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Gebiet der
Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur immunologischen
Messung (Immunbestimmung) einer antigenen Substanz in einer Flüssigkeit
(wie einer biologischen Probe) unter Verwendung eines magnetischen
Teilchens.
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Hintergrund
der Erfindung
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In
Krankenhäusern,
Testzentren usw. gab es in den letzten Jahren aufgrund von Personalmangel, Kosteneinsparungen,
Anforderungen der Behandlung von großen Probenmengen usw. Versuche,
verschiedene Tests einschließlich
klinischer Tests zu automatisieren und/oder Messzeit zu sparen.
Bezüglich der
Technik, die für
diese Automatisierung geeignet ist, hat ein Verfahren Aufmerksamkeit
erregt, bei dem antigene Substanzen einem qualitativen oder quantitativen
Assay mit unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
unterzogen werden. Eines der Ziele bei der Verwendung solcher unlöslicher
magnetischer Trägerteilchen
besteht darin, in dem Assay leicht eine unvermeidliche Trennung
von gebundenen/freien Substanzen unter Einwirkung eines Magnetfelds durchführen zu
können.
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Außerdem werden
auf dem Gebiet der Immunchemie, wo solche unlöslichen magnetischen Trägerteilchen
verwendet werden, antigen- oder antikörpergebundene unlösliche magnetische
Teilchen (sensibilisierte unlösliche
magnetische Teilchen) verwendet, wobei der magnetische Träger ein
Antigen oder einen Antikörper
trägt,
der mit einem zu bestimmenden Zielanalyten identisch ist. Die auf
dem vorliegenden Gebiet öffentlich
bekannten sind solche, die (zum Beispiel gemäß der Beschreibung in JP-A-06-160387
(1994) und JP-A-07-72,155 (1995)) im Fall der Bestimmung einer antigenen
Substanz in einer Flüssigkeit
(Testprobe), wie einer biologischen Probe, Folgendes umfasst: den
Schritt des Mischens der Testprobe mit unlöslichen magnetischen Teilchen,
auf denen ein Antikörper,
der spezifisch an die antigene Substanz binden kann, oder ein Fragment davon
voradsorbiert und trägergebunden
ist, und den Schritt des anschließenden Messens des Grads der Bindung
der antigenen Substanz an die unlöslichen magnetischen Teilchen,
woraufhin die antigene Substanz nachgewiesen oder quantifiziert
wird.
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Weitere
Verfahren gemäß diesem
Format sind in EP-A-0 351 857, EP-A-0 709 680, P. L. Lim et al. (1998),
J. Clin. Microbiol. 36, 2271, und D. Müller-Schulte & Η.
Brunner (1995), J. Chromatog. 711, 53, offenbart.
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Wenn
Antikörper
usw. jedoch im voraus auf unlöslichen
magnetischen Teilchen adsorbiert sind und für den Assay verwendet werden,
ist das Problem der Stabilität
der sensibilisierten unlöslichen magnetischen
Teilchen unvermeidlich. Daher gibt es trotz aller Bemühungen immer
noch Probleme einschließlich
der Mindesthaltbarkeitszeit der Reagentien, Schwierigkeiten bei
deren Herstellung usw. Weiterhin gibt es insofern ein weiteres Problem,
als die sensibilisierten magnetischen Teilchen, wenn sie lange Zeit
konserviert werden, in einer Suspension Niederschläge verursachen
können.
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Bei
der Einführung
von Testinstrumenten für vollautomatische
klinische Tests usw., um Arbeit zu sparen oder um große Mengen
von Proben innerhalb einer kurzen Zeit zu behandeln, ist es gewöhnlich notwendig,
Waschbehandlungen für
die Trennung von gebundenen/freien Substanzen in dem Assay durchzuführen. Auch
nur wenige Schritte zu reduzieren oder den Assay in einfacher Weise
durchzuführen,
ist unvermeidlich, um die Messung effizient und schnell zu machen.
Zu diesem Zweck wurde vor kurzem versucht, ein Immunoassaysystem
zu entwickeln, bei dem unlösliche
magnetische Teilchen als Träger
verwendet werden, aber es ist unvermeidlich, die dafür verwendeten
unlöslichen
magnetischen Teilchen im Waschschritt zu verlieren. Dies ist auch eine
Ursache für
den Verbrauch von wertvollen Antikörpern, die sich auf dem Träger befinden,
usw.
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Daher
gibt es in automatisierten klinischen Testinstrumenten, bei denen
magnetische Teilchen verwendet werden, den Nachteil, dass wegen
der Verwendung relativ großer
Mengen von magnetischen Teilchen mehr Antikörper usw. erforderlich sind
als bei einem gewöhnlichen
Immunoassay. Außerdem
gibt es das Problem des Verlusts von Teilchen aufgrund des vielmaligen
Waschens.
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Kurzbeschreibung
der Erfindung
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Als
Ergebnis einer intensiven Untersuchung ist es den Erfindern gelungen,
Folgendes herauszufinden: Bei Assays auf antigene Substanzen in
Testproben ohne Verwendung eines unlöslichen magnetischen Trägerteilchens,
das einen für
die antigene Substanz spezifischen Antikörper trägt, aber unter Verwendung eines
unlöslichen
magnetischen Trägerteilchens
in einem solchen Zustand, in dem keiner der Antikörper und
dergleichen im Wesentlichen darauf adsorbiert ist, kann die antigene
Substanz (zu bestimmender Zielanalyt) selbst auf dem antikörperfreien
unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
adsorbieren gelassen werden, woraufhin eine Reaktion mit einem markierten
Antikörper
erfolgt, der für
die resultierende antigene Substanz, die auf dem Teilchen adsorbiert
ist, spezifisch ist, wodurch die antigene Substanz in der Testprobe
in einem für
die Automatisierung geeigneten Modus effizient bestimmt werden kann.
So ist es den Erfindern gelungen, die vorliegende Erfindung fertigzustellen.
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Insbesondere
umfasst der Immunoassay der vorliegenden Erfindung die folgenden
Schritte:
Bereitstellen eines unlöslichen magnetischen Trägerteilchens
in einem Zustand, in dem es im Wesentlichen frei von jedem Antikörper usw.
ist;
dann Adsorbieren oder Binden einer antigenen Substanz
in einer Testprobe auf dem unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen;
und
Umsetzen des resultierenden Gemischs mit einem markierten
Antikörper,
der gegenüber
der adsorbierten antigenen Substanz spezifisch reaktiv ist, wobei der Immunoassay
die selektive Messung der antigenen Substanz auf dem unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
ermöglicht.
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Im
Hinblick darauf, die Aufrechterhaltung der Quantifizierung in der
vorliegenden Erfindung leicht zu machen, werden die Bedingungen
einschließlich Biomaterialkonzentrationen
und Konzentrationen von Puffern für Suspensionen unlöslicher
Trägerteilchen
vorzugsweise je nach den speziellen Assaysituationen ausgewählt, so
dass die antigene Substanz in dem Biomaterial proportional zu ihrer
vorhandenen Menge auf dem unlöslichen
Trägerteilchen
adsorbiert werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung stellt Folgendes bereit:
- (1)
einen Immunoassay unter Verwendung eines unlöslichen Trägerteilchens, das Folgendes
umfasst:
- (i) Verwendung eines unlöslichen
magnetischen Trägerteilchens
in einem Zustand, in dem es im Wesentlichen frei von jedem adsorbierten
Antigen und/oder Antikörper
ist;
- (ii) Adsorbieren einer antigenen Substanz in einer Testprobe
auf dem unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
oder Binden der antigenen Substanz an das unlösliche magnetische Trägerteilchen;
- (iii) Umsetzen des resultierenden unlöslichen magnetischen Trägerteilchens
aus der obigen Behandlung (ii) mit einem Antikörper, bei dem es sich um einen
markierten Antikörper
handelt, der gegenüber
einem Teil der antigenen Substanz spezifisch reaktiv ist, wobei
der Antikörper
gegenüber
einer Festphasenform der antigenen Substanz spezifisch reaktiv ist,
aber gegenüber
einer nativen Form der antigenen Substanz im Wesentlichen unreaktiv
ist, wobei die in der Festphasenform vorliegende antigene Substanz
an das unlösliche
Trägerteilchen
gebunden ist und die im nativen Zustand vorliegende antigene Substanz noch
in einer flüssigen
Phase vorhanden ist; und
- (iv) Messen des Markers an dem resultierenden markierten Antikörper, der
durch die in Festphasenform vorliegende antigene Substanz abgefangen
wurde, als Indikator;
- (2) den Immunoassay gemäß dem obigen
Punkt (1), wobei der Immunoassay Folgendes umfasst:
- (A) Adsorbieren der antigenen Substanz in der Testprobe auf
dem unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
oder Binden der antigenen Substanz an das unlösliche magnetische Trägerteilchen; und
- (B) dann Umsetzen der abgefangenen antigenen Substanz mit dem
gegenüber
der in Festphasenform vorliegenden antigenen Substanz spezifisch reaktiven
Antikörper,
ohne die Testprobe durch Waschen zu entfernen;
- (3) den Immunoassay gemäß dem obigen
Punkt (1) oder (2), wobei der Immunoassay Folgendes umfasst:
- (a) Umsetzen des markierten Antikörpers mit dem unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen,
an das die antigene Substanz in der Testprobe adsorbiert oder gebunden
ist;
- (b) dann Abtrennen des nicht umgesetzten markierten Antikörpers von
dem unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
in Gegenwart einer Magnetfeldeinwirkung; und
- (c) Messen des Markers an dem resultierenden markierten Antikörper, der
durch die in Festphasenform vorliegende antigene Substanz abgefangen
wurde, als Indikator;
- (4) den Immunoassay gemäß einem
der obigen Punkte (1) bis (3), wobei der Antikörper monoklonal ist;
- (5) den Immunoassay gemäß einem
der obigen Punkte (1) bis (3), wobei der Antikörper polyklonal ist;
- (6) den Immunoassay gemäß einem
der obigen Punkte (1) bis (5), wobei das unlösliche magnetische Trägerteilchen
aus feinen Teilchen ausgewählt
ist, wobei das feine Teilchen in einem wässrigen flüssigen Medium im Wesentlichen
unlöslich ist
und aus einer organischen Polymermaterialphase und einer magnetischen
Materialphase besteht;
- (7) den Immunoassay gemäß einem
der obigen Punkte (1) bis (6), wobei das unlösliche magnetische Trägerteilchen
aus feinen Teilchen ausgewählt
ist, wobei das feine Teilchen nicht nur eine Hüllphase, die aus einem oder
mehreren organischen Polymermaterialien besteht, sondern auch eine
Kernphase, die aus einem oder mehreren magnetischen Materialien
besteht, umfasst;
- (8) den Immunoassay gemäß einem
der obigen Punkte (1) bis (7), wobei das unlösliche magnetische Trägerteilchen
aus Latexteilchen ausgewählt
ist, wobei das Latexteilchen (a) eine mittlere Teilchengröße im Bereich
von 0,01 bis 20 μm
hat und (b) einen Kern aufweist, der aus einem oder mehreren magnetischen
Materialien besteht;
- (9) den Immunoassay gemäß einem
der obigen Punkte (1) bis (7), wobei das unlösliche magnetische Trägerteilchen
aus Latexteilchen ausgewählt
ist, wobei das Latexteilchen eine mittlere Teilchengröße im Bereich
von 0,1 bis 6 μm
hat und einen Kern aufweist, der aus einem oder mehreren magnetischen
Materialien besteht;
- (10) den Immunoassay gemäß einem
der obigen Punkte (1) bis (9), wobei der Immunoassay von der Ausgabe
der Testprobe bis zum Erreichen der Testergebnisse mit einem automatischen
klinischen Testinstrument oder einem Autoanalyzer der klinischen
Chemie, der für
magnetische Teilchen geeignet ist, automatisiert durchgeführt werden
kann; und
- (11) den Immunoassay gemäß einem
der obigen Punkte (1) bis (10), wobei es sich bei der antigenen
Substanz in der Testprobe um HbA1c handelt.
