DE60202002T2 - Verfahren und vorrichtung zum einwickeln von druckerzeugnissen - Google Patents
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Description
- Hintergrund der Erfindung
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Umhüllen von Drucksachen durch Anordnen einer Folie um die Drucksache.
- Zum Umhüllen von Drucksachen oder von Bündeln aus Drucksachen wird eine gefaltete Folie um diese Drucksachen oder die Bündel aus Drucksachen angeordnet, wenn sie zu einer Umhüllungsstation und durch diese hindurch befördert werden.
- Die vorgeschlagene Aufgabe ist sehr einfach, da die Folie lediglich einmal gefaltet werden muss, um die flachen Seiten des Bündels aus Drucksachen, die hauptsächlich Werbedrucke sind, zu bedecken, ohne dass sie darüber hinaus um diese Bündel herum zusammengefügt wird.
- Dieses Problem ist sehr einfach zu lösen durch einen rein manuellen Kraftaufwand, so lange Zeit reichlich zur Verfügung steht, d. h. bei geringen Kapazitäten, wohingegen das Problem beträchtlich schwieriger wird, wenn es in Verbindung mit schnellen Fördereinrichtungen gelöst werden muss. Es sind viele Versuche unternommen worden, jedoch bisher ohne zufrieden stellendes Ergebnis.
- Die Erfindung hat gezeigt, dass es trotzdem möglich ist, das Problem überraschend einfach und wirkungsvoll sowie außerdem bei sehr großen Kapazitäten und bei einer ununterbrochenen Fördereinrichtung und durch das Umhüllen der Drucksachen zu lösen.
- Das wird gemäß der Erfindung mit einem Verfahren erreicht, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Folie auf einer ersten Fördervorrichtung angeordnet wird, die Drucksache zum Teil auf der Oberseite der Folien angeordnet wird, so dass ein in Förderrichtung vorderer Teil der Folie nicht durch die Drucksache bedeckt ist, dass die Folie mit der Drucksache durch die erste Fördervorrichtung unter einen ersten, höheneinstellbaren oberen Riemen geführt wird, dass am Ende des ersten oberen Riemens ein nach oben gerichteter Luftstrom vorgesehen ist, wodurch der vordere Teil der Folie in eine vertikale Position geblasen wird, dass die Folien und die Drucksachen durch die erste Fördervorrichtung unter einen zweiten, höheneinstellbaren oberen Riemen weiterbefördert werden, wo durch die Folie längs der Oberseite der Drucksache zurückgeklappt wird.
- Das Verfahren wird bei einer ununterbrochenen Förderung der Drucksachen durch die Schritte des Umhüllens ausgeführt.
- Die Vorrichtung gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass sie eine untere Fördervorrichtung, zwei höheneinstellbare obere Fördervorrichtungen, die in einer Linie zueinander und in einem gegenseitigen Abstand voneinander angeordnet sind, und eine oder mehrere nach oben gerichtete Luftdüsen, die in einem Querspalt zwischen den zwei oberen Fördervorrichtungen und unterhalb der unteren Fördervorrichtung angeordnet sind, umfasst.
- Durch diese Lösung ist es möglich, die Folie mit einer sicheren Faltung einfach und schnell um die Drucksachen anzuordnen, unabhängig davon, ob sie einzeln oder als ein Stapel von Drucksachen vorliegen. Das ist möglich, selbst wenn die Folie keine justierten Kanten besitzt oder im Voraus keine Maßnahmen getroffen werden, um das Falten zu erleichtern, wie das beim Falten von Pappgegenständen mit Luftunterstützung der Fall sein kann.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die untere Fördervorrichtung aus mehreren Riemen, die nebeneinander angeordnet sind, besteht. Das schafft eine sichere Unterstützung von Drucksachen mit unterschiedlichen Größen.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdüsen in den Zwischenräumen zwischen nebeneinander angeordneten Riemen und unterhalb der Oberfläche der unteren Fördervorrichtung angeordnet sind. Dadurch kann ein Luftvorhang erzeugt werden, der größtenteils ununterbrochen erscheint und dadurch ein sicheres und scharfes Falten ermöglicht.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass ein Saugöffnungselement über dem Spalt zwischen den zwei oberen Fördervorrichtungen angeordnet ist. Dadurch werden die Luftdüsen unterstützt und das Zusammenwirken kann die Wirkung und dadurch die Geschwindigkeit des Umhüllens vergrößern.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftdüsen Druckluft gleichzeitig an die von den Düsen weg geförderten Folien pulsieren lassen. Dadurch wird die Luft zum Zeitpunkt der ununterbrochenen Förderung konzentriert zugeführt, wenn Luft zum Falten benötigt wird.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Anordnen der Drucksachen Mittel zum Saugen der Folie nach unten in Richtung zu der Fördervorrichtung vorgesehen sind. Dadurch ist eine gute Positionierung der Folie auf der Fördervorrichtung sichergestellt. Somit wird die Folie selbst bei hohen Geschwindigkeiten und der Verwendung von dünnen Folien gehalten.
- Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass an einer Position über dem Spalt zwischen den zwei oberen Fördervorrichtungen ein Anschlagmittel angeordnet ist, mit dem eine Seitenkante der Folie in Kontakt gebracht wird. Dadurch ist die Lage der Folie festgelegt, was bei der Verwendung eines dünnen und weichen Materials besonders vorteilhaft ist, bei dem es schwierig ist, eine wohldefinierte Biegelinie herzustellen.
