DE60114C - Stehende Wassersäulen-Maschine - Google Patents
Stehende Wassersäulen-MaschineInfo
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- DE60114C DE60114C DENDAT60114D DE60114DA DE60114C DE 60114 C DE60114 C DE 60114C DE NDAT60114 D DENDAT60114 D DE NDAT60114D DE 60114D A DE60114D A DE 60114DA DE 60114 C DE60114 C DE 60114C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F03—MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F03C—POSITIVE-DISPLACEMENT ENGINES DRIVEN BY LIQUIDS
- F03C1/00—Reciprocating-piston liquid engines
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Reciprocating Pumps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
und A. RIGG in LONDON.
Stehende Wassersäule η-Maschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. August 1890 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Wassersäulen-Maschine
mit Ventilsteuerung, bei welcher der Wasserdruck auf einen Scheibenkolben oder Tauchkolben wirkt, welcher mit dem Scheibenoder
Tauchkolben einer Pumpe in starrer Verbindung steht. .■..·'■
Die Speise- und Abflufsventile des Treibcylinders haben die Gestalt von gewöhnlichen
Absperrventilen, welche durch den Wasserdruck auf ihren Sitzen gehalten und von letzteren
rechtzeitig abgehoben werden, und zwar nicht durch starr mit denselben verbundene Stangen,
sondern durch Ventildruckbolzen, welche gegen die Schäfte der Ventile stofsen.
Diese Bolzen werden durch einen Hebel so bewegt, dafs das eine Ventil geschlossen wird,
bevor das andere sich öffnet.
Dieser Hebel wird durch eine kleine Hülfsmaschine (Vorsteuerung) in Bewegung gesetzt,
deren rechtzeitige Wirkungsweise in ähnlicher Weise durch einen Hebel sich regelt, welcher
durch den Tauchkolben oder durch den Treibkolben bewegt wird.
Wenn der Treibkolben sich dem Ende seines Hubes nähert, so werden zunächst die
Ventile der Hülfsmaschine umgesteuert. Durch die hierdurch erfolgende Kolbenbewegung der
Hülfsmaschine werden dann die Ventile des Treibcylinders umgestellt, so dafs bei jedem
Hub des Pumpenkolbens nothwendigerweise ein Stillstand eintreten mufs, welcher dadurch
verlängert oder gekürzt werden, kann, dafs der Einfall öder Abflufs der Hülfsmaschine mehr
oder weniger beschränkt wird.
In manchen Fällen, wie z. B. beim Pumpen von Kloakenwasser, ist es wünschenswerfh, die
Bewegung der Pumpe mittelst eines Schwimmers zu regeln, welcher die Bewegung derselben
verlangsamt oder unterbricht, wenn die Pumpe nicht genügende Speisung hat, und dieselbe ·
wieder in Thätigkeit setzt, wenn genügende Speisung vorhanden ist.
Zu diesem Zwecke wird der Schwimmer mit einem Ventil verbunden, welches an dem
Einfall- oder Ausflufsrohr der Hülfsmaschine sitzt, so dafs dieses Ventil mehr oder weniger
geschlossen wird, wenn der Schwimmer sich abwärts bewegt, oder anderenfalls entsprechend
geöffnet wird.
Anstatt den Schwimmer auf diese Weise zum Oeffnen und Schliefsen eines besonderen
Ventils zu verwenden, kann er auch in geeigneter Weise mit dem Hebel verbunden
werden, welcher die Speise- und Abflufsventile der Hülfsmaschine in Bewegung setzt, so dafs,
wenn der Schwimmer sich abwärts bewegt, der Hebel mehr oder weniger von den Ventilstangen,
gegen welche er stofsen soll, entfernt wird. Dadurch werden die Ventile nur wenig geöffnet werden oder ganz geschlossen
bleiben, so lange, bis der Schwimmer sich wieder hebt und den Hebel wieder den Ventilstangen
nähert.