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Kurzbeschreibung
der Zeichnungen
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1 zeigt
die Beziehung zwischen spezifischer Oberfläche der Teilchen und Signal
zwischen den unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
und den resultierenden Signalen im HbA1c-Assay mit markierten Anti-HbA1c-mAb
einschließlich
des Schritts des Adsorbierens von HbA1C auf den magnetischen Latexteilchen.
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2 zeigt
die Beziehung zwischen Signal und Antikörpermenge zwischen den resultierenden Signalen
und den Antikörpern,
die in einem System für
einen HbA1c-Assay mit markierten Anti-HbA1c-mAb einschließlich des
Schritts des Adsorbierens von HbA1C auf magnetischen Latexteilchen vorkommen.
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3 zeigt
die Ergebnisse, wenn der verwendete Marker im HbA1c-Assay mit markierten
Anti-HbA1c-mAb einschließlich
des Schritts des Adsorbierens von HbA1C auf magnetischen Latexteilchen ein
direkt nachweisbarer Marker ist.
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4 zeigt
die Korrelation zwischen einem Latexaggregationsverfahren und einem
HbA1c-Bestimmungsverfahren mit markierten Anti-HbA1c-mAb einschließlich des
Schritts des Adsorbierens von HbA1C auf magnetischen Latexteilchen.
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5 zeigt
den Assayeinfluss von Schwankungen unter den verwendeten unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
auf den HbA1c-Assay mit markierten Anti-HbA1c-mAb einschließlich des
Schritts des Adsorbierens von HbA1C auf magnetischen Latexteilchen.
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Bester Modus
für die
Durchführung
der Erfindung
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In
der vorliegenden Erfindung ist es möglich, einen markierten Antikörper (markierten
Ab), insbesondere einen markierten monoklonalen Antikörper (markierten
mAb), selektiv mit einer spezifischen antigenen Substanz umzuset zen,
die an einen unlöslichen
magnetischen Träger
adsorbiert oder gebunden ist, im Wesentlichen ohne den markierten
Ab (insbesondere den markierten mAb) mit der spezifischen antigenen
Substanz, die sich noch in der flüssigen Phase befindet, umzusetzen.
Dementsprechend ist es in einem bevorzugten Aspekt der vorliegenden
Erfindung möglich,
eine antigene Substanz, die sich in einer Testprobe befindet, an
einem unlöslichen
Träger
zu adsorbieren, woraufhin eine Reaktion mit einem mAb gegen die
antigene Substanz in dem oben genannten Immunoassay erfolgt, ohne
die Testprobe durch Waschen zu entfernen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird also der hier verwendete mAb aus
solchen ausgewählt,
die reaktiv gegenüber einem
auf einem unlöslichen
Trägerteilchen
adsorbierten Antigen sind, aber gegenüber einer nicht adsorbierten
(ungebundenen) nativen antigenen Substanz, die in einer flüssigen Phase
vorhanden ist, im Wesentlichen unreaktiv ist, wodurch es jetzt möglich ist,
die störende
Einwirkung der nicht adsorbierten (ungebundenen) Komponente im Wesentlichen
auszuschließen.
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(Antigene Substanz)
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Antigene
Substanzen, die gemäß der vorliegenden
Erfindung bestimmt werden sollen, umfassen beliebige, solange sie
an einen unlöslichen
magnetischen Träger
adsorbiert (oder gebunden) werden können, vorausgesetzt, dass es
möglich
ist, wenigstens einen polyklonalen oder monoklonalen Antikörper gegen
die spezifische antigene Substanz zu produzieren oder zu erhalten,
aber dies soll keine Einschränkung
des Bereichs der antigenen Substanz bedeuten. Im Hinblick auf eine
Erleichterung der Adsorption auf dem unlöslichen magnetischen Träger ist
es jedoch zu bevorzugen, eine Substanz auszuwählen, die in einer Menge von
nicht weniger als 100 μg/ml
(weiterhin nicht weniger als 1 mg/ml) oder nicht weniger als 1%
(des Gesamtgewichts des Proteins) in einer biologischen Probe enthalten
sein soll. Außerdem
ist es im Hinblick auf die Erleichterung der Produktion der oben
genannten polyklonalen und/oder monoklonalen Antikörper zu
bevorzugen, dass die oben genannte antigene Substanz eine Substanz
(wie ein Protein) mit einem Molekulargewicht von nicht weniger als
10 000 sein sollte.
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Die "antigene Substanz", die gemäß dem Immunoassay
der vorliegenden Erfindung bestimmt werden soll, umfasst beliebige,
solange wenigstens ein polyklonaler oder monoklonaler Antikörper gegen die
antigene Zielsubstanz produzieren werden kann oder erhältlich ist.
Die "antigene Substanz" umfasst eine Vielzahl
von Substanzen, wie Proteine, Polypeptide und rekombinante Proteine,
die mittels gentechnischer Methoden produziert werden. Es können entweder öffentlich
bekannte oder auf dem Gebiet des Immunoassays neue sein. Ein Vertreter
der antigenen Substanz ist HbA1c.
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(Antikörper, der für die antigene Substanz spezifisch ist)
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Der
hier verwendete Ausdruck "Antikörper, der
gegenüber
einer antigenen Substanz spezifisch reaktiv ist," kann polyklonale Antikörper und/oder
monoklonale Antikörper
abdecken, und auch solche, die intakte Moleküle oder Fragmente und Derivate
davon sind, einschließlich
F(ab')2-,
Fab'- und Fab-Fragmenten.
Zu den bevorzugten Techniken für
die Produktion von monoklonalen Antikörpern gehören zum Beispiel die Verfahren
unter Verwendung von Hybridomzellen (G. Kohler und C. Milstein,
Nature, 256, 5. 495–497 (1975);
Brodeur et al., Monoclonal Antibody Production Techniques and Applications,
S. 51–63,
Marcel Dekker, Inc., New York (1987)) usw., und daneben seien die
folgenden Dokumente, die Antikörper
betreffen, beispielhaft genannt: J. J. Langone et al. (Hrsg.), "Methods in Enzymology", Vol. 121 (Immunochemical
Techniques, Part I: Hybridoma Technology and Monoclonal Antibodies),
Academic Press, New York (1986), oder dort zitierte Dokumente.
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Zweckmäßigerweise
können
monoklonale Antikörper
durch Anlehnungen an Zellfusionstechniken produziert werden, wie
sie von Koehler & Milstein (Nature,
256, 495–497,
1975) usw. beschrieben werden. Das Verfahren ist an sich eine herkömmliche Technik.
Daher wird es unnötig
sein, es im Einzelnen zu erläutern;
es ist bei diesem Verfahren jedoch erforderlich, monoklonale Zielantikörper produzierende Hybridomzellen
effizient auszuwählen.
