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Hintergrund der Erfindung
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1. Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Anzeigevorrichtung, die einen
Antireflexionsfilm umfasst.
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2. Beschreibung verwandter
Technik
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Bisher
werden viele Anzeigevorrichtungen, wie eine Kathodenstrahlröhre (CRT),
eine Flüssigkristallanzeigevorrichtung,
ein Plasmabildschirm (PDP), eine organische Elektrolumineszenz(EL)-Vorrichtung
und eine anorganische EL-Anzeigevorrichtung in einer Umgebung sowohl
in geschlossenen Räumen
als auch im Freien, wobei Tageslicht auf den Schirm einer Anzeigevorrichtung
fällt,
verwendet. Es besteht das Problem, dass auftreffende Strahlung auf der
Oberfläche
reflektiert wird, so dass Bilder in dem Bildschirm schwierig zu
sehen sind.
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Als
Lösung
dieses Problems wurde ein Antireflexionsfilm auf dem Bildschirm
einer Anzeigevorrichtung angebracht, um die Bildqualität zu verbessern.
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Beispielsweise
offenbart die offengelegte
japanische
Patentanmeldung Hei 5-173001 einen Antireflexionsfilm,
bei dem eine erste Schicht mit einem Brechungsindex von 1,63 bis
1,75, die aus CeO
2 und MgO gebildet ist,
eine zweite Schicht, die aus TiO
2 und TiO
gebildet ist, und eine dritte Schicht, die aus MgF
2 oder
SiO
2 gebildet ist, der Reihe nach laminiert sind.
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Die
offengelegte
japanische Patentanmeldung
Hei 10-300902 offenbart einen Antireflexionsfilm, der aus
drei Schichten besteht, deren Brechungsindices aus dem Bereich von
1,40 bis 2,20 ausgewählt
sind.
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Jedoch
kann der Antireflexionsfilm, der in der offengelegten
japanischen Patentanmeldung Hei 5-173001 offenbart
ist, nur in einem engen Wellenlängenbereich
eine Antireflexionswirkung zeigen und die Wirkung ist nicht zufrieden
stellend. Andererseits kann der Antireflexionsfilm, der in der offengelegten
japanischen Patentanmeldung Hei
10-300902 offenbart
ist, in einem relativ breiten Wellenlängenbereich eine Antireflexionswirkung
zeigen. Jedoch weist eine erste Schicht dieses Antireflexionsfilms
eine feine wellenförmige
Oberfläche
auf. Generell kann eine Antireflexionswirkung der Höhe wie sie
in den Beispielen gezeigt ist, nicht gezeigt werden, wenn nicht eine
feine wellenförmige
Oberfläche
ausgebildet ist. Ferner ist, obwohl eine feine wellenförmige Oberfläche ausgebildet
ist, die Antireflexionswirkung bei einer Wellenlänge von etwa 550 nm, die den
stärksten Einfluss
auf die Sichtbarkeit ausübt,
nicht zufrieden stellend.
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Die
GB-A-1 591 064 offenbart
ein optisches Element mit verringerter unerwünschter Reflexion. Das Element
ist aus einem transparenten synthetischen Polymer, das aufeinanderfolgend
mit Schichten eines Siliciumsuboxids und einer Siliciumdioxid-Außenschicht
beschichtet ist, gebildet. Das Element kann eine Titandioxidschicht
zwischen den Schichten von Siliciumsuboxid und Siliciumdioxid umfassen.
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Die
EP-A-515 847 offenbart
eine Glasscheibe mit einer reflexionsvermindernden Beschichtung, beispielsweise
eine Autowindschutzscheibe. Die Scheibe ist mit einer zweilagigen
Beschichtung, die eine erste Mischoxidfilmschicht, beispielsweise TiO
2-SiO
2, und eine
zweite äußere Oxidfilmschicht umfasst,
beschichtet.
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Mit
anderen Worten ist bisher kein Antireflexionsfilm bekannt, der eine
ausreichende Antireflexionswirkung über den gesamten Wellenlängenbereich
sichtbarer Strahlung zeigen kann.
