DE60201618T2 - Motorbetriebenes Gurtaufwickelsystem - Google Patents

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DE60201618T2
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    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
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    • B60R22/34Belt retractors, e.g. reels
    • B60R22/44Belt retractors, e.g. reels with means for reducing belt tension during use under normal conditions
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
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    • B60R22/02Semi-passive restraint systems, e.g. systems applied or removed automatically but not both ; Manual restraint systems
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    • B60R2022/026Three-point seat belt systems comprising two side lower and one side upper anchoring devices at least two ends of the belt being retractable after use
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description

  • Technisches Gebiet der Erfindung
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine motorisierte Aufrollvorrichtung, bei welcher ein Motor einer Aufwickeleinrichtung nicht angetrieben wird, wenn ein Sicherheitsgurt ausgegeben wird, während der Motor angetrieben wird, den Sicherheitsgurt aufzuwickeln, wenn ein Insasse nicht mehr durch den Sicherheitsgurt festgehalten wird.
  • Beschreibung verwandten Standes der Technik
  • Bei einer herkömmlichen Aufrollvorrichtung, mit welcher ein Automobil etc. ausgerüstet ist, wird der Sicherheitsgurt mit einer Zunge mit Durchgang von einer Spule einer Aufwickeleinrichtung ausgegeben, welche in das Automobil eingepasst ist, und ein Insasse wird in einem Sitz aufgrund der Spannung in der Aufwickelrichtung des von der Spule ausgegebenen Sicherheitsgurtes festgehalten, indem die Zunge mit Durchgang mit einem Gurtschloss gekoppelt wird.
  • Da der Sicherheitsgurt zu jedem Zeitpunkt in Kontakt mit dem Körper des Insassen ist, wirkt jedoch eine große drückende Kraft auf den Insassen, wenn die Spannung zu groß ist, was Unannehmlichkeiten für den Insassen erzeugt. Auf der anderen Seite ist, wenn die Spannung zu gering ist, die zurückziehende Kraft während des Aufwickelns des Gurtes verringert, so dass das Aufwickeln des Sicherheitsgurtes träge wird.
  • Zudem wird bei der herkömmlichen Aufrollvorrichtung, da eine einzelne Rückstellfeder darin eingebaut ist, mit steigender Ausgabe des Gurtes die Rückstellfeder aufgewickelt, so dass ihre Druckkraft verstärkt wird, was zu einer Vergrößerung der Rückstellkraft führt. Als Mittel zum Lösen des Problems aufgrund der Benutzung einer derartigen einzigen Rückstellfeder entwickelte die Anmelderin einen Spannungsreduzierungsmechanismus, welcher durch zwei abgeschnittene kegelstumpfförmige Seilrollen mit spiralförmigen Führungsvertiefungen (siehe japanische Patentveröffentlichung Nr. 2711428) usw. gebildet wird.
  • Auf der anderen Seite wurde zudem bezüglich der Sicherheitsgurtaufwickeleinrichtung eine Sicherheitsgurtaufwickeleinrichtung für ein Insassenhalte- und -schutzsystem entwickelt (siehe japanische ungeprüfte Patentanmeldungsveröffentlichung Nr. 9-132113), in welchem abgesehen davon, dass ein Insasse in einem Notfall sicher zurückgehalten und geschützt wird, der Komfort (Komfortleistung) während des Tragens des Sicherheitsgurtes bei normalen Bedingungen vergrößert wurde, und eine Spannungssteuerung des Sicherheitsgurtes mit einem elektrischen Motor durchgeführt wurde, indem der Abstand zu Fahrzeugen vor und hinter dem Fahrzeug während einer Bewegung des Fahrzeuges detektiert wurde.
  • Von der Erfindung zu lösende Aufgaben
  • Bei den meisten Aufrollvorrichtungen zum Aufwickeln von Sicherheitsgurten unter Benutzung eines Motors traten jedoch Probleme dahingehend auf, dass eine Motorsteuerung benötigt ist, um die durch einen Insassen durchgeführte Sicherheitsgurtausgabe, die Position der Sicherheitsgurtausgabe, die Spannung in dem Sicherheitsgurt und die Menge des Drehens der Spule mit verschiedenen Sensoren und Codierern zu überwachen und weiterhin dass, wenn elektrische Signale und elektrischer Strom ausgeschaltet werden, der Sicherheitsgurtrückhaltebetrieb unter Benutzung von anderen Möglichkeiten erforderlich ist, und dass auf der anderen Seite der Komfort reduziert werden könnte, indem die Rückhaltekraft aufgrund einer Kraftfeder für sich genommen ausgeübt wird.
  • In der US 4,655,312 , welche die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 zeigt, ist eine Aufrollvorrichtung, welche von einem elektrischen Motor betrieben wird, offenbart. Wenn ein dieser Aufrollvorrichtung zugeordneter Sicherheitsgurt in einem Gurtschloss eingerastet wird, wird er erst eng gegen eine Schulter eines Benutzers des Sicherheitsgurtes aufgewickelt. Dann wird eine Drehrichtung des Motors umgedreht, um den Sicherheitsgurt um eine vorgegebene Strecke zu lockern, um dem Benutzer einen größeren Komfort zu bieten.