Weil es leicht möglich
ist, eine große
Zahl von Proben zu behandeln, wird die Auswahl häufig durch den sogenannten ELISA
(enzyme-linked immunosorbent assay) durchgeführt, wobei ein vorbestimmtes
Antigen auf einer 96-Napf-Platte in eine feste Phase gebracht und dann
mit dem Überstand
von Hybridomzellkulturen zur Reaktion gebracht und weiterhin mit
enzymmarkiertem Anti-Maus-Immunglobulin zur Reaktion gebracht wird.
Da das Antigen in diesem Fall in eine feste Phase gebracht wird,
ist dieses Auswahlverfahren annehmbar, wenn ein Assaysystem ausgebaut
werden kann, bei dem der Antikörper
in einem solchen Zustand des in fester Phase befindlichen Antigens zur
Reaktion gebracht wird, aber es gibt einige Fälle, bei denen unter monoklonalen
Antikörpern,
die durch Hybridomzellen produziert und über die ELISA-Auswahl erhalten
wurden, ein Antikörper
vorkommt, der in einem Assaysystem unreaktiv ist, wobei das Assaysystem
ein solches ist, bei dem die Antigen-Antikörper-Wechselwirkung in einer
flüssigen
Phase durchgeführt
wird, wie im Fall des Radioimmunoassays (RIA).
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Ein
solches Phänomen
ist zwar an sich öffentlich
bekannt oder auf dem vorliegenden Gebiet allgemein bekannt, doch
wenn ein solcher monoklonaler Antikörper verwendet wird, ermöglicht der
Immunoassay der vorliegenden Erfindung eine spezifische Reaktion
mit einer antigenen Zielsubstanz, die sich in fester Phase auf unlöslichen
Trägerteilchen befindet,
ohne eine Hemmung aufgrund der antigenen Substanz, die sich noch
in der flüssigen
Phase befindet.
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Zu
den repräsentativen
monoklonalen Antikörpern
gehören
zum Beispiel solche, die im Japanischen Patent Nr. 2,677,753 offenbart
sind. Insbesondere sind repräsentative
monoklonale Antikörper zum
Beispiel monoklonale Anti-HbA1C-Antikörper (Anti-HbA1c-mAbs),
die im Japanischen Patent Nr. 2,677,753 offenbart sind.
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Obwohl
es sich bei dem verwendeten Antikörper gewöhnlich um IgG handelt, kann
er auch Antikörperfragmente
umfassen, einschließlich
F(ab')2, Fab', Fab usw., bei denen
es sich um niedere Moleküle
handelt, die durch Behandlung mit einem Verdauungsenzym, wie Trypsin,
Papain, Pepsin und anderen, und gelegentliche Reduktion mit einem
Reduktionsmittel, wie Dithiothreit und Mercaptoethanol, von Stammantikörpern abgeleitet
sind.
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Es
ist weiterhin möglich,
IgM anstelle von IgG zu verwenden oder Fragmente zu verwenden, bei
denen es sich um niedere Moleküle
handelt, die durch dieselbe Behandlung wie bei IgG von Stamm-IgM
abgeleitet sind. Es ist weiterhin möglich, eine Kombination von
zwei oder mehr monoklonalen Antikörpern, die unterschiedliche
Erkennungsepitope aufweisen, zu verwenden.
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(Markierung des Antikörpers)
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Der
hier verwendete Antikörper
kann mit einem geeigneten Marker markiert sein.
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Der
Marker kann Enzyme, Enzymsubstrate, Enzyminhibitoren, prosthetische
Gruppen, Coenzyme, Enzymvorstufen, Apoenzyme, fluoreszierende Substanzen,
Pigmente, chemolumineszierende Verbindungen, lumineszente Substanzen,
färbende Substanzen,
magnetische Substanzen, Metallteilchen, wie Goldkolloide, radioaktive
Substanzen usw. umfassen. Das Enzym kann Dehydrogenasen, Oxidoreductasen,
wie Reductasen und Oxidasen, Transferasen, die die Übertragung
von funktionellen Gruppen, wie Amino-, Carboxy-, Methyl-, Acyl-
und Phosphatgruppen, katalysieren, Hydrolasen, die Bindungen wie
Ester-, Glycosid-, Ether- und Peptidbindungen hydrolysieren, Lyasen,
Isomerasen, Ligasen usw. Zum Nachweis können auch mehrere Enzyme in
konjugierter Form verwendet werden.
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Enzymatische
zyklische Behandlungen können
zum Beispiel auch verwendbar sein. Typische Enzyme für den Marker
sind Peroxidasen, wie Meerrettich-Peroxidase, Galactosidasen, wie
E.-coli-β-D-galactosidase,
Maleat-Dehydrogenasen, Glucose-6-phosphat-Dehydrogenasen, Glucose-Oxidasen,
Glucoamylasen, Acetylcholin-Esterasen, Katalasen, Alkalische Phosphatasen,
wie Kälberdarm-Alkalische-Phosphatase
und E.-coli-Alkalische-Phosphatase usw. Wenn Alkalische Phosphatase
verwendet wird, können
die Messungen durch Überwachen oder
Untersuchen der Fluoreszenz, Lumineszenz usw. erfolgen, die mit
Substraten wie Umbelliferon-Derivaten einschließlich 4-Methylumbellipherylphosphat,
phosphorylierten Phenolderivaten, wie Nitrophenylphosphat, Luciferin-Derivaten
und Dioxetanderivaten, enzymatischen zyklischen Systemen unter Verwendung
von NADP und anderen erzeugt wird. Es ist auch möglich, Luciferin/Luciferase-Systeme zu verwenden.
Wenn die Reaktion mit Wasserstoffperoxid stattfindet, entsteht Sauerstoff,
der mit einer Elektrode oder anderen Mitteln nachgewiesen werden
kann. Die Elektrode kann eine Glaselektrode, eine Ionenelektrode
unter Verwendung einer unlöslichen
Salzmembran, eine Elektrode des Flüssigmembrantyps, eine Polymermembranelektrode
und dergleichen sein. Der Enzymmarker kann durch einen Biotinmarker
und ein enzymmarkiertes Avidin (Streptavidin) ersetzt sein. Als
Marker können
mehrere verschiedene Arten von Markern oder Signalsubstanzen verwendet
werden. In diesem Fall ist es möglich, mehrere
Messungen kontinuierlich oder diskontinuierlich und/oder gleichzeitig
oder getrennt durchzuführen.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die Signalbildung unter Verwendung von Enzym-Reagens-Kombinationen
erfolgen, wie Kombinationen von Meerrettich-Peroxidase oder anderen
Peroxidasen mit einem Vertreter, der aus 4-Hydroxyphenylessigsäure, 1,2-Phenylendiamin, Tetramethylbenzidin usw.
ausgewählt
ist, Kombinationen von β-D-Galactosidasen
oder Glucose-6-phosphat-Dehydrogenasen
mit einem Vertreter, der aus Umbelliferylgalactosiden, Nitrophenylgalactosiden
usw. ausgewählt
ist, und andere. Das Signal kann mit denjenigen gebildet werden,
die enzymatisch Folgendes bilden können: Chinolverbindungen, wie
Hydrochinon, Hydroxybenzochinon und Hydroxyanthrachinon, Thiolverbindungen,
wie Liponsäure
und Glutathion, Phenolderivate, Ferrocenderivate usw.
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Die
fluoreszierenden Substanzen und chemilumineszenten Verbindungen
können
folgende umfassen: Fluoresceinisothiocyanat, Rhodamin-Derivate,
wie Rhodamin-B-isothiocyanat und Tetramethylrhodaminisothiocyanat;
Dansylchlorid (5-(Dimethylamino)-1-naphthalinsulfonylchlorid),
Dansylfluorid, Fluorescamin (4-Phenylspiro[furan-2(3H),1'-(3'H)-isobenzofuran]-3,3'-dion); Phycobiliproteine,
wie Phycocyanin und Phycoerythrin; Acridiniumsalze; Luminolverbindungen,
wie Lumiferin, Luciferase und Aequorin; Imidazole; Oxalsäureester;
Chelat-Verbin dungen von Seltenerdelementen, wie Europium (Eu), Terbium
(Tb) und Samarium (Sm); Cumarinderivate, wie 7-Amino-4-methylcumarin
usw.
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Die
Kupplung zwischen dem Antikörper
und dem Marker kann mit Techniken einschließlich physikalischer Verfahren,
wie Adsorption, eines chemischen Verfahrens unter Verwendung eines
Kupplungsmittels usw. oder eines aktivierten Reaktanten, eines Verfahrens
unter Verwendung einer Kupplung durch chemische Wechselwirkung durchgeführt werden.
Die Markierung kann durch die Reaktion einer Thiolgruppe mit einer
Maleinimidgruppe, die Reaktion einer Pyridyldisulfidgruppe mit einer
Thiolgruppe, die Reaktion einer Aminogruppe mit einer Aldehydgruppe
usw. erreicht werden. Zusätzlich
kann sie zweckmäßigerweise
aus wohlbekannten Verfahren, Techniken, die vom Fachmann leicht
in die Praxis umgesetzt werden können,
und irgendwelchen davon abgeleiteten Modifikationen ausgewählt werden. Zu
den Kupplungsmitteln gehören
zum Beispiel Formaldehyd, Glutaraldehyd, Hexamethylendiisocyanat,
Hexamethylendiisothiocyanat, N,N'-Polymethylenbisiodacetamid,
N,N'-Ethylenbismaleinimid, Ethylenglycolbissuccinimidylsuccinat,
Bisdiazobenzidin, 1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimid, Succinimidyl-3-(2-pyridyldithio)propionat
(SPDP), N-Succinimidyl-4-(N-maleinimidomethyl)cyclohexan-1-carboxylat
(SMCC), N-Sulfosuccinimidyl-4-(N-maleinimidomethyl)cyclohexan-1-carboxylat,
N-Succinimidyl(4-iodacetyl)aminobenzoat, N-Succinimidyl-4-(1-maleinimidophenyl)butyrat, N-ε-maleinimidocaproyloxy)succinimid
(EMCS), Iminothiolan, S-Acetylmercaptobernsteinsäureanhydrid, Methyl-3-(4'-dithiopyridyl)propionimidat,
Methyl-4-mercaptobutyrylimidat, Methyl-3-mercaptopropionimidat,
N-Succinimidyl-S-acetylmercaptoacetat usw.