Fig. ι der beiliegenden Zeichnungen ist ein Verticalschnitt durch die Ventile des Treibcylinders
und die Hülfsmaschine ; die Wirkung der letzteren wird durch einen Schwimmer bestimmt,
welcher die Bewegung der Speiseventile für die hydraulische Hauptmaschine regelt.
Fig. 2 ist ein ähnlicher Schnitt, aus welchem die Anwendung des Hebels zur Beeinflussung
der Wirkungsweise der Ventile ersichtlich ist.
Fig. 3 ist zum Theil eine Ansicht, zum
Theil ein Schnitt der hydraulisch betriebenen Pumpe.
Fig. 4 ist eine Ansicht und
Fig. 5 der Grundrifs einer Constructionsabänderung der Pumpe.
Fig. 6 ist eine theilweise im Schnitt gezeichnete Ansicht von oben, aus welcher die durch
das Rohr D hergestellte Verbindung zwischen dem Hauptventilgehäuse und dem oberen Theil
des hydraulischen Cylinders b ersichtlich ist.
Fig. 7 und 8 zeigen den Cylinder in Schnitt
und Ansicht.
Fig. 9 ist ein Verticalschnitt des Cylinders s
mit dem Regulirventil s1.
Fig. io ist eine Ansicht des im Cylinder s befindlichen Kolbens.
A, Fig. ι und 2, ist das Einfallrohr des unter
Druck stehenden Wassers. Dasselbe steht mittelst eines Zweigrohres B mit dem unteren
Ende des Treibcylinders b, Fig. 3,· und durch ein Zweigrohr C mit dem Hülfsventilkasten in
Verbindung. D ist ein Verbindungsrohr (Gurgelrohr) zwischen dem Ventilkasten und dem
oberen Theil des Treibcylinders b, Fig. 6. E ist das Einlafsventil, F das Auslafsventil
(Fig. ι und 2). H und / sind die Druckbolzen,
vermittelst welcher die Ventile E und F gehoben werden, indem sie gegen die Ventil-'
schäfte stofsen.
J ist ein Balancier, der durch die beiden Tauchkolben -K" und L der Vorsteuerung in
Bewegung gesetzt wird. M ist der Drehpunkt des Balanciere J.
Durch die Schrauben NN, welche auf Druckkissen verstellbar wirken, kann die Zeitdauer
für das Schliefsen des einen Ventils und für das Oeffnen des anderen geregelt werden.
O ist die von dem Hülfsventilkasten zum gröfseren, mit dem Tauchkolben L versehenen
Cylinder führende Röhre. P ist eine Stellschraube, vermittelst welcher der Durchflufsquerschnitt
vergröfsert oder verringert und somit die Geschwindigkeit der Vorsteuerung geregelt wird. Q ist das Einlafsventil der Vorsteuerung
und R das Ablafsventil derselben.
Die Druckbolzen, welche gegen die Schäfte der Ventile Q und R stofsen und diese dadurch
von ihren Sitzen abheben, werden durch einen ausbalancirten Hebel 5 beeinflufst, welcher
an dem zwischen den genannten Ventilen sitzenden Zapfen T drehbar befestigt ist.
Soll die Maschine regelmäfsig arbeiten und von Hand in Gang gesetzt oder zum Stillstand
gebracht werden, so liegt der Drehpunkt T des Hebels S fest und der Hebel wird, wie
in Fig. 3 veranschaulicht ist, durch eine Stange t in Bewegung gesetzt, welche durch den
Tauchkolben α der Pumpe niedergezogen wird, wenn derselbe dem Ende seines Hubes sich
nähert.