  • Die vorliegende Erfindung wurde gemacht, um die oben beschriebenen Probleme zu lösen, und es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine motorisierte Aufrollvorrichtung bereitzustellen, welche in der Lage ist, einen Insassen in einem Sitz mit einer relativ geringen Kraft zurückzuhalten, ohne bedrückende Gefühle auszulösen, und welche in der Lage ist, den Sicherheitsgurt schnell in einer Aufwickeleinrichtung zu verstauen, wenn die Benutzung des Sicherheitsgurtes beendet ist, während eine Ausgabebetätigung des Sicherheitsgurtes komfortabel durchgeführt werden kann.
  • Mittel zum Lösen der Aufgabe
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine motorisierte Aufrollvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche definieren bevorzugte und vorteilhafte Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung.
  • Um die oben erwähnte Aufgabe zu lösen, umfasst eine motorisierte Aufrollvorrichtung nach Anspruch 1 eine erste Aufwickeleinrichtung mit einem Motor, welche in die Aufwickelrichtung eines Schultergurtbandes angetrieben wird, eine zweite Aufwickeleinrichtung mit einer spannungsbeaufschlagenden Einrichtung zum Beaufschlagen eines Hüftgurtbandes, welches sich von dem Schultergurtband über eine Zunge mit einem Durchgang fortsetzt, mit einer konstanten Spannung in der Aufwickelrichtung, und eine Steuereinheit zum Steuern und Antreiben des Motors, wenn die Zunge mit Durchgang, welche in einem Gurtschloss angebracht ist, von dem Gurtschloss gelöst wird. Der Motor wird nur angetrieben, wenn die Zunge mit Durchgang aus dem Gurtschloss gelöst ist. Hierdurch kann, wenn die Zunge mit Durchgang in dem Gurtschloss befindlich ist, ein Insasse locker durch den Sicherheitsgurt in einem Maß gehalten werden, dass kein schlapper Sicherheitsgurt vorliegt, und der Sicherheitsgurt sofort in der ersten Aufwickelvorrichtung verstaut wird, wenn die Zunge mit Durchgang aus dem Gurtschloss gelöst wird, während die Ausgabe des Schultergurtbandes leicht durchgeführt werden kann.
  • Bei einer motorisierten Aufrollvorrichtung nach Anspruch 2 kann die Steuereinheit den Motor der ersten Aufwickeleinrichtung in die Aufwickelrichtung drehen, wenn die Zunge mit Durchgang aus dem Gurtschloss gelöst wird. Hierdurch kann das Aufwickeln durch die erste Aufwickeleinrichtung sofort durchgeführt werden.
  • Eine motorisierte Aufrollvorrichtung nach Anspruch 3 kann weiterhin Gurtspeichererfassungsmittel umfassen, welche in der ersten Aufwickeleinrichtung oder der zweiten Aufwickeleinrichtung angeordnet sind, um einen verstauten Zustand entweder des Schultergurtbandes oder des Hüftgurtbandes zu erfassen. Dadurch kann die auf die erste Aufwickeleinrichtung aufgewickelte Sicherheitsgurtlänge und die aus der zweiten Aufwickeleinrichtung ausgegebene Sicherheitsgurtlänge im Wesentlichen genau überwacht werden.
  • Bei einer motorisierten Aufrollvorrichtung nach Anspruch 4 kann das Aufwickeln des Schultergurtbandes durch die erste Aufwickeleinrichtung angehalten werden, wenn der verstaute Zustand des Gurtes, welcher von den Gurtspeichererfassungsmitteln erfasst wird, einen vorgegebenen Punkt erreicht. Dadurch kann wiederum das Ausgaben des Sicherheitsgurtes durchgeführt werden.
  • Bei einer motorisierten Aufrollvorrichtung nach Anspruch 5 kann eine Aufwickelkraft nur in der zweiten Aufwickeleinrichtung erzeugt werden, ohne dass die Aufwickelkraft in der ersten Aufwickeleinrichtung erzeugt wird, wenn ein Insasse das Schultergurtband und das Hüftgurtband trägt. Hierdurch kann der Insasse aufgrund der kleinen von der zweiten Aufwickeleinrichtung erzeugten Rückhaltekraft komfortabel in dem Sitz zurückgehalten werden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnung
  • 1 ist eine perspektivische Ansicht einer motorisierten Aufrollvorrichtung gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung.
  • 2 ist eine perspektivische Ansicht der in 1 gezeigten motorisierten Aufrollvorrichtung, welche sie im Zustand der Benutzung zeigt.
  • 3 ist eine perspektivische Ansicht, welche schematisch eine in 1 gezeigte erste Aufwickeleinrichtung zeigt.
  • 4 ist eine perspektivische Ansicht, welche schematisch eine in 1 gezeigte zweite Aufwickeleinrichtung zeigt.
  • 5 ist ein Blockdiagramm einer Steuereinrichtung zum Antreiben eines in 3 gezeigten Motors.
  • 6 ist eine schematische Darstellung, welche in Abfolge den Betrieb der motorisierten Aufrollvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung zeigt.