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(Unlösliches magnetisches Trägerteilchen)
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Die
unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen,
wie sie hier verwendet werden, sind vorzugsweise feine Teilchen,
wobei das feine Teilchen in einem wässrigen flüssigen Medium im Wesentlichen unlöslich ist
und eine Phase aus einem organischen Polymermaterial und eine Phase
aus einem magnetischen Material bzw. Substanz umfasst. Repräsentative
unlösliche
magnetische Trägerteilchen sind
feine Teilchen, von denen jedes nicht nur eine Hüllphase, die aus einem oder
mehreren organischen Polymermaterialien besteht, sondern auch eine
Kernphase, die aus einem oder mehreren magnetischen Materialien
oder Substanzen besteht, umfasst. Das unlösliche magnetische Trägerteilchen
kann zum Beispiel feine Teilchen umfassen, die einen oder mehrere
Vertreter umfassen, die aus der Gruppe ausgewählt sind, die aus Trieisentetraoxid
(Fe3O4), Dieisentrioxid (γ-Fe2O3), verschiedenen
Ferriten, Metallen wie Eisen, Mangan, Nickel, Cobalt und Chrom,
Legierungen wie Cobaltlegierungen, Nickellegierungen, Manganlegierungen
usw., Latexteilchen, Gelatineteilchen, Liposomenteilchen usw., die
das magnetische Teilchen in ihrem Innern enthalten, und anderen
besteht. Zweckmäßigerweise
umfasst das unlösliche magnetische
Trägerteilchen
Latexteilchen, die aus einer Latexhülle bestehen, die den Kern
des magnetischen Materials bzw. der magnetischen Substanz umgibt.
Ursprünglich
bedeutet der Ausdruck "Latex" einen Milchsaft,
der aus einem Gummibaum austritt, wenn dieser eingeschnitten oder
verwundet wird, aber der hier verwendete Ausdruck "Latex" bezieht sich auch
auf eine Suspension oder Emulsion, bei der diskontinuierliche feine
Teilchen in einer wässrigen
Lösung
suspendiert oder dispergiert werden. Zu den unlöslichen magnetischen Teilchen,
die hier vorzugsweise verwendet werden, gehören unter anderem feine Teilchen,
bei denen die Oberfläche
des Kerns in Form des magnetischen Teilchens einer Oberflächenbehandlung
mit einer organischen Substanz usw. unterzogen wird.
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Wenn
ein Immunoassay quantitativ durchgeführt wird, werden solche Latexteilchen
gewöhnlich aufgrund
ihrer Teilchengrößehomogenität oder -gleichmäßigkeit,
der Steuerung ihres Oberflächenzustands,
der Wahl ihrer inneren Struktur usw. auf hohem Niveau nachgefragt.
Solche qualitativ hochwertigen Latexteilchen, die für Testreagensanwendungen
geeignet sind, können
aus kommerziell erhältlichen
Produkten ausgewählt
werden. Organische Polymermaterialien, die zum Aufbau der obigen Teilchen
eingesetzt werden können,
sind unter anderem solche für
feine Teilchen aus organischen Polymermaterialien, wie sie im Stand
der Technik offenbart sind (z.B. JP-A-58-11575 (1983)). Das organische
Polymermaterial umfasst zum Beispiel hydrophobe Polymere, wie Polystyrol,
Polyacrylnitril, Polymethylmethacrylat, Polycapramid und Polyethylenterephthalat,
ver netzte hydrophile Polymere, wie Polyacrylamid, Polymethacrylamid,
Polyvinylpyrrolidon, Polyvinylalkohol, Poly-2-oxyethylacrylat, Poly-2-oxyethylmethacrylat,
Poly-2,3-dioxypropylacrylat, Poly-2,3-dioxypropylmethacrylat und
Polyethylenglycolmethacrylat, Copolymere, die etwa 2 bis 4 Arten
von jedem Monomer umfassen, und andere. Das Material für den Latex
unterliegt zwar keiner besonderen Einschränkung, doch sind vorzugsweise
verwendete Latices des Styroltyps, wie Polystyrol-Latices, Latices
des Acrylsäuretyps
usw. Die Verwendung von Latex mit einer starken Oberflächenhydrophobie (wie
Polystyrollatex) ist im Hinblick auf die Erleichterung der glatten
Adsorption von Proteinen oder Peptiden bevorzugt. Es ist auch je
nach Notwendigkeit möglich,
verschiedene Arten von denaturierten Latices (wie denaturierten
Carbonsäurelatices)
zu verwenden. Der oben genannte unlösliche Träger, wie er hier verwendet
wird, umfasst vorzugsweise Latices, wie Polystyrol-Latices. Die
besonders bevorzugten Latexteilchen sind Polystyrolteilchen, die durch
Emulsionspolymerisationsverfahren ohne Verwendung eines Emulgators
hergestellt werden. Der Latex als solcher kann wegen der gegenseitigen
Abstoßung
zwischen negativen Ladungen auf der Oberfläche auch ohne Emulgator stabil
vorliegen. Repräsentative
kommerziell erhältliche
unlösliche
magnetische Trägerteilchen
sind Dynabeads M-270 Epoxy, Dynabeads M-270 Amine, Dynabeads M-270
Carboxylic Acid, Dynabeads M-270 Tosylactivated, Dynabeads M-450
Epoxy und Dynabeads M-450
Tosylactivated (VERITAS Corporation, Japan), IMMUTEX-MAG (JSR Corporation,
Japan) und SMG-11 (Fujikura Kasei Co., Ltd., Japan). Die Trägerteilchen
sind auch von Bangs Laboratories, Inc., usw. verfügbar.
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Die
Teilchengröße der hier
verwendeten unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
liegen im Bereich von 0,01 μm
bis 20 μm.
Vorzugsweise werden unlösliche
magnetische Teilchen mit einer Teilchengröße im Bereich von 0,1 μm bis 6 μm ausgewählt. Verfahren
zum Adsorbieren der antigenen Substanz auf dem unlöslichen
magnetischen Teilchen oder zur Bindung der antigenen Substanz auf
dem unlöslichen
magnetischen Teilchen können
eine physikalische Adsorption oder Bindung der antigenen Substanz,
die in der Testprobe vorhanden ist, oder eine chemische Bindung
der antigenen Substanz, die in der Testprobe vorhanden ist, umfassen.
Zweckmäßigerweise
ist sie physikalisch adsorbiert oder gebunden.
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Um
die in der Testprobe enthaltene antigene Substanz auf den Latexteilchen
zu adsorbieren, können
Techniken, die denjenigen zur Bindung eines Antigens an eine Platte
bei ELISA im Wesentlichen äquivalent
sind, usw. bezüglich
eines Puffers für
das Suspendieren der Latexteilchen angewendet werden. Bei manchen
Latexteilchen findet leicht eine natürliche Aggregation statt. In
diesem Fall ist es im Hinblick auf die Stabilität zu bevorzugen, die Teilchen in
einem schwach alkalischen Glycinpuffer oder Boratpuffer zu suspendieren.
Bezüglich
der Konzentration des Latex wird vorzugsweise eine Suspension von
0,05 bis 1 Gew.-% verwendet.
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(Antigen-Antikörper-Wechselwirkung)
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In
der vorliegenden Erfindung werden antigene Substanzen, die in der
Testprobe vorhanden sind, an eine feste Phase gebunden (oder immobilisiert)
und dann mit markierten Ab, die gegenüber der in fester Phase vorliegenden
antigenen Substanz spezifisch reaktiv sind, reagieren gelassen,
um die eingefangene antigene Substanz auf einem unlöslichen
magnetischen Träger,
der aus Latex usw. besteht, zu markieren. Vorzugsweise enthält eine
dafür verwendete
wässrige
Suspension ein Tensid (wie Tween 20) in einer Menge von etwa 0,1
bis 0,3%, um die Adsorption des Antikörpers auf dem unlöslichen Träger, der
aus Latex usw. besteht, zu verhindern.
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Es
gibt keine besondere Einschränkung
bezüglich
des Behälters,
in dem die Reaktion gemäß der vorliegenden
Erfindung durchgeführt
wird. Es ist möglich,
einen Behälter
in einer normalen Rohrform zu verwenden (Teströhrchen, zum Beispiel Polystyrol-Teströhrchen).
Wenn in Betracht gezogen wird, wie leicht es ist, gleichzeitig Tausende
von Proben oder Hunderte von Proben zu behandeln, ist es sehr zweckmäßig, eine
ELISA-Platte mit einer Menge von Näpfen zu verwenden, wie eine
96-Napf-ELISA-Platte (Nunc-Immunoplatte usw.). Wie später noch
erwähnt
wird, ist es im Hinblick auf die Erleichterung von Messungen mit
optischen Mitteln bevorzugt, die Reaktion unter Verwendung eines
im Wesentlichen transparenten Behälters durchzuführen. Für die Verwendung
eines Autoanalyzers, der später
noch erwähnt
wird, sei erwähnt,
dass die Reaktion gewöhnlich
in einem Reaktor in dem Analysator durchgeführt wird.
