DE600384C - Verfahren zum Betrieb einer Gasanlage mit einem Niederdruckbehaelter in Verbindung mit einem Hochdruckbehaelter - Google Patents

Verfahren zum Betrieb einer Gasanlage mit einem Niederdruckbehaelter in Verbindung mit einem Hochdruckbehaelter

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DE600384C
DE600384C DEP62175D DEP0062175D DE600384C DE 600384 C DE600384 C DE 600384C DE P62175 D DEP62175 D DE P62175D DE P0062175 D DEP0062175 D DE P0062175D DE 600384 C DE600384 C DE 600384C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F17STORING OR DISTRIBUTING GASES OR LIQUIDS
    • F17BGAS-HOLDERS OF VARIABLE CAPACITY
    • F17B1/00Gas-holders of variable capacity
    • F17B1/02Details
    • F17B1/12Gas admission or discharge arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betrieb einer Gasanlage mit einem Niederdruckbehälter in Verbindung mit einem Hochdruckbehälter Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb einer Gasanlage, bei der die Aufspeicherung von Gas in einem Niederdruckbehälter in Verbindung mit einem Hochdruckbehälter erfolgt.
  • Bei Gaswerkserweiterungen werden vielfach bei nicht ausreichendem NTiederdruckbehälterraum zum Ausgleich der Produktions- und Verbrauchsschwankungen an. Stelle von neuem Niederdruckraum Hochdruckbehälteranlagen verwendet, z. B. bei Platzmangel oder zwecks Erzielung geringerer Anlagekosten. Diese Hochdruckbehälter sind besonders zur Aufnahme der Spitzenbelastungen bestimmt, indem sie dann eingeschaltet werden, wenn der Niederdruckbehälterraum nicht mehr ausreicht. Wenn dann der Verbrauch wächst, so daß der Bedarf die Nachlieferung übersteigt, wird aus dem Hochdruckbehälter Gas in die Hauptlieferleitung oder in den N iederdruckbehälter abgegeben. Dieses würde aber eine dauernde Beaufsichtigung und Kontrolle der Füllungszustände des Niederdruckbehälters und eine Bedienung der Hochdruckbehälteranlage erfordern.
  • Da es an sich bekannt ist, Schaltungen in Abhängigkeit von dem Füllungszustand eines Niederdruckbehälters auszuführen, hat man bereits vorgeschlagen, das Gas zeitweise anstatt in den Niederdruckbehälter in den Hochdruckbehälter derart zu drücken, daß das Umschalten in bekannter Weise in Abhängigkeit von dem Füllungszustand des Niederdruckbehältersvollautomatisch geschehen soll. Dies ist aber wegen der hohen Kosten, die mit der Hochdruckspeicherung verbunden sind, im Betriebe unwirtschaftlich.
  • Zweck der Erfindung ist nun, einen wirtschaftlichen Betrieb dadurch zu ermöglichen, daß die im Betrieb teuere Speicheranlage jeweils nur auf kurze Zeit für die Aufladung und für die Gasentnahme zur Betätigung gelangt und kurz nach Eintritt der durch eine Schaltung beabsichtigten Wirkung diese Schaltung wiederaufgehoben wird.