  • Beschreibung der Ausführungsbeispiele
  • Ein Ausführungsbeispiel gemäß der vorliegenden Erfindung wird unten stehend unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. 1 und 2 sind eine perspektivische Ansicht einer motorisierten Aufrollvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung bzw. eine schematische Darstellung eines Verfahrens zur Benutzung der motorisierten Aufrollvorrichtung. In der Zeichnung bezeichnet Bezugszeichen 1 ein kontinuierliches Band, von welchem ein Ende 1a an einer Spule in einer ersten Aufwickeleinrichtung 2, welche in der Nachbarschaft eines Bodens innerhalb einer (nicht gezeigten) Säule angeordnet ist, befestigt ist und auf diese aufgewickelt ist. Aus einem sich nach oben erstreckenden Zustand wird das kontinuierliche Band in einem spitzen Winkel mittels einem Anker 3 mit Durchgang, welcher an dem oberen Ende der Säule angebracht ist, nach unten geführt und es bildet das Schultergurtband 1A, welches sich von dem Führungspunkt erstreckt. Weiterhin wird das Schultergurtband 1A durch eine Zunge 4 mit Durchgang zurückgefaltet, wodurch das Schultergurtband 1A in die Nachbarschaft der Grenze zu einem benachbarten Sitz gebracht wird, um das Hüftgurtband 1B zu formen, welches sich über einen Sitz erstreckt.
  • Zudem ist das Ende des Hüftgurtbandes 1B auf eine Spule in einer zweiten Aufwickeleinrichtung 5, welche an dem Boden angeordnet ist, aufgewickelt und an dieser befestigt. Zusätzlich ist die Zunge mit Durchgang 4 in einem Gurtschloss 6, welches in einer vorgegebenen Position zwischen benachbarten Sitzen angeordnet ist, befestigbar, und wenn sie befestigt ist, die Brust und das Becken eines Insassen M gleichzeitig zurückgehalten. Die Zunge mit Durchgang 4 und das Gurtschloss 6 sind in Stärke und Form ähnlich zu denjenigen, welche in einer herkömmlichen Sicherheitsgurtvorrichtung benutzt werden, und wenn der Sicherheitsgurt getragen wird, wird eine Zungenplatte 4a der Zunge mit Durchgang 4 in ein Aufnahmeloch 6a des Gurtschlosses 6 eingesetzt und mit diesem verbunden. Um die Zunge mit Durchgang 4 davon zu trennen, kann die Verbindung leicht gelöst werden, indem ein Druckknopf 6b des Gurtschlosses 6 gedrückt wird, um einen eingebauten Auswurfmechanismus zu betätigen.
  • Die erste Aufwickeleinrichtung 2 umfasst, wie in einer Anordnungsansicht von 3 gezeigt, eine Spule 12, welche drehbar in einem U-förmigen Basisrahmen 11 gelagert ist und welche eine Umfangsoberfläche aufweist, auf welche eine Endseite des kontinuierlichen Bandes W aufgewickelt wird, einen integral in dem Basisrahmen 11 angeordneten Spulenverriegelungsmechanismus 13, um die Drehung der Spule 12 zu verriegeln, einen Motor 14 als Antriebsquelle einer Spulenwelle 20, ein Untersetzungsmechanismusgehäuse 15 mit einem darin beherbergten Untersetzungsmechanismus, wobei eine Planetenradeinheit 16 einen Teil des Untersetzungsmechanismus bildet, einen Bandausgabedetektor 17 zur Steuerung des Motors und einen Spulendrehungsdetektor 18.
  • Der Untersetzungsmechanismus weist zwei Systeme von Untersetzungsmechanismen auf, und der Aufwickelvorgang der Spule 12 kann über irgendeines der Systeme erreicht werden. An einer Seitenwand des Basisrahmens 11 ist ein (nicht gezeigtes) Trägerloch ausgebildet, in welches ein Flansch der Spule 12 mit einem Zwischenraum eingepasst wird, und eine Eingriffsklinke, welche sich durch die Verriegelungsbewegung des Spulenverriegelungsmechanismus 13 dreht, steht mit einem Sägezahnabschnitt in Eingriff, welcher im inneren Umfang des Trägerlochs ausgebildet ist. Daher wird aufgrund dieser Eingriffs betätigung, wenn das kontinuierliche Band W schnell herausgezogen wird, die Drehung der Spule 12 verriegelt, um die Ausgabe des kontinuierlichen Bandes W anzuhalten.
  • Der Motor 14 weist ein Motorzahnrad 19 auf, welches auf eine Antriebswelle des Motors 14 angepasst ist, und das Motorzahnrad 19 wird mit einem (nicht gezeigten) Zwei-Stufen-Zahnrad in dem Untersetzungsmechanismusgehäuse 15 über ein unteres Loch 15a desselben verzahnt, und das Zwei-Stufen-Zahnrad ist mit einem Untersetzungszahnrad verzahnt. Eine Nabe des Untersetzungszahnrades für eine Drehwelle ist in eine Lagerhülse eingepasst, welche koaxial mit einem Sonnenrad ausgebildet ist, welches mit einem Zwischenraum auf eine herausragende Welle 20a der Spulenwelle 20a eingepasst ist, so dass das gesamte Untersetzungszahnrad durch die hervorstehende Welle 20a drehbar gelagert ist. Auf einer Seitenoberfläche des Untersetzungszahnrades ist ein (nicht gezeigter) Drehdämpfer zum Bereitstellen eines Widerstandsdrehmoments angeordnet. Innerhalb des Untersetzungszahnrades ist ein Spulenwelleneingangszahnrad (nicht gezeigt) beherbergt, welches an einem hexagonalen Keil 20b an dem Ende der herausragenden Welle 20a befestigt ist. Durch die Drehung des Spulenwelleneingangszahnrades wird ein vorgegebenes Drehmoment auf die Spulenwelle 20 ausgeübt.