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(Messung)
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Es
gibt keine besondere Einschränkung
bezüglich
der Verfahren zur Messung der Markerkonzentration bei den unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen.
Wenn der Marker qualitativ oder halbqualitativ gemessen wird, ist
es zum Beispiel möglich,
die Markerkonzentration bei den oben genannten unlöslichen
Trägerteilchen
auf der Basis von Vergleichen mit der Trübheit bekannter Proben visuell
zu bewerten. Wenn der Marker quantitativ gemessen wird, ist es im
Hinblick auf die Einfachheit und Zweckmäßigkeit bevorzugt, optische
Messungen durchzuführen.
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Als
Verfahren zur optischen Messung des Markers auf den unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen,
die aus Latex usw. bestehen, können
herkömmlicherweise
bekannte Verfahren verwendet werden.
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In
der vorliegenden Erfindung ist es möglich, Messungsbehandlungen
für Testproben,
Schritte von Probenausgabebehandlungen bis zu Assayergebniserfassungen
mittels eines automatischen Instruments durchzuführen, wie eines klinischen
Testautoanalyzers für
magnetische Teilchen. Zu diesen automatischen Instrumenten (Systemen)
für klinische Tests
gehören
ADVIATM (Handelsname, Bayer), ARCHITECTTM (Handelsname, Dinabbot), IMxTM (Handelsname,
Dinabbot), AccessTM (Handelsname, Beckmann),
ECLusysTM (Handelsname, Roche Diagnostics),
LUMIPULSETM (Handelsname, FUJIREBIO) usw.
Solche Instrumente werden verbreitet in Immunoassaysystemen verwendet
(unter Ausnutzung von Antigen-Antikörper-Wechselwirkungen) und
können für die vorliegende
Erfindung ohne jede Einschränkung übernommen
werden, solange es sich tatsächlich
um solche handelt. Die charakteristischen Merkmale dieser Instrumente
haben Vorzüge
und Vorteile einschließlich
der Möglichkeit,
mehrere Größen mit beliebigem
Zugriff zu messen, einer hohen Assayempfindlichkeit, einer Bestimmbarkeit über einen breiten
Bereich, einer möglichen
Fertigstellung des Assays innerhalb einer kurzen Zeit, einer hohen
Assaygenauigkeit, da alle Schritte von der Ausgabe bis zur Gewinnung
von Assayergebnissen automatisch durchgeführt werden, einer sehr geringen
Kontamination aufgrund der Verwendung von exklusiven Kartuschen
usw.
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Wenn
Antigene in gewöhnlichen
Proben gemessen werden, werden Antikörpersensibilisierte magnetische
Teilchen in den herkömmlichen
automatischen klinischen Testinstrumenten verwendet, wobei die Schritte
Folgendes umfassen:
- (a) erste Reaktion:
- (1) Umsetzen des magnetischen Teilchens mit dem Antigen in der
Probe und (2) dann Waschen;
- (b) zweite Reaktion:
- (3) Umsetzen des resultierenden Produkts mit einem zweiten Antikörper (unter
Verwendung eines Markers, wie eines Enzyms oder einer fluoreszenten
Substanz, als Marker) gegen das Antigen und (4) dann Waschen; und
- (c) dritte Reaktion:
- (5) Umsetzen des resultierenden Produkts mit einem Substrat
für den
Marker und (6) dann Messen.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung kann die Zahl der Waschvorgänge jedoch wie folgt reduziert werden:
- (a) erste Reaktion:
- (1) Umsetzen der magnetischen Teilchen mit einem Antigen in
einer Probe;
- (b) zweite Reaktion:
- (2) Umsetzen des resultierenden Produkts mit einem zweiten Antikörper (unter
Verwendung eines Markers, wie eines Enzyms oder einer fluoreszenten
Substanz, als Marker) gegen das Antigen und (3) dann Waschen; und
- (c) dritte Reaktion:
- (5) Umsetzen des resultierenden Produkts mit einem Substrat
für den
Marker und (6) dann Messen.
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Als
Ergebnis kann der Verlust an Teilchen in der vorliegenden Erfindung
stark gehemmt werden.
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Bei
Verfahren zum optischen Nachweis der Aggregation von Latexteilchen
ist es notwendig, relativ große
Mengen der Teilchen zu verwenden. In der vorliegenden Erfindung
ist die Menge der an die Teilchen gebundenen Substanzen jedoch nachweisbar. Daher
erlauben sowohl die Teilchen als auch die markierten Antikörper in
der vorliegenden Erfindung eine Messung mit einem Zehntel oder einer
noch kleineren Menge als bei den herkömmlichen Verfahren.
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Gemäß der vorliegenden
Erfindung ist es möglich,
Herstellungsprobleme in Verbindung mit Antikörperkomplexen, die bei den
herkömmlichen
Verfahren verwendet werden, zu vermeiden, wobei die Probleme Schwierigkeiten
im Verfahren zur Herstellung derselben, Instabilität bei der
tatsächlich
verwendeten Konzentration usw. umfassen. Die Verwendung nur eines
einzelnen Ab in der vorliegenden Erfindung sorgt also für eine verbesserte
Stabilität von
Substanzen, aber keine Schwankung zwischen den Herstellungschargen,
so dass eine stabile und zuverlässige
Herstellung möglich
ist. Die Verwendung von nur mAb erlaubt die Ausnutzung dieser Vorzüge. Zum
Beispiel ist es möglich,
Schwankungen zwischen den Antikörperchargen
zu beseitigen und hochgradig zuverlässige Reagentien mit einer
konstanten Qualität
zu erhalten.
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Da
das unlösliche
Trägerteilchenreagens
der vorliegenden Erfindung nie mit einem Antigen usw. sensibilisiert
wird, sind Reagenskits in Verbindung mit Problemen bezüglich Chargenschwankungen zwischen
den Teilchen stark verbessert. Weiterhin umfasst das Teilchen nicht
nur einen Kern, der aus magnetischen Materialien oder Substanzen
besteht, sondern auch eine Oberfläche, die aus Kunststoffen besteht
und ausgezeichnete Eigenschaften der Adsorption oder Bindung von
antigenen Substanzen hat.
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Zu
den Assayinstrumenten, bei denen die in der vorliegenden Erfindung
anwendbaren unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
verwendet werden können,
gehören
zum Beispiel FUJIREBIO LUMIPULSTM (ALP-AMPPDTM); Beckmann Coulter AccessTM (ALP-LumigenTM PPD); Beckmann Coulter LUMIWARDTM (ALP-LumigenTM PPD);
Nippon DPC Corporation "Immulize"TM (ALP-AMPPDTTM); Bayer ACSTM (Acridiniumester);
Ortho Clinical Diagnostics VITROSTM ECi
(HRP-Luminol); Precision System Science Co., Ltd. HiMICOTM; Dinabbot ARCHITECTTM (Acridiniumester);
Roche PicolumiTM (Rutheniumkomplex); Tosoh
AIA-600II (ALP-4MUP) usw.
Diese Instrumente können
auch solche umfassen, bei denen Chemilumineszenz mit Enzymen, Elektrochemilumineszenz
mit Rutheniumkomplexen, Chemilumineszenz mit Acridiniumestern usw.
verwendet wird.
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(Assayausführungsformen
für Hämoglobin-A1c)
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Als
Ausführungsform,
die die Merkmale des Immunoassays gemäß der vorliegenden Erfindung gut
veranschaulicht, wird im Folgenden ein Assaybeispiel für Hämoglobin-A1c
(HbA1c) beschrieben, obwohl der erfindungsgemäße Immunoassay nicht auf den
Hämoglobin-A1c-Assay
beschränkt
ist.
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Das
oben genannte "Hämoglobin
A1c" bezieht sich
auf einen spezifischen Typ von glycosyliertem (oder glyciertem)
Hämoglobin,
der über
die nichtenzymatische Bindung von Glucose an die α-Aminogruppe
von Valin, den N-terminalen Aminosäurerest der β-Kette von
Hämoglobin
(Hb), gebildet wird. Die Menge des Blut-Hämoglobin-A1c spiegelt die Blutglucose-Regulationszustände in Diabetes
für eine
relativ lange Zeit wider. Dementsprechend ist der Assay für das HbA1c klinisch
sehr signifikant im Hinblick auf die Bewertung der glykämischen
Regulierung (siehe zum Beispiel Nippon-Rinsho, 48, Special Issue,
315–322
(1990)).
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Hämoglobin
ist ein Heterotetramer, das grundsätzlich aus zwei α-Ketten und
zwei β-Ketten besteht.
Hämoglobin
A1c ist dadurch gekennzeichnet, dass eine N-terminale β-Aminogruppe an einer von zwei β-Ketten glycosyliert
ist. Es gibt also genau eine charakteristische Reaktionsstelle an
Hämoglobin
A1c. Mit anderen Worten, Hämoglobin
A1c fungiert im Hinblick auf die Reaktivität mit mAb, die spezifisch für Hämoglobin
A1c sind, als einwertiges Antigen.
