AT139358B - Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. - Google Patents
Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl.Info
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Description
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Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od, dgl.
Es sind bereits Anordnungen zum Löschen von Hoehspannungsliehtbogen bekannt, bei denen eine Druckflüssigkeit oder ein Druckgas verwendet wird. Alle diese Anordnungen weisen aber den Nachteil auf, dass sie nicht ein absolut regelmässiges, sicheres und rasches Löschen der Lichtbögen gewährleisten, da bei diesen Anordnungen das die Lichtbögen ausblasende Druckgas nicht die erforderliche Geschwindigkeit aufweist und die Elektroden verhältnismässig scharfe Kanten besitzen, an denen die Lichtbogenfusspunkte hängenbleiben können. Hiedurch kann dann leicht die Elektrode vom Lichtbogen angefressen werden.
Diese Nachteile besitzt auch eine andere bekannte Anordnung zum Löschen von Hochspannunglichtbögen, bei der zwar die eine Elektrode eine düsenförmige Druckgasausströmöffnung besitzt, da die andere Elektrode nur mit einfachen Ausströmöffnungen versehen ist, und die Lichtbogenfusspunkte an dieser Elektrode leicht an den Rändern der Ausströmöffnungen hängenbleiben können. Zudem wird, da an der einen Elektrode keine düsenförmigen Ausströmöffnungen vorhanden sind, an dieser Elektrode auch keine so hohe Ausströmgesehwindigkeit des Druckgases erzielt.
Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, dass an der Druckkammer, in der der Lichtbogen unter Gasüberdruck brennt, eine oder mehrere Gaszufuhröffnungen und an beiden Elektroden düsenförmige Gasausströmöffnungen vorgesehen sind, so dass die Gasströmung die Lichtbogenfusspunkte an beiden Elektroden aus dem Gebiet entfernt, in dem beim Auftreten der Sperrspannung eine hohe Feldstärke herrscht.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen veranschaulicht.
Bei der Anordnung der Fig. 1 sind für die Gaszufuhr (Luftzufuhr) Öffnungen 12 und für das Ausströmen an den Elektroden 1. 3 und 14 düsenförmige Öffnungen vorgesehen. Die Zündung des Lichtbogens erfolgt zwischen zwei einander nahe gegenüberstehenden Punkten der Elektroden 13 und 14. Der Lichtbogen wandert sofort nach der Zündung infolge der Luftströmung von dem Zündpunkt nach dem weiten Düsenausgang, also z. B. vom Punkt 15 nach dem Punkt 16 der Elektrode 14. Durch das doppelseitige Abblasen wird der Lichtbogen bei der erfindungsgemässen Anordnung ganz besonders stark verlängert und reisst mit Sicherheit beim Nulldurchgang des Stromes ab. Die Elektroden werden durch Metallplatten 17 getragen, in denen sie verstellbar angeordnet sein können.
Im Bedarfsfalle ist auch eine periodische Bewegung der Elektroden möglich. Der Mantel 21 muss bei hohen Spannungen so ausgebildet werden, dass der Überschlag über ihn hinweg erst bei sehr hoher Spannung eintritt. An den Punkten 20 kann der Anschluss der Zuleitungen erfolgen. Die Anordnung der Fig. 1 ist ganz allgemein für Lichtbogenlöschungen ausserordentlich günstig. Sie kann deshalb nicht nur für Lichtbogenlöschungen bei Umformungseinrichtungen, sondern auch bei Schaltern, Überspannungsschutzgeräten usw. mit grossen Vorteilen verwendet werden. Bei der einmaligen Löschung von Lichtbögen ist, wenn die Stromstärke nicht so gross ist, eine Zuführung von Druckgas (Druckluft) nicht nötig, weil der Lichtbogen durch seine Wärme die Luft in der Kammer ausdehnt und dadurch aus der Düse herausgeblasen wird.