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Unter
diesen Umständen
führten
die Erfinder der vorliegenden Erfindung intensive Untersuchungen
zur Entwicklung eines Antireflexionsfilms mit einem niedrigen Reflexionsgrad
in einem breiten Wellenlängenbereich
durch. Als Ergebnis ermittelten sie, dass eine effektive Antireflexionswirkung über den gesamten
Wellenlängenbereich
sichtbarer Strahlung dadurch erhalten werden kann, dass ein Antireflexionsfilm
hergestellt wird, der ein transparentes Substrat, eine erste Schicht,
die einen Brechungsindex von 1,70 bis 1,80 und eine optische Dicke
von 0,21 λ bis 0,29 λ aufweist
und ein Gemisch von Oxiden oder ein Mischoxid von mindestens einer
Art eines Elements, die aus Si, Al und W ausgewählt ist, und mindestens einer
Art eines Elements, die aus Bi, Mo, Ta, Zn, Ti, Nb, In, Zr und Sn
ausgewählt
ist, umfasst, eine zweite Schicht, die einen Brechungsindex von
nicht weniger als 2,20 und eine optische Dicke von 0,41 λ bis 0,54 λ aufweist
und ein Oxid von mindestens einer Art eines Elements, die aus Ti
und Nb ausgewählt
ist, umfasst, und eine dritte Schicht, die einen Brechungsindex
von 1,44 bis 1,49 und eine optische Dicke von 0,22 λ bis 0,27 λ aufweist
und ein Oxid von Si umfasst, umfasst, wobei die erste Schicht, die
zweite Schicht und die dritte Schicht auf einer Oberfläche des
transparenten Substrats in dieser Reihenfolge von der Seite des
transparenten Substrats zur Luftschichtseite laminiert sind.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Somit
erfolgt durch die vorliegende Erfindung die Bereitstellung einer
Anzeigevorrichtung, die einen Antireflexionsfilm (7) umfasst,
der ein transparentes Substrat (5), eine erste Schicht
(1), eine zweite Schicht (2) und eine dritte Schicht
(3) umfasst,
wobei die erste Schicht (1)
einen Brechungsindex von 1,70 bis 1,80 und eine optische Dicke von
0,21 λ bis
0,29 λ aufweist
und ein Gemisch von Oxiden oder ein Mischoxid von mindestens einer
Art eines Elements, die aus Si, Al und W ausgewählt ist, und mindestens einer
Art eines Elements, die aus Bi, Mo, Ta, Zn, Ti, Nb, In, Zr und Sn
ausgewählt
ist, umfasst, die zweite Schicht (2) einen Brechungsindex
von nicht weniger als 2,20 und eine optische Dicke von 0,41 λ bis 0,54 λ aufweist
und ein Oxid von mindestens einer Art eines Elements, die aus Ti
und Nb ausgewählt ist,
umfasst, und die dritte Schicht (3) einen Brechungsindex
von 1,44 bis 1,49 und eine optische Dicke von 0,22 λ bis 0,27 λ aufweist
und ein Oxid von Si umfasst, wobei die erste Schicht (1),
die zweite Schicht (2) und die dritte Schicht (3)
auf einer Oberfläche
des transparenten Substrats (5) in dieser Reihenfolge von
der Seite des transparenten Substrats zur Luftschichtseite (6)
laminiert sind und λ gleich
550 nm ist.
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Der
weitere Umfang der Anwendbarkeit der vorliegenden Erfindung wird
aus der im Folgenden angegebenen detaillierten Beschreibung deutlich. Jedoch
ist selbstverständlich,
dass die detaillierte Beschreibung und spezielle Beispiele, die
bevorzugte Ausführungsformen
der Erfindung angeben, nur zur Erläuterung angegeben sind, da
verschiedene Änderungen
und Modifikationen innerhalb des Umfangs der Erfindung dem Fachmann
aus dieser detaillierten Beschreibung deutlich werden.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Die
vorliegende Erfindung wird durch die hierin im Folgenden angegebene
detaillierte Beschreibung und die beigefügten Zeichnungen, die nur zur
Erläuterung
angegeben sind, und daher die vorliegende Erfindung nicht beschränken vollständiger verständlich.
Hierbei gilt:
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1 ist
eine schematische Darstellung, die einen Querschnitt des Antireflexionsfilms
der vorliegenden Erfindung erläutert.
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2 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats des Antireflexionsfilms, der in Beispiel
1 erhalten wird.
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3 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats des Antireflexionsfilms, der in Beispiel
2 erhalten wird.
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4 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats des Antireflexionsfilms, der in Beispiel
3 erhalten wird.
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5 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats des Antireflexionsfilms, der in Vergleichsbeispiel
1 erhalten wird.
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6 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats des Antireflexionsfilms, der in Vergleichsbeispiel
2 erhalten wird.
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Detaillierte
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
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Die
vorliegende Erfindung wird im Folgenden detailliert erklärt.