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In
dem Immunoassay der vorliegenden Erfindung kann für die Messung
von Hämoglobin
A1c zum Beispiel eine Testprobe (wie eine hämolysierte Blutprobe, die durch
die Zugabe von gereinigtem Wasser zu Vollblut hergestellt wird)
an unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
(latexbeschichteten magnetischen Teilchen) adsorbiert werden, und
dann erfolgt eine Reaktion mit markierten Anti-Hämoglobin-A1c-mAb,
so dass auf der Latexbeschichtung vorhandenes Hämoglobin A1c selektiv markiert
wird. Die Messung der Konzentration des selektiv vorhandenen Markers
erlaubt einen quantitativen Assay auf Hämoglobin A1c. Zum Beispiel
wird eine Standardprobe, bei der der Prozentsatz an Hämoglobin
A1c bekanntermaßen
durch HPLC oder andere gemessen wird, gleichzeitig mittels des Immunoassay
der vorliegenden Erfindung quantifiziert, um eine Eichkurve anzufertigen.
Auf der Basis dieser Eichkurve ist es möglich, den prozentualen Anteil
von Hämoglobin A1c
in unbekannten Proben zu bestimmen.
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(Monoklonaler Anti-HbA1c-Antikörper)
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Der
Anti-HbA1c-mAb, der hier verwendet werden kann, umfasst ohne besondere
Einschränkung
einen beliebigen, solange es sich um Anti-HbA1c-mAb handelt, der
gegenüber
HbA1c, der adsorbiert ist oder in fester Phase vorliegt, im Wesentlichen
reaktiv ist, aber gegenüber
HbA0, das in fester Phase vorliegt, im Wesentlichen unreaktiv ist (vorzugsweise
reagiert der Anti-HbA1c-mAb weiterhin im Wesentlichen nicht mit
entweder HbA1c oder HbA0, die noch in flüssiger Phase vorliegen). Wenn mAb
unter Verwendung eines glycierten Peptids als Immunogen hergestellt
wird, kann ein solcher monoklonaler Antikörper erhalten werden. Die Reaktivität gegenüber HbA1c
und HbA0 kann zum Beispiel so gemessen werden, wie es im Japanischen
Patent Nr. 2,677,753 offenbart ist.
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In
der vorliegenden Erfindung ist es zu bevorzugen, dass der Anti-HbA1c-mAb
eine HbA1c-Reaktivität
von nicht weniger als 1,0 (besonders bevorzugt nicht weniger als
2,0) auf der Skala eines Immunplatten-Lesegeräts hat, wie es im Japanischen
Patent Nr. 2,677,753 beschrieben ist. Es ist auch zu bevorzugen,
dass der Anti-HbA1c-mAb eine HbA0-Reaktivität von nicht mehr als 0,1 (besonders bevorzugt
nicht mehr als 0,05) auf einer solchen Skala hat.
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In
der vorliegenden Erfindung ist es zu bevorzugen, dass der Anti-HbA1c-mAb
gegenüber nicht
denaturiertem HbA1c, gegenüber
HbA0 oder gegenüber
denaturiertem HbA0 usw. in einer flüssigen Phase unreaktiv ist,
selbst in einer Menge von 10 μg/ml
(oder weiter 20 μg/ml)
Anti-HbA1c-mAb, während
er gegenüber
denaturiertem HbA1c in einer flüssigen
Phase in einer Menge von 1 μg/ml
(oder weiter 0,5 μg/ml)
Anti-HbA1c-mAb oder weniger reaktiv ist.
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Eine
bevorzugte Ausführungsform
des Assays auf HbA1c gemäß der vorliegenden
Erfindung wird im Folgenden offenbart.
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In
der vorliegenden Erfindung werden gewöhnlich etwa 1 bis 20 μl (oder 2
bis 5 μl)
hämolysierte
Blutlösung
als Testprobe in jedes Röhrchen
gegeben. Bei hämolysierten
Blutlösungen,
die hier tatsächlich
verwendet werden, können
auch Produkte verwendet werden, die durch Verdünnung einer Testprobe (wie
einer Probe, bei der 1 ml gereinigtes Wasser zu 50 μl Vollblut
gegeben wird) mit einem Glycinpuffer usw. mit einem Verdünnungsfaktor
von etwa 5 bis 10 erhalten werden.
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Danach
wird ein Aliquot (etwa 100 bis 300 μl (oder 150 bis 200 μl)) einer
Suspension von magnetischen Latexteilchen (wie 0,12 μM Suspension
eines mit magnetischen Teilchen beschichteten Latex, 0,2% Konzentration)
in jedes Röhrchen
gegeben, das man dann etwa 1 bis 30 min (oder 3 bis 20 min) bei 37°C stehen
lässt,
so dass in der Probe vorhandenes HbA1c auf dem Latex adsorbiert
wird. Es ist zu bevorzugen, dass die so verwendete Suspension von
magnetischen Latexteilchen ein Produkt der Verdünnung einer Originallösung magnetischer
Latexteilchen mit einem Glycinpuffer usw. ist.
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Dann
wird zu HbA1c, das auf dem Latex adsorbiert ist, ein Aliquot (etwa
100 bis 300 μl
(oder 150 bis 200 μl))
von Anti-HbA1c-mAb (wie von Mäuseaszites
abgeleiteter mAb), der mit einem geeigneten Marker markiert ist,
gegeben, und das Gemisch wird etwa 2 bis 30 min (oder 3 bis 10 min)
bei 37°C
stehen gelassen (inkubiert), so dass HbA1c mit dem markierten mAb
reagieren gelassen wird. Es ist zu bevorzugen, dass die Konzentration
der so verwendeten mAb-Lösung optimal
eingestellt ist, zum Beispiel auf der Basis einer hergestellten
Verdünnungsreihe
von Anti-HbA1c-mAb. Der für
die Verdünnung
verwendete Puffer kann 0,05 bis 0,1 M Glycinpuffer (GBS: glycingepufferte
Kochsalzlösung;
pH 8,1 bis 8,5, mit 0,15 M NaCl) usw. umfassen. Es ist zu bevorzugen, dass
der zu diesem Zweck verwendete Puffer ein Tensid (wie Tween 20)
in einer Menge von etwa 0,1 bis 0,5% (oder 0,2 bis 0,3%) enthält, um die
physikalische Adsorption von mAb auf der Latexoberfläche zu verhindern.
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Wenn
auf dem vorliegenden Gebiet Latexteilchen als unlösliche magnetische
Trägerteilchen verwendet
werden, ist es schwierig, Latexreagentien (Antigen, Antikörper usw.
auf Latices als Träger)
herzustellen, die ohne Ausnahme eine gleiche Qualität haben,
und Produkte in einem stabilen Zustand zu konservieren, während das
Vorkommen von unspezifischer Aggregation und Fällung verhindert wird.
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Dagegen
ermöglicht
gemäß der vorliegenden
Erfindung die Nichtsensibilisierung des unlöslichen magnetischen Trägers (Latex
usw.) mit einem Antigen und einem Antikörper Anwendungen von kommerziell
erhältlichem
nichtsensibilisiertem magnetischem Latex als solcher als unlöslicher
magnetischer Träger.
Außerdem
ist es nicht immer notwendig, dass der Antikörper ein reines Produkt ist.
Wegen des einfachen Reagens ist es weiterhin möglich, seine Lagerstabilität höher zu halten,
wodurch es auch für
Hersteller vorteilhaft ist. Wie oben er wähnt, können die Reagentien gemäß der vorliegenden
Erfindung einfach und leicht hergestellt werden, wobei es jetzt
möglich
ist, Verfahren unter Verwendung von Reagentien anzugeben, die bei
Konservierung eine hohe Stabilität
haben.
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Bei
der Anwendung des Immunoassays der vorliegenden Erfindung können Assaysysteme
für die
Zielmoleküle
der vorliegenden Erfindung oder Zielsubstanzen mit einer Aktivität, die zu
dieser im Wesentlichen äquivalent
ist, durch Anlehnungen an technische Konzepten konstruiert werden,
die vom Fachmann gewöhnlich
in Bezug auf allgemeine Bedingungen und Arbeitsschritte, die für die Verfahren jeweils
geeignet sind, angegeben werden.
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Wegen
Einzelheiten zu diesen herkömmlichen
technischen Verfahren kann es möglich
sein, sich auf eine Vielzahl von Übersichtsartikeln, Texten, Büchern usw.
zu beziehen. Es gibt zum Beispiel Hiroshi Irie (Hrsg.), "Radioimmunoassay", Kodansha Ltd.,
Japan, 1974; Hiroshi Irie (Hrsg.), "Zoku-Radioimmunoassay" (Radioimmunoassay;
2. Auflage), Kodansha Ltd., Japan, 1979; Eiji Ishikawa et al. (Hrsg.), "Koso Meneki Sokuteiho" (Enzyme Immunoassays),
Igaku-Shoin Ltd., Japan, 1978; Eiji Ishikawa et al. (Hrsg.), "Koso Meneki Sokuteiho" (Enzyme Immunoassays)
(2. Auflage), Igaku-Shoin Ltd., Japan, 1982; Eiji Ishikawa et al.
(Hrsg.), "Koso Meneki
Sokuteiho" (Enzyme
Immunoassays) (3. Auflage), Igaku-Shoin Ltd., Japan, 1987; H. V. Vunakis
et al. (Hrsg.), "Methods
in Enzymology",
Vol. 70 (Immunochemical Techniques, Part A), Academic Press, New York
(1980); J. J. Langone et al. (Hrsg.), "Methods in Enzymology", Vol. 73 (Immunochemical
Techniques, Part B), Academic Press, New York (1981); J. J. Langone
et al. (Hrsg.), "Methods
in Enzymology",
Vol. 74 (Immunochemical Techniques, Part C), Academic Press, New
York (1981); J. J. Langone et al. (Hrsg.), "Methods in Enzymology", Vol. 84 (Immunochemical Techniques,
Part D: Selected Immunoassays), Academic Press, New York (1982);
J. J. Langone et al. (Hrsg.), "Methods
in Enzymology",
Vol. 92 (Immunochemical Techniques, Part E: Monoclonal Antibodies and
General Immunoassay Methods), Academic Press, New York (1983); J.