Die Gestalt und die Luftführung an den Düsen ist so zu bestimmen, dass die Erwärmung an allen denjenigen Punkten, welche der Lichtbogen berührt, möglichst gleich gross ist und dass der Lichtbogen alle Punkte des Umfanges möglichst gleichmässig berührt. Diese gleichmässige Berührung des Umfanges kann durch eine schraubenförmige Luftbewegung erreicht werden. Eine schraubenförmige Luftbewegung
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bei Anordnungen zum Löschen von Lichtbogen zu verwenden, ist an sich bekannt. Bei den bekannten Einrichtungen hatte aber die schraubenförmige Luftbewegung eine den Lichtbogen schneidende Richtung. Im Gegensatz hiezu wird die schraubenförmige Luftbewegung gemäss der Erfindung zum Wandern der Lichtbogenfusspunkte auf den Elektroden verwendet.
Da der Lichtbogenwiderstand von seiner Länge abhängt, so wird man die Luftbewegung nur so stark machen, als es zur Kühlung und Lichtbogenlöschung nötig ist, da sonst der Wirkungsgrad unnötig verkleinert wird. Es kann ein Vorteil sein, den Luftdruck während des Betriebes je nach der Belastung einzustellen, um den Wirkungsgrad bei jeder Belastung möglichst hoch zu machen und um an Pressluft zu sparen. Für den Fall von starkem Überstrom oder Kurzschlüssen kann ferner erfindungsgemäss der Druck der zugeführten Luft so rasch wie möglich auf einen sehr hohen Betrag gebracht werden, um auch einen Kurzschlussstrom mit Sicherheit zu löschen. Unterbricht man gleichzeitig die bei den Umformungsschaltungen vorhandene elektrische Zündung, so wird der Kurzschlussstrom nicht erneut entstehen können.
Um den Druck plötzlich erhöhen zu können, kann man einen Druckkessel mit hohem Druck in der Nähe der Düse aufstellen, dessen Zuleitung zur Düse bei hohem Überstrom selbsttätig geöffnet wird. Auch die Abschaltung der Hilfszündung kann durch ein Relais betätigt werden, das vom Überstrom beeinflusst wird.
Um die Wirkung der Düse zu erhöhen, können erfindungsgemäss in die Luftzufuhr oder in die - austrittsöffnungen Drosselorgane in an sich bekannter Weise eingebaut werden, die die Druckluft steuern. Die Steuerung wird am günstigsten so erfolgen, dass in an sich bekannter Weise während der Zündung des Lichtbogens ein geringer Druck herrscht, um die Zündspannung zu erniedrigen, dass während des Brennens des Lichtbogens eine mittlere Luftgeschwindigkeit herrscht, die den Lichtbogen mit der erwünschen Geschwindigkeit durch die Düsen hinausbläst, um einen Elektrodenband zu verhindern, dass im Augenblick des Löschens die grösste Geschwindigkeit der Luft erreicht wird und dass während der höchsten Spannungsbeanspruchung der Anordnung in Rückzündrichtung der Druck in der Düse am höchsten ist.
Zur Erniedrigung der Zündspannung und Erhöhung der Rückschlagspannung kann den Elektroden eine stark ungleiche Form gegeben werden. Die Formgebung ist so zu wählen, dass die während der Zündung positive Elektrode stark gekrümmt ist und dass die während der Rückzündung positive Elektrode grosse Krümmungsradien aufweist.
In der Fig. 1 ist eine Kühleinrichtung für die Elektroden vorhanden. Durch die Rohre 18 wird eine Kühlflüssigkeit zugeleitet und durch die Rohre 19 wieder abgeleitet. Bei der Anordnung dieser KÜhleinrichtung muss selbstverständlich dafür Vorsorge getroffen werden, dass durch die Leitungen 18 und 19 der Kühlflüssigkeiten nur geringe elektrische Ströme zur Erde fliessen können.
Grösste Kühlung, geringer Elektrodenabbrand können ferner durch die Beschaffenheit des Druckgases erreicht werden. Wenn als Druckgas ein wertvolles Gas benutzt werden soll, so empfiehlt es sich, das Gas nach seiner Verwendung wieder rückzukühlen und dann der Druckkammer wieder zuzuführen.
Die Elektroden müssen ferner insbesondere an denjenigen Stellen, welche dem Lichtbogen ausgesetzt sind, aus einem Metall mit grösster Wärmeleitfähigkeit und hoher Temperaturbeständigkeit ausgeführt werden.