- Beschreibung der Zeichnung
- Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung genauer beschrieben, in der:
-
1 eine schematische perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung ist; und - die
2 –5 Ansichten davon zeigen, um die Funktionsweise der Vorrichtung zu erläutern. - Die gezeigte Vorrichtung enthält eine untere durchgehende Riemenfördervorrichtung
2 mit zueinander beabstandeten Förderstreifen4 und ein Paar oberer Bandfördervorrichtungen6 und8 , die zueinander parallel sind, wodurch zwischen ihnen ein Querspalt10 bildet ist. Unterhalb der Zwischenräume zwischen den unteren Förderstreifen4 und unmittelbar unter dem Spalt10 ist eine Querreihe von nach oben gerichteten Druckluftdüsen angeordnet. Dieses sind vorzugsweise als Flachdüsen vorgesehen, um einen Luftvorhang zu erzeugen. - Wie an der linken Seite der
1 und2 dargestellt ist, wird vorausgesetzt, dass in geeigneter Weise Bogen14 aus einer Umhüllungsfolie nacheinander auf der oberen Bahn der Förderstreifen4 angeordnet werden, was möglicherweise unter Mitwirkung nicht gezeigter Mittel zum Saugen dieser Bogen nach unten gegen die Streifen4 erfolgt. Daraufhin können von oben die entsprechenden Blöcke16 aus Drucksachen nach unten zugeführt werden, so dass sie auf dem hintersten Teil der Bogen14 angeordnet werden. - Anschließend bewegen sich die Einheiten
14 ,16 unter den oberen Riemen6 und den Düsen12 wird Luft zugeführt, siehe auch2 . - Dadurch wird ein Vorrang aus Luftstrahlen durch den oberen Spalt
10 nach oben erzeugt, und wenn der vordere Teil des Bogens14 diesen Bereich erreicht, wird dieser vordere Teil und anschließend der weitere vordere Teil18 des Bogens durch diesen Spalt10 nach oben geblasen, siehe3 . An einer Position oberhalb des Spalts zwischen den zwei oberen Fördervorrichtungen ist ein Anschlagmittel18 angegeben, das vorzugsweise höheneinstellbar an einer (nicht gezeigten) Führung angeordnet ist. - Während der weiteren Beförderung wird der vorstehende Bogenabschnitt unter den weiterlaufenden oberen Riemen gedrückt, siehe
4 , derart, dass der Bogenabschnitt18 nun auf die Oberseite des Blocks16 aus Drucksachen gerollt wird. - Anschließend kann der fertig umhüllte Gegenstand
14 ,16 zur Auslieferung entnommen werden,5 . - Es ist natürlich kritisch, dass das freie Ende des Bogens
18 während der Beförderung mit hoher Geschwindigkeit tatsächlich durch den Spalt10 nach oben geblasen wird, und es kann möglicherweise erforderlich sein, die Richtung und die Lage der Düsen12 in Abhängigkeit von den Eigenschaften der Bogen14 einzustellen. Durchlaufprüfungen haben lediglich gezeigt, dass es tatsächlich möglich ist, in der dargestellten einfachen Weise mit hoher Geschwindigkeit sowie mit großer Betriebssicherheit zu arbeiten. - Ein Saugöffnungselement über dem Spalt
10 kann möglicherweise eine Unterstützung darstellen.
Claims (8)
- Verfahren zum Umhüllen von Drucksachen durch Anordnen einer Folie um die Drucksache, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie auf einer ersten Fördervorrichtung angeordnet wird; die Drucksache zum Teil auf der Oberseite der Folien angeordnet wird, so dass ein in Förderrichtung vorderer Teil der Folie nicht durch die Drucksache bedeckt ist; dass die Folie mit der Drucksache durch die erste Fördervorrichtung unter einen ersten, höheneinstellbaren oberen Riemen geführt wird; dass am Ende des ersten oberen Riemens ein nach oben gerichteter Luftstrom bereitgestellt wird, wodurch der vordere Teil der Folie nach oben in eine vertikale Position geblasen wird; dass die Folien und die Drucksachen durch die erste Fördervorrichtung unter einen zweiten, höheneinstellbaren oberen Riemen weiterbefördert werden, wodurch die Folie längs der Oberseite der Drucksache zurückgeklappt wird.
- Vorrichtung zum Umhüllen von Drucksachen durch Anordnen einer umgeklappten Folie um die Drucksache, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine untere Fördervorrichtung, zwei höheneinstellbare obere Fördervorrichtungen, die in einer Reihe und beabstandet voneinander angeordnet sind, und eine oder mehrere nach oben gerichtete Luftdüsen umfaßt, die in einem Querspalt zwischen den zwei oberen Fördervorrichtungen und unterhalb der unteren Fördervorrichtung angeordnet sind.
- Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Fördervorrichtung aus mehreren, nebeneinander angeordneten Riemen gebildet ist.
- Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftdüsen in den Zwischenräumen zwischen den nebeneinander angeordneten Riemen und unterhalb der Oberfläche der unteren Fördervorrichtung angeordnet sind.
- Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein Ansaugelement über dem Spalt zwischen den zwei oberen Fördervorrichtungen angeordnet ist.
- Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluftdüsen gleichzeitig pulsierend Druckluft abgeben, wodurch die Folien von den Düsen weg gefördert werden.
- Vorrichtung nach einem der mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zum Ansaugen der Folie nach unten in Richtung zur Fördervorrichtung und vor dem Anordnen der Drucksachen vorgesehen sind.
- Vorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Position über dem Spalt zwischen den zwei oberen Fördervorrichtungen ein Anschlagmittel angeordnet ist, mit dem eine Seitenkante der Folie in Kontakt bringbar ist.
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