-
Regeltransformator mit gegeneinander verschiebbaren Kernteilen Bei
Transformatoren für stufenlose Regulierung mit gegeneinander verschiebbaren Kernteilen
ist es nötig, daß die aufeinandergleitenden Berührungsflächen mit einem gewissen
Druck aufeinandergepreßt werden, um Brummen zu vermeiden. Um diesen Druck herzustellen,
sind bis jetzt ausschließlich Druckfedern angewendet worden.
-
Allgemein sind Federpressungen, die schwer nachstellbar sind, nicht
beliebt. Wenn irgend angängig, vermeidet man sie bei Apparaten, die in Ölgefäße
eingebaut werden. Federn haben den Nachteil, daß dieselben mit der Zeit in ihrer
Wirkung nachlassen oder daß sie bei hoher Beanspruchung leicht brechen. Da Transformatoren
mit stufenloser Regulierung meist dort angewendet werden, wo ein Nachstellen der
Federn so gut wie ausgeschlossen ist, so bedeutet der Ersatz der Federpressung durch
Gewichtspressung gemäß der Erfindung einen wesentlichen Fortschritt in der Entwicklung
dieser Apparate. Bei der Verwendung von Gewichtsbelastungen lassen sich auch vollkommenere
Lösungen für die konstruktive Ausführung der Apparate finden als bei der Verwendung
von Druckfedern. Bei allen Ausführungen mit Druckfedern müssen nämlich die verschiebbaren
Teile des Apparates auf einer Unterlage oder längs einer Führungsleiste verschoben
werden. Die Reibung auf der Unterlage bzw. Führungsleiste bildet den Unsicherheitsfaktor
bei der Wirkung des Apparates. Diese Reibung ist nie dieselbe und kann sich im Laufe
der Zeit ganz wesentlich ändern. Da diese Reibung immer der Wirkung der Druckfedern
entgegengesetzt gerichtet ist, so kann es ohne weiteres vorkommen, daß die Wirkung
der Druckfedern zum Teil oder gänzlich aufgehoben wird. Bei der Verwendung von Gewichtsbelastungen
können konstruktive Lösungen angewendet werden, bei welchen Reibungen auf Unterlagen
vermieden werden, so daß die verlangte Flächenpressung der gleitenden Teile aufeinander
absolut gleich bleibt.
-
Abb. x zeigt den allgemeinen Aufbau eines bekannten Regeltransformators
mit Federpressung. i und a sind die im Konstruktionsrahmen 7 gelagerten Kernstücke,
3 und q. die mit der Stange 6 nach oben und unten verschiebbaren Kernstücke. Durch
die Federn 5 werden die Kernstücke i und 2 auf die Kernstücke
3
und q. gepreßt, damit die ersteren mit dem gewünschten Preßdruck auf den Kernstücken
3 und q. aufliegen. Das Eigengewicht der Kernteile i und 2 wird von den Flächen
a des Konstruktionsrahmens aufgefangen. An diesen Auflageflächen müssen die Kernteile
i und 2, wenn auch über einen kleinen Weg, leicht verschiebbar sein. Von der Reibung
an dieser Stelle ist es abhängig, wie sich der Preßdruck bei der Bewegung der Kernteile
3 und q. auf diese verteilt. Diesen Unsicherheitsfaktor hat man zum Teil dadurch
verbessert, daß einer der Kernteile i und 2 fest mit,dem Konstruktionsrahmen verbunden
wird.
-
. Abb. 2 zeigt eine solche bekannte Anordnung. Der Kerntei12 ist hier
in dem Konstruktionsrahmen 7 fest angeordnet, während der Teil i auf der Auflage
a mit leichtem Spiel verschiebbar ist. Es ist dabei als selbstverständlich vorausgesetzt,
daß die Stange 6 mit einem gewissen Seitenspiel in dem Konstruktionsrahmen 7 geführt
ist, damit durch die bei der Herstellung bedingten Unregelmäßigkeiten bei der Aufundabbewegung
der Kernteile 3 und q. kein Klemmen auftritt.
-
Abb.3 zeigt eine Anordnung nach der Erfindung, bei welcher die Federpressung
durch Gewichtspressung ersetzt ist. An den Stellen a des Kernteiles i greifen über
am Konstruktionsrahmen 7 angebrachte Rollen io und ix geführte Zugseile an, die
durch Gewichte 8 und g gespannt sind. Durch Wahl der Größe der Gewichte 8 und g
kann jeder beliebige Gleitflächendruck erreicht werden. Die in Abb.3 und in nachfolgenden
Abbildungen dargestellten Ausführungsformen sind nur schematisch aufzufassen. Selbstverständlich
läßt sich die Erfindung auch auf Transformatoren mit zwei beweglichen Kernteilen
i und 2 gemäß Abb. i anwenden.
-
Nach Abb. q. sind besondere Zuggewichte vermieden; hier wird erfindungsgemäß
das Eigengewicht eines Kernteiles i zur Erreichung des Preßdruckes verwendet. Der
Kernteil i trägt eine Keilfläche 12. Der Konstruktionsrahmen 7 trägt eine Rolle
13. Das Eigengewicht G des Kernteiles i zerlegt sich in die zwei Komponenten
D und R. Die Komponente D bewirkt den gewünschten Gleitflächendruck.
Durch Wahl des Neigungswinkels der Keilfläche hat man es in der Hand, jeden beliebigen
Flächendruck zu erreichen.
-
Nach einer - weiteren Ausbildung der Erindung wird gemäß Abb.5 ein
Kipphebel in Stelle einer Keilfläche verwendet. Die Wirkung ist die gleiche wie
bei. der Keilfläche. Sollte die Preßdruckverteilung bei Verwendung iur einer Keilfläche
oder eines Kipphebels licht. genügen, so kann eine Anordnung ähnlich (er in Abb.6
dargestellten gewählt werden. der Kernteil i trägt hier zwei Keilflächen 15 und
16, die gegen die im Schwinghebel ic gelagerten Rollen 17 und i8 drücken. Dez Schwinghebel
ig ist im Konstruktionsrahmen ; gelagert. Auf Grund des Hebelgesetzes ist e: ohne
weiteres einzusehen, daß beide Drücke an den Keilflächen 15 und 16 bei gleichen
Hebelarmlängen gleich -sein müssen.
-
Abb.7 zeigt eine Anordnung, bei welcher der Preßdruck durch das Eigengewicht
eine Kernteiles i unter Verwendung schief gestellter Pendelstangen und eines Waagebalkens
erreicht wird. 2o und 21 sind Pendelstangen, die sowohl an den Punkten 22 und 23
des Kernteiles i als auch an den beiden äußeren Enden eines Waagebalkens 9,4 angreifen.
Der Waagebalken 9,4 ist am Konstruktionsrahmen ,7 drehbar gelagert. Hierdurch wird
erreicht, daß der Preßdruck im gewünschten Maße von den beiden Punkten 22 und 23
des Kernteiles i übertragen wird.
-
Wenn das Eigengewicht des beweglichen Kernteiles i nicht ausreichen
sollte, kann es durch Zusatzgewichte vergrößert werden. Ein Mitnehmen des beweglichen
Kernteiles bei Beginn der Regelbewegung kann, wie Fig. 8 zeigt, durch zwischen den
Kernteil i und den Rahmen 7 eingeschaltete Pufferfedern 26 verhindert werden.
-
Der Erfindungsgedanke umfaßt auch Kombinationen der in den Abbildungen
dargestellten Fälle.