J. Langone et al. (Hrsg.), "Methods
in Enzymology",
Vol. 121 (Immunochemical Techniques, Part I: Hybridoma Technology
and Monoclonal Antibodies), Academic Press, New York (1986); J.
J. Langone et al. (Hrsg.), "Methods
in Enzymology",
Vol. 178 (Antibodies, Antigens, and Molecular Mimicry), Academic
Press, New York (1989); M. Wilchek et al. (Hrsg.), "Methods in Enzymology", Vol. 184 (Avidin-Biotin
Technology), Academic Press, New York (1990); J. J. Langone et al.
(Hrsg.), "Methods
in Enzymology",
Vol. 203 (Molecular Design and Modeling: Concepts and Applications,
Part B: Antibodies and Antigens, Nucleic Acids, Polysaccharides,
and Drugs), Academic Press, New York (1991); etc., und Literaturzitate
in den obigen Dokumenten.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird insbesondere anhand der folgenden Beispiele,
die nur zu Veranschaulichungszwecken angegeben werden, und unter
Bezugnahme auf spezielle Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung beschrieben.
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Wenn
nichts anderes angegeben ist, wurden alle Beispiele unter Verwendung
von Standardtechniken, die dem Fachmann gut oder herkömmlicherweise
bekannt sind, praktiziert oder können
so praktiziert werden.
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Beispiel 1
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Beziehung zwischen der
Oberfläche
von Teilchen und dem resultierenden Signal
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Hämolysiertes
Blut: Rote Blutkörperchen
(5 μl),
die vom Menschen entnommen wurden, wurden durch Zugabe von gereinigtem
Wasser (500 μl)
hämolysiert,
und das resultierende Gemisch wurde als Testprobe verwendet.
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Biotinmarkierter
Anti-HbA1c-mAb: NHS-LC-Biotin (Nr. 21335; Pierce) wurde als Biotinylierungsreagens
verwendet. Anti-HbA1c-mAb wurde gemäß dem Handbuch, das dem Biotinylierungsreagens
beigefügt
war, biotinyliert. Nicht umgesetztes Biotin wurde entfernt, indem
man eine Dialyse wiederholte. Der verwendete Anti-HbA1c-mAb ist
einer, wie er im Patent Nr. 2,677,753 offenbart ist (für diesen
monoklonalen Antikörper
kann auch das Anti-HbA1c-Agens verwendet werden, das im Hämoglobin-A1c(HbA1c)-Testreagens "RAPIDIA AUTO HbA1c" (Lieferant: FUJIREBIO
Inc., Japan; Hersteller: SRL, Inc., Japan) enthalten ist).
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Für die unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
wurde SMG-11 (Fujikura Kasei Co., Ltd., Japan) verwendet. Dieses
magnetische Latexteilchenprodukt hatte die folgenden physikalischen
Eigenschaften: Teilchengröße (nm):
990 und Dichte: 1,58. Die unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
wurden mit Wasser verdünnt,
um eine wässrige
Verdünnungsreihe
zu bilden: 2,5%, 0,25% und 0,025%. In 100 μl einer 2,5%igen wässrigen
magnetischen Latexteilchenverdünnung
betrug die Zahl der Teilchen 3,12·109,
und die Oberfläche
(m2) betrug 9,59·10–3. Im
Falle der 0,25%igen Verdünnung
betrug die Zahl der Teilchen 3,12·108,
und die Oberfläche
(m2) betrug 9,59·10–4;
und im Falle der 0,025%igen Verdünnung betrug
die Zahl der Teilchen 3,12·107, und die Oberfläche (m2)
betrug 9,59·10–5.
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Zu
100 μl wässriger
Verdünnung
von magnetischen Latexteilchen wurden 5 μl hämolysierte Blutlösung gegeben,
und das Gemisch wurde 5 min lang bei Raumtemperatur stehen gelassen,
um antigene Substanzen daran zu adsorbieren. Danach wurden 50 μl 0,07 mg/ml
biotinylierter Anti-HbA1c-mAb hinzugefügt. Das Gemisch wurde 5 min
lang bei Raumtemperatur stehen gelassen und einmal mit einem ALP-Puffer
(1% BSA, 50 mM Imidazol, 150 mM NaCl, 1 mM MgCl2,
0,1 mM ZnCl2, 0,05% Tween 20; pH 7,6), zu
dem dann 100 μl
Avidin-ALP (*5000; DAKO D-365) gegeben worden war, gewaschen. Das
resultierende Gemisch wurde 5 min lang bei Raumtemperatur stehen
gelassen und viermal mit einem ALP-Puffer gewaschen, da ein Biotin-Avidin-System verwendet
wurde. Nach der Zugabe von AMPPD (100 μl, Lumigen PPD; Wako Pure Chemical
Industries, Ltd., Japan) wurde das Gemisch auf eine weiße Platte übertragen.
Zehn Minuten später
wurde die Menge der Lumineszenz gemessen. Die Ergebnisse sind in 1 gezeigt.
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Als
Ergebnis wurde angenommen, dass die Proteinmenge der hämolysierten
Lösung
etwa 10 μg beträgt. Daher
wurde Folgendes angenommen: Wenn die Teilchen in einer Konzentration
von 2,5% und mit einer Oberfläche
von 9,6·10–3 m2 vorlagen, war die Menge der Proteine zu
gering, und dementspre chend würde
während
der Reaktion eine Aggregation stattfinden, wodurch es unmöglich wäre, diejenigen
Analyten, die in die Träger
eingetreten sind, zu bestimmen. Wenn Teilchen mit einer Größe von 1 μm verwendet
wurden, schien der Wert, etwa 9,6·10–3 m2, geeignet zu sein.
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Beispiel 2
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Beziehung
zwischen Antikörpermenge
und Signal
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Zu
100 μl 0,025%iger
wässriger
Verdünnung von
magnetischen Latexteilchen (dasselbe Latexprodukt wie in Beispiel
1 wurde für
die unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
verwendet) wurden 5 μl
hämolysierter
Lösung
(in derselben Weise wie in Beispiel 1 hergestellt) gegeben, und
das Gemisch wurde 5 min lang bei Raumtemperatur stehen gelassen, und
dazu wurde ein Aliquot von biotinyliertem Anti-HbA1c-mAb gegeben
(in derselben Weise wie in Beispiel 1 hergestellt, in einer Menge
von 0,048 mg/ml (50 μl,
2,4 μg),
0,0048 mg/ml (50 μl,
0,24 μg) oder
0,00048 mg/ml (50 μl,
0,024 μg)).
Das Gemisch wurde 5 min lang bei Raumtemperatur stehen gelassen
und einmal mit einem ALP-Puffer (1% BSA, 50 mM Imidazol, 150 mM
NaCl, 1 mM MgCl2, 0,1 mM ZnCl2,
0,05% Tween 20; pH 7,6) gewaschen. Danach wurden 100 μl Avidin-ALP
(dasselbe Reagens wie in Beispiel 1) hinzugefügt. Das resultierende Gemisch wurde
5 min lang bei Raumtemperatur stehen gelassen und dann viermal mit
einem ALP-Puffer gewaschen, da ein Biotin-Avidin-System verwendet
wurde. Dann wurden 100 μl
AMPPD (dasselbe Reagens wie in Beispiel 1) hinzugefügt, und
das Gemisch wurde auf eine weiße
Platte übertragen.
Zehn Minuten später
wurde die Menge der Lumineszenz gemessen.
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Die
Ergebnisse sind in 2 gezeigt. Als Ergebnis zeigte
sich, dass etwa 0,25 μg
als Menge des Anti-HbA1c-mAb ausreichend war.
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Beispiel 3
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Assays mit
direkt markierten Antikörpern
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Um
Assays zu vereinfachen und die Reproduzierbarkeit zu verbessern,
wurde Anti-HbA1c-mAb direkt mit ALP markiert.
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(1)
Alkalische Phosphatase (ALP; Oriental Yeast Co., Ltd., Japan) wurde
mit Fluoresceinisothiocyanat (FITC; DOJINDO, Japan) markiert. Zuerst wurde
ALP (10 mg/ml, 100 μl)
zu 0,1 M NaHCO3-Puffer (400 μl) gegeben,
und dazu wurden dann 10 μl FITC-Lösung (4
mg FITC in Dimethylformamid (DMF, 1 ml)) gegeben (ALP : FITC = 1
: 10). Das Gemisch wurde 10 min lang bei Raumtemperatur gerührt, und das
resultierende Produkt wurde unter Verwendung von PD-10 (Pharmacia)
gewonnen. Für
die Elution wurden 0,1 M NaH2PO4-Puffer,
pH 7,5, verwendet. FITC-markiertes ALP (1,7 ml) wurde gewonnen.
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Das
oben hergestellte FITC-markierte ALP (ALP-FITC) wurde maleinimidiert.