  • Zu diesem Zwecke wird erfindungsgemäß die Kompressorenanlage mittels eines Relaisstromkreises automatisch eingeschaltet, sobald der Niederdruckbehälter eine zulässige höchste Füllung (z. B. 9o °/o) erreicht hat, und bei Unterschreiten einer bestimmten hohen Füllung (z. B. 8o °1o) wieder ausgeschaltet sowie entsprechend beim Unterschreiten eines bestimmten Mindestfüllungszustandes (z. B. ro °/a) ein zwischen Hochdruck- und Niederdruckbehälter geschaltetes Ventil geöffnet und beim Überschreiten eines bestimmten niedrigen Füllungsgrades (z. B. 20 °i,) wieder geschlossen. Sämtliche Schaltungen erfolgen also vom Niederdruckbehälter aus in der Weise, daß die Einschaltung des Kompressors erfolgt, um den Niederdruckbehälter nur innerhalb des Bereiches des hohen Füllungszustandes zu entlasten, ihn also nicht völlig oder nahezu zu entleeren, und daß die Öffnung des Verbindungsventils zwischen beiden Behältern nur innerhalb des Bereiches des niedrigen Füllungszustandes des Niederdruckbehälters erfolgt, so daß dieser vom Hochdruckbehälter aus nur innerhalb dieses Gebietes, aber nicht darüber hinaus aufgefüllt wird. Hierdurch wird einmal eine besondere Hochdruckregleranlage erübrigt, und zudem erfolgt eine innige Durchtnischung des Gases im Niederdruckbehälter, was für eine gleichmäßige Beschaffenheit des Gases bekanntlich wesentlich ist.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel dieser Erfindung an Hand eines Glockenbehälters als Niederdruckbehälter dargestellt. Es bedeutet in der Zeichnung a den Niederdruckbehälter, b die zugehörige Behälterglocke, c den Hochdruckbehälter, d einen Kompressor, der von einem Elektromotor e angetrieben wird. f bedeutet die Produktions- bzw. Zuflußleitung zum Behälter, g die zur Regleranlage führende Verbrauchsleitung.
  • Die Glocke b besitzt einen Anschlag h, der in an sich bekannter Weise bei bestimmten Glockenstellungen die Hebelmechanismen i und k betätigt. Im Bereiche der höchsten Stellung der Glocke b, I, z. B. bei 9o °l, Füllung, wird der Hebel i durch den Auslegeranschlag lt umgelegt, wobei ein elektrischer Kontakt, z. B. Quecksilberkontakt 1, einen Relaisstromkreis schließt. Dieser Relaisstromkreis betätigt eine automatische Einschaltvorrichtung in für den Elektromotor e und schaltet diesen ein. Infolgedessen saugt der Kompressor d aus der Produktionsleitung f Gas über die Leitung n an und drückt es in den Hochdruckbehälter c. Sinkt nun die Glocke b infolge des überwiegenden Verbrauches und unterschreitet hierbei eine bestimmte weitere, möglichst nicht zu tiefe Lage II, etwa bei 8o °1o Glockenstellung, so wird jetzt wieder der Schalthebel i umgelegt und damit der Kompressor d ausgeschaltet. Durch diesen verhältnismäßig eng gewählten Speicherungsbereich von I, II wird mithin die Hochdruckbehälteranlage nur wenig und den wirklichen Bedürfnissen entsprechend in Anspruch genommen.
  • Tritt nun der umgekehrte Fall ein, d. h. übersteigt der Verbrauch die Produktion und entleert sich mithin der Behälter a bzw. die Glocke b, so sinkt diese. Ist der Behälter angenähert leer und erreicht beispielsweise die Glocke die Lage III, die etwa bei io °1o Füllung gelegen sein mag, so wird der zweite Schalthebel k über den Kipphebelmechanismus q umgelegt, der das zwischen Hochdruckbehälter c und Produktionsleitung f eingebaute Ventil o öffnet. Das im Behälter c aufgespeicherte Hochdruckgas entleert sich also in den Niederdruckbehälter und bringt diesen zum Ansteigen. Wie schon gesagt, wird man auch in diesem Falle aus wirtschaftlichen Gründen mit der Ausnutzung der Hochdruckbehälteranlage möglichst schonend umgehen, indem man nicht den ganzen Hochdruckbehälterinhalt in dem Niederdruckbehälter sich entspannen läßt, sondern nur bis zu einer bestimmten Füllungslage. Diese ist durch IV angedeutet und mag mit etwa ao °1o angenommen werden. Bei Überschreiten dieser Lage wird der Schalthebel k über den Kipphebelmechanismus q wieder umgelegt und damit das Abströmventil o wieder geschlossen.