  • Die Planetenradeinheit 16 umfasst zwei Planetenräder 21, welche mit dem Sonnenrad, welches sich zusammen mit dem Untersetzungszahnrad dreht, verzahnt sind, einen Träger 22, welcher sich koaxial mit dem Sonnenrad dreht, um die Planetenräder 21 drehbar auf Wellen 22a zu tragen, und ein internes Zahnrad 24, welches innere Zahnradzähne 23 aufweist, welche mit den Planetenrädern 21 verzahnt sind. Der Träger 22 weist einen an seinem hinteren Abschnitt ausgebildeten hexagonalen Sockel 25 auf, und ein hexagonaler Wellenabschnitt 20c mit einem vergrößerten Durchmesser der Spulenwelle 20 ist in den Sockel 25 eingepasst. Der äußere Umfang des internen Zahnrades 24 weist darin ausgebildete Sperrzähne 24a auf, und wenn ein (nicht gezeigter) Klauenmechanismus mit den Sperrzähnen 24a festgehalten wird, wird eine Drehung des internen Zahnrads 24 angehalten, so dass der Dreheingang von dem Sonnenrad auf den Träger 22, welcher sich zusammen mit den Planetenrädern 21 dreht, übertragen wird, um es der Spulenwelle zu ermöglichen, über den Sockel 25 mit einem großen Untersetzungsverhältnis gedreht zu werden.
  • Zusätzlich betätigt der Bandausgabedetektor 17 einen Begrenzungsschalter 27 mit einem hervorstehenden Stück 26a einer Schaltplatte 26 in Übereinstimmung mit der Drehung des Spulenwelleneingangszahnrades, um die Ausgabe des Bandes zu detektieren und den Motor 14 anzuhalten. Der Spulendrehungsdetektor 18, welcher außerhalb des Spulenverriegelungsmechanismus 13 angeordnet ist, umfasst ein Zahnrad 28, welches an dem Ende der Spulenwelle 20 angebracht ist, einen Zahnradzug mit drei Zahnrädern 29, um die Drehung des Zahnrades 28 zu untersetzen, und ein Potentiometer 30 zum Detektieren des untersetzten Drehwinkels als Widerstandsänderung. Das Potentiometer 30 dient als Gurtspeicherdetektionsmittel, welches später beschrieben werden wird. Bezugszeichen 31 bezeichnet eine Abdeckung, um das Potentiometer 30 und den Zahnradzug 29 abzudecken.
  • Daher wird in der ersten Aufwickeleinrichtung 2 das Aufwickeln des kontinuierlichen Bandes mit der Spule durchgeführt, indem die Drehung des Motors 14 über den Untersetzungsmechanismus und die Planetenradeinheit 16, welche in dem Untersetzungsmechanismusgehäuse 15 untergebracht sind, auf die Spulenwelle übertragen wird. Wenn eine Zufuhr von elektrischem Strom an den Motor 14 angehalten wird, wird die Spulenwelle 20 zusammen mit dem Untersetzungsmechanismus und der Planetenradeinheit 16 drehbar. Aufgrund des Widerstandes aufgrund des Zahnverhältnisses und der Reibung des Untersetzungsmechanismus und der Planetenradeinheit 16 kann sich die Spule jedoch nicht frei drehen, so dass das kontinuierliche Band nicht sinnlos ausgegeben werden kann.
  • Der Motor 14 wird nur dann in die Richtung, welche das Schultergurtband 1a aufwickelt, angetrieben, wenn die Zunge 4 mit Durchgang von dem Gurtschloss 6 getrennt ist. Wenn das Schultergurtband 1A in der ersten Aufwickeleinrichtung 2 verstaut ist, kann das Schultergurtband 1A extrem gleichmäßig von der Spule 12 in der ersten Aufwickeleinrichtung 2 ausgegeben werden, da der Motor 14 in dem stromlosen Zustand ist. Zusätzlich tritt, wenn das Wechselradverhältnis des Untersetzungsmechanismus groß ist, eine entsprechende mechanische Hysterese auf. Daher wird, wie oben erwähnt, wegen der Hysterese aufgrund der Reibung des Ankers mit Durchgang 3 und des Schultergurtbandes 1A zusammen mit der oben erwähnten Hysterese das Schultergurtband 1A von der ersten Aufwickeleinrichtung 2 nicht frei ausgegeben. Weiterhin weist die erste Aufwickeleinrichtung 2 das Potentiometer 30 als Gurtspeichererfassungsmittel zum Detektieren eines verstauten Zustandes des Schultergurtbandes 1A auf.
  • Die zweite Aufwickeleinrichtung 5 umfasst beispielsweise, wie in 4 gezeigt, einen im Wesentlichen U-förmigen Rahmen 32 mit rechten und linken Seitenwänden 32a und 32b, welche mit einem sie verbindenden Verbindungselement 32c verstärkt sind. Bezugszeichen 33 bezeichnet eine Bandführung zum Abdecken der Vorderseite des Rahmens 32. Die linke Seitenwand 32a weist eine darin ausgebildete kreisförmige Öffnung 32d auf, während die rechte Seitenwand 32b eine darin gebildete Öffnung 32e mit in ihrem inneren Rand ausgebildeten Winkelzähnen 32f aufweist.