Eine intensive Kühlung kann ferner dadurch erreicht werden, dass das Druckgas in der Druckkammer stark expandiert und dadurch unterkühlt wird. Man kann auch einen gesättigten Dampf in dem Druckraum expandieren lassen und dadurch zugleich die bekannte lichtbogenlöschende Wirkung eines expandierenden, gesättigten Dampfes ausnutzen.
Eine weitere zweckmässige Ausgestaltung der Funkenstrecken bei grossen Leistungen kann gemäss der weiteren Erfindung dadurch in wirtschaftlicher Weise erreicht werden, dass man einen Lichtbogen mit möglichst kleiner Länge zwischen zwei Elektroden brennen lässt und dass man diesen Lichtbogen erst kurz vor dem Nulldurchgang des Stromes künstlich löscht. Dadurch wird erreicht, dass der Lichtbogen der Umformungseinrichtung und zugleich die im Lichtbogen entstehende Wärme auf ein Minimum gebracht werden. Die Lichtbogenspannung ist bekanntlich der Länge des Lichtbogens proportional.
Wenn nun der Lichtbogen schon während des eigentlichen Stromdurchganges stark in die Länge gezogen wird (durch Luftströmung, magnetische Felder oder Elektrodenbewegung), so wird dadurch die Lichtbogenspannung und die ihr proportionale Lichtbogenleistung stark vergrössert, und die Abführung der entstehenden Wärme wird sehr schwierig. Die Fig. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer derartigen Anordnung. 26 und 28 sind die beiden Elektroden, zwischen denen der Lichtbogen brennen soll. Die Einleitung des Lichtbogens, die beispielsweise durch eine hochfrequente Schwingung vorgenommen werden kann, erfolgt bei dieser Anordnung etwa an den zunächst gelegenen Teilen dieser Elektroden, also in dem Gebiet von A. 22 und 23 sind Räume, in denen Gasüberdruck herrscht.
Das Gas strömt durch die Öffnungen 24 und 25 in den eigentlichen Lichtbogenraum 32 hinein. Die Strömungsgeschwindig- keit ist in dem Gebiet A gering, so dass der Lichtbogen verhältnismässig langsam nach den beiden Öffnungen
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wird dadurch ganz plötzlich sehr stark verlängert und ausgelöscht. Die Wärme des Lichtbogens erhitzt die in dem Raum 32 befindliche Luft und erhöht dadurch noch zusätzlich die Luftgeschwindigkeit in den Austrittsöffnungen.
Die Wanderungsgeschwindigkeit des Lichtbogens hängt einmal von der Luftgeschwindigkeit im Raum und an den Elektroden, zum andern aber auch von der Stromstärke ab. Diese Stromstärke ändert sich während des Betriebes mit der Belastung. Ferner ist die Dauer, während der der Lichtbogen in einer solchen Elektrodenanordnung brennt, je nach dem Betriebszustand und nach der Frequenz verschieden gross. Im Betriebe kann z. B. der Zündzeitpunkt in den einzelnen Phasen einer Mehrphasenumformungseinrichtung verstellt werden, und dadurch ändert sich die Liehtbogendauer. Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, ist die Elektrodenanordnung so einzurichten, dass weitgehende Ver- änderungsmöglichkeiten in den Drücken und Luftgesehwindigkeiten vorliegen.
Bei der Anordnung der Fig. 2 sind zu diesem Zweck verstellbar die Drücke in den Räumen 22, 23 durch die Gaszufuhr, die Drücke in den Räumen 30 und. 31 durch Änderung des Austrittsquerschnittes an den Punkten 35 und 36, die Düsenquerschnitte an den Punkten 24 und 25 durch Verstellung der Gasführung 27 und 29 sowie des Abstandes A der Elektroden. Alle diese Veränderungen können im Bedarfsfalle auch während des Betriebes vorgenommen werden. Die Einstellung dieser Grössen wird nun erfindungsgemäss stets so vorgenommen werden, dass der Lichtbogen gerade unmittelbar vor dem Nulldurchgang des Stromes an den Gebieten hoher Luftgeschwindigkeit in den Düsen angekommen ist.