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1 ist
ein schematischer Querschnitt der Antireflexionsfilme der vorliegenden
Erfindung.
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Bei
einem in der vorliegenden Erfindung verwendeten Antireflexionsfilm
(7) ist auf der Oberfläche eines
transparenten Substrats (5) eine Antireflexionssubstrat
(4) ausgebildet, bei dem eine erste Schicht (1),
eine zweite Schicht (2) und eine dritte Schicht (3)
in dieser Reihenfolge von der Seite des transparenten Substrats
zur Luftschichtseite (6) laminiert sind.
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Das
für den
Antireflexionsfilm verwendete transparente Substrat (5)
kann eine ebene Form, wie eine Plattenform, eine Filmform und eine
Lagenform, aufweisen oder es kann eines mit einer gekrümmten Oberfläche, wie
eine Linse, sein.
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Als
derartiges transparentes Substrat können bekannte transparente
Polymerfolien oder -lagen, anorganische transparente Substrate verwendet
werden. Konkrete Beispiele hierfür
umfassen Folien und Lagen von transparenten Polymeren, wie Cellulosepolymere
(beispielsweise ein Polymer von Diacetylcellulose, Triacetylcellulose
(TAC), Propionylcellulose, Butyrylcellulose, Acetylpropionylcellulose,
Nitrocellulose und Acetatbutylatcellulose), Polycarbonatpolymere,
Polyarylatpolymere, Polyesterpolymere (beispielsweise Polyethylenterephthalat (PET),
Polyethylennaphthalat, Polybutylenterephthalat, Poly-1,4-cyclohexandimethylenterephthalat
und Polyethylen-1,2-diphenoxyethan-4,4'-dicarboxylat), Acrylpolymere (beispielsweise
Polymethylmethacrylat und Poly(meth)acrylnitril), funktionale Norbornenpolymere
(beispielsweise ARTON®, hergestellt von JSR
Co., Ltd.), Polyolefinpolymere (beispielsweise Polyethylen, Polypropylen,
Polymethylpenten, amorphe Polyolefine und ZEONEX®, hergestellt
von Nippon Zeon Co., Ltd.), Polyurethanpolymere, Polyamidpolymere
(beispielsweise aromatische Polyamide), Polysulfon, Polyethersulfon,
Polyetherketon, Polyetherimid, Polyimid, Polystyrol, Polyoxyethylen,
Polyetherfolien, Polyvinylalkohol, Fluorpolymere (beispielsweise
Poly-4-fluorethylen und Polyvinylfluorid), Polyvinylchlorid und
Polyvinylacetal, und anorganische transparente Substrate, wie Quarzglas,
Alkaliglas und Saphir. Ferner können
eine Kohlenstofflinse, Glaslinse und dergleichen ebenfalls als Substrat
verwendet werden. Der Brechungsindex des zu verwendenden transparenten
Sub strats beträgt
vorzugsweise, ohne hierauf beschränkt zu sein, 1,48 bis 1,60.
Polarisationsfolien, optische Filter für Anzeigevorrichtungen, wie
CRTs, und optische Komponenten, wie Berührungsbildschirme, können als das
transparente Substrat verwendet werden.
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Das
transparente Substrat kann eine Zwischenschicht auf dessen Oberfläche zur
Verbesserung der Adhäsion
mit der ersten Schicht (1) oder zur Verbesserung von dessen
Härte aufweisen.
Die Zwischenschicht kann ein Polymerfilm sein, der aus einem Polymer
wie einem Acrylharz, Urethanharz, Siliciumharz, Cardoharz und Polysilazan
gebildet ist. Ferner können
Schichten, die aus SiOx, Al2O3 oder dergleichen gebildet sind, und Schichten,
die aus Cr gebildet sind, die eine Dicke von etwa 3 nm (30 Å) bis 20
nm (200 Å)
aufweisen, verwendet werden.
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Das
transparente Substrat kann mit einer feinen Welligkeit auf dessen
Oberfläche,
die Antiblendeigenschaften erhalten soll, versehen werden. Für das transparente
Substrat, das die Antiblendeigenschaften erhalten soll, kann das
Substrat mit einer Harzschicht ausgestattet werden, in der ein Silicagel, Harzperlen,
Glasperlen oder dergleichen dispergiert sind, oder deren Oberfläche kann
einem Ätzen,
Mattieren oder dergleichen unterzogen werden.