  • An der rechten Seitenwand 32b ist eine spannungsbeaufschlagende Einrichtung 34 zum Aufwickeln angebracht. Die spannungsbeaufschlagende Einrichtung 34 umfasst eine Spiralfeder 35, eine mit dem inneren Randende 35a der Spiralfeder 35 verbundene Lagerhülse 36, so dass eine Federkraft auf sie wirkt, ein Federgehäuse 37 zum Befestigen des äußeren Randendes 35b der Spiralfeder 35 und zum Aufnehmen der Spiralfeder 35 darin, und eine an dem Federgehäuse 37 angebrachte Abdeckung 38.
  • Zwischen den rechten und linken Seitenwänden 32a und 32b des Rahmens 32 ist eine Bandrollenwelle 39 zum Aufwickeln des Hüftgurtbandes 1B angeordnet. An den rechten und linken Seitenwänden der Bandrollenwelle 39 sind Drehwellen 40a und 40b in der Mitte angeordnet. Zudem ist auf der linken Seitenwand der Bandrollenwelle 39 ein Paar von Vorsprüngen 39a ausgebildet, und ein Zwischenraum 39b ist zwischen ihnen ausgebildet. An der linken Seitenwand ist eine (nicht gezeigte) Vertiefung ausgebildet, und ein Loch 39c ist in axialer Richtung ausgebildet, um sich von dem Zwischenraum 39b und der Vertiefung ausgehend zu öffnen. Bezugszeichen 39d und 39e bezeichnen Flansche, welche an den äußeren Enden an beiden Enden der Bandrollenwelle 39 zur Führung des Hüftgurtbandes angeordnet sind.
  • Weiterhin ist an der linken Seitenwand 32a des Rahmens 32 ein Sicherheitsgurtverriegelungsbetätigungsmittel 41 angeordnet. Das Sicherheitsgurtverriegelungsbetätigungsmittel 41 umfasst einen an der linken Seitenwand 32a angeordneten Halter 42, ein Verriegelungszahnrad 43, ein drehbar an dem Verriegelungszahnrad 43 angebrachtes Trägheitselement 34, eine zwischen dem Verriegelungszahnrad 43 und dem Trägheitselement 44 angeordnete Steuerfeder 45, eine in dem Zwischenraum 39b der Bandrollenwelle 39 angeordnete Hauptsperrklinke, eine zwischen der Bandrollenwelle 39 und der Hauptsperrklinke 46 angeordnete Ω-förmige Rückholfeder 37, ein an der linken Sei tenwand 32a zusammen mit dem Halter 42 befestigtes inneres Zahnrad 48, welches in seinem inneren Rand ausgebildete Winkelzähne 48a aufweist, einen in das Loch 39c in axialer Richtung eingesetzten Verbindungsstift 49, eine mit einem Ende des Verbindungsstiftes 49 verbundene Ersatzsperrklinke 50 und eine Abdeckung 51 zum Abdecken des Verriegelungszahnrades 43.
  • Der Halter 42 weist ein großes Loch 42a zur Aufnahme des inneren Zahnrades 48 in der Mitte und in einem unteren Teil einen Befestigungsteil 42b zum Befestigen eines Verzögerungserfassungsmittels 52, welche einen Trägheitsball 52a, ein Stützlager 52b zum Stützen des Trägheitsballs 42a und einen an dem Stützlager 42b angebrachten Aktuator 52c, welcher sich aufgrund der Bewegung des Trägheitsballs 52a dreht, umfasst, auf. Zusätzlich ist, obwohl es nicht gezeigt ist, ein Potentiometer an der Drehwelle 40a oder der Drehwelle 40b als Gurtspeichererfassungsmittel angebracht.
  • In einer derartigen zweiten Aufwickeleinrichtung 5 wird in einem Zustand, in dem keine Verzögerung auf ein Fahrzeug wirkt, da der Trägheitsball 52a sich auf dem Stützlager 52b, welches die Verzögerungserfassungsmittel 52 bildet, nicht bewegt, der Aktuator 52c ebenso nicht verschoben. Daher gibt es keinen Eingriff zwischen dem Aktuator 52c und Zähnen 43a des Verriegelungszahnrades 43, wobei eine Rückhalteklaue des Trägheitselements 44, die Hauptsperrklinke 46 und die Ersatzsperrklinke 50 ebenso in einem nicht in Eingriff stehenden Zustand sind. Daher wird in der zweiten Aufwickeleinrichtung 5 hauptsächlich die Betätigung der spannungsbeaufschlagenden Einrichtung 34 durchgeführt. Dementsprechend wird die Bandrollenwelle 39 aufgrund der Federkraft der Spiralfeder 35 in die Aufwickelrichtung des Hüftgurtbandes 1B gedrückt, so dass das Hüftgurtband 1B aufzuwickeln ist. Wenn der Sicherheitsgurt nicht getragen wird, ist das Hüftgurtband 1B in dem auf gewickelten Zustand wie oben beschrieben, da die Zunge 4 mit Durchgang von dem Gurtschloss 6 getrennt ist.
  • Auf der anderen Seite werden, wenn das Hüftgurtband 1B zusammen mit dem Schultergurtband 1A ausgegeben wird, die Bandrollenwelle 39 und die Lagerhülse 36 in die Ausgaberichtung gedreht, so dass die Spiralfeder 35 verwunden und gespannt wird. Wenn ein Insasse nach dem Ausgabevorgang die Zunge mit Durchgang 4 mit dem Gurtschloss 6 verbindet, sind das Schultergurtband 1A und das Hüftgurtband 1B in einem längeren Ausgabezustand als die Ausgabelänge in dem normalen Tragezustand. Dann wird das Gurtband 1A, 1B, wenn der Insasse damit aufhört, es auszugeben, und seine Hand wegbewegt, aufgrund der Federkraft der Spiralfeder 35 aufgewickelt, bis es zu dem Körper des Insassen passt. Zu diesem Zeitpunkt ist die Federkraft der Spiralfeder 35 geeignet eingestellt, so dass sie keine bedrückenden Gefühle für den Insassen erzeugt. Während des Fahrens des Fahrzeugs wird dieser Zustand aufrechterhalten, solange keine Verzögerung wirkt.