  • Der Kipphebelmechanismus q besteht aus zwei Anschlägen, die in den Stellungen 111 bzw. IV von dem Anschlag h umgelegt werden. Die Übertragung dieser Bewegung erfolgt von den Hebels durch ein Zugorgan (z. B. Kette) t auf den Schalthebel k; u stellt eine Kipphebelbelastung dar, durch welche der Mechanismus k bis q in seinen Grenzlagen festgehalten bzw. ein labiler Gleichgewichtszustand gehalten wird. In gleicher Weise ist der Schaltapparat i als Kipphebelschalter ausgebildet. Es bedeutet in diesem sinngemäß ü das Kipphebelbelastungsgewicht und r' mit dem Glockenanschlag h den in Eingriff stehenden Anschlaghebel. Die Übertragung der Glockenbewegungen auf den Schaltapparat i erfolgt mittels Gestänges v, das am unteren Ende zwecks Umlegung des Schaltapparates i ein Belastungsgewicht w trägt. Die Umlegung des Schaltapparates i in anderer Richtung (nach erfolgtem Abheben des Gewichtes) erfolgt durch ein reines Zugorgan x.
  • Zur Sicherung der Hochdruckbehälteranlage ist ein Sicherheitsüberdruckventil p vorgesehen. Dieses wird erfindungsgemäß zweckmäßig in eine Umgangsleitung zum von der Glocke gesteuerten Abströmventil o eingeschaltet. Es dient hierbei gleichzeitig als Umlaufüberdruckregler und sichert die Hochdruckbehälteranlage gegen zu hohe Drücke. Die Überschußmenge entweicht hierbei wieder in die Produktionsleitung und durch diese in den Behälter a. Dieses Sicherheitsüberdruckventil wird natürlich nur dann in Funktion treten, wenn nach dem obigen Beispiel der 9o °/oige Niederdruckbehälterraum zuzüglich der Hochdruckbehälterkapazität überschritten wird. Sollte diese Überschreitung so weit gehen, daß die Glocke b ganz austaucht, so würde entsprechend die Überschußmenge in üblicher Weise über die unteren Tauchränder der Glocke b entweichen.
  • In den Abb. a bis 5 sind die mit I bis IV bezeichneten Glöcken und Schaltungsstellungen eingezeichnet. Wie hieraus zu ersehen, bleibt in den Stellungen I, 1I und IV das Abströmventil o geschlossen, während es in der tiefsten Stellung III geöffnet wird und mithin einen Abfluß von verdichtetem Gas aus Behälter c in den Niederdruckbehälter a bewirkt. Überschreitet die Glocke beim Wiederansteigen die Stellung IV, so wird nach Abb. q. das Abströmventil o über den Schaltmechanismus q wieder abgesperrt und so ein weiteres Abströmen aus dem Hochdruckbehälter c verhindert. Die sich hierbei ergebenden Schaltstellungen des Schaltapparates q sind aus der Zeichnung klar ersichtlich.
  • Der Schaltapparat i weist in den Stellungen II, III und IV einen offenen Relaisstromkreis auf, während er bei der höchsten Stellung I nach Abb. 2 durch das Zugorgan 8 umgelegt wird, wobei er den Relaisstromkreis schließt und den Kompressor in Betrieb setzt. Unterschreitet die Behälterglocke beim Sinken die Stellung II, so legt nach Abb. 3 das Gewicht w den Schaltapparat i um, und es wird damit wieder der Verdichter ausgeschaltet.