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Das
transparente Substrat kann einer Oberflächenbehandlung in Bezug auf
dessen Oberfläche unterzogen
werden, um beispielsweise Adhäsion
zu erhalten. Beispiele für
eine derartige Oberflächenbehandlung
umfassen ein Erhitzen unter Vakuum, eine Coronabehandlung, Ionenbeschuss,
eine Plasmabehandlung, eine Ultraviolettbestrahlung, eine Bestrahlung
mit Elektronenstrahlen und dergleichen.
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Der
Brechungsindex der ersten Schicht (1) beträgt etwa
1,70 bis 1,80, vorzugsweise etwa 1,72 bis 1,80 und noch besser etwa
1,73 bis 1,78. Der Brechungsindex ist ein Wert, der bei einer Wellenlänge von
632,8 nm bestimmt wird. In der folgenden Beschreibung hat dieser
Ausdruck die oben genannte Bedeutung.
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Die
erste Schicht weist üblicherweise
einen Durchlässigkeitsgrad
im Bereich sichtbarer Strahlung von nicht weniger als 80% auf.
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Die
erste Schicht ist eine Schicht, die aus einem anorganischen Dielektrikum
gebildet ist. Das anorganische Dielektrikum ist ein Oxid, das sowohl ein
Element, das ein Material mit niedrigem Brechungsindex bereitstellen
kann, als auch ein Element, das ein Material mit hohem Brechungsindex bereitstellen
kann, umfasst und es ist konkret ein Gemisch aus einem Material
mit niedrigem Brechungsindex und einem Material mit hohem Brechungsindex oder
ein Mischoxid von sowohl einem Element, das ein Material mit niedrigem
Brechungsindex bereitstellen kann, als auch einem Element, das ein
Material mit hohem Brechungsindex bereitstellen kann.
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Das
Element, das ein Material mit niedrigem Brechungsindex bereitstellen
kann, ist Si, Al oder W, wobei es von einer Art oder von zwei oder
mehr Arten sein kann. Das Element, das zur Bereitstellung eines Materials
mit hohem Brechungsindex fähig
ist, ist Bi, Mo, Ta, Zn, Ti, Nb, In, Zr oder Sn, wobei es von einer Art
oder von zwei oder mehr Arten sein kann. Beispiele für ein derartiges
Material mit niedrigem Brechungsindex umfassen Oxide wie SiO2, Al2O3 und WO3. Beispiele für ein derartiges Material mit
hohem Brechungsindex umfassen Oxide wie TiO2,
Nb2O5 und Ta2O5. Bevorzugte Gemische
von einem Material mit niedrigem Brechungsindex und einem Material mit
hohem Brechungsindex umfassen ein Gemisch von SiO2 und
Nb2O5, ein Gemisch
von Al2O3 und Nb2O5, ein Gemisch
von Al2O3 und TiO2, ein Gemisch von SiO2 und
TiO2 und dergleichen. Das Material mit niedrigem
Brechungsindex und das Material mit hohem Brechungsindex kann entweder
kristallin oder amorph sein. Die entsprechende Auswahl eines Ver hältnisses
der Mengen von einem Material mit niedrigem Brechungsindex und einem
Material mit hohem Brechungsindex kann einen gewünschten Brechungsindex ergeben.
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Ein
Mischoxid von sowohl einem Element, das zur Bereitstellung eines
Materials mit niedrigem Brechungsindex fähig ist, als auch einem Element, das
zur Bereitstellung eines Materials mit einem hohen Brechungsindex
fähig ist,
kann beispielsweise Mischoxide von Si und/oder Al und Ti und/oder
Nb, konkret ein Mischoxid von Si und Nb, ein Mischoxid von Al und
Nb, ein Mischoxid von Al und Ti, ein Mischoxid von Si und Ti und
dergleichen sein. Diese Mischoxide können entweder kristallin oder
amorph sein. Die entsprechende Wahl eines Verhältnisses der Anzahl von Atomen
von Elementen, die zur Bereitstellung eines Materials mit niedrigem
Brechungsindex fähig
sind, und von Elementen, die zur Bereitstellung eines Materials
mit hohem Brechungsindex fähig
sind, kann einen gewünschten
Brechungsindex ergeben.
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Die
erste Schicht weist eine optische Dicke von etwa 0,21 λ bis 0,29 λ, vorzugsweise
etwa 0,22 λ bis
0,28 λ und
noch besser etwa 0,23 λ bis
0,27 λ auf. Das
hierin verwendete λ ist
eine vorgegebene Wellenlänge.