Kontrollieren lässt sich diese Tatsache beispielsweise dadurch, dass man während des Betriebes einen Leistungsmesser einbaut, der die in der Düse verbrauchte Leistung misst. Dieser Leistungsmesser muss bei der richtigen Einstellung auf einem Minimum stehen.
Die beiden Elektroden können bezüglich der Luftströmung und Abmessungen verschieden behandelt werden, da die Wanderung der Lichtbogenfusspunkte sowie Elektrodenabbrand und Erwärmung bei Anoden und Kathoden verschieden sind.
Wenn die Lichtbogenspannung während des Betriebes völlig zum Verschwinden gebracht werden soll, so kann das beispielsweise mit einer Anordnung nach Fig. 3 mit einer bewegten Elektrode erfolgen.
Hier ist üb3r die dÜsenförmige Elektrode 37 eine verschiebbare, ringförmige Elektrode 38 hinweggeschoben, die durch Vorbewegung des Stempels 39 über die Elektrode 40 hinweggesehoben werden kann. Dadurch werden die beiden Elektroden 37 und 40 leitend miteinander verbunden. Der Stempel 39 muss rechtzeitig vor dem Nulldurehgang des Stromes wieder zurückgezogen werden, so dass dann, wie bei der Düse nach Fig. 2, die Löschung des Lichtbogens erfolgen kann. Eine Anordnung gemäss Fig. 3 kommt besonders bei niedriger Frequenz und bei der einmaligen Einleitung und Unterbrechung von Lichtbögen beim Schalten in Betracht.
Um im Betriebe einen zu starken Abbrand des Elektrodenmetalls zu vermeiden, ist es notwendig, dass der Lichtbogen während des Brennens auf den Elektroden wandert.
Die Wanderung von Lichtbögen kann neben der Luftströmung auch durch magnetische Felder erreicht werden. Solche Felder sind bereits bei verschiedenen Lichtbogenanordnungen benutzt worden.
In diesen Fällen waren die Magnete in einer Achse senkrecht zur Elektrodenachse aufgestellt, um den Lichtbogen zu verlängern und auszublasen. Eine solche Anordnung ist im vorliegenden Falle deshalb nur sehr schwer ausführbar, weil bei den hier in Frage kommenden sehr hohen Spannungen der Abstand der Magnetwieklung von den Elektroden sehr gross gemacht werden müsste, um Überschläge zu vermeiden. Erfindungsgemäss kann diesem Übelstande dadurch abgeholfen werden, dass die Magnetwicklung in die Elektroden eingebaut und dasselbe Potential erhält wie die Elektroden selbst. Dadurch kann man die Magnetwicklung sehr nahe an den Lichtbogen heranbringen und starke Magnetfelder, wie sie zur Erzeugung einer genügend hohen Lichtbogengeschwindigkeit nötig sind, erhalten.
Die Fig. 4 zeigt als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine solche Anordnung. Die Spule 41 ist in die Elektrode 42 so eingebaut, dass ein Überschlag von der Gegenelektrode 43 nach dieser Spule hin nicht erfolgen kann. Die Spule 41 erzeugt ein magnetisches Feld, das den Lichtbogen zum Umlauf auf den Elektroden bringt. Will man gleichzeitig ein Hereinwandern des Lichtbogens nach der düsenförmigen Öffnung hin bewirken, so kann man das beispielsweise durch Eisenstücke erreichen, die nach Fig. 5 angeordnet sind. Die Fig. 5 stellt eine Ansicht der Spule 41 von der Elektrode 43 aus gesehen dar. Die Elektrode 42 ist dabei entfernt. Die Stäbe 45, deren Form aus Fig. 4 zu ersehen ist, sind schräg gestellt, um den in Fig. 5 angedeuteten Feldverlauf zu erzielen (die Feldlinien sind in Fig. 5 gestrichelt dargestellt).
Da die Liehtbogenwanderung senkrecht zu den Feldlinien erfolgt, kommt bei richtiger Feldrichtung der Lichtbogen dadurch nach der Öffnung der Düse hin.