  • Natürlich kann die Ausbildung der Einzelheiten auch andere Formen annehmen. Z. B. kann das Abströmventil o mit dem Sicherheitsüberdruckventil p zu einem einheitlichen Apparat nach Art eines Umlaufüberdruck: reglers vereinigt werden, wobei das Belastungsgewicht bei Unterschreiten der tiefsten Glockenlage III sinngemäß abgehoben wird, so daß das Reglerventil durch den einfachen Behälterdruck geöffnet wird und somit als Abströmventil wirkt. Bei . Überschreiten der Glockenlage IV werden sodann die Belastungsgewichte wieder aufgesetzt, so daß der Regler jetzt wieder als Sicherheitsüberdruckregler wirkt. Liegt die Hochdruckbehälter- bzw. Kompressorenanlage in größerer Entfernung von der Niederdruckbehälteranlage, so ist die unmittelbare Betätigung der Ventile o bis p durch die Glocke unzweckmäßig. In diesem Falle bildet man auch den Schalthebel q zweckmäßig in gleicher Weise wie Schalthebel i als elektrische Kontaktvorrichtung aus, wobei der in den tiefsten Glockenstellungen ausgelöste elektrische Strom auf einen Elektromagneten wirkt, der in diesem Falle das Belastungsgewicht abhebt und so die gleichen Wirkungen auslöst, wie vorhin erläutert.
  • In dem behandelten Beispiel ist als Niederdruckbehälter ein solcher mit Tauchglocke zugrunde gelegt. Natürlich kann dieses erfindungsgemäße Verfahren auch für Niederdruckbehälter anderer Konstruktionen, z. B. bei Behältern mit Scheibenabschluß o. dgl., angewendet werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Betrieb einer Gasanlage mit einem Niederdruckbehälter, der mit einem als Speicher dienenden, durch einen Kompressor aufzuladenden Hochdruckbehälter in Verbindung steht, wobei die erforderlichen Hochdruckbehälterschaltungen automatisch von dem Niederdruckbehälter in Abhängigkeit von dem Füllungszustand desselben erfolgen, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufladung des Hochdruckbehälters bei nahezu gefülltem, die Entnahme von Gas aus ihm bei nahezu entleertem Niederdruckbehälter einsetzt, aber kurz nach Eintritt der Wirkung die Schaltung wiederaufgehoben wird, indem bei einem bestimmten höchsten Füllungszustand (z. B. cgo °/o) des Niederdruckbehälters ein Relaisstromkreis geschlossen wird, der die Kompressoranlage zur Speisung des Hochdruckbehälters einschaltet, bei Unterschreiten eines bestimmten hohen Füllungszustandes (z. B. 8o °/o) aber wieder abschaltet, während bei Unterschreiten eines bestimmten Mindestfüllungszustandes (z. B. io °/o) ein zwischen Hochdruck-und Niederdruckbehälter geschaltetes Ventil geöffnet und beim Überschreiten eines bestimmten niedrigen Füllungsgrades (z. B. 2o °/o) wieder geschlossen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß " man bei überschreiten eines bestimmten Druckes im Hochdruckbehälter die überschüssigen, verdichteten Gasmengen durch eine Urngangsleitung mit Sicherheitsüberdruckventil nach dem :\Tiederdruckbehälter abfließen läßt.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das zwischen Hochdruck- und Niederdruckbehälter geschaltete Ventil (o) mit dem Sicherheitsüberdruckventil (p) in der Weise zu einem einheitlichen Umlaufüberdruckregler vereinigt wird, daß dieser für den zulässigen Überdruck belastet, diese Belastung aber bei der tiefsten Stellung (III) abgehoben wird, so daß der Regler in diesem Falle als Abströmventil wirkt, während bei Überschreiten einer bestimmten Glockenhöhe (IV) das Belastungsgewicht wieder aufgesetzt und der Regler jetzt als überdruckregler wirkt. q.. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei räumlicher Entfernung der Hochdruckbehälteranlage von der- Niederdruckbehälteranlage die Belastungsänderung des Umlaufüberdruckreglers durch elektromagnetische Übertragungen erfolgt.
DEP62175D 1931-01-23 1931-01-23 Verfahren zum Betrieb einer Gasanlage mit einem Niederdruckbehaelter in Verbindung mit einem Hochdruckbehaelter Expired DE600384C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1160804B (de) * 1956-11-30 1964-01-09 Wilke Werke Ag Sicherung gegen UEber- und Unterdruck bei nassen Gasbehaeltern

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