Wenn es für
Anzeigevorrichtungen wie Flüssigkristallanzeigevorrichtungen
verwendet wird, wird es willkürlich
im Wellenlängenbereich
von sichtbarer Strahlung festgelegt und üblicherweise auf 550 nm festgelegt.
In der folgenden Beschreibung hat dieser Ausdruck die oben genannte
Bedeutung.
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Die
optische Dicke einer Schicht ist das Produkt der Schichtdicke und
des Brechungsindex.
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Die
Dicke der ersten Schicht liegt üblicherweise
im Bereich von etwa 60 nm bis 95 nm.
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Die
zweite Schicht (2) weist einen Brechungsindex von nicht
weniger als etwa 2,20, vorzugsweise nicht weniger als 2,25 auf.
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Der
Durchlässigkeitsgrad
der zweiten Schicht im Bereich sichtbarer Strahlung beträgt üblicherweise
nicht weniger als 80%.
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Die
zweite Schicht ist eine Schicht, die aus einem anorganischen Dielektrikum
gebildet ist. Sie umfasst ein Oxid von mindestens einer Art eines
Elements, die aus Ti und Nb ausgewählt ist, und sie ist vorzugsweise
eine Schicht, die hauptsächlich
aus Nb-Oxid und Ti-Oxid besteht, im Hinblick auf die Materialkosten
und die Abscheidungsrate.
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Die
zweite Schicht weist eine optische Dicke von etwa 0,41 λ bis 0,54 λ, vorzugsweise
etwa 0,43 λ bis
0,53 λ,
noch besser etwa 0,45 λ bis
0,52 λ auf.
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Die
Dicke der zweiten Schicht liegt üblicherweise
im Bereich von etwa 90 nm bis 125 nm.
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Die
dritte Schicht (3) weist einen Brechungsindex von etwa
1,44 bis 1,49 auf.
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Der
Durchlässigkeitsgrad
der dritten Schicht im Bereich sichtbarer Strahlung beträgt üblicherweise
nicht weniger als 80%.
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Die
dritte Schicht ist eine Schicht, die aus einem anorganischen Dielektrikum
gebildet ist. Sie umfasst ein Oxid von Si und vorzugsweise ist sie
eine Schicht, die hauptsächlich
aus Si-Oxid besteht, im Hinblick auf die Oberflächenhärte und die Einfachheit, Wasser-
und Ölabweisungsvermögen zu erhalten.
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Die
dritte Schicht weist eine optische Dicke von etwa 0,22 λ bis 0,27 λ, vorzugsweise
etwa 0,23 λ bis
0,26 λ auf.
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Die
Dicke der dritten Schicht liegt üblicherweise
im Bereich von etwa 80 nm bis 100 nm.
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Die
erste, zweite und dritte Schicht können auf dem transparenten
Substrat durch bekannte Verfahren, die physikalische Gasphasenabscheidung (PVD)-Verfahren,
wie das Elektronenstrahlverdampfungsverfahren, das Induktionsheizungsverdampfungsverfahren,
das Widerstandsheizungsverdampfungsverfahren, das Ionenplattierungsverfahren
und das Sputterverfahren, das chemische Gasphasenabscheidung(CVD)-Verfahren
mit einem Plasma und ein Beschichtungsverfahren, wobei eine Alkoxidlösung oder
dergleichen appliziert wird, umfassen, angebracht werden. Eine aus
einem Gemisch gebildete Schicht kann auf dem transparenten Substrat
durch ein Zweiquellenverdampfungsverfahren, wobei mindestens zwei
Arten von Verdampfungsmaterialien ausgehend von getrennten Verdampfungsquellen verdampft
werden und ein Überzugsgemisch
gebildet wird, ein Vakuumverdampfungsverfahren oder ein Sputterverfahren
unter Verwendung eines Materialgemischs von zwei Arten eines anorganischen
Dielektrikums oder dergleichen gebildet werden.
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Alternativ
kann die aus einem Gemisch gebildete Schicht auch auf der Oberfläche des
transparenten Substrats durch ein Sputterverfahren unter Verwendung
eines Legierungstargets von zwei Arten von Metallen gebildet werden.
In konkreten Beispielen zur Bildung der ersten Schicht kann sie
durch ein Sputterverfahren unter Verwendung eines Sputtertargets,
das mindestens ein Element, das aus Si, Al, W und dergleichen ausgewählt ist,
und mindestens ein Element, das aus Bi, Mo, Ta, Zn, Ti, Nb, In,
Zr, Sn und dergleichen ausgewählt
ist, enthält,
geformt werden. Das Sputtertarget kann entweder ein Legierungstarget
oder ein Oxidtarget sein, doch ist das Legierungstarget bevorzugt,
da die erste Schicht durch Gleichstrom-Magnetronsputtern gebildet
werden kann.