  • Wenn während des Fahrens des Fahrzeugs aufgrund scharfen Bremsens etc. eine Verzögerung auf das Fahrzeug wirkt, wird der Trägheitsball 52a der Verzögerungserfassungsmittel 42 bewegt, so dass der Aktuator 52c gedreht wird. Dementsprechend wird die Rückhalteklaue des Aktuators 52c mit den Zähnen 43a in dem äußeren Rand des Verriegelungszahnrades 43 in Eingriff gebracht. Zu diesem Zeitpunkt bewegt sich der Körper des Insassen aufgrund der Verzögerung nach vorne, so dass die Bandrollenwelle 39 und das Verriegelungszahnrad 43 sich in die Ausgaberichtung des Hüftgurtbandes 1B drehen werden. Die Drehung des Verriegelungszahnrades 43 wird jedoch sofort aufgrund der Rückhaltung des Trägheitselements 44 relativ zu dem Stopper an dem Verriegelungszahnrad 43 angehalten. Als Ergebnis wird nur die Bandrollenwelle 39 in die Ausgaberichtung gedreht, so dass eine relative Drehung zwischen dem Verriegelungszahnrad 43 und der Bandrollenwelle hervorgerufen wird.
  • Aufgrund der relativen-Drehung werden zudem die Hauptsperrklinke 46 und die Ersatzsperrklinke 50 gedreht und mit den Zähnen 48a bzw. den Zähnen 32f in Eingriff gebracht. Daher wird die Drehung der Bandrollenwelle 39 in die Ausgaberichtung eingeschränkt, so dass das Hüftgurtband 1B sicher blockiert wird, so dass es nicht durch die auf den Insassenkörper wirkende Trägheitskraft ausgegeben wird.
  • 5 zeigt eine Steuerschaltung zum Steuern des Antriebs des Motors 14. Die Steuerschaltung umfasst einen Gurtschlossschalter 61 zum Detektieren des Einsetzens und des Lösens der Zunge 4 mit Durchgang in das bzw. aus dem Gurtschloss 6, das Potentiometer 30 zum Detektieren der Drehmenge des Motors 14 und eine Steuereinrichtung 62 zum Antreiben des Motors 14 in die Aufwickelrichtung des Schultergurtbandes 1A, wenn der Gurtschlossschalter 61 aus ist. Die Steuereinrichtung 62 überwacht immer den verstauten Zustand des Schultergurtbandes 1A basierend auf der Detektionsausgabe des Potentiometers 30, und sie beendet das Antreiben des Motors 14, wenn die Aufwickelmenge einen vorgegebenen Wert erreicht.
  • Als Nächstes wird der Betrieb der motorisierten Aufrollvorrichtung unter Bezugnahme auf 6 beschrieben. Als erstes ist, wenn ein Automobil in einer Garage etc. geparkt ist, so dass der Sicherheitsgurt nicht benutzt wird, wie in 6(a) gezeigt, das Schultergurtband 1A hinreichend auf die Spule 12 in der ersten Aufwickeleinrichtung 2 aufgewickelt und darin verstaut, während das Hüftgurtband 1B auf der Bandrollenwelle 39 in der zweiten Aufwickeleinrichtung 5 aufgrund der darauf wirkenden Aufwickelkraft der Spiralfeder 35 in der spannungsbeaufschlagenden Einrichtung 34 verstaut ist. Wenn ein auf einem Sitz sitzender Insasse das Schultergurtband 1A nach unten zieht, während er die Zunge 4 mit Durchgang, welche in der Nähe des Ankers 3 mit Durchgang angeordnet ist, mit der Hand ergreift, um den Sicherheitsgurt zu benutzen, wird das Schultergurtband 1A aus der ersten Aufwickeleinrichtung 2 über den Anker 3 mit Durchgang ausgegeben.
  • Da die Steuereinrichtung 62 zu diesem Zeitpunkt damit aufhört, dem Motor 14 einen antreibenden elektrischen Strom zu liefern, kann das Schultergurtband 1A sehr flüssig ausgegeben werden, während aufgrund der innewohnenden mechanischen Hystereseeigenschaften aufgrund des Untersetzungsmechanismus und der Planetradeinheit 16 ein kleiner vorgegebener Haltewiderstand aufrechterhalten wird. Zudem wird aufgrund der zwischen dem Anker 3 mit Durchgang und dem Schultergurtband 1A erzeugten Hystereseeigenschaften zwischen ihnen ein sehr kleiner Haltewiderstand hervorgerufen. Durch den Ausgabevorgang des Schultergurtbandes 1A wird zudem das Hüftgurtband 18 gegen die Federkraft der Spiralfeder 35 von der Bandrollenwelle 39 in der zweiten Aufwickeleinrichtung 5 ein wenig ausgegeben, so dass es in dem in 6(b) gezeigten Zustand ist.
