinander weg, das zwischen den Hörnern strömende Druckgas kühlt die Elektroden, also die Fußpunkte des Lichtbogens, kühlt den Lichtbogen selbst, verlängert den Lichtbogen durch Bewegen der Elektroden und wirkt zerreißend auf den Lichtbogen.
  • Die Ventile können, durch besondere Vorrichtungen für leichteres Ansprechen gerichtet werden, wenn Gewitter im Anzuge sind. Es wären dann Relais o. dgl. anzubringen, die auf Potentialsteigerung bzw. Änderung der Potentialverteilung in der Luft (niedergehende Blitze u. dgl.) ansprechen und hierbei .die Ventile empfindlicher machen. Die Ventile können dadurch zum schnellen, vom Strom unabhängigen Ansprechen gebracht werden, daß besondere Vorrichtungen (Gewichte, Federn o. dgl.) so angebracht werden, daß diese die Ventile bewegen und der Strom nur zum Auslösen der Hemmvorrichtung verwendet wird. Dabei kann eine derartige Vorrichtung zum mehrmaligen Bewegen des Ventils werwendet werden. Signalvorrichtungen am Antrieb zeigen an, wenn nur noch eine geringe Anzahl Auslösungen möglich ist.
  • Besondere Zählvorrichtungen können feststellen, wie oft die Funkenstrecken angesprochen haben. Ebenso können Gasmeßvorrichtungen an den Gasbehältern bzw. Gasflaschen angebracht werden, um festzustellen, wie groß die verbrauchten Gasmengen sind, und umsicher zu sein, daß die Gasbehälter bzw. Gasflaschen noch genügend Füllung besitzen. Die Gasmeßvorrichtungen können auch mit Signalanlagen verbunden sein, die signalisieren, wenn die Entleerung der Gasbehälter über ein bestimmtes Maß erfolgt ist.
  • Die Zählvorrichtungen können sowohl .an der Funkenstrecke als auch an dem Gasbehälter selbst angebracht werden.

Claims (9)

  1. PATEN TANSPRÜCFIG-i.
  2. Funkenstrecke für Hochspannungsanlagen mit Druckgaskühlung nach Patent 545 246, bei welcher die Einleitung der Druckgaskühlung direkt oder indirekt durch den Lichtbogenstrom erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß zur Hauptfunkenstrecke eine Parallelfunkenstrecke geschaltet ist, dis einen höheren Vorschaltwiderstand besitzt und -enger eingestellt ist als die Hauptfunkenstrecke, und deren Strom das Ventil für das der Funkenstrecke von außen zugeleitete Druckgas öffnet. z: Funkenstrecke nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckgas sowohl die Haupt- als auch die Hilfsfunkenstrecke bestreicht; dabei können die Hauptwiderstände für beide Funkenstrekken gemeinsam sein und der Widerstand der Nebenfunkenstrecke nur durch Zusatzwiderstand erhöht werden.
  3. 3. Funkenstrecke nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das von außen zugeleitete Druckgas derart gesteuert ist, daß mit steigendem Strom die Druckgaszuführung wächst (Ventilöffnung oder Rohrdurchmesser ;größer bei stärkerem Lichtbogenstrom).
  4. 4. Funkenstrecke ,nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Ventils mit Vorspannung (Kraftspeicher o. dgl.), so daß das Öffnen des Ventils unabhängig von der Stromstärke schnell erfolgt.
  5. 5. Funkenstrecke nach Anspruch i bis 3, gekennzeichnet durch die Verwendung zweier oder mehrerer Ventile, die sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen.
  6. 6. Funkenstrecke nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, da.ß während des-Durchströmens des Druckgases gleichzeitig der Abstand der Pole vergrößert wird; die Bewegung der Pole kann sowohl elektrisch als auch durch Glas Druckgas selbst erfolgen.
  7. 7. Funkenstrecke nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß breite Polhörner so befestigt sind, daß sie im Ruhezustand auf dem gewünschten Minimalabstand gehalten werden (festes Widerlager), daß aber beim Druckgasdurchtritt das Druckgas gegen die Polhörner bläst und sie unter gleichzeitiger Kühlung auseinanderbewegt und so in den Lichtbogen ;gelangt. B.
  8. Funkenstrecke nach Anspruch i bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerstände der Funkenstrecke auch druckgasgekühlt sind und daß die Regelung der Zufuhr entweder durch das .gleiche Ventil, das die Funkenstrecke bedient, oder durch .ein Hilfsventil .erfolgt.
  9. 9. Funkenstrecke nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckgas hohle Widerstände durchströmt. i o. Funkenstrecke nach Anspruch i bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zur schnellen Auslösung für die Ventile ein Motor Verwendung findet, der bei Gewitter oder Gewittergefahr läuft und der durch elektrisch eingerückte Kupplungen auf die betreffenden Ventile wirkt.
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