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Im
Falle der Verwendung eines Legierungstargets, das Si und Ti enthält, als
Sputtertarget liegt das Verhältnis
der Anzahl der Si-Atome zur Summe der Anzahl der Si-Atome und Ti-Atome
in dem Legierungstarget, das als Si/(Si + Ti) dargestellt wird, üblicherweise
im Bereich von 0,41 bis 0,55.
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Dieser
Antireflexionsfilm kann auf entweder einer Seite oder beiden Seiten
des transparenten Substrats angebracht werden.
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Eine
verschmutzungsbeständige
Beschichtungsschicht kann, falls nötig, auf dem Antireflexionsfilm
ausgebildet werden.
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Als
Maschine zur Herstellung der ersten, zweiten und dritten Schicht
kann beispielsweise eine diskontinuierliche oder inline-Produktionsmaschine für den Fall,
dass das transparente Substrat in der Form einer Platte, einer Lage
oder einer Linse ist, verwendet werden. Wenn das transparente Substrat in
der Form eines Films ist, kann auch eine Aufwicklungsvakuumfilmbildungsmaschine
verwendet werden.
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Der
Antireflexionsfilm kann an Polarisationsfolien, Verzögerungsfolien,
Berührungsbildschirmen, optischen
Filtern, VDT-Filtern,
PDP-Frontscheiben, Projektionsfernseherfrontscheiben, Projektionsfernsehern
und dergleichen, CRTs (direkte Montage auf CRTs, Filmlamination
und dergleichen), organischen EL- und anorganischen EL-Anzeigevorrichtungen (Filmlamination,
direkte Montage auf Substraten und dergleichen) und dergleichen
angebracht werden. Wie gewöhnliche
Polarisationsfolien kann das transparente Substrat mit dem Antireflexionsfilm
für Flüssigkristallanzeigevorrichtungen
verwendet werden, wenn das Substrat eine Polarisationsfolie ist.
Wenn das transparente Substrat ein optisches Filter oder ein Berührungsbildschirm
ist, kann das transparente Substrat mit dem Antireflexionsfilm an
der Vorderseite einer Vielzahl von Anzeigevorrichtungen, wie CRTs
PDPs, Flüssigkristallanzeigen
und organische EL- und anorganische EL-Anzeigevorrichtungen, angebracht
werden.
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Ein
Verfahren zur Platzierung des Antireflexionsfilms auf eine Polarisationsfolie,
ein optisches Filter, einen Berührungsbildschirm
und dergleichen kann eines sein, wobei ein transparentes Substrat, auf
dem ein Antireflexionsfilm gebildet ist, auf die Polarisationsfolie,
das optische Filter, den Berührungsbildschirm
oder dergleichen mit Anbringen einer Klebeschicht laminiert wird,
sowie eines sein, wobei das Antireflexionssubstrat (erste Schicht,
zweite Schicht und dritte Schicht) direkt auf der Polarisationsfolie, dem
optischen Filter, dem Berührungsbildschirm oder
dergleichen ausgebildet wird.
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Der
Antireflexionsfilm der vorliegenden Erfindung kann eine hervorragende
Antireflexionswirkung über
den gesamten Bereich sichtbarer Strahlung zeigen und mit niedrigen
Kosten produziert werden.
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Beispiele
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Die
vorliegende Erfindung wird mit den folgenden Beispielen detailliert
erläutert,
doch ist die Erfindung nicht auf die Beispiele beschränkt.
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Wie
oben angegeben ist, ist der Brechungsindex ein Wert, der bei einer
Wellenlänge
von 632,8 nm detektiert wird.
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Beispiel 1
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Unter
Verwendung eines transparenten Polymerfilms, der aus einem Triacetylcellulosefilm (Handelsbezeichnung:
FUJITAC SH-80, hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd.) und einer
auf dem Triacetylcellulosefilm gebildeten, etwa 5 μm dicken Acrylharzbeschichtung
besteht, als transparentes Substrat (5) wird ein Antireflexionsfilm
(7) durch Formen eines Antireflexionssubstrats (4),
das durch aufeinanderfolgendes Ausbilden einer ersten Schicht (1) mit
83% Al2O3 und 17%
TiO2 [Brechungsindex 1,74, Dicke 76 nm (760 Å)], einer
zweiten Schicht (2) aus Nb2O5 [Brechungsindex 2,34, Dicke 113 nm (1130 Å)] und
einer dritten Schicht (3) aus SiO2 [Brechungsindex
1,47, Dicke 90 nm (900 Å)]
auf dem Substrat (5) erhalten wird, produziert.