Zuerst wurde das oben gewonnene ALP-FITC mit Centricon 30 (Millipore)
auf 500 μl
konzentriert. Danach wurden 10 μl EMCS-Lösung (N-(ε-Maleinimidocaproyloxy)succinimid
(EMCS, 6 mg) in DMF (1 ml)) hinzugefügt (ALP-FITC : EMCS = 1 : 20).
Das Gemisch wurde 30 min lang bei Raumtemperatur gerührt, und
das resultierende Produkt wurde unter Verwendung von PD-10 (Pharmacia)
gewonnen. Für
die Elution wurde 0,1 M NaH2PO4-Puffer,
pH 6,3, der 5 mM Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) enthielt, verwendet.
Eine Lösung
von maleinimidiertem ALP-FITC (1,7 ml) wurde gewonnen.
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Inzwischen
wurde der Anti-HbA1c-mAb (derselbe Antikörper, der in Beispiel 1 verwendet
wurde) in eine SH-Form umgewandelt. So wurden 19,1 mg Anti-HbA1c-mAb (52,4 μl) zu 0,1
M NaH2PO4-Puffer, pH
7,5 (450 μl),
gegeben, und dann wurden 10 μl AMSA-Lösung (S-Acetylmercaptobernsteinsäureanhydrid
(AMSA, 6 mg) in DMF (1 ml)) hinzugefügt (Antikörper : AMSA = 1 : 50). Das
Gemisch wurde 30 min lang bei Raumtemperatur gerührt, und dazu wurden dann 1
M Tris-Puffer, pH 7,0 (20 μl),
der 50 mM EDTA enthielt, und 1 M Hydro xylamin-Hydrochlorid-Lösung, pH
7,0 (20 μl),
gegeben. Das Gemisch wurde 15 min lang bei Raumtemperatur gerührt, und
das resultierende Produkt wurde unter Verwendung von PD-10 (Pharmacia)
gewonnen. Zur Elution wurde 0,1 M NaH2PO4, pH 6,3, die 5 mM EDTA enthält, verwendet.
Ein Antikörper
in der SH-Form (IgG-SH,
1,7 ml) wurde gewonnen.
-
Danach
wurde die Gesamtmenge des oben hergestellten maleinimidierten ALP-FITC mit der Gesamtmenge
des oben hergestellten IgG-SH gemischt. Als Mischungsverhältnis wurde
ALP : IgG = 1,5 : 1 (Stoffmengenverhältnis) angenommen. Nach 2 h
Reaktion bei Raumtemperatur wurde das Gemisch mit Centricon (Millipore)
auf 500 μl
konzentriert und einer Gelfiltration (verwendeter Träger: SuperoseTM 12; Pharmacia) unterzogen, was ALP-markierten
Anti-HbA1c-mAb ergab.
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(2)
Zu 100 μl
0,025%iger Verdünnung
von magnetischen Latexteilchen (derselben Latexverdünnung wie
in Beispiel 1) wurden 5 μl
hämolysierte Blutlösung (dieselbe
Blutprobe wie in Beispiel 1) gegeben. Das Gemisch wurde 5 min lang
bei Raumtemperatur stehen gelassen, und dann wurde ALP-markierter
Anti-HbA1c-mAb hinzugefügt. Als
Antikörper wurden
50 μl 5 μg/ml IgG
hinzugefügt.
Eine Antikörperverdünnung, bei
der der Antikörper
mit PBS-Tween verdünnt
wurde, und eine andere Antikörperverdünnung, bei
der der Antikörper
mit BSA-haltigem
Puffer verdünnt
wurde, wurden zum Vergleich ebenfalls verwendet. Das Gemisch wurde 5
min lang bei Raumtemperatur stehen gelassen und dann viermal mit
PBS-Tween gewaschen. Nach der Zugabe von AMPPD (100 μl, dasselbe
Reagens wie in Beispiel 1) wurde das Gemisch auf eine weiße Platte übertragen.
Fünfzehn
Minuten später
wurde die Menge der Lumineszenz gemessen. Die Ergebnisse sind in 3 gezeigt.
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Wenn
nach der Zugabe des Antikörpers
Protein coexistiert, wurde beobachtet, dass der Hintergrund abgesenkt
wurde. Infolge der Absenkung des Hintergrunds kann eine Verbesserung
der Reproduzierbarkeit erwartet werden. Es wurde bestätigt, dass das
Signal im Vergleich zu dem Fall von Avidin-ALP erhöht war. 4 zeigt
die Ergebnisse einer Überprüfung der
Korrelation zwischen dem Hämoglobin-A1c(HbA1c)-Testreagens "RAPIDIA AUTO HbA1c" (Lieferant: FUJIREBIO
Inc., Japan; Hersteller: SRL, Inc., Japan) mit einem Latexaggregationsverfahren
und dem erfindungsgemäßen Verfahren. Die
Existenz einer guten Korrelation wurde bestätigt.
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Beispiel 4
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Vergleich aufgrund von
Schwankungen bei den unlöslichen
magnetischen Trägerteilchen
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Dieselben
Arbeitsschritte und Reagentien wie in Beispiel 3 wurden angewendet.
Die Latexteilchen von Fujikura Kasei (Fujikura Kasei Co., Ltd.,
Japan), wie sie in den Beispielen 1 bis 3 verwendet wurden, wurden
mit den VERITAS-Latexteilchen (VERITAS Corporation, Japan) verglichen.
Messungen wurden durchgeführt,
bei denen jede Gesamtoberfläche
des für
die Assays zu verwendenden Magnetteilchenreagentien gleich eingestellt
wurde.
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Die
VERITAS-Latexteilchen hatten eine Teilchengröße von 2,8 μm, eine Teilchenkonzentration von
4,0·109 Teilchen/ml, eine Fläche (berechnet) von 2,46·10–11 und
eine Oberfläche
pro Assay von 9,59·10–5 m2/Teilchen (für Einstellung auf m2 ist 1 μl erforderlich).
Die VERITAS-Latexteilchen wurden mit Wasser unter Bildung einer
100fachen Verdünnung verdünnt. Die
VERITAS-Latexteilchenverdünnung wurde
in einer Menge von 100 μl
verwendet.
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Zu
100 μl jeder
Suspension von magnetischen Teilchen (Oberfläche: 9,59·10–11 m2) wurden 5 μl hämolysierte Blutlösung gegeben,
und das Gemisch wurde 5 min lang bei Raumtemperatur stehen gelassen.
Danach wurde ALP-markierter
Anti-HbA1c-mAb zu dem Gemisch gegeben. Als Antikörper wurden 50 μl 5 μg/ml IgG
hinzugefügt.
Das Gemisch wurde 5 min lang bei Raumtemperatur stehen gelassen
und viermal mit PBS-Tween, zu dem 100 μl AMPPD (dasselbe Reagens wie
in Beispiel 1) gegeben worden war, gewaschen. Das resultierende Gemisch
wurde auf eine weiße
Platte übertragen. Zehn
Minuten später
wurde die Menge der Lumineszenz gemessen.
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Die
Ergebnisse sind in 5 gezeigt. Als Eichsubstanz
wurde das Hämoglobin-A1c(HbA1c)-Testreagens "RAPIDIA AUTO HbA1c" (Lieferant: FUJIREBIO
Inc., Japan; Hersteller: SRL, Inc., Japan) verwendet.
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Gewerbliche
Anwendbarkeit
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Der
Immunoassay der vorliegenden Erfindung erlaubt einfache, zweckmäßige und
schnelle Messungen von antigenen Substanzen in Testproben ohne mühsame Vorbehandlung,
wodurch die gleichzeitige parallele Behandlung einer sehr großen Zahl von
Proben sehr erleichtert wird. Außerdem sind solche Assayverfahren
zweckmäßigerweise
auf vollautomatische Instrumente für klinische Tests anwendbar.
Daher ist es möglich,
Messschritte zu automatisieren und Massenbehandlungen durchzuführen. Weiterhin
gibt es gemäß der vorliegenden
Erfindung Vorteile nicht nur bezüglich
des Assays an sich, sondern auch bezüglich der Herstellung der Reagentien. So
ist es bei der Herstellung von magnetischen Latexreagentien (Latex,
an den Antigen, Antikörper usw.
gebunden sind) im Allgemeinen nicht immer leicht, Reagentien mit
gleicher Qualität
herzustellen. Außerdem
wird das Praxiswissen benötigt,
um eine Aggregation und Fällung
während
der Lagerung zu verhindern. Im Allgemeinen stellen die Kosten für die Latexmaterialien
lediglich einen kleineren Teil der Ausgaben für das diagnostische Latexreagens
dar, und der größte Teil
der Reagentienkosten ist den Kosten für Biomaterialien und den Ausgaben,
die für Schritte
der Beschichtung der Latexteilchen mit den Biomaterialien erforderlich
sind, zuzuschreiben. In dieser Hinsicht ist der unlösliche magnetische
Träger (wie
ein Latex) gemäß der vorliegenden
Erfindung weder mit einem Antigen noch mit einem Antikörper wesentlich
sensibilisiert, was die Anwendung von kommerziell erhältlichen
unlöslichen
magnetischen Trägern
(Latex usw.) für
Testreagentien an sich ohne jede Modifikation ermöglicht,
so dass es nicht wesentlich ist, ein "Latexreagens" neu herzustellen. Außerdem müssen die
Antikörper
gemäß der vorliegenden
Erfindung nicht immer gereinigte Produkte sein, und ihre notwendige
Menge wird ebenfalls stark reduziert sein. Die Produktion von Testreagentien
wird also leichter, und es gibt sehr große Vorteile in Bezug auf die
Haltbarkeit.