Ist der Tauchkolben beim Aufwärtsgehen am Ende seines Hubes angekommen, so steht
der Hebel 5 so, dafs bei geschlossenem Ventil R das Ventil Q. geöffnet ist. Auf diese Weise
wird Druckwasser eingelassen und durch die Röhre O zum Tauchkolben L geleitet (Fig. 1
und 2), dessen Durchmesser gröfser ist als der des Tauchkolbens.K. Der Balancier/ wird
infolge dessen so bewegt, dafs zuerst das Ventil F geschlossen und dann das Ventil E
geöffnet wird. Unter hohem Druck befindliches Wasser wird dann durch D zum oberen Ende
des Treibcylinders b geleitet (s. Fig. 3), und zwar über den Kolben desselben, welcher dadurch
abwärts gedrückt wird und den Kolben a ebenfalls abwärts bewegt, wodurch die Pumpe
ihres Inhaltes entleert wird.
Wenn der Pumpenkolben α dem unteren Ende seines Hubes sich nähert, so bewegt die
Stange t den Hebel S so, dafs das Ventil Q geschlossen und das Ventil J? geöffnet wird.
Das Wasser kann dann aus dem Rohr O austreten. Der auf den Tauchkolben L
wirkende Druck wird somit aufgehoben, und der auf den Kolben K wirkende Druck, welcher
stets derjenige der arbeitenden Flüssigkeit ist, drückt den Kolben K abwärts, wodurch
der Balancier/umgelegt wird. Dadurch wird das Schliefsen des Ventils E und das Oeffnen
des. Ventils F bewirkt.
Die Flüssigkeit tritt dann aus dem Cylinderraum über dem Treibkolben durch des Gurgelrohr
D aus, wodurch der Druck oberhalb des Kolbens im Treibcylinder b aufgehoben
wird. Der auf die ringförmige Fläche unter dem Kolben, wirkende Druck (welcher immer
derjenige der wirkenden Flüssigkeit ist), bewegt den Kolben aufwärts und hebt gleichzeitig
den Pumpenkolben a.
Damit nun die Maschine selbsttätig aufhören
soll zu arbeiten, nachdem dieselbe eine gewisse Arbeit geleistet hat, wie z. B. nachdem ein Reservoir angefüllt oder ein
Sumpf oder Brunnen entleert worden ist, so ist in dem Rohre C ein Sperrventil angebracht,
welches mittelst eines Schwimmers oder auf eine andere Weise geschlossen wird, wenn die
erforderliche Arbeit geleistet worden ist. Durch passende Anordnung des Schwimmers
oder einer anderen Vorrichtung, welche auf das Sperrventil wirkt, wird die Maschine selbstthätig
wieder in Gang gesetzt.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, wird ein Sperrventil y, welches die Druckwasserzufuhr
aus dem Rohr C zu den Hülfsventilen mehr oder weniger absperren kann, durch den
Hebel Y beeinflufst, welcher durch eine Stange wx entweder direct oder mittelst eines
Zwischenhebels, wie in Fig. 3 dargestellt, mit einem Schwimmer W verbunden ist.
In gewissen Fällen kann die Stange t fortfallen, und ist dann, wie aus Fig. 2 ersichtlich
Claims (2)
1. Eine stehende Wassersäulen - Maschine mit Ventilsteuerung, bei welcher die Vor- und
die Hauptsteuerung neben einander liegen und die Ventile mittelst Druckbolzen einestheils
durch einen verstellbar angeordneten Hebel S, anderenteils durch einen Balancier
/ in Thätigkeit gesetzt werden.
2. Die Vorrichtung zum Verstellen des in Anspruch 1. genannten Hebels S, bestehend
aus einem Schwimmer W, einem durch den Schwimmer -gestellten Hebel Y und
einem in diesem Hebel befestigten, den Drehpunkt des Hebels 5 tragenden Bügel.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60114C true DE60114C (de) |
Family
ID=334274
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60114D Expired - Lifetime DE60114C (de) | Stehende Wassersäulen-Maschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60114C (de) |
-
0
- DE DENDAT60114D patent/DE60114C/de not_active Expired - Lifetime
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