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2 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats des Antireflexionsfilms (7).
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Beispiel 2
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Unter
Verwendung einer Sputtermaschine, hergestellt von Tokuda Co., Ltd.
(Modell CFS-8EP-55), wurde ein transparenter Polymerfilm, der als
transparentes Substrat (5) verwendet wurde, durch Ausbilden
einer etwa 5 μm
dicken Acrylharzschicht auf einem Triacetylcellulosefilm (Handelsbezeichnung:
FUJITAC SH-80, hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd.) hergestellt.
Auf dem transparenten Substrat wurde eine erste Schicht (1)
durch das Gleichstrom-Magnetronsputterverfahren unter der Bedingung
von 640 W unter Verwendung eines Legierungstargets, das aus Si und
Ti bestand, das ein durch Si/(Si + Ti) dargestelltes Atomverhältnis von 0,48
aufwies, und Einführen
eines Gasgemischs aus Argon und Sauerstoff (die Sauerstoffkonzentration betrug
2 Volumenteile, bezogen auf 100 Volumenteile des Gasgemischs) unter
Einstellen des Drucks in dem System zum Zeitpunkt der Ausbildung
der Schicht auf 0,666 Pa (5 × 10–3 Torr)
ausgebildet. Bei der Bildung der ersten Schicht wurde ein Si-Substrat mit
einer spiegelglanzpolierten Oberfläche zusammen mit dem transparenten
Substrat in dem Beschichtungssystem platziert. Auf der spiegelglanzpolierten
Oberfläche
wurde eine der ersten Schicht ähnliche
Schicht ausgebildet. Die Messung des Brechungsindex der Schicht
des Si-Substrats mit einem Ellipsometer zeigte, dass die Schicht
einen Brechungsindex von 1,77 aufwies. Die Messung der Dicke der
Schicht mit einem Oberflächenprofilmesssystem
ergab, dass die Schicht eine Dicke von 73 nm (730 Å) aufwies.
Daher wies die auf dem transparenten Substrat ausgebildete erste
Schicht einen Brechungsindex von 1,77 und eine Dicke von 73 nm (730 Å) auf.
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Auf
der ersten Schicht wurde anschließend eine zweite Schicht (2)
durch das Gleichstrom-Magnetronsputterverfahren unter der Bedingung
von 750 W unter Verwendung eines Nb-Targets ausgebildet, wobei bei diesem
Verfahren ein Gasgemisch aus Argon und Sauerstoff (die Sauerstoffkonzentration
betrug 5,5 Volumenteile, bezogen auf 100 Volumenteile des Gasgemischs)
so eingeführt
wurde, dass der Druck in dem System zum Zeitpunkt der Ausbildung der
Schicht 0,666 Pa (5 × 10–3 Torr)
wurde. Bei der Ausbildung der zweiten Schicht wurde ein Si-Substrat
mit einer spiegelglanzpolierten Oberfläche in dem Beschichtungssystem
zusammen mit dem transparenten Substrat, auf dem die erste Schicht
ausgebildet wurde, platziert. Auf der spiegelglanzpolierten Oberfläche wurde
eine der zweiten Schicht ähnliche Schicht
ausgebildet. Die Messung des Brechungsindex der Schicht auf dem
Si-Substrat mit einem Ellipsometer zeigte, dass die Schicht einen
Brechungsindex von 2,28 aufwies. Die Messung der Dicke dieser Schicht
mit dem Oberflächenprofilmesssystem
ergab, dass die Schicht eine Dicke von 111 nm (1110 Å) aufwies.
Daher wies die auf dem transparenten Substrat, auf dem die erste
Schicht ausgebildet war, ausgebildete zweite Schicht einen Brechungsindex
von 2,28 und eine Dicke von 111 nm (1110 Å) auf.