  • In solch einer Weise hält, wenn das Schultergurtband 1A zusammen mit dem Hüftgurtband 1B ausgegeben wird und die Zunge 4 mit Durchgang in dem Gurtschloss 6 angebracht wird, wie in 6(c) gezeigt, das Schultergurtband 1A die Ausgabeposition durch Hystereseeigenschaften aufgrund des Ankers 3 mit Durchgang und der Zunge 4 mit Durchgang. Auf der anderen Seite wirkt auf das Hüftgurtband 1B die kleine Spannung aufgrund der Spiralfeder 35. Daher wirkt die Spannung auf das Becken des Insassen auf dem Sitz als Rückhaltekraft, sie bewirkt aber keine bedrückenden Gefühle. Zudem wird aufgrund der kleinen Spannung ein Durchhängen des Schultergurtbandes 1A beseitigt.
  • Da dem Motor 14 in diesem Zustand kein elektrischer Strom zugeführt wird, wird kein elektrischer Strom während des Fahrens eines Insassen in einem Fahrzeug und des Betriebs des Fahrzeugs verbracht. Sogar wenn ein Insasse seinen Körper auf einem Sitz aus irgendeinem Grund bewegt, wie in 6(d) gezeigt, ist es nur erforderlich, dass das Schultergurtband 1A gleichmäßig aus der ersten Aufwickeleinrichtung 2 ausgegeben wird. Zu diesem Zeitpunkt wirkt die Spannung aufgrund der Spiralfeder 35 als Rückhaltekraft auf das Hüftgurtband 1B. Zudem wirkt die Spiralfeder 35 als Ersatzsystem, wenn die elektrische Stromversorgung für den Motor 14 und die Steuereinrichtung 62 etc. angehalten wird.
  • Auf der anderen Seite wird, wenn der Insasse die Zunge 4 mit Durchgang durch Betätigung des Druckknopfes 6b aus dem Gurtschloss 6 entfernt, während er auf dem Sitz sitzt, um das Automobil zu verlassen, der Gurtschlossschalter 61 angeschaltet, so dass bei dem An-Signal die Steuereinrichtung 62 eine vorgegebene Menge an elektrischen Strom an den Motor 14 liefert. Daher funktioniert der Motor 14, um das Schultergurtband 1A in dem Ausmaß auf die Spule 12 zu wickeln, in dem das Schultergurtband bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt ausgegeben wurde. Zu diesem Zeitpunkt wird das Hüftgurtband 1B, welches auf die Bandrollenwelle 39 ausgewickelt ist, um die Menge ausgegeben, in der sie von dem Schultergurtband 1A herrührt. Dann detektiert das Potentiometer 30 die aufgewickelte Menge des Schultergurtbandes 1A auf der Spule 12, d.h. ein Äquivalent der ausgegebenen Länge, während das (nicht gezeigte) Potentiometer die aufgewickelte Menge des Hüftgurtbandes 1B auf der Bandrollenwelle 39 detektiert, so dass die Steuereinrichtung 32 damit aufhört, den Motor 14 anzutreiben. Das heißt, der Zustand kehrt zu demjenigen zurück, welcher vorlag, bevor der Sicherheitsgurt benutzt wurde.
  • Zusätzlich kann der obige Vorgang effektiv durchgeführt werden, wenn das Schultergurtband 1A in solch einem Ausmaß genügend auf die Spule 12 der ersten Aufwickeleinrichtung 2 aufgewickelt ist, dass das Band nicht ausgeht. Es kann jedoch der Fall auftreten, dass aufgrund der Bewegung des Insassen, wie in 6(e) gezeigt, das gesamte Schultergurtband 1A ausgegeben ist, so dass es ausgeht. In diesem Fall wird der Zustand, dass es ausgegangen ist, durch ein Potentiometer 30 detektiert, so dass, indem sofort elektrischer Strom an den Motor 14 von der Steuereinrichtung 32 geliefert wird, um das Schultergurtband 1A aufzuwickeln, das Hüftgurtband 1B um die erforderliche Menge von der Bandrollenwelle 39, wie in 6(f) gezeigt, ausgegeben wird, so dass genügend Sicherheitsgurtlänge, welche sich der Bewegung des Insassen anpassen kann, sichergestellt ist. Zu diesem Zeitpunkt kann die Spiralfeder 35 mit einer kleinen Aufwickelkraft für das Hüftgurtband 1B benutzt werden.
  • Zusätzlich tritt, wenn ein Untersetzungsverhältnis in der Aufwickeleinrichtung 2 klein ist, kein Problem auf, selbst wenn der Motor 14 und die Spule 12 auf Anforderung direkt verbunden sind, um gleichzeitig die Motorwelle des Motors 14 während der Ausgabe des Schultergurtbandes 1A zu drehen. Wenn das Untersetzungsverhältnis groß ist, kann die Ausgabe des Schultergurtbandes 1A unabhängig von dem Wellenhaltedrehmoment des Motors 14 durchgeführt werden, indem die Motorwelle des Motors 14 durch Benutzung einer Kupplung etc. von der Spule 12 getrennt wird. Zudem kann der verstaute Zustand des Schultergurtbandes 1A oder des Hüftgurtbandes 1B nicht nur durch das Potentiometer 30 zum Detektieren des verstauten Zustandes detektiert werden, sondern auch durch die Detektion der Größe des elektrischen Stroms, welcher durch den Motor 14 fließt, durch die Messung der Aufwickelzeit von jedem Gurt mit einem Zeitmessgerät oder durch die Detektion, dass das Aufwickeldrehmoment einen vorgegebenen Wert erreicht (Strommessung).