Zur Speisung der felderzeugenden Wicklung 41 kann der Lichtbogenstrom selbst verwendet werden.
Zur Veränderung dieses Stromes kann der Feldwicklung ein unter Spannung veränderlicher Widerstand parallel geschaltet werden. Es ist anderseits die Feldwicklung durch isoliert aufgestellte Akkumulatoren, Maschinen oder durch Isoliertransformatoren zu speisen.
Die Kühlung bei der in Fig. 4 dargestellten Anordnung erfolgt dadurch, dass in dem Zwischenraum 46 zwischen den beiden Elektrodenwandungen eine Kühlflüssigkeit strömt. Es ist anderseits auch möglich, die Magnetwicklungen in die Kühlflüssigkeiten einzubetten. Die stromführenden Leiter müssen
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dann mit einer feuchtigkeitsunempfindlichen Isolation umgeben werden. Zur Erzeugung eines gleichmässigen Elektrodenabbrandes kann es neben der Bewegung des Lichtbogens durch die Magnete notwendig sein, die Elektroden oder die Magnete um ihre Achsen zu drehen. Dadurch wird dem Lichtbogenfusspunkt leicht eine sehr grosse relative Geschwindigkeit verliehen.
An Stelle der Spule 41 in Fig. 4 kann man auch einen nicht leitenden, unmagnetischen Ring benutzen, der mit einer Wicklung versehen ist. Das dadurch entstehende magnetische Feld treibt dann den Lichtbogen unmittelbar geradlinig von dem Elektrodenrand noch der Düsenöffnung hin. Bei einer gleichzeitigen Elektrodenbewegung oder Elektrodenrotation wird trotzdem die erforderliche Lichtbogengeschwindigkeit erreicht.
Die erfindungsgemässen Funkenstrecken lassen sieh überall da in hervorragendem Masse anwenden, wo das periodische Zünden eines Lichtbogens, das langdauernde Brennen eines Lichtbogens, sein zuverlässiges Löschen in bestimmten Zeitpunkten sowie die erforderliche Rüekziindsicherheit notwendig sind.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl., wobei sich der Lichtbogen in einer mit Gas unter Überdruck gefüllten Druckkammer befindet, dadurch gekennzeichnet, dass'eine oder mehrere Gaszufuhröffnungen in der Druckkammer und düsenförmige Gasausströmöffnungen an beiden Elektroden vorgesehen sind, so dass die Gasströmung die Liehtbogenfusspunkte an beiden Elektroden aus dem Gebiet entfernt, in dem beim Auftreten der Sperrspannung eine hohe Feldstärke herrscht.
Claims (1)
- 2. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beide Elektroden so gestaltet sind, dass der Zündüberschlag an einer Stelle entsteht, von der der Lichtbogen durch die Luftströmung sofort weggetrieben wird, und dass die Liehtbogenfusspunkte von der Entstehung bis zum Verlöschen des Lichtbogens einen grossen Weg auf den Elektroden zurücklegen.3. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinriehtungen od. dgl. nach Anspruch 1 oder 2, bei der die Gaszufuhr in die Druckkammer beispielsweise durch Leitkanäle od. dgl. derart erfolgt, dass an den Elektroden eine schraubenförmige oder sonstige die Elektroden gleichmässig umspülende Luftbewegung erzielt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Richtung der Luftbewegung eine solche ist, dass die Luftbewegung die Wanderung der Lichtbogenfusspunkte auf den Elektroden veranlasst.4. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Umformungseinrichtungen nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass Luftdruck und Luftgeschwindigkeit bei fertigen An- EMI4.1 5. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Umformungseinriehtungen od. dgl. nach Anspruch 1 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdruck bei Kurzschlüssen oder starker Überlast durch besondere Mittel möglichst rasch auf einen sehr hohen Wert gebracht wird, um die Löschung des Kurzsehlussstromes zu erreichen, und dass die im Normalbetrieb vorhandene künstliche Einleitung des Lichtbogens möglichst sofort abgestellt wird.6. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinriehtungen od. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftzufuhr zum Druckkörper oder der Luftaustritt oder sowohl Zufuhr wie Austritt periodisch gesteuert werden.7. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Elektrodenformgebung ein Polaritätsunterschied der Durehschlagspannungen erzeugt wird.8. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Umformungseinrichtungen od. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lichtbogen zur Erzielung eines guten Wirkungsgrades während des Stromdurchganges mit möglichst kleiner Länge brennt und dass zu dem gleichen Zweck die Mittel zur Löschung des Lichtbogens derart ausgebildet sind, dass die Löschung erst unmittelbar vor dem Nulldurchgang des Stromes wirksam wird.9. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Umformungseinrichtungen od. dgl. nach den Ansprüchen 1 und 8, dadurch'gekennzeichnet, dass Mittel wie Luftströmung, magnetische oder elektrische Felder oder Elektrodenbewegung derart vorgesehen sind, dass der Lichtbogen in an sich bekannter Weise ohne oder mit nur geringer Verlängerung des Lichtbogenweges auf den Elektroden wandert und dass als Löschmittel Hinausblasen aus den Düsen, Expansion eines gesättigten Dampfes, Elektrodenbewegung oder elektrische Felder vorgesehen sind.10. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Umformungseinrichtungen od. dgl. nach den Ansprüchen 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Luftdruck und die Luftgeschwindigkeit während des Betriebes so eingestellt werden, dass der Lichtbogen erst kurz vor dem Nulldurehgang des Stromes gelöscht wird.11. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken, insbesondere für Umformungseinriehtungen od. dgl., nach den Ansprüchen 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einstellung von Druck und <Desc/Clms Page number 5> Luftgeschwindigkeit im Lichtbogenraum durch Einstellung des Luftdruckes vor den Einströlilöffnungen, hinter den Ausströmöffnungen und durch Verstellung der Querschnitte dieser Öffnungen erfolgt, wobei die Regelung für beide Elektroden getrennt vorgenommen und während des Betriebes von Hand oder automatisch betätigt wird.12. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. nach den Ansprüchen 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen den beiden Löschelektroden während des Stromdurchganges durch besondere Elektroden ganz oder teilweise überbrückt wird.13. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken, insbesondere für Umformungseinriehtungen od. dgl. nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Wanderung der Lichtbogenfusspunkte durch ihr magnetisches Feld hervorrufenden Wicklungen in die Elektroden eingebaut oder an diese angebaut sind.14. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken, insbesondere für Umformungseinrichtungen od. dgl. nach den Ansprüchen 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Feldwicklung eine allmähliche spiralförmige Bewegung des Lichtbogens nach einer düsenförmigen Öffnung hin erfolgt, in die der Lichtbogen zu seiner Löschung hineingeblasen wird.15. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. nach den Ansprüchen 1 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Düsen fliessende Lichtbogenstrom zugleich zur Erzeugung des magnetischen Feldes benutzt wird.16. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. nach den Ansprüchen 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Strom zur Erzeugung des magnetischen Feldes durch eine isoliert aufgestellte Maschine, einen Isoliertransformator oder durch eine isoliert aufgestellte Akkumulatorenbatterie erzeugt wird.17. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. nach den Ansprüchen 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklungen zur Erzeugung des Feldes in einer Kühlflüssigkeit eingebaut sind.18. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. nach den Ansprüchen 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Magnetwicklung oder die Elektroden zur Erzeugung eines gleichmässigen Abbrandes während des Betriebes drehen.19. Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. nach den Ansprüchen 1 und 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Magnetwicklung etwa das gleiche Potential besitzt wie die Elektrode, in deren Nähe sie sich befindet. EMI5.1
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| AT139358D AT139358B (de) | 1931-02-23 | 1932-01-19 | Einrichtung zum Betrieb von Funkenstrecken für Schalter, Umformungseinrichtungen od. dgl. |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE895628C (de) * | 1936-09-06 | 1953-11-05 | Wilhelm Becker | Lichtbogen-Gleichrichter |
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1932
- 1932-01-19 AT AT139358D patent/AT139358B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE895628C (de) * | 1936-09-06 | 1953-11-05 | Wilhelm Becker | Lichtbogen-Gleichrichter |
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