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Auf
der zweiten Schicht wurde anschließend eine dritte Schicht (3)
durch das HF-Magnetronsputterverfahren unter der Bedingung von 550
W unter Verwendung eines SiO2-Targets unter
Einstellen des Drucks zum Zeitpunkt der Ausbildung der Schicht auf 0,266
Pa (2 × 10–3 Torr)
durch Einführen
von Argon als beschichtungsbildendes Gas ausgebildet. Auf diese Weise
wurde ein Antireflexionssubstrat (4) ausgebildet. Bei der
Bildung der dritten Schicht wurde ein Si-Substrat mit einer spiegelglanzpolierten
Oberfläche
in dem Beschichtungssystem zusammen mit dem transparenten Substrat,
auf dem die zweite Schicht ausgebildet war, platziert. Auf der spiegelglanzpolierten
Oberfläche
wurde eine der dritten Schicht ähnliche
Schicht ausgebildet. Die Messung des Brechungsindex der Schicht
auf dem Si-Substrat mit einem Ellipsometer zeigte, dass die Schicht
einen Brechungsindex von 1,47 aufwies. Die Messung der Dicke dieser
Schicht mit dem Oberflächenprofilmesssystem
ergab, dass die Schicht eine Dicke von 90 nm (900 Å) aufwies.
Daher wies die auf dem transparenten Substrat, auf dem die zweite
Schicht ausgebildet war, ausgebildete dritte Schicht einen Brechungsindex
von 1,47 und eine Dicke von 90 nm (900 Å) auf.
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Der
auf diese Weise ausgebildete Antireflexionsfilm (7) war
transparent.
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3 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats (4) des Antireflexionsfilms
(7).
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Beispiel 3
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Ein
Antireflexionssubstrat (4) wurde gemäß Beispiel 2 ausgebildet, wobei
jedoch als transparentes Substrat (5) ein transparenter
Polymerfilm, der aus einem Triacetylcellulosefilm (Handelsbezeichnung:
FUJITAC SH-80, hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd.) und einer
etwa 3 μm
dicken Antiblendschicht, die als Acrylharzbasismaterial auf dem
Triacetylcellulosefilm ausgebildet war, bestand, verwendet wurde.
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Der
auf diese Weise ausgebildete Antireflexionsfilm (7) war
transparent.
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4 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats (4) des Antireflexionsfilms
(7).
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Vergleichsbeispiel 1
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Ein
Antireflexionsfilm wird durch Verwendung eines transparenten Polymerfilms,
der aus einem Triacetylcellulosefilm (Handelsbezeichnung: FUJITAC
SH-80, hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd.) und einer auf
dem Triacetylcellulosefilm ausgebildeten, etwa 5 μm dicken
Acrylharzbeschichtung bestand, als transparentes Substrat und aufeinanderfolgendes
Ausbilden einer ersten Schicht, die ein Oxid von Si und Ti war und
ein durch Si/(Si + Ti) dargestelltes Atomverhältnis von 0,48 aufwies, [Brechungsindex
1,74, Dicke 50 nm (500 Å)],
einer zweiten Schicht, die aus Nb2O5 gebildet war, [Brechungsindex 2,34, Dicke
125 nm (1250 Å)]
und einer dritten Schicht, die aus SiO2 gebildet
war, [Brechungsindex 1,47, Dicke 90 nm (900 Å)] auf dem Substrat erhalten.
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5 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats des Antireflexionsfilms.
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Vergleichsbeispiel 2
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Ein
Antireflexionsfilm wird durch Verwendung eines transparenten Polymerfilms,
der aus einem Triacetylcellulosefilm (Handelsbezeichnung: FUJITAC
SH-80, hergestellt von Fuji Photo Film Co., Ltd.) und einer auf
dem Triacetylcellulosefilm ausgebildeten, etwa 5 μm dicken
Acrylharzbeschichtung bestand, als transparentes Substrat und aufeinanderfolgendes
Ausbilden einer ersten Schicht, die ein Oxid von Si und Ti war und
ein durch Si/(Si + Ti) dargestelltes Atomverhältnis von 0,48 aufwies, [Brechungsindex
1,74, Dicke 73 nm (730 Å)],
einer zweiten Schicht, die aus La2O3 gebildet war, [Brechungsindex 1,90, Dicke
111 nm (1110 Å)]
und einer dritten Schicht, die aus SiO2 gebildet
war, [Brechungsindex 1,47, Dicke 90 nm (900 Å)] auf dem Substrat erhalten.
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6 erläutert das
Reflexionsspektrum der Oberfläche
des Antireflexionssubstrats des Antireflexionsfilms.
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Nach
dieser Beschreibung der Erfindung ist offensichtlich, dass diese
auf viele Arten variiert werden kann. Derartige Variationen sollen
nicht als Abweichung vom Umfang der Erfindung betrachtet werden
und derartige Modifikationen, die dem Fachmann offensichtlich sind,
sollen vom Umfang der folgenden Ansprüche umfasst werden.