  • Vorteile
  • Wie oben beschrieben umfasst erfindungsgemäß eine motorisierte Aufrollvorrichtung die erste Aufwickeleinrichtung mit dem in die Aufwickelrichtung des Schultergurtbandes angetriebenen Motor, die zweite Aufwickeleinrichtung mit der spannungsbeaufschlagenden Einrichtung zum Beaufschlagen des Hüftgurtbandes, welches sich von dem Schultergurtband über die Zunge mit Durchgang fortsetzt, mit einer konstanten Spannung in der Aufwickelrichtung, und die Steuereinheit zum Steuern und Antreiben des Motors, wenn die in dem Gurtschloss angebrachte Zunge mit Durchgang aus dem Gurtschloss gelöst wird, so dass, während die Ausgabe des Schultergurtbandes flüssig durchgeführt werden kann, ein Insasse durch den Sicherheitsgurt in solch einem Ausmaß, dass Durchhängen beseitigt wird, locker zurückgehalten werden kann, und dass, wenn die Zunge mit Durchgang aus dem Gurtschloss entfernt wird, der Sicherheitsgurt sofort in der ersten Aufwickeleinrichtung verstaut werden kann.
  • Da der Motor der ersten Aufwickeleinrichtung durch die Steuereinrichtung in die Aufwickelrichtung gedreht wird, wenn die Zunge mit Durchgang aus dem Gurtschloss entfernt wird, kann das Aufwickeln und Verstauen durch die erste Aufwickeleinrichtung sofort durchgeführt werden. Weiterhin kann, indem Speicherzustandserfassungsmittel zum Detektieren des verstauten Zustandes des Schultergurtbandes 1A oder des Hüftgurtbandes 1B bereitgestellt werden, die auf die erste Aufwickeleinrichtung aufgewickelte Sicherheitsgurtlänge und die aus der zweiten Aufwickeleinrichtung ausgegebene Sicherheitsgurtlänge im Wesentlichen genau überwacht werden, um die Menge des ver stauten Sicherheitsgurtes in der ersten Aufwickeleinrichtung derart zu steuern, dass sie eine vorgegebene Menge ist.
  • Weiterhin wird, wenn der verstaute Zustand des durch die Speicherzustandserfassungsmittel detektierten verstauten Zustands des Gurtbandes einen vorgegebenen Punkt erreicht, das Aufwickeln des Schultergurtbandes auf die erste Aufwickeleinrichtung durch die Steuereinrichtung abgeschlossen, so dass der Zustand schnell zu dem zurückkehren kann, in welchem eine Ausgabe des Sicherheitsgurtes wiederum durchgeführt werden kann.
  • Da das Aufwickeln, wenn ein Insasse das Schultergurtband 1A und das Hüftgurtband 1B trägt, nur durch die zweite Aufwickeleinrichtung durchgeführt wird, ohne dass eine Aufwickelkraft in der ersten Aufwickeleinrichtung erzeugt wird, liegt der Vorteil vor, dass der Insasse komfortabel auf dem Sitz aufgrund der von der zweiten Aufwickeleinrichtung erzeugten kleinen Rückhaltekraft komfortabel zurückgehalten werden kann.

Claims (5)

  1. Motorisierte Aufrollvorrichtung umfassend: eine erste Aufwickeleinrichtung (2) mit einem Motor (14), welcher in die Aufwickelrichtung eines Schultergurtbandes (1A) angetrieben wird, eine zweite Aufwickeleinrichtung (5) mit einer spannungsbeaufschlagenden Einrichtung (25) zum Beaufschlagen eines Hüftgurtbandes (1B), welches sich von dem Schultergurtband (1A) über eine Zunge (4) mit einem Durchgang fortsetzt, mit einer konstanten Spannung in der Aufwickelrichtung, und eine Steuereinheit (62) zum Steuern und Antreiben des Motors (14), wenn die Zunge (4) mit Durchgang, welche in einem Gurtschloss (6) angebracht ist, von dem Gurtschloss (6) gelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (14) nur dann angetrieben wird, wenn die Zunge mit Durchgang aus dem Gurtschloss gelöst ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Steuereinheit (62) den Motor (14) der ersten Aufwickeleinrichtung (2) in die Aufwickelrichtung dreht, wenn die Zunge (4) mit Durchgang aus dem Gurtschloss (6) gelöst wird.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, weiterhin umfassend Gurtspeichererfassungsmittel (30), welche in der ersten Aufwickeleinrichtung (2) oder der zweiten Aufwickeleinrichtung (5) angeordnet sind, um einen verstauten Zustand entweder des Schultergurtbandes (1A) oder des Hüftgurtbandes (1B) zu erfassen.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 3, wobei das Aufwickeln des Schultergurtbandes (1A) durch die erste Aufwickeleinrichtung (2) angehalten wird, wenn der verstaute Zustand des Gurtes, welcher von den Gurtspeichererfassungsmitteln (30) erfasst wird, einen vorgegebenen Punkt erreicht.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1–4, wobei eine Aufwickelkraft nur in der zweiten Aufwickeleinrichtung (5) erzeugt wird, ohne dass die Aufwickelkraft in der ersten Aufwickeleinrichtung (2) erzeugt wird, wenn ein Insasse das Schultergurtband (1A) und das Hüftgurtband (1B